Die negativen Auswirkungen des anthropogenen Treibhauseffektes werden immer deutlicher. Wie wichtig eine nachhaltige Entwicklung im 21. Jahrhundert ist, um die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, die Wahrung der Lebenschancen heutiger und zukünftiger Generartionen, die Integration ökologischer, ökonomischer und sozialer Belange zu sichern, soll mit der vorliegendne Seminararbeit thematisiert werden. Unter Zugrundelegung dieser Gesichtspunkte wurde zunächst die Herleitung des Umweltmanagements vorgenommen, Kennzahlen kleiner und mittelständischer Unternehmen herangehogen, sowie in Deutschland praktizierte Umweltmanagementsysteme aufgezeigt. Sodann wurde die Notwendigkeit der Integration von Umweltmanagementsystemen in KMU unter ökologischen wie auch ökonomischen Gesichtspunkten untersucht. In Bezug auf die ökologische Betrachtungsweise wurden Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und Umwelt herausgearbeitet, die Unerlässlichkeit der Ressourcenschonung und Integration einer ökologischen Abfallwirtschaft sowie das Filtern von Luft- und Abwasseremissionen in den Vordergrund gestellt. Aus betriebswirtschaftlicher Sichtweise konnte ferner die Notewndigkeit von Umweltmanagementsystemen in KMU und die sich hieraus ergebenden ökonomischen Vorteile (Rechtssicherheit gegenüber dem Staat, die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Marktteilnehmern sowie Kostenminderungspotenziale im Unternehmen) herausgebildet werden. Ferner behandelt die vorliegende Seminararbeit Gestaltungsmöglichkeiten zur Umsetzung eines Managementsystems in KMU, das auf gesetzlichen Umweltvorschriften basiert. Hierbei erfolgte eine Betrachtung benötigter Instrumente zur Vornahme einer umweltbezogenen Bestandsaufnahme sowie einer in KMU umgesetzten Umweltkostenrechnung. In diesem Zusammenhang wurde ferner auf die für ein Unternehmen relevanten Mitarbeiteraspekte und Arbeitsschutzmaßnahmen eingegangen. Da durch die Integration eines Umweltmanagementsystems im Unternehmen spürbare Kosten entstehen, fand auch eine Betrachtung der Möglichkeit einer Inanspruchnahme von Fördermitteln statt. Ziel dieser Arbeit war es, eine Sensibilisierung für das Thema eines nachhaltigen Umweltschutzes herbeizuführen, sowie Chancen und Risiken von Umweltmanagementsystemen in KMU kenntlich zu machen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Notwendigkeit von Umweltmanagementsystemen
2.1. Kennzahlen kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU)
2.2. Herleitung und Bedeutung des Umweltmanagements
2.3. Überblick deutscher Umweltmanagementansätze in KMU
3. Betrachtungsweise der Notwendigkeit unter ökologischen Gesichtspunkten
3.1. Ressourcenschonung/Abfallwirtschaft
3.2. Übersicht und Auswirkungen von Luftemissionen
3.3. Abwasseremissionen im verarbeitenden Gewerbe
4. Betrachtungsweise der Notwendigkeit unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten
4.1. Besseres Image/erhöhte Wettbewerbsfähigkeit
4.2. Erhöhte Rechtssicherheit
4.3. Erhöhte Innovationsfähigkeit
4.4. Kostenminimierung
5. Gestaltungsmöglichkeiten in KMU
5.1. Umweltbezogene Bestandsaufnahme
5.2. Einführung einer Umweltkostenrechnung
5.3. Mitarbeiteraspekte
5.4. Arbeitsschutz in KMU
5.5. Fördermittel
6. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit und praktische Umsetzung von Umweltmanagementsystemen (UMS) in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) unter ökologischen sowie ökonomischen Gesichtspunkten, um die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit dieser Betriebe zu sichern.
- Bedeutung und Kennzahlen des Mittelstandes in Deutschland
- Ökologische Notwendigkeit von UMS (Ressourcen, Luft, Wasser)
- Betriebswirtschaftliche Vorteile (Image, Rechtssicherheit, Kosten)
- Instrumente zur praktischen Umsetzung in KMU
- Mitarbeiterintegration und Arbeitsschutz als Erfolgsfaktoren
Auszug aus dem Buch
4.1. Besseres Image/erhöhte Wettbewerbsfähigkeit
Umweltmanagement führt zur Verbesserung des Unternehmensimages in der Öffentlichkeit, der Kommunikation mit Behörden und Verbänden und leistet einen Beitrag zur Langzeitsicherung des Unternehmens. Die positive Imagewerbung durch eine Zertifizierung spart Werbungskosten ein. Ein geprüftes Umweltmanagement kann gegenüber Marktkonkurrenten zu Wettbewerbsvorteilen führen. Bei ansonsten gleichwertigen Angeboten ist davon auszugehen, dass der Nachweis einer konsequenten Umweltorientierung Unternehmen einen Vorteil bei der Vergabe von Aufträgen verschafft. Zu erwarten ist ein dahingehender Trend, dass zukünftig Unternehmen, die kein geprüftes Umweltmanagement vorweisen können, am Markt mit Auftragseinbußen zu rechnen haben.
Die durch das Umweltmanagement erzielten besseren Betriebsergebnisse erlauben darüber hinaus Preisflexibilität. Dies führt zu einem attraktiveren Angebot gegenüber Kunden. Wer nicht nur über Umweltschutz redet, sondern ihn auch nachweisen kann, ist aus den vorstehenden Gründen wettbewerbsfähiger.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz einer nachhaltigen Entwicklung im 21. Jahrhundert ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit, Chancen und Risiken von UMS in KMU zu beleuchten.
2. Notwendigkeit von Umweltmanagementsystemen: Das Kapitel definiert die Notwendigkeit umweltbewussten Handelns und analysiert die wirtschaftliche Bedeutung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sowie gängige Umweltmanagementansätze in Deutschland.
3. Betrachtungsweise der Notwendigkeit unter ökologischen Gesichtspunkten: Hier werden die direkten Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und Umwelt in Bezug auf Ressourcenverbrauch sowie Luft- und Abwasseremissionen detailliert untersucht.
4. Betrachtungsweise der Notwendigkeit unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten: Dieser Abschnitt erarbeitet die ökonomischen Vorteile eines Umweltmanagements, wie verbesserte Wettbewerbsfähigkeit, Rechtssicherheit, Innovationskraft und gezielte Kostenminimierung.
5. Gestaltungsmöglichkeiten in KMU: Es werden konkrete Instrumente und Methoden zur Implementierung eines UMS vorgestellt, darunter Bestandsaufnahmen, Umweltkostenrechnung und die Einbindung von Mitarbeitern sowie Fördermöglichkeiten.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass ein Umdenken hin zu mehr ökologischer Verantwortung stattfindet und betont die langfristigen Vorteile einer nachhaltigen Ausrichtung für KMU.
Schlüsselwörter
Umweltmanagement, KMU, Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz, Umweltkostenrechnung, Wettbewerbsfähigkeit, Öko-Audit, EMAS, ISO 14001, Umweltschutz, Arbeitsschutz, Betriebsergebnisse, Unternehmensimage, Innovationsfähigkeit, Umweltpolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die Relevanz, Notwendigkeit und praktische Implementierung von Umweltmanagementsystemen in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) vor dem Hintergrund ökologischer und ökonomischer Anforderungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die ökologischen Auswirkungen unternehmerischen Handelns, die betriebswirtschaftlichen Vorteile einer Zertifizierung sowie praktische Gestaltungsmöglichkeiten für KMU.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Ziel der Arbeit ist es, ein Bewusstsein für nachhaltigen Umweltschutz zu schaffen und Unternehmen bei der Identifikation von Chancen und Risiken durch Umweltmanagementsysteme zu unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?
Es handelt sich um eine theoretische Untersuchung unter Heranziehung von Fachliteratur, Studien, rechtlichen Rahmenbedingungen und bestehenden Umweltmanagement-Instrumenten wie der ABC-Analyse oder der Wertkette nach Porter.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine ökologische und eine betriebswirtschaftliche Betrachtungsweise der UMS-Notwendigkeit sowie eine detaillierte Darstellung praktischer Umsetzungsinstrumente in KMU.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Umweltmanagement, KMU, Ressourceneffizienz, Rechtssicherheit, Umweltkostenrechnung und Nachhaltigkeit.
Wie unterscheidet sich die Situation von KMU gegenüber Großkonzernen im Umweltmanagement?
KMU verfügen oft über begrenztere Ressourcen, weshalb die Arbeit spezifische, anwendungsfreundliche Instrumente wie "EcoStep" oder vereinfachte Bestandsaufnahmen als Einstiegsmöglichkeiten in den Umweltschutz hervorhebt.
Welche Rolle spielen Mitarbeiter bei der Umsetzung eines Umweltmanagements?
Mitarbeiter sind essenziell, da ein dauerhafter Verbesserungsprozess nur durch ihre Motivation und Beteiligung sowie eine offene Kommunikation betrieblicher Zusammenhänge erfolgreich gestaltet werden kann.
- Citar trabajo
- Dipl.-Kffr.(FH) Andrea Schlichting (Autor), 2009, Umweltmanagement im Mittelstand - Notwendigkeit und Gestaltungsmöglichkeiten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177689