Im Alter von 72 Jahren nahm er sich das Leben, ein Bekannter meiner Großeltern. Er verlor seine Frau einige Monate zuvor – sie ertrank im gemeinsamen Badeurlaub. Er war Diabetiker und spritzte sich eine Überdosis Insulin – für ihn kam jede Hilfe zu spät. Im Alter von etwa 50 Jahren verlor er sein Augenlicht und versuchte bereits damals seinem Leben ein Ende zu setzen. Damals konnte er von seiner Frau gerettet werden.
Die gestellte Aufgabe in einem Zitat von Hermann Burger scheint in diesem Fall einfach zu lösen: „Der Tod ist gegeben – finden Sie die Lebensursache heraus!“ (Köster, Thomas, o.J., S. 1). Dieser Themenkomplex soll der Inhalt der hier vorliegenden Arbeit sein – Suizid im Alter. Was versteht man darunter? Inwiefern können statistische Erhebungen einen Einblick gewähren? Welche grundlegenden Faktoren können zum Suizid im Alter führen? Kann man ihn verhindern?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Allgemeines
- Epidemiologie
- Körperliche und biologische Faktoren
- Psychische Faktoren
- Soziale Faktoren
- Suizidprävention
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem Thema Suizid im Alter. Es werden die Ursachen und Risikofaktoren für Suizidalität im Alter untersucht, wobei die Schwerpunkte auf biologischen, psychischen und sozialen Faktoren liegen. Des Weiteren wird die Bedeutung der Suizidprävention in diesem Kontext beleuchtet.
- Definition und Häufigkeit von Suizid im Alter
- Epidemiologische Befunde: Biologische, psychische und soziale Faktoren
- Das individuelle Suizidrisiko im Alter
- Möglichkeiten der Suizidprävention
- Die Bedeutung von sozialen Netzwerken und emotionaler Unterstützung im Alter
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt das Thema Suizid im Alter vor und beleuchtet die steigende Anzahl der Suizide in höheren Altersgruppen. Im Kapitel "Allgemeines" wird der Begriff "Suizid" definiert und die Bedeutung von Statistiken und Dunkelziffer im Zusammenhang mit Suizid im Alter hervorgehoben.
Das Kapitel "Epidemiologie" befasst sich mit den verschiedenen Faktoren, die zum Suizid im Alter beitragen können. Dazu gehören biologische/körperliche Faktoren wie chronische Erkrankungen und körperliche Beeinträchtigungen, psychische Faktoren wie Depressionen und Demenz sowie soziale Faktoren wie Vereinsamung und Verlust des Partners.
Das Kapitel "Suizidprävention" befasst sich mit den Möglichkeiten der Suizidprävention im Alter und betont die Wichtigkeit von frühzeitiger Erkennung und Intervention.
Schlüsselwörter
Suizid, Alterssuizid, Suizidalität, Risikofaktoren, biologische Faktoren, psychische Faktoren, soziale Faktoren, Depression, Demenz, Vereinsamung, Suizidprävention, Intervention, soziale Unterstützung, Lebensqualität, Selbständigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist das Thema Suizid im Alter besonders relevant?
Statistiken zeigen eine steigende Anzahl von Suiziden in höheren Altersgruppen. Oft spielen Lebensumstände wie der Verlust des Partners oder schwere Krankheiten eine entscheidende Rolle.
Welche biologischen Faktoren erhöhen das Suizidrisiko im Alter?
Chronische Erkrankungen, körperliche Beeinträchtigungen und Schmerzen können die Lebensqualität so stark mindern, dass Betroffene keinen Ausweg mehr sehen.
Welche psychischen Erkrankungen sind häufig mit Alterssuizidalität verbunden?
Depressionen und beginnende Demenz sind zentrale psychische Risikofaktoren, die die Wahrnehmung und den Lebenswillen massiv beeinflussen können.
Wie wirken sich soziale Faktoren auf das Suizidrisiko aus?
Vereinsamung, der Verlust des sozialen Netzwerks und mangelnde emotionale Unterstützung sind wesentliche Treiber für Suizidgedanken im Alter.
Wie kann Suizidprävention im Alter gelingen?
Prävention erfordert eine frühzeitige Erkennung von Warnsignalen, den Ausbau von Beratungsangeboten und die Stärkung der sozialen Teilhabe älterer Menschen.
- Quote paper
- Claudia Mueller (Author), 2011, Suizid im Alter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177696