Familienbezogene Arbeit mit krebskranken PatientInnen

Implementierung eines Konzeptes der Familienarbeit in den pflegerischen Betreuungsprozess in einem Akutkrankenhaus


Projektarbeit, 2010
89 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Anmerkungen

1 Einleitung

2 Problembetrachtung
2.1 Der onkologische Patient
2.2 Der Mittelpunkt des Projektes: Die Angehörigen - die Familie
2.3 Die Bindung zur Familie - der GuK

3 Entwicklung der Fragestellungen

4 Thema des Projektes
4.1 Die Grundhaltung der familienbezogenen Arbeit
4.1.1 Beziehungsaufbau
4.1.2 Familien-Assessment-Modell nach Calgary
4.1.3 Familien-Interventions-Modell nach Calgary
4.1.4 Beziehungsabschluss
4.1.5 Curriculum

5 Formulierung der Ziele

6 Gesundheitspolitische Relevanz
6.1 Qualitätssicherung
6.2 Kosten im deutschen Gesundheitssystem
6.3 Demographischer Wandel
6.4 Optimierte Behandlungsmöglichkeiten und die Konsequenzen

7 Stand der Forschung
7.1 Forschungsprojekt: „Wie erleben Tumor-Patienten den Einbezug ihrer Angehörigen in den Pflege- und Betreuungsprozess?“
7.2 Inselspital Bern: Rückblick nach der Implementierung der „Familienzentrierten Pflege“
7.3 Der Nutzen des CFAM und des CFIM

8 Einschätzung der Realisierbarkeit und Strategien zur Akzeptanzsicherung
8.1 Umsetzungsprobleme
8.2 Einschätzung der Realisierbarkeit
8.3 Strategien zur Akzeptanzsicherung

9 Durchführung
9.1 Phase 1: Vorbereitung
9.1.1 Ermittlung des IST-Zustandes
9.1.2 Recherchearbeiten
9.1.3 Festlegung der Zielgruppen
9.2 Phase 2: Konzeption- und Maßnahmenentwicklung
9.2.1 Entwicklung eines Curriculums
9.2.2 Gründung eines Qualitätszirkels
9.3 Phase 3: Umsetzung
9.3.1 Durchführung des Curriculums
9.3.2 Umsetzung im pflegerischen Betreuungsprozess
9.3.2.1 Beziehungsaufbau
9.3.2.2 Erstgespräch
9.3.2.3 Familiengespräche
9.3.2.4 Reflekting-Team
9.3.2.5 Beziehungsabschluss
9.4 Phase 4: Projektabschluss
9.4.1 Evaluation
9.4.2 Anpassung und Überführung in die Linie

10 Zeitplanung

11 Finanzplanung
11.1 Personalkosten
11.2 Sachkosten
11.3 Gesamtkostenübersicht

12 Erwartbare Ergebnisse
12.1 Der onkologische Patient und seine Familie
12.2 Der GuK
12.3 Weiterentwicklung des Curriculums
12.4 Wettbewerbsausrichtung

13 Übertragbarkeit

14 Fazit

15 Literaturverzeichnis

16 Internetverzeichnis

17 Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1 Zirkuläre Kommunikation

Abb. 2 Fortlaufender Prozess des Curriculums

Abb. 3 Personal-/Sachkosten Gesamtübersicht

Tabellenverzeichnis

Tab. 1 Zeitplanung

Tab. 2 Phasenmodell Projekt

Tab. 3 Personalkosten

Tab. 4 Sachkosten

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Anmerkungen

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in der Regel die männliche Schreibweise für die Berufsbezeichnung der Gesundheits- und Kranken- pflegerInnen verwendet. Ich weise an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass sowohl die männliche als auch die weibliche Form für die entsprechenden Beiträge gemeint ist.

1 Einleitung

Die Diagnose „Krebs“ kommt zumeist unerwartet und ist ein einschneidendes Ereignis für den Erkrankten. Reaktionen wie Trauer, Hilflosigkeit, Ärger, Sorge vor einer ungewissen Zukunft sind bedeutsam und müssen ernst genommen werden. Die Erkrankung wird immer noch mit Hoffnungslosigkeit und Unheilbarkeit in Verbindung gebracht und hat somit einen Einfluss auf das Familiensystem sowie die bestehenden Strukturen. Es existieren beständige Familien, die aufgrund der gemeinsamen Erfahrung einer schwerwiegenden Diagnose näher zusammenwachsen. In anderen Familiensystemen kommt es folgedessen zu einer Störung des Gleichgewichtes bis hin zum Auftreten von psychischen und physischen Überbelastungen und Desorganisationen. Daraus können erste Einbrüche in der Familienkultur resultierten (vgl. Gering, M. et al. 2001).

In der vorliegenden Arbeit handelt es sich um ein gesundheitsförderndes Projekt, das den kontinuierlichen Einbezug des Patienten und seiner Familie als Gesamtsystem sowie der gemeinsamen Arbeit zwischen der Familie und den Betreuenden, insbesondere dem Gesundheits- und Krankenpfleger (GuK) im Alexianer-Krankenhaus Hedwigshöhe in Berlin Treptow anstrebt. Die Klinik verfügt über ein „Zentrum für Familiengesundheit“. Unter der Leitlinie „Familienbezogene Gesundheitsförderung“ eines familienfreundlichen Kranken- hauses sind bereits mehrere Projekte implementiert und haben sich nachhaltig integriert. Bei den Patienten, den Angehörigen und den Mitarbeitenden ist das auf positive Resonanz gestoßen.

Das Krankenhaus verfügt über 350 Betten, die sich auf fünf psychiatrische Stationen nebst Tagesklinik, auf der Chirurgie, einer interdisziplinären- und einer Intensivstation sowie dem internistischen Sektor verteilen. Auf zwei Stationen wird das Projekt „Familienbezogene Arbeit mit krebskranken PatientInnen“ durchgeführt. Die Station Sankt Konrad hat den Schwerpunkt Onkologie und Gastroenterologie, verteilt sich auf 32 Betten und besteht aus 13,5 Pflegestellen (GuK, Stationsleitung, stellvertretende Stationsleitung) und zusätzlich zwei Servicekräften, den Assistenzärzten, zwei Oberärzten sowie dem Chefarzt der Inneren Medizin. Ein GuK hat bereits die Weiterbildung zum onkologischen Fachpfleger absolviert.

Die interdisziplinäre Station Sankt Anna ist mit 28 Betten ausgestattet. Die Station hat ebenfalls 13,5 Pflegestellen (GuK, Stationsleitung, stellvertretende Stationsleitung). Zum weiteren Stationsteam zählen die Servicekräfte, die Assistenzärzte, die fachabhängigen Oberärzte sowie die Chefärzte der Inneren und der Chirurgie. Dort werden Patienten mit einer Krebsdiagnose behandelt, die sich einem chirurgischen Eingriff unterziehen müssen. Beide Disziplinen (Innere/Chirurgie) arbeiten auf der Station fachbereichsübergreifend. Auf den Stationen erfolgt die gesamte Diagnostik und Therapie von hämatologisch- onkologischen Erkrankungen (Blutkrebs) und tumorösen Entartungen (vgl. Alexianer-Krankenhaus Hedwigshöhe, 2008).

Bei der Zusammenarbeit mit Mitarbeitern, die nicht ausschließlich stationsgebunden sind, handelt es sich um die Psychoonkologin, die Seelsorgerin, dem Sozialdienst sowie der Pflegedienstleitung (PDL).

Zunächst betrachtet die Autorin die Problematik in der stationären Versorgung von krebskranken Patienten im Kontext seiner Angehörigen. Die daraus ersichtlichen Defizite stellen einen wesentlichen Beweggrund dar, sich mit der Thematik detaillierter auseinanderzusetzen. Es werden neue Ansätze aufgezeigt, die es gilt zu implementieren sowie beständige Methoden und Strukturen zu optimieren.

2 Problembetrachtung

Zunächst wird auf die onkologischen Patienten und auf die Angehörigen des Erkrankten eingegangen. Der Patient, und im speziellen seine Familie, stehen dabei im Fokus des Projektes. Im letzen Punkt fällt das Augenmerk auf den GuK, als Bindeglied zur Familie.

2.1 Der onkologische Patient

Onkologische Patienten treten aufgrund einer bösartigen Erstdiagnose, einer krankheitsbedingten turnusmäßigen medizinischen Intervention, bei Rezidiven (Rückfall), der Verschlechterung des Allgemeinzustandes oder anderen relevanter Untersuchungen ins Krankenhaus ein. Während der verschiedenen Krankheitsphasen und des stationären Aufenthaltes entwickeln krebskranke Patienten Bedürfnisse, Ängste oder Verhaltensweisen, die sich von anders Erkrankten unterscheiden. Demzufolge spielen sie eine besondere Rolle im Klinikalltag und bedürfen außerordentlicher Fürsorge und Beachtung.

Ein, durch Patienten- und Angehörigeninterviews, herausgearbeitetes Defizit ist die mangelhafte Kommunikation und Verzahnung unter den einzelnen Berufssparten und im interdisziplinären Team. Elementare Fakten, die für den Patienten und die Familien relevant sind, werden oftmals nur partiell und unvollkommen weitergeleitet. Demzufolge ist eine kontinuierliche und professionelle Behandlung sowie Betreuung nicht immer anhaltend und in gleichbleibender hoher Qualität sicher zu stellen.

2.2 Der Mittelpunkt des Projektes: Die Angehörigen - die Familie

Im Zentrum stehen der onkologische Patient, seine Angehörigen und die Familienmitglieder. Bisher wird der Patient als Einzelperson, losgelöst von seinen bestehenden Bindungen gesehen. Die Familie steht im Hintergrund und wird nur teilweise in relevante Entscheidungen zur Krankheit und dem weiteren Verlauf mit einbezogen.

Aus den durchgeführten Leitfadeninterviews mit Patienten und Angehörigen wurde eruiert, dass die Erkrankten die Informationen und wesentliche Fakten zur ärztlichen Aufklärung, dem Stand der Krankheit und der Prognose zumeist eigenständig an ihre Familien weitergeben. In diesem Kontext ist davon auszugehen, dass eine explizite Übermittlung aus Gründen der medizinischen Unwissenheit an die Angehörigen und an die Familien nicht gegeben ist und Informationen verloren gehen. Die Familie ist aber nahezu im selben Maße betroffen wie der Erkrankte, befindet sich zumeist ebenfalls erstmalig in der Situation und fordert Beistand sowie Einzelheiten zur Erkrankung (vgl. Deutsche Krebshilfe, 09.2008). An dieser Stelle sind sie auf die Unterstützung von den Mitarbeitern des Krankenhauses angewiesen.

2.3 Die Bindung zur Familie - der GuK

Die Auswirkung einer immer noch lebensbedrohlichen Erkrankung betrifft nicht nur den Patienten und deren Angehörigen, sondern auch das gesamte behandelnde onkologische Team, bestehend aus Ärzten, psychosozialen Diensten und dem GuK.

Je mehr für den Patienten getan wird, desto mehr Handlungen muss der GuK ausführen. Das heißt, die eingeschränkten zeitlichen Ressourcen müssen gut eingeteilt werden. Typische Aussagen von Kollegen sind: „Was tust du da drin so lange? Willst du uns die Arbeit alleine machen lassen? Du vertreibst dir die Zeit mit Plaudereien, und wir können inzwischen zusehen, wie wir fertig werden!“ (Gestrich, R., 1998).

Nach Aufklärung einer schwerwiegenden Diagnose wird der GuK zunehmend mit spezifischen Aufgaben belastet. Er muss die Fähigkeit und das Wissen besitzen Sachverhalte zu wiederholen und zu erläutern sowie anstehende Fragen des Patienten und der Familie zu beantworten (Margulies, A. et al. 2006).

Ein gravierender Faktor sind die zeitlich eingeschränkten Kapazitäten, die in erster Linie den GuK betreffen. Er ist das primäre Bindeglied zum Erkrankten und seiner Familie sowie zu den anderen Berufsgruppen. Der Aufgabenbereich im Pflegefeld wächst ständig. Der GuK ist frustriert darüber, dass er kaum noch Zeit hat, um auf die Bedürfnisse und die Wünsche sowie auf den Redebedarf des Patienten und seiner Familien einzugehen. Systematische Konversationen finden nicht statt. Oftmals ereignen sich schwerwiegende Gespräche spontan, die zunehmend zwischen „Tür und Angel“ abgehalten oder aus Zeitgründen in die nächste Schicht verschoben sowie an eine andere Berufsgruppen delegiert werden. Weitere Ursachen dafür sind die stetige Zunahme onkologischer Patienten im Alexianer-Krankenhaus Hedwigshöhe. Überdies hinaus fehlt es vor allem den jüngeren GuK an Kompetenzen sowie an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen in den Bereichen der Kommunikation, der Gesprächsführung und im Umgang mit schwerstkranken Menschen. Aus diesen aufgezählten Ursachen fühlen sich die Krebspatienten und die Angehörigen nicht zwingend alleine gelassen, dennoch ist der konsequente Einbezug der Familie als Gesamtsystem nicht sichtbar.

Zur Verarbeitung schwerwiegender Fälle (bspw.: ein langjähriger bekannter an Krebs erkrankter Patient verstirbt) ist keine Unterstützung für den GuK auf der Station vorhanden. Oftmals hilft sich das Pflegeteam untereinander, indem sich gegenseitig Gespräche angeboten werden. An dieser Stelle sollte ein zusätzlicher Ansatz zur professionellen Bewältigung gewählt werden. Die beschriebenen Problemlagen wurden in einer Teamsitzung der Station Sankt Konrad zusammengetragen.

3 Entwicklung der Fragestellungen

Im Anschluss an die Problembetrachtung folgt die Formulierung der Fragestellungen, die bei der Bearbeitung des Projektes zu beachten sind:

- Wie kann der Erkrankte und seine Familie als Gesamtsystem kontinuierlich in den Betreuungsprozess einbezogen werden?
- Wie lassen sich die individuellen Bedürfnisse, Ressourcen und Probleme der Angehörigen und des Erkrankten im familiären Gesamtsystem rechtzeitig erkennen und lösungsorientiert bearbeiten?
- Wie kann der GuK unterstützt werden, den onkologischen Patienten und die Familie als ein einheitliches Familiensystem anzunehmen?
- Wie ist es möglich, dass der GuK und die Familie als eine Einheit den Betreuungsprozess gemeinsam gestalten?
- Wie kann der GuK unterstützt werden komplexe und belastende Situationen zu bewältigen?

4 Thema des Projektes

Durch die Zunahme von Krebserkrankungen gewinnen eine nachhaltige und langfristige Versorgung der Patienten und das im Sinne der familienbezogenen Arbeit (FbA) an Bedeutung (vgl. Schweizerisches Rotes Kreuz, 2004).

4.1 Die Grundhaltung in der familienbezogenen Arbeit

Die Krankheit beeinflusst nicht ausschließlich den Erkrankten, sondern zugleich die Familie als Ganzes und rückt in den Mittelpunkt des Familiensystems. Die Familie hat einen bedeutsamen Einfluss auf den Gesundheitszustand jeden einzelnen Familienmitgliedes (Harmon Hanson, S., 2001).

Die Familie oder der direkte Partner sind wesentliche beistehende Personen für den Erkrankten. Dessen ungeachtet kann die Pflege durch die Angehörigen zur übermäßigen Belastung führen, die mit steigender Morbidität und Mortalität verbunden ist. Folglich kann sich das negativ auf den Krankheitsverlauf des Erkrankten auswirken. Die Versorgung im stationären Bereich wirkt demnach nachhaltiger, wenn nicht nur der Patient als Individuum in den Fokus gestellt wird, sondern das gesamte Familiensystem. Auf diese Weise kann sich die Familie gegenseitig stärken und Außenstehende können ebenfalls dadurch profitieren (vgl. Wright, L. et al. 2009).

Mit diesem Wissen streben die aus Calgary in Kanada stammenden Pflege- und Gesundheitswissenschaftlicher Wright und Leahey einen Fokuswechsel in der Gesundheits- und Krankenpflege an. Der GuK wird dazu aufgefordert, seine Tätigkeit zum Einzelnen, zur Familie und zu der Gemeinschaft auszuüben. Die Familie wird als eine Einheit definiert, deren Mitglieder verwandt sind oder nicht, zusammen oder an divergenten Wohnorten leben. In diesem Kontext ist die Beziehung oder das Zugehörigkeitsgefühl jedes Einzelnen, einschließlich der fürsorglichen Aufgaben und Verantwortlichkeiten, welche durch die Familienmitglieder übernommen werden, relevant. Der Patient selbst wählt aus, wen er zu seiner Familie zählt. Demzufolge können Angehörige die nächsten Verwandten, wie die Ehefrau oder der Ehemann, aber auch ein Freund oder eine gute Freundin sein. Sie stellen für den Patienten die wichtigsten Bezugspersonen dar. Gemeinsam werden Emotionen, wie Freude und Leid ausgetauscht sowie existentielle Angelegenheiten kommuniziert. Die wechselseitige Hilfestellung erfolgt in dieser Konstellation auf der emotionalen, der physischen sowie auf der sozialen Ebene (vgl. Wright, L. et al. 2000). Um mit Familien arbeiten zu können, muss sich der GuK in das Beziehungssystem hineindenken können. Auf diese Weise lässt sich eine verantwortungs- und respektvolle Pflege umsetzen, die auf einer beziehungsorientierten Zusammenarbeit basiert.

Von Wright und Leahey wird das von ihnen entwickelte Calgary-Familien- Assessment-Modell (CFAM) und das Calgary-Familien-Interventions-Modell (CFIM) empfohlen (vgl. Wright, L. et al. 2009).

Dieses Calgary-Modell unterteilt sich in verschiedene Phasen:

- Beziehungsaufbau
- Assessment
- Intervention
- Beziehungsabschluss

4.1.1 Beziehungsaufbau

Der Beziehungsaufbau zum Patienten und seiner Familie ist immer eine gezielte pflegerische Handlung. Gelingt der erste Kontakt gut, ist ein optimaler Ausgangspunkt für einen aussichtsreichen Pflege- und Betreuungsprozess geschaffen. Grundlage ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen dem Patienten, der Familie und dem GuK, die von gegenseitigem Respekt, Offenheit und ehrlicher Kommunikation geprägt ist (vgl. Preusse-Bleuer, B., 2007).

4.1.2 Familien-Assessment-Modell nach Calgary

Das CFAM basiert auf verschiedenen Theorien, wie der Systemtheorie und der Kommunikationstheorie und beschäftigt sich mit der internen familiären Zusammensetzung, den erweiterten familiären Netzwerken und äußerlichen Verbindungen.

Das von Wright und Leahey entwickelte Modell schlägt den Gebrauch eines Geno-/Ökogramms vor. Mit der Methode des Genogramm werden wichtige Informationen über die Familie transparent gemacht und es entsteht ein visuelles Abbild der Familienkonstellation (vgl. Gering, M. et al. 2001). Es liefert eine Menge an Fakten über Beziehungen und Entwicklungen im Verlauf der Zeit. Zusätzlich kann Information über die Gesundheit, den Beruf, die Religion, zur Ethnie sowie zur Migration erhoben werden. Das Genogramm ist eine Art Stammbaum (vgl. Wright, L. et al. 2009).

Das Ökogramm weist weitere nicht verwandtschaftliche Verbindungen auf, wie bspw. Freunde und Arbeitskollegen. Es stellt den Kontakt der Familienmitglieder mit größeren Systemen schematisch dar. Es bildet die wichtigsten und hilfreichsten oder auch spannungsgeladenen Beziehungen zwischen der Familie und den Außenstehenden ab (vgl. Wright, L. et al. 2009). Mit einer exakten Erfassung werden relevante Fakten transparent und ein vereinfachter Zugang zum Patienten und seiner Familie ist gegeben. Ressourcen und schwierige Probleme auch anderer externer Familienmitglieder können eruiert werden. Es kann gezielt interveniert und ein einheitliches Behandlungs- und Betreuungskonzept unter dem Einbezug der Familie gestaltet werden (vgl. Inselspital Bern, 2006).

4.1.3 Familien-Interventions-Modell nach Calgary

Familieninterventionen setzen ihren Schwerpunkt auf Eigendynamik, Stärke und Resilienz (Widerstandsfähigkeit). Im Rahmen von Eintritts- und Familiengesprächen werden die Ressourcen des Einzelnen und der Familien zur Problemlösung genutzt. Interventionen können einfach und klar, aber auch spannend und innovativ durch den GuK in Kooperation mit der Familie gestaltet werden. Je expliziter der GuK in der Lage ist die Familien einzuschätzen, zu motivieren und Probleme und Ressourcen klar zu identifizieren, desto lohnender und wirksamer ist es Interventionen mit den Familien zu entwickeln, auszuwählen und zu implementieren. Ziel ist es die Familie dahingegen zu fördern, dass sie selbstständig neue Ansätze zur Problembewältigung oder zur Optimierung beständiger Ressourcen findet, um so das körperliche und emotionale Leiden zu lindern (vgl. Wright, L. et al. 2009). Relevante Interventionen nach Wright und Leahey für den Betreuungsprozess sind:

- Wertschätzung gegenüber der Familie zeigen
- Stärken der Familie anerkennen
- Information anbieten
- auffordern, Emotionen und Gefühle zu zeigen
- Übernahme von pflegerischen Tätigkeiten durch die Familie forcieren, fördern und anerkennen
- Ruhezeiten der Angehörigen anregen
- Entwicklung von Ritualen ermöglichen und fördern
- zirkuläre Fragestellungen

Die interventive Phase umfasst zwei Teilschritte:

- Konzeptualisierung
- Durchführung der Interventionen

Basierend auf dem Assessment wird im Teilschritt der Konzeptualisierung ein Verständnis der Situation erarbeitet. Bevor die eigentlichen Interventionen ausgewählt werden und Anwendung finden kann, erfolgt die Bildung von Hypothesen in Bezug auf die Erkrankung im Kontext von Ressourcen und Problemen. Die entwickelten sowie die durchgeführten Interventionen werden später erneut beobachtet und evaluiert (vgl. Preusse-Beubler, B., 2007).

Die Konzeptualisierung auf der Teamebene kann mit exemplarischen Fallbe- sprechungen gefördert werden. Dafür ist die Methode des Reflekting-Team (RT) subsidiär. Reflexionsfähigkeit beinhaltet einen vertieften Blick hinter und in die Verhältnisse, die Formulierung eigener Gedanken, die kritische Auseinandersetzung mit Wertvorstellungen und das Fällen eines eigenen Urteils sowie die Bereitschaft zum Diskurs (vgl. Mulkau, A., 2010). Das RT ist eine Weiterentwicklung der Fallbesprechung. Dabei wird versucht, die Situation aus der Sicht des Patienten sowie aus dem Blickwinkel der Familie als Ganzes zu verstehen und zu reflektieren. Die im RT erarbeiteten Ansätze und Maßnahmen werden mit dem Patienten und seiner Familie besprochen.

Das RT fördert überdies hinaus, belastende Konflikte und Situationen im interdisziplinären und/oder Pflegeteam zu bewältigen und aus den Resultaten zu lernen und zu profitieren (vgl. Preusse-Beubler, B., 2007). Der Kreislauf zwischen Assessment, Konzeptualisierung und Durchführung von Interventionen ist in Abbildung 1 schematisch dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.: 1 Zirkuläre Kommunikation Quelle: Eigendarstellung

4.1.4 Beziehungsabschluss

Nach Wright und Leahey ist es essentiell, den Abschuss einer Beziehung mit einem persönlichen Gespräch zu beenden. Das ist ebenso relevant, wie der Beziehungsaufbau. Zentrales Thema ist die Effizienz des Betreuungsprozesses und deren Auswirkungen im Kontext der Veränderung der einzelnen Familienmitglieder. Ist der Abschluss erfolgreich gewesen, geht die Familie gemeinsam geschlossen mit Mut und Hoffnung sowie Vertrauen nach Hause. Neue Kräfte und Ressourcen sowie die Fähigkeit im Umgang mit der Erkrankung sind erkennbar.

4.1.5 Curriculum

Um die oben beschriebene Thematik zu verstehen und die Arbeitsinstrumente anwenden zu können, ist die Teilnahme an einem Curriculum des GuK obligat. Bedeutsam sind das bewusste Empfinden und demzufolge möglicherweise die Veränderung der eigenen Grundhaltung gegenüber der Familie.

Bei einem Curriculum handelt es sich um eine gezielten Unterrichtsplanung, deren Inhalten, Ziele und Methoden auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht (vgl. Gabler, 2010).

Konsistente Lerninhalte, die für die Umsetzung relevant sind, werden zunächst in einem Grundlagenmodul durch das hauseigene Fort- und Weiterbildungsinstitut entwickelt.

Das Curriculum findet parallel zum Stationsablauf und zur Implementierung der neuen Arbeitsinstrumente statt.

Die Unterrichtsinhalte sind in der Durchführung des Projektes beschrieben.

5 Formulierung der Ziele

Nach Aufarbeitung der theoretischen Grundlagen, wird auf die Ziele des Projektes eingegangen. Die Einteilung erfolgt in kurz-, mittel- und langfristige Ziele.

Kurzfristige Ziele:

- Die Mitarbeiter sind für das Projekt und deren Durchführung sensibilisiert.
- Die Erkrankten und die Familien sind umfassendüber das Konzept und den damit verbunden inhaltliche Strukturen und Interventionen vertraut.
- Das Grundlagenmodul (Curriculum) ist entwickelt.

Mittelfristige Ziele

- Der Patient und seine Familie nehmen den Einbezug in den Betreuungsprozess als Familie wahr.
- Der GuK hat das Grundlagenmodul (Curriculum) erfolgreich abgeschlossen.
- Der GuK fühlt sich sicher im Umgang mit den einzelnen Instrumenten, die für die Zusammenarbeit mit dem Patienten und der Familien be deutsam sind und kann diese anwenden.

Langfristige Ziele:

- Der Patient und die Familie fühlen sich sicher und kompetent versorgt.
- Der Patient und die Familie sind als familiäres Gesamtsystem in den Betreuungsprozess integriert.
- Die Patienten- und Angehörigenzufriedenheit steigt.
- Die Arbeitszufriedenheit des GuK steigt.

6 Gesundheitspolitische Relevanz

Angesichts der hohen Letalität und der Schwere der Erkrankung ist die gesundheitspolitische Relevanz von größter Bedeutung (vgl. Deutsches Krebsforschungszentrum, 2007). Eine gesetzliche Grundlage zu der vorgestellten Thematik ist in Deutschland nicht existent, da die beschriebenen Projektinhalte bis zum heutigen Tage in keinem Akutkrankenhaus Einzug gefunden haben.

6.1 Qualitätssicherung

Für die Politik könnte die Implementierung interessant sein. Das Projekt „FbA mit krebskranken PatientInnen“ kann auf der Grundlage der „Familien- zentrierten Pflege“ (FzP) und der von Wright und Leahay entwickelten Familien- Assessment- und Familien-Interventions-Modelle als ein Instrument der Qualitätssicherung anerkannt werden. Die gesetzliche Grundlage dafür bietet das SGB V §137a „Umsetzung der Qualitätssicherung und Darstellung der Qualität“.

Findet das Projekt Anklang im Alexianer-Krankenhaus Hedwigshöhe und wird es ein integraler Bestandteil im Stationsalltag, kann es zur Umsetzung in zunächst anderen Alexianer-Krankenhäusern kommen. Die regelmäßige Evaluation ist an dieser Stelle angezeigt. Nach signifikantem Erfolg kann ebenfalls die Umsetzung in verbundsfremde Kliniken angestrebt werden.

6.2 Kosten im deutschen Gesundheitssystem

Ein bedeutsamer Faktor, der politisch von großem Interesse ist, ist der Anstieg der Gesundheitskosten. Laut des statistischen Bundesamtes lagen die Ausgaben im Jahre 2008 bei 263,2 Milliarden Euro. Damit ist eine Wachstumsrate von 3,9 % zum Vorjahr zu verzeichnen (vgl. Statistisches Bundesamt Deutschland, 2008). Nach Angaben des Bundes belaufen sich die derzeitigen Kosten zur Krebsbehandlung auf 14,6 Milliarden Euro (vgl. Frankfurter Allgemeine, 2010).

Werden Probleme und Ressourcen rechtzeitig erkannt und wird schnell interveniert, könnten sich monetäre Mittel einsparen lassen.

Zur besseren Verständlichkeit folgt ein Beispiel: Bereitwillige Familienmitglieder unterstützen ihren erkrankten Angehörigen in der stationären sowie in der häuslichen Umgebung. Eine zeitigere Entlassung ist durch die soziale Einbettung möglich und verhindert unnötige Tage in der Klinik.

6.3 Demographischer Wandel

Die demographisch bedingte Alterung ist ein relevanter Risikofaktor für viele schwerwiegende und chronische Erkrankungen und demzufolge für Morbidität und Mortalität. Für die Entwicklung der absoluten Prävalenz und Inzidenz ist nicht nur die Größe der Bevölkerung von Bedeutung, sondern viel wesentlicher ist die Alterszusammensetzung. Fast alle Krebsarten treten bei älteren Menschen deutlich häufiger auf, als bei jungen Menschen (vgl. Gesundheitsberichterstattung des Bundes, 2010).

6.4 Optimierte Behandlungsmöglichkeiten und die Konsequenzen

Die Ausgaben für Krebsbehandlungen betragen derzeit 14,6 Milliarden Euro im Jahr. Grund dafür sind optimierte Behandlungsmethoden, bei denen hoch- preisige Medikamente den Tumor zielgerichteter angreifen können, oft in Ergänzung zu einer Chemotherapie. Sie können das Leben um Jahre verlängern.

Aber auch der technologische Fortschritt trägt seinen Anteil dazu bei. Wo es in der Vergangenheit lediglich eine Untersuchungsmethode (Ultraschall) gab, sind heute zahlreiche Möglichkeiten (bspw. Ultraschall und Computertomographie sowie Magnetresonanztherapie) zur Diagnosesicherung vorhanden. Diese Verfahren sind äußerst kostenintensiv, was sich auf das Gesundheitssystem niederschlägt (vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2010).

7 Stand der Forschung

Krebs ist nach wie vor die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Laut dem Krebsinformationsdienst sind im Jahr 2006 in Deutschland 426.800 Menschen an einer bösartigen Neubildung erkrankt. Jeder Vierte verstirbt in Folge dessen. Nach Schätzungen ist davon auszugehen, dass bis zur Vollendung des laufenden Jahres 450.000 neue Krebserkrankungen aufgetreten sind. So die derzeitigen Aussagen der Wissenschaftler (vgl. Deutsches Krebsforschungszentrum/Krebsinformationsdienst, 2010).

7.1 Forschungsprojekt: „Wie erleben Tumor-Patienten den Einbezug ihrer Angehörigen in den Pflege- und Betreuungsprozess?“

In einem deutschsprachigen Spital der Schweiz ist ein pflegewissenschaftliches Forschungsprojekt zum Terminus „Wie erleben Tumorpatientinnen den Einbezug ihrer Angehörigen in den Pflege- und Behandlungsprozess“ durchgeführt worden. Zunächst erfolgte eine gezielte Auswahl ehemaliger Tumorpatienten, die in Interviews zur Thematik befragt wurden. Mittels der Mayring-Inhaltsanalyse wurden die erhobenen Daten untersucht (vgl. Kammermann, B., 2004). Bei der Analyse handelt es sich um die systematische Auswertung von verbalen Material (vgl. Mayring, P., 2003). Das Resultat hat gezeigt, dass die Befragten immer wieder auf den Einbezug der Angehörigen zurückgekommen sind. Ganz im Speziellen, wenn es um informative Gespräche und prägnante Entscheidungsfindungen im Kontext der weiteren Behandlungsmöglichkeiten gegangen ist (vgl. Kammermann, B., 2004).

7.2 Inselspital Bern: Rückblick nach der Implementierung der „Familienzentrierten Pflege“

Am Inselspital in Bern wird die „FzP“ seit dem Jahr 2006 auf der gynäkologischen Abteilung praktiziert. Das Konzept ist bei dem GuK, dem Patienten und den Familienangehörigen auf positive Resonanz gestoßen und hat sich nachhaltig integriert. Zu erwähnen ist das emphatische Verhalten des GuK und das Erkennen von vorhandenen und defizitären Ressourcen, die sich auf den Betreuungsprozess auswirken. Des Weiteren wurde durch Fort- bildungsmaßnahmen mehr Sicherheit in der Gesprächsführung, in die Reflektionsfähigkeit der eigenen Betreuung sowie zur persönlichen und teamfähigen Entwicklung beobachtet (vgl. Inselspital Bern, 2007).

7.3 Der Nutzen des CFAM und des CFIM

Duhamel und Talbot haben 2004 eine Studie zum Nutzen des CFAM und des CFIM durchgeführt, die bei der Arbeit mit Familien eingesetzt werden. Da Interventionen nur im Zusammenhang in der Beziehung zwischen dem GuK und der Familie relevant werden, ist es wichtig nicht nur das Ergebnis, sondern vielmehr den gesamten Prozess zu beleuchten. An der Studie haben der GuK und der Patient sowie die Angehörigen teilgenommen. Dabei wurden folgende Interventionen durch die Familien hervorgehoben und für äußerst gut befunden:

- humanes Verhalten des GuK
- Erstellung eines Geno-/Ökogramms
- interventionsorientierte Befragung
- Vermittlung von Wissen
- Thematisierung des Krankheitsbildes

Aber auch für den GuK galt die Einführung von CFAM und CFIM als gewinnbringend. Er kann besser nachvollziehen, wie sich eine Erkrankung auf das Familiensystem auswirkt und ist zur Einsicht gekommen, wie wichtig menschliches und wertschätzendes Verhalten gegenüber der Familie ist (vgl. Wright, L. et al. 2009).

8 Einschätzung der Realisierbarkeit und Strategien zur Akzeptanz- sicherung

Im Folgenden wird dargestellt inwieweit sich das Projekt in den aufgezeigten Inhalten tatsächlich umsetzen lässt. Des Weiteren ist es sinnvoll Strategien zur Akzeptanzsicherung zu entwickeln, um einen erfolgreichen Einsatz zu erlangen. Zunächst erfolgt ein kurzer Auszug zu möglichen Implementierungsproblemen.

8.1 Umsetzungsprobleme

In der Anfangsphase wird es höchst wahrscheinlich zu Schwierigkeiten in der Umsetzung kommen. Besonders die Aufstellung eines Geno-/Ökogramms wird mit mehr Zeitaufwand verbunden sein. Aber auch die Familiengespräche werden sich zu Beginn komplexer gestalten, da auch hier zunächst durch den GuK Routine eingebracht werden muss. Mögliche Fehler sind die Parteiergreifung für eine Seite im Familiensystem, das Versäumnis einen Kontext für Veränderungen zu schaffen oder zu viele Ratschläge zu geben, die durch die Familie nicht mehr kompensierbar sind (vgl. Wright, L. et al. 2009). Zudem besteht die Gefahr, dass sich der GuK zunächst in seinem Kompetenzbereich überfordert fühlt.

8.2 Einschätzung der Realisierbarkeit

Grundsätzlich lässt sich das Projekt in den vorgestellten Strukturen umsetzen. Durch die Geschäftsführung des Alexianer-Krankenhauses Hedwigshöhe, den Chefarzt der Inneren Medizin, die PDL und den Stationsleitungen wurde bezüglich der Projektidee enormer Zuspruch mitgeteilt.

Der GuK möchte mehr Zeit für den Patienten und die Familien aufwenden. Ziel ist es, Gespräche so zu gestalten, dass sie effizienter und nachhaltiger wirken und die Familien als Gesamtsystem kontinuierlich integriert wird. Monetäre Mittel für die Projektumsetzung werden durch das AlexianerKrankenhaus Hedwigshöhe im vollen Umfang gestellt.

8.3 Strategien zur Akzeptanzsicherung

Für Patienten und deren Familienangehörigen ist das Projekt von äußerster Relevanz, da es sich primär um neue Strukturen handelt, die einen verfeinerten Betreuungsprozess unter dem Einbezug der Familie sieht. Entscheidungen werden fortan gemeinsam gefällt. Die Patienten werden frühzeitig sensibilisiert und informiert.

Der GuK kann sich aktiv an der Projektgestaltung beteiligen. Neue Ideen und Vorschläge zur ständigen Optimierung können vorgebracht und in Zusammenarbeit weiterentwickelt werden. Der GuK erkennt, dass die implementierten Arbeitsinstrumente nach der Einarbeitungsphase eine Arbeitserleichterung bringen und demzufolge zeitliche Ressourcen geschaffen werden.

Eine weitere Strategie zur Akzeptanzsicherung ist die Qualitätssicherung in der pflegerischen Versorgung, mit denen sich das Alexianer-Krankenhaus Hedwigshöhe auch nach außen hin präsentieren kann.

Nach ausführlichen Recherchearbeiten gibt es in Deutschland keine Akutkrankenhäuser, die die „FbA mit krebskranken PatientInnen“ in diesem Sinne implementiert haben. Lässt sie sich erfolgreich umsetzen, können andere Einrichtungen davon profitieren.

Um innerhalb der Umsetzungsphase evaluieren und daraus resultierende Veränderungen und Anpassungen vornehmen zu können, wird ein Qualitätszirkel gegründet.

Das Projekt splittet sich in vier wesentlichen Phasen, die nachfolgend ausführlich beschrieben werden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 89 Seiten

Details

Titel
Familienbezogene Arbeit mit krebskranken PatientInnen
Untertitel
Implementierung eines Konzeptes der Familienarbeit in den pflegerischen Betreuungsprozess in einem Akutkrankenhaus
Hochschule
Hochschule Magdeburg-Stendal; Standort Magdeburg
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
89
Katalognummer
V177699
ISBN (eBook)
9783640994410
ISBN (Buch)
9783640995264
Dateigröße
1024 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
familienbezogene, arbeit, patientinnen, implementierung, konzeptes, familienarbeit, betreuungsprozess, akutkrankenhaus
Arbeit zitieren
Cindy Otter (Autor), 2010, Familienbezogene Arbeit mit krebskranken PatientInnen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177699

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