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Suizid im Alter

Allgemeines - Epidemiologie - Prävention

Titre: Suizid im Alter

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2011 , 16 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Claudia Mueller (Auteur)

Sociologie - Vieillesse
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im Alter von 72 Jahren nahm er sich das Leben, ein Bekannter meiner Großeltern. Er verlor seine Frau einige Monate zuvor – sie ertrank im gemeinsamen Badeurlaub. Er war Diabetiker und spritzte sich eine Überdosis Insulin – für ihn kam jede Hilfe zu spät. Im Alter von etwa
50 Jahren verlor er sein Augenlicht und versuchte bereits damals seinem Leben ein Ende zu setzen. Damals konnte er von seiner Frau gerettet werden.
Die gestellte Aufgabe in einem Zitat von Hermann Burger scheint in diesem Fall einfach zu lösen: „Der Tod ist gegeben – finden Sie die Lebensursache heraus!“ (Köster, Thomas, o.J., S. 1). Dieser Themenkomplex soll der Inhalt der hier vorliegenden Arbeit sein – Suizid im Alter. Was versteht man darunter? Inwiefern können statistische Erhebungen einen Einblick gewähren? Welche grundlegenden Faktoren können zum Suizid im Alter führen? Kann man
ihn verhindern?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Allgemeines

2 Epidemiologie

2.1 Körperliche und biologische Faktoren

2.2 Psychische Faktoren

2.3 Soziale Faktoren

3 Suizidprävention

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die komplexen Ursachen und Risikofaktoren des Suizids bei älteren Menschen und analysiert Ansätze zur Prävention, um Handlungsspielräume in Krisensituationen aufzuzeigen.

  • Epidemiologische Grundlagen und geschlechtsspezifische Suizidmethoden
  • Einfluss von körperlichen Erkrankungen und dem Alterungsprozess
  • Bedeutung psychischer Erkrankungen, insbesondere Depressionen
  • Relevanz sozialer Faktoren wie Vereinsamung und Autonomieverlust
  • Präventionsstrategien und die Bedeutung der Vorbereitung auf das Alter

Auszug aus dem Buch

2.1 Biologische und körperliche Faktoren

Wohlbefinden und Selbständigkeit im Alter sind maßgeblich von der Erhaltung der körperlichen Funktionen abhängig. Daher gelten Einschränkungen und Verluste dieser Funktionen meist als schwere Einschnitte im Leben, wobei körperlichen Erkrankungen eine besondere Bedeutung zukommt. Vor allem im Alter nehmen chronische Erkrankungen, welche durch ihre Folgen in großem Ausmaß die Lebensqualität und Selbständigkeit der betroffenen Menschen bestimmen, deutlich zu. Als immer wieder besonders beeinträchtigende Beschwerden gelten beispielsweise Störungen der Mobilität, chronische Schmerzen, Atemnot, Lähmungen, Inkontinenz und Minderung oder Verlust der Sehschärfe bzw. des Gehörs (vgl. Arbeitsgruppe Alte Menschen im Nationalen Suizidpräventionsprogramm für Deutschland, 2009, S. 12). Auch die im Alter häufig bestehende Multimorbidität, also das gleichzeitige Bestehen mehrerer Erkrankungen und Funktionseinschränkungen, kann als sehr belastend empfunden werden – besonders weil dadurch in allen Lebens- und Erlebensdimensionen Artikulation, Orientierung und Mobilität eingeschränkt sind.

Man kann jedoch von keiner direkten Kausalität zwischen Erkrankung und Suizid ausgehen. Im Krankheitserleben sind nicht die medizinischen Diagnosen selbst entscheidend, sondern ihre „funktionellen Beeinträchtigungen in der Alltagsbewältigung, die den Grad der Hilfsbedürftigkeit bestimmen [...]. Die diagnostizierte Krankheit ist folglich der Auslöser für eine Reihe von psychischen und sozialen Begleitumständen, mit denen sich der kranke Mensch, insbesondere der alte Mensch bei chronischen Erkrankungen, bei denen Besserung oft nicht zu erwarten ist, auseinandersetzen muss“ (BMFSFJ (Hrsg.), 2002, S. 61).

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet anhand eines persönlichen Fallbeispiels die Problematik des Suizids im Alter und stellt zentrale Fragen zur Identifizierung von Ursachen und Präventionsmöglichkeiten.

1 Allgemeines: Dieses Kapitel definiert den Begriff Suizid, ordnet ihn statistisch ein und thematisiert die Herausforderung der Dunkelziffer sowie geschlechtsspezifische Unterschiede bei Suizidmethoden.

2 Epidemiologie: Hier werden die verschiedenen Einflussfaktoren in die Kategorien biologische, psychische und soziale Faktoren unterteilt, um ein Risikoprofil für Alterssuizid zu erstellen.

2.1 Körperliche und biologische Faktoren: Der Abschnitt fokussiert auf den Zusammenhang zwischen chronischen Erkrankungen, Multimorbidität, dem Verlust der Autonomie und dem psychischen Erleben.

2.2 Psychische Faktoren: Es wird erläutert, dass psychische Erkrankungen, insbesondere Depressionen, bei älteren Menschen verbreitet sind und ein maßgebliches Suizidrisiko darstellen.

2.3 Soziale Faktoren: Dieses Kapitel analysiert nichtmedizinische Einflussfaktoren wie den Verlust des Partners, soziale Isolation und Altersarmut als Auslöser für suizidale Handlungen.

3 Suizidprävention: Der Teil beschreibt verschiedene Präventionsansätze, unterteilt in primäre, sekundäre und tertiäre Maßnahmen, um Suiziden im Alter entgegenzuwirken.

4 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass Suizid bei älteren Menschen fast immer mit einem individuellen Motiv oder Anlass verknüpft ist und betont die Wichtigkeit ganzheitlicher Hilfsangebote.

Schlüsselwörter

Suizid im Alter, Alterssuizid, Suizidprävention, Multimorbidität, Depression, Autonomieverlust, soziale Isolation, Lebensqualität, psychische Erkrankungen, Sterbehilfe, Krisenintervention, Alterungsprozess, Dunkelziffer, Lebensende, Suizidalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik des Suizids bei Menschen im fortgeschrittenen Lebensalter und untersucht, welche Faktoren zu einem solchen Entschluss führen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen epidemiologische Daten, die Bedeutung von körperlicher Gesundheit und Multimorbidität, psychische Belastungsfaktoren sowie soziale Aspekte wie Einsamkeit und Autonomieverlust.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Phänomen Alterssuizid zu verstehen, die komplexen Risikofaktoren zu identifizieren und die Notwendigkeit sowie Ansätze präventiver Maßnahmen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Studien, Berichte der Bundesregierung sowie statistische Daten der WHO und des Statistischen Bundesamtes ausgewertet werden.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die epidemiologische Analyse der Risikofaktoren – unterteilt in körperliche, psychische und soziale Bereiche – sowie die Darstellung präventiver Interventionsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Alterssuizid, Suizidprävention, psychische Gesundheit, Autonomieverlust und soziale Teilhabe.

Warum wird im Dokument explizit auf die Dunkelzifferproblematik hingewiesen?

Die Dunkelziffer ist laut Autor relevant, da viele suizidale Handlungen, wie die bewusste Nahrungsverweigerung im Alter, bei der Dokumentation der Todesursachen oft nicht als solche erfasst werden.

Welche Rolle spielt die 'EXIT'-Agentur in den angehängten Fallbeispielen?

Am Beispiel von André Rieder illustriert das Dokument die Unterstützung durch eine Sterbehilfeorganisation bei Personen, die aufgrund schwerer psychischer Erkrankungen als 'austherapiert' gelten.

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Résumé des informations

Titre
Suizid im Alter
Sous-titre
Allgemeines - Epidemiologie - Prävention
Université
University of Applied Sciences Mittweida
Note
1,0
Auteur
Claudia Mueller (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
16
N° de catalogue
V177727
ISBN (ebook)
9783640994656
ISBN (Livre)
9783640995813
Langue
allemand
mots-clé
suizid alter allgemeines epidemiologie prävention
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Claudia Mueller (Auteur), 2011, Suizid im Alter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177727
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Extrait de  16  pages
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