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Hispaniola: Über den internen Zusammenhang von Naturschutz und sozioökonomischen Bedingungen in den Staaten Haiti und Dominikanische Republik

Titre: Hispaniola: Über den internen Zusammenhang von Naturschutz und sozioökonomischen Bedingungen in den Staaten Haiti und Dominikanische Republik

Dossier / Travail , 2011 , 26 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Jonas Markgraf (Auteur)

Politique - Politique climatique et environnementale
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Dominikanische Republik ist der breiten Öffentlichkeit vornehmlich als Urlaubsparadies bekannt; Haiti hingegen macht meist durch Naturkatastrophen und humanitäre Notlagen von sich reden. Während Haiti heute als ärmstes Land der westlichen Hemisphäre gilt, erfreut sich die Dominikanische Republik eines beachtlichen Wachstums; dass beide Länder auf einer Insel liegen und Haiti über lange Zeit reicher und mächtiger als die Dominikanische Republik war, gerät angesichts der heutigen Differenzen oft in Vergessenheit.
Die Hausarbeit hat die divergierende Entwicklung der beiden Inselstaaten Haiti und Dominikanische Republik zum Anlass genommen, sich auf Spurensuche nach den Gründen für sozioökonomischen Fortschritt in der Dominikanischen Republik und Stillstand bzw. Rückschritt in Haiti begeben. Sie untersucht in einem "most similar cases design" den Einfluss der Umweltpolitik bzw. des Umweltbewusstseins auf die sozioökonomische Entwicklung der beiden Länder und beschäftigt sich insbesondere mit der Geschichtsperiode der französische Kolonialherrschaft im heutigen Haiti im 18. Jahrhundert und der Phase der Diktatur in der Dominikanischen Republik und Haiti im 20. Jahrhundert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1. Relevanz des Themas und Thesen der Hausarbeit

1.2. Vorgehen

2. GEMEINSAMKEITEN UND UNTERSCHIEDE ZWISCHEN HAITI UND DER DOMINIKANISCHEN REPUBLIK

2.1. Geografie und Klima

2.2. Geschichte und wirtschaftliche Entwicklung

2.3. Ertrag des Kapitels für das weitere methodische Vorgehen

3. EINFLUSS DES UMWELTBEWUSSTSEINS UND DER UMWELTPOLITIK AUF DIE SOZIOÖKONOMISCHE ENTWICKLUNG AUF HISPANIOLA

3.1. Hispaniola unter kolonialer Herrschaft (17. bis 18. Jahrhundert)

3.1.1. Ausprägung der unabhängigen Variablen ‚Umweltpolitik‘

3.1.2. Ökologische Folgen und sozioökonomische Kosten der kolonialen Umweltpolitik

3.2. Hispaniola und die Jahrzehnte der Diktatur (20. Jahrhundert)

3.2.1. Ausprägung der unabhängigen Variablen ‚Umweltpolitik‘

3.2.2. Ökologische und sozioökonomische Folgen der Umweltpolitik während der Diktaturen

4. RESUMEE

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht in einem "most similar cases design", inwiefern unterschiedliche Umweltpolitiken und Umweltbewusstsein maßgeblich zur divergierenden sozioökonomischen Entwicklung der Nachbarstaaten Haiti und der Dominikanischen Republik beigetragen haben.

  • Analyse des Einflusses historischer Umweltpolitik auf die heutige wirtschaftliche Lage.
  • Vergleich der französischen Kolonialherrschaft in Haiti mit der spanischen in der Dominikanischen Republik.
  • Untersuchung der Auswirkungen der Diktaturen von Trujillo und den Duvaliers auf den Naturraum.
  • Bewertung der ökologischen Nachhaltigkeit als Fundament für sozioökonomischen Fortschritt.

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Ausprägung der unabhängigen Variablen ‚Umweltpolitik‘

Das offizielle Abtreten des westlichen Teils der Insel durch Spanien an Frankreich und die damit einhergehende verstärkte Einwanderung von Franzosen in Haiti gegen Ende des 17. Jahrhunderts markierten einen Paradigmenwechsel im Verhältnis der Bewohner der Insel zur Natur. Zuvor war die gesamte Insel in spanischem Besitz und zwischen östlichem und westlichem Teil bestanden keine nennenswerten Gegensätze (vgl. Blume 1968, S. 33). Während sich Spanien im politischen und wirtschaftlichen Niedergang befand und zu größeren Investitionen in seine Kolonien nicht in der Lage war, verwendeten die Franzosen viel Geld für den Aufbau einer ertragreichen Kolonie auf Hispaniola (vgl. Diamond 2006, S. 415). Mit den Sklavenimporten aus Afrika und dem Auf- und Ausbau von vornehmlich Zuckerplantagen stellte sich im westlichen Teil Hispaniolas, der sich in französischem Besitz befand, rasch ein starker wirtschaftlicher Aufschwung ein, der Haiti zur ertragreichsten Kolonie Europas machte (vgl. Nonnenmann 1981, S. 6); Spanien hingegen betrieb im östlichen Inselteil ohne große Ambitionen und Sklavenimporte vornehmlich Viehzucht und Weidewirtschaft. Mit der Aufspaltung der Insel in zwei unterschiedliche Kolonien begann daher die „Herausbildung kulturlandschaftlicher Divergenzen“ (Blume 1968, S. 33).

Mit dem ambitionierten Aufbau einer modernen Plantagenwirtschaft im westlichen Teil Hispaniolas gingen massive Schädigungen der Umwelt einher: Mit dem Ziel des Platzgewinns für die Plantagenwirtschaft und der Deckung des Bedarfs an Feuerholz nahmen die (Brand-)Rodungen im haitianischen Teil der Insel ihren Anfang (vgl. Donner 1980, S. 173). Die französischen Kolonialherren schlugen oder brannten die Wälder Haitis ohne Rücksicht auf zukünftige Entwicklungen der Insel nieder, schlugen Edelhölzer für den Export und rodeten wahllos Bäume, um Brennholz zu gewinnen (vgl. Donner 1980, S. 199).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel stellt die Relevanz des Themas dar und formuliert die These, dass die konsequente Umweltzerstörung in Haiti als Begründung für die heutigen Prosperitätsunterschiede zur Dominikanischen Republik dienen kann.

2. GEMEINSAMKEITEN UND UNTERSCHIEDE ZWISCHEN HAITI UND DER DOMINIKANISCHEN REPUBLIK: Hier werden die geografischen und historischen Parallelen sowie die wirtschaftlichen Divergenzen der beiden Inselstaaten einander gegenübergestellt, um das methodische Vorgehen zu rechtfertigen.

3. EINFLUSS DES UMWELTBEWUSSTSEINS UND DER UMWELTPOLITIK AUF DIE SOZIOÖKONOMISCHE ENTWICKLUNG AUF HISPANIOLA: Dieses Kapitel analysiert detailliert die Auswirkungen der französischen Kolonialzeit sowie der Diktaturen im 20. Jahrhundert auf die ökologischen Bedingungen und die sozioökonomische Entwicklung.

4. RESUMEE: Das Fazit bestätigt den Zusammenhang zwischen Umweltpolitik und Entwicklungsstand und betont, dass natürliche Ressourcen das Fundament für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung bilden.

Schlüsselwörter

Hispaniola, Haiti, Dominikanische Republik, Umweltpolitik, Umweltbewusstsein, Kolonialherrschaft, Plantagenwirtschaft, Diktatur, Rafael Trujillo, Duvalier-Dynastie, sozioökonomischer Entwicklungsstand, Nachhaltigkeit, Umweltdegradation, Landnutzung, Human Development Index

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Ursachen für die extrem unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung der beiden Nachbarstaaten auf der Insel Hispaniola unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Umweltpolitik.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die ökologische Historie, die Folgen der Kolonialzeit, der Einfluss von Diktaturen auf den Naturraum sowie der direkte Zusammenhang zwischen Umweltschutz und ökonomischem Fortschritt.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu analysieren, inwiefern der historische und aktuelle Umgang mit der Natur bzw. die staatliche Umweltpolitik die soziale und ökonomische Entwicklung auf Hispaniola beeinflusst haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es wird ein "most similar cases design" verwendet, da beide Länder physisch und historisch viele Gemeinsamkeiten aufweisen, jedoch in der abhängigen Variable der sozioökonomischen Entwicklung stark divergieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei Perioden: die französische bzw. spanische Kolonialzeit und das 20. Jahrhundert, in dem sich die Auswirkungen der verschiedenen Diktaturen (Trujillo versus Duvalier) auf die Umwelt und Wirtschaft manifestierten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Die zentralen Begriffe umfassen Umweltdegradation, nachhaltige Entwicklung, koloniale Ausbeutungsstrukturen, Subsistenzwirtschaft und ökonomische Prosperitätsdivergenz.

Warum spielt die Diktatur Trujillos eine zentrale Rolle für die Dominikanische Republik?

Trujillo etablierte eine autoritäre Modernisierungsdiktatur, die – primär aus wirtschaftlichem Eigeninteresse – staatliche Institutionen für den Umweltschutz schuf und den Grundstein für die heutige Tourismuswirtschaft legte.

Wie unterscheidet sich die Diktatur der Duvaliers in Haiti davon?

Im Gegensatz zu Trujillo praktizierten die Duvaliers eine reine Ausbeutungsdiktatur, in der der Umweltschutz ignoriert wurde, was die ohnehin bereits geschädigten ökologischen Ressourcen weiter degradierte und die wirtschaftliche Stagnation zementierte.

Welchen Einfluss hat die Kolonialgeschichte bis heute?

Die französische Plantagenwirtschaft in Haiti legte durch massive Sklavenimporte und Waldraubbau das Fundament für die heutige Überbevölkerung und ökologische Verwundbarkeit, während der spanische Teil der Insel weniger intensiv ausgebeutet wurde.

Fin de l'extrait de 26 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Hispaniola: Über den internen Zusammenhang von Naturschutz und sozioökonomischen Bedingungen in den Staaten Haiti und Dominikanische Republik
Université
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft)
Note
1,0
Auteur
Jonas Markgraf (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
26
N° de catalogue
V177765
ISBN (ebook)
9783640996162
ISBN (Livre)
9783640996599
Langue
allemand
mots-clé
Hispaniola Dominikanische Republik Haiti sozioökonomische Entwicklung Einfluss von Umweltpolitik auf Entwicklung Naturschutz Vergleichende Politikwissenschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jonas Markgraf (Auteur), 2011, Hispaniola: Über den internen Zusammenhang von Naturschutz und sozioökonomischen Bedingungen in den Staaten Haiti und Dominikanische Republik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177765
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Extrait de  26  pages
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