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Bündnis 90/Die Grünen auf dem Weg von der Kleinpartei zur Volkspartei?

Eine strahlende Parteianalyse

Título: Bündnis 90/Die Grünen auf dem Weg von der Kleinpartei zur Volkspartei?

Trabajo , 2011 , 20 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Felix Kullmann (Autor)

Política - Sistema político de Alemania
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Aktuell werden die Grünen von der Parteienforschung als etablierte Kleinpartei eingeordnet, im Unterschied zu CDU/CSU und SPD, denen trotz sinkender Wahlergebnisse der Status von Volksparteien zukommt (vgl. Schubert 2010: 234).
Unabhängig vom eigenen Anspruch der Partei stellt sich daher die Frage, inwieweit haben sich die Grünen bereits von einer Kleinpartei zu einer Volkspartei gewandelt beziehungsweise sind sie im Wandel begriffen?
Um auf diese Frage eine Antwort geben zu können, werden im Kapitel 2 zunächst die theore-tischen Grundlagen zu Kleinpartei und Volkspartei erarbeitet. Dabei wird auf die Definition einer Volkspartei von Peter Lösche und dessen Indikatoren zurückgegriffen. Zur Anwendung dieser Definition auf die Realität und Analyse der aktuellen Situation werden die vier Indika-toren von Lösche zu dreien zusammengefasst und im folgenden Kapitel 3 untersucht. Dies werden die Wähler und Wahlergebnisse der Grünen, ihre Programmatik und abschließend ihre Mitglieder, alle im Zeitverlauf seit ihrer Gründung 1980, sein. Diese werden im Fazit bewertet und eine Antwort auf die Leitfrage der Arbeit gegeben.
In der Literaturauswahl wurde der Fokus vor allem auf neuere Publikationen zu Bündnis 90/Die Grünen gelegt, um ein möglichst aktuelles Bild des Forschungsstands zu zeichnen. Wichtige Autoren sind hierbei Serkan Agci, Melanie Haas und Lothar Probst sowie die Ver-fasser des Standardwerks zu den Bündnisgrünen, Markus Klein und Jürgen Falter.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen – Kleinpartei und Volkspartei

3. Empirische Parteianalyse

3.1 Wähler, Wahlen, Potenziale

3.2 Grüne Programmatik im Wandel der Zeit

3.3 Die Mitglieder der Grünen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit sich die Partei Bündnis 90/Die Grünen im Verlauf ihrer Geschichte von einer Kleinpartei zu einer Volkspartei gewandelt hat oder sich aktuell in diesem Transformationsprozess befindet.

  • Historische Entwicklungsphasen der Grünen
  • Definition und Indikatoren einer Volkspartei nach Peter Lösche
  • Analyse der Wählerstruktur und Wahlergebnisse seit 1980
  • Wandel der Parteiprogrammatik von den Anfängen bis 2009
  • Soziale Zusammensetzung und Entwicklung der Mitgliederschaft

Auszug aus dem Buch

3. Empirische Parteianalyse

Auf Bundesebene traten die Grünen das erste Mal bei der Bundestagswahl 1980 in Erscheinung. Mit 1,5 Prozent der Zweitstimmen scheiterten sie klar an der 5-Prozent-Hürde und somit am Einzug in den Bundestag. Dieser gelang aber bereits drei Jahre später bei den vorgezogenen Bundestagwahlen 1983 mit einem Zuwachs von 4,1 Prozentpunkten auf nunmehr 5,6 Prozent (vgl. Hoffmann 2005: 118).

Dieses Ergebnis konnten sie bei der Bundestagswahl 1987 mit 8,3 Prozent der gültigen Zweitstimmen (vgl. Klein/Falter 2003: 112) noch einmal übertreffen und schienen damit auf einem stabilen Kurs in der Bundespolitik zu sein. In den ersten Jahren nach ihrer Gründung konnten die Grünen vor allem jene Wähler für sich gewinnen, die sich mit ihren Forderungen nach Umweltschutz, Gleichberechtigung und politischer Partizipation von den bestehenden Parteien nicht mehr repräsentiert fühlten (vgl. Probst 2007: 179). Die Wählerschaft der Grünen unterschied sich somit signifikant von der Wählerschaft anderer Parteien. Seit den 1970er und 1980er Jahren waren die Wähler der Grünen auch im Milieu der Neuen Sozialen Bewegungen beheimatet. Sie waren eher jung, gut ausgebildet und im öffentlichen Dienst angestellt (vgl. Richter 2009: 7). Bei Arbeitern, Selbstständigen und über 60-Jährigen hingegen fanden sie kaum Zuspruch (vgl. Leistner/Rahlf 2009: 141). Im Gegensatz zu den bereits etablierten Parteien, wie CDU/CSU, FDP und SPD waren die Grünen an einer neu aufkommenden Konfliktlinie zwischen libertären und autoritären Wertesystemen entstanden. Als Katalysatoren wirkten dabei die Auseinandersetzung um die Atomkraft, die Debatte um den NATO-Doppelbeschluss, eine steigende Anzahl von Asylanten und Umsiedlerzahlen. Zudem profitierten die Grünen von dem Mobilisierungshintergrund, der mit den Neuen Sozialen Bewegungen der 1970er Jahre entstanden war (vgl. Richter 2009: 4).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Entwicklung der Grünen ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage, ob die Partei den Status einer Volkspartei erreicht hat.

2. Theoretische Grundlagen – Kleinpartei und Volkspartei: Hier werden die Definitionskriterien für Klein- und Volksparteien, insbesondere basierend auf der Typologie von Peter Lösche, erarbeitet.

3. Empirische Parteianalyse: In drei Unterkapiteln werden die Wähler, die Programmatik sowie die Mitglieder der Partei im Zeitverlauf empirisch untersucht und auf die Kriterien einer Volkspartei geprüft.

4. Fazit: Das Fazit beantwortet die Leitfrage und kommt zu dem Schluss, dass die Grünen die Anforderungen an eine Volkspartei nicht erfüllen und weiterhin als Kleinpartei einzustufen sind.

Schlüsselwörter

Bündnis 90/Die Grünen, Volkspartei, Kleinpartei, Parteienforschung, Bundestagswahl, Wählerschaft, Parteimitglieder, Programmatik, politische Entwicklung, Umweltbewegung, Realos, Fundis, Parteiensystem, Politische Partizipation, Wertewandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entwicklung der Partei Bündnis 90/Die Grünen vor dem Hintergrund der Frage, ob sie sich von einer Kleinpartei zu einer Volkspartei gewandelt hat.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Zentral sind die Entwicklung der Wahlergebnisse, die inhaltliche Ausrichtung der Parteiprogramme sowie die soziale Zusammensetzung der Mitgliederschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu prüfen, ob die Grünen die von der Politikwissenschaft definierten Indikatoren einer Volkspartei erfüllen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine empirische Parteianalyse, die auf Basis einer Literaturauswertung und der Anwendung spezifischer Indikatoren (nach Peter Lösche) erfolgt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung und eine empirische Analyse, die die Wählerschaft, die Programmatik und die Mitgliederentwicklung seit 1980 beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Parteiensystem, Volkspartei, Wählerpotenzial, Programmwandel und Mitgliederstruktur beschreiben.

Wie bewertet der Autor die Erfolge bei Wahlen?

Der Autor stellt fest, dass trotz Zuwächsen und Regierungsbeteiligungen die für eine Volkspartei geforderten Schwellenwerte nicht dauerhaft erreicht wurden und Wahlerfolge oft regional begrenzt bleiben.

Welche Rolle spielten die "Fundi-Realo"-Kontroversen?

Diese internen Auseinandersetzungen prägten die parteiinterne Willensbildung und waren ein wesentlicher Faktor bei der programmatischen Entwicklung der Partei hin zu mehr Regierungsfähigkeit.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Bündnis 90/Die Grünen auf dem Weg von der Kleinpartei zur Volkspartei?
Subtítulo
Eine strahlende Parteianalyse
Universidad
University of Trier
Curso
Das Parteiensystem in der Bundesrepublik Deutschland
Calificación
1,7
Autor
Felix Kullmann (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
20
No. de catálogo
V177801
ISBN (Ebook)
9783640996315
ISBN (Libro)
9783640996674
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bündnis 90/Die Grünen Volkspartei Die Grünen Kleinpartei
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Felix Kullmann (Autor), 2011, Bündnis 90/Die Grünen auf dem Weg von der Kleinpartei zur Volkspartei? , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177801
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