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Die Asienkrise von 1997 im Vergleich mit der Finanz- und Wirtschaftskrise

Título: Die Asienkrise von 1997 im Vergleich mit der Finanz- und Wirtschaftskrise

Trabajo , 2010 , 21 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Felix Kullmann (Autor)

Política - Región: Extremo Oriente
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„Finanzkrisen (wie die Asienkrise) werden in Zukunft mit großer Sicherheit unausweichlich sein – vielleicht noch ernstere.“
Robert Rubin (US-Finanzminister 1995-1999)

Wie recht Robert Rubin mit dieser Aussage zur Asienkrise behalten sollte, zeigte sich schon knapp zehn Jahre später mit der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise.
Bereits Anfang 1997 hatte es Anzeichen für eine Krise in den asiatischen Tigerstaaten, vor allem Thailand und Südkorea, gegeben. Im Juli 1997 spitzte sich die Lage zu, der thailändische Bath verlor massiv an Wert und es entstand eine Tsunami-artige Welle die mit voller Wucht den südostasiatischen Wirtschaftsraum traf. Innerhalb kürzester Zeit wurde ausländisches Kapital abgezogen, weitere Währungen verloren zum Teil 40% und mehr an Wert und es dauerte nicht lange, bis sich die Auswirkungen auch in China zeigten, wenn auch in weitaus abgeschwächterer Form.
Zehn Jahre später ist nicht etwa wieder ein Land der Schwellen- und Entwicklungsländer Krisenauslöser, sondern die größte Ökonomie der Welt, die USA und die Folgen sind umso gravierender. Trotz unterschiedlicher Ausgangssituationen lassen sich gewisse Parallelen zwischen diesen beiden Krisen ziehen, wie zum Beispiel der Jobverlust von Millionen chinesischer Arbeiter damals wie heute.
In beiden Krisen war die chinesische Staatsführung zu massiven Eingriffen in das Wirtschaftssystem gezwungen.
Es fragt sich, inwiefern China Lehren aus der Asienkrise gezogen und diese auf die aktuelle Finanzkrise angewendet hat. Die vorliegende Arbeit sucht Antworten auf diese Frage. Der erste Teil dieser Arbeit wird sich der Analyse der Asienkrise und der Gegenmaßnahmen, vor allem den fiskalpolitischen, in China widmen. Daran anschließend werden die Auswirkungen der aktuellen Finanzkrise und das chinesische Rettungspaket analysiert. Im dritten Kapitel werden die beiden Maßnahmen miteinander verglichen und abschließend ein Fazit gezogen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Asienkrise und die VR China

2.1 Das chinesische Konjunkturpaket zur Asienkrise

2.2 Rückblick auf die Asienkrise

3. Die Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 – 2010

3.1 Das chinesische Konjunkturpaket zur Finanzkrise

3.2 Zwischenbilanz zur Finanzkrise

4. Lehren für die Zukunft – Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Volksrepublik China aus den Erfahrungen der Asienkrise von 1997 Lehren gezogen und diese auf die Bewältigung der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2008 angewendet hat, wobei insbesondere die staatlichen fiskalpolitischen Gegenmaßnahmen im Zentrum stehen.

  • Analyse der Ursachen und Auswirkungen der Asienkrise 1997 auf die VR China
  • Untersuchung des chinesischen Krisenmanagements und der Konjunkturpakete (1998 und 2008)
  • Vergleich der strukturellen Krisenbewältigungsstrategien in beiden Zeiträumen
  • Diskussion der Rolle von Infrastrukturinvestitionen und Binnenmarktförderung
  • Kritische Reflexion der langfristigen Effektivität staatlicher Interventionspolitik

Auszug aus dem Buch

2.1 Das chinesische Konjunkturpaket zur Asienkrise

Anfang 1998 entschloss sich die chinesische Staatsführung, ein Konjunkturprogramm aufzulegen, um sozialen und politischen Folgen entgegen zu wirken. China brauchte hohe Wachstumsraten, um die Übergangsprobleme seiner Strukturreformen abzuschwächen. Krisenbedingt war das Wirtschaftswachstum der Volksrepublik von stattlichen 9,6% im Jahre 1996 über 8,8% 1997 auf beängstigende 7,8% 1998 gefallen. Ein hohes Wachstum war aber nötig, um die wachsende Arbeitslosigkeit bei der Restrukturierung der Staatsbetriebe zu stemmen.

Mitauslöser des Wachstumsrückgangs in China war unter anderem die Tatsache, dass mit Beginn der Krise weite Teile der asiatischen Exportziele für Chinas Unternehmen wegbrachen. Textilexporte, beispielsweise nach Südkorea, sanken um über 25%. Die offizielle Arbeitslosenquote stieg von 2,5% 1990 auf 3,1% (ungefähr 6 Millionen) im Krisenjahr 1997. Diese Zahlen lassen aber Wanderarbeiter und andere Arbeit suchende Gruppen - insgesamt knapp 200 Millionen Menschen - außen vor. Maßnahmen der Regierung mussten also in arbeitsintensiven Bereichen ansetzen, die in der Lage waren, die Jobverluste durch die Exportrückgänge zu kompensieren und die Bildung sozialer Brennpunkte zu vermeiden. Hierfür bot sich eine staatlich verstärkte Förderung der Inlandsproduktion und somit des Konsums, an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Relevanz von Finanzkrisen und stellt die Leitfrage auf, ob China aus den Erfahrungen der Asienkrise Lehren für die Finanzkrise 2008 gezogen hat.

2. Die Asienkrise und die VR China: Dieses Kapitel analysiert die Währungs- und Bankenkrise von 1997 und deren Auswirkungen auf China, wobei die strukturellen Schwächen des chinesischen Finanzsystems beleuchtet werden.

2.1 Das chinesische Konjunkturpaket zur Asienkrise: Der Fokus liegt hier auf den fiskalpolitischen Maßnahmen und Infrastrukturprogrammen, die 1998 initiiert wurden, um das Wirtschaftswachstum trotz Exportrückgängen zu stützen.

2.2 Rückblick auf die Asienkrise: Dieses Kapitel kritisiert die Umsetzung der damaligen Konjunkturmaßnahmen als ineffizient und räumt ein, dass sie nur kurzfristig wirkten.

3. Die Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 – 2010: Hier werden die Ursachen und die gravierenderen Auswirkungen der Finanzkrise 2008 auf die nun stärker exportabhängige chinesische Ökonomie untersucht.

3.1 Das chinesische Konjunkturpaket zur Finanzkrise: Es wird die detaillierte Zusammensetzung des umfassenden chinesischen Rettungspakets analysiert, welches Investitionen in Infrastruktur, zivile Projekte und Gesundheit umfasst.

3.2 Zwischenbilanz zur Finanzkrise: Dieses Kapitel zieht ein Fazit über Chinas Wandel zum Globalplayer und warnt vor einer wachsenden Abhängigkeit vom westlichen Exportmarkt.

4. Lehren für die Zukunft – Fazit: Das Fazit fasst die Parallelen beider Krisen zusammen und mahnt zum Abschluss notwendiger Strukturreformen, anstatt sich allein auf kurzfristige Konjunkturimpulse zu verlassen.

Schlüsselwörter

Asienkrise, Finanzkrise 2008, VR China, Konjunkturpaket, Infrastruktur, Wirtschaftswachstum, Fiskalpolitik, Export, Binnennachfrage, Arbeitslosigkeit, Staatsbetriebe, Strukturreformen, Kapitalflüsse, Finanzmarktkrise, Globalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wirtschaftspolitische Reaktion Chinas auf die Asienkrise 1997 im direkten Vergleich mit den Maßnahmen, die das Land zur Bewältigung der Finanzkrise ab 2008 ergriffen hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die fiskalpolitischen Konjunkturprogramme, die Rolle der Infrastrukturinvestitionen, die Abhängigkeit Chinas von Exporten und der Umgang mit strukturellen Problemen wie Arbeitslosigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es herauszufinden, ob China aus den Fehlern und Strategien der Asienkrise gelernt und diese Erkenntnisse erfolgreich in die Krisenbewältigung der Jahre 2008-2010 integriert hat.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine vergleichende Analyse (komparative Methode) von Daten, Berichten und wirtschaftspolitischen Maßnahmen beider Krisenperioden unter Einbeziehung relevanter Fachliteratur.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die Konjunkturpakete analysiert, deren Zielsetzung, Finanzierung und Auswirkung auf die chinesische Binnen- und Exportwirtschaft diskutiert sowie eine kritische Zwischenbilanz gezogen.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird am besten durch Begriffe wie "Chinesisches Konjunkturpaket", "Krisenmanagement", "Exportabhängigkeit", "Strukturreformen" und "Infrastrukturinvestitionen" beschrieben.

Warum wird im Dokument von den "drei großen Bergen" in China gesprochen?

Die "drei großen Berge" beziehen sich auf die Sorgen der chinesischen Bevölkerung hinsichtlich Arbeitslosigkeit, medizinischer Kosten und Ausbildungskosten, die das Sparverhalten fördern und den Inlandskonsum hemmen.

Welche Rolle spielten Lokalregierungen bei der Umsetzung der Konjunkturpakete?

Lokalregierungen trugen einen großen Teil der Last bei der Investitionsumsetzung, verfolgten dabei jedoch häufig eigene, eher kurzfristige Interessen an der Einkommenssicherung anstatt langfristiger Strukturverbesserungen.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Asienkrise von 1997 im Vergleich mit der Finanz- und Wirtschaftskrise
Universidad
University of Trier
Curso
Die Wirtschaft der VR China seit 1978: Reformen, Politikfelder, aktuelle Herausforderungen
Calificación
1,3
Autor
Felix Kullmann (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
21
No. de catálogo
V177806
ISBN (Ebook)
9783640996346
ISBN (Libro)
9783640996506
Idioma
Alemán
Etiqueta
China Asienkrise Wirtschaftskrise Finanzkrise Wirtschaftspolitik Konjunkturpaket
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Felix Kullmann (Autor), 2010, Die Asienkrise von 1997 im Vergleich mit der Finanz- und Wirtschaftskrise, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177806
Leer eBook
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