Nachhaltigkeit wird in der Öffentlichkeit immer weiter an Interesse zunehmen. Besonders in den letzten Jahren haben Unternehmungen damit begonnen Stakeholder auch über die ökologischen und sozialen Aktivitäten der Unternehmung aufzuklären. Ein Instrument um Nachhaltigkeit zu kommunizieren ist der Nachhaltigkeitsbericht. Diese Arbeit soll einen Einblick in die Nachhaltigkeitsberichte als Instrumente der Unternehmenskommunikation geben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen der Nachhaltigkeitsberichtserstattung
2.1 Grundbegriff der Nachhaltigkeit
2.2 Ziele der Nachhaltigkeitsberichtserstattung
2.3 Anspruchsgruppen des Nachhaltigkeitsberichts
2.4 Grundsätze der Nachhaltigkeitsberichtserstattung
2.5 Risiken der Nachhaltigkeitsberichtserstattung
2.6 Nachhaltigkeitsberichtsaufbau und -inhalt
2.7 Aufmachung und Anfertigung
3 Nachhaltigkeit und Unternehmenskommunikation
3.1 Theoretischer Bezug für die Nachhaltigkeitskommunikation von Unternehmungen
3.2 Umweltkommunikation von Unternehmungen
3.3 Soziale Kommunikation von Unternehmungen
3.4 Ökonomische Unternehmensberichterstattung
3.5 Nachhaltigkeitskommunikation in der Praxis bei Unternehmungen
Nachhaltigkeitsberichterstattung
Stakeholder-Dialoge
Das Internet und Nachhaltigkeitskommunikation
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Rolle von Nachhaltigkeitsberichten als wesentliches Instrument der modernen Unternehmenskommunikation zu analysieren und aufzuzeigen, wie diese zur Legitimation und zum Reputationsaufbau bei verschiedenen Anspruchsgruppen beitragen können.
- Grundlegende Definitionen und Zielsetzungen der Nachhaltigkeitsberichterstattung.
- Analyse der verschiedenen Anspruchsgruppen und deren Bedeutung für Unternehmen.
- Untersuchung der kommunikativen Einbettung von Nachhaltigkeit (Umwelt, Soziales, Ökonomie).
- Praktische Umsetzung der Nachhaltigkeitskommunikation inklusive Stakeholder-Dialogen.
- Bedeutung des Internets als Informations- und Dialogmedium.
Auszug aus dem Buch
3.2 Umweltkommunikation von Unternehmungen
Es besteht für Unternehmungen die Pflicht, die Gesellschaft über die Umweltwirkungen ihrer Produkte zu informieren. Eine umweltbezogene Pflichtkommunikation besteht darin, den Behörden die Kontrolle über die Einhaltung der Gebote zu gewährleisten und zudem die erforderlichen Informationsgrundlagen für die Gefahrenabwehr und Vorsorge zu sichern. Es lässt sich die gesetzliche Informationspflicht von Unternehmungen zu Fragestellungen des Umweltschutzes bezüglich der Art der Informationspflicht unterscheiden, wie z.B. als Anzeige-, Melde-, Mitteilungs-, Auskunfts- und Kennzeichnungspflicht.25 Die Inhalte der Daten, die Unternehmungen aufgrund der gesetzlichen Informationspflicht gesammelt haben, werden nur sehr eingeschränkt öffentlich kommuniziert. Unternehmungen sehen das als umweltbezogene Pflichtkommunikation26.
Die Krisenkommunikation ist ein spontaner Teil der Umweltkommunikation, den die Unternehmung kaum planen kann27. Sie stellt das Mindestmaß an Umweltkommunikation dar28. Die eingesetzte Kommunikation dient dazu, die Glaubwürdigkeit zu erhalten.29 Wichtig für den Verlauf einer Krise ist zudem das Verhalten in der Vergangenheit und somit besonders die Frage nach dem Vertrauen und der Glaubwürdigkeit in Beziehung zu den Medien. Wenn die Unternehmung dabei ein starkes Fundament für die Zusammenarbeit schaffen konnte, so kann sie in der Krisensituation davon profitieren30. Besonders hier kommt das Kriterium der Kontinuität zum tragen, da die Kommunikation der Unternehmung in einer Krisensituation vor dem Hintergrund vergangener Kommunikationsmaßnahmen beurteilt wird31.
Die Form der Umweltkommunikation als Marketingstrategie geschieht nicht im direkten persönlichen Kontakt zwischen der Unternehmung und den externen Zielgruppen.32 Mit Hilfe des Öko-Marketing kann man mit einer regelmäßigen Einbettung in die Kommunikationspolitik der Unternehmung gezielt den Abbau eines negativen Umweltimages bei internen und externen Anspruchsgruppen herbeiführen33.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das wachsende Interesse an Nachhaltigkeit ein und skizziert den Nachhaltigkeitsbericht als bedeutendes Instrument der Unternehmenskommunikation.
2 Grundlagen der Nachhaltigkeitsberichtserstattung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, Ziele, Anspruchsgruppen sowie grundlegende Risiken und inhaltliche Standards der Nachhaltigkeitsberichterstattung.
3 Nachhaltigkeit und Unternehmenskommunikation: Es wird analysiert, wie Nachhaltigkeitskommunikation theoretisch fundiert ist und sich in den Bereichen Umwelt, Soziales und Ökonomie in der Praxis durch Berichte und Dialoge manifestiert.
4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ein Nachhaltigkeitsbericht mehr als nur Information ist; er dient als Fundament für einen diskursiven Stakeholder-Dialog und stärkt langfristig die Reputation.
Schlüsselwörter
Nachhaltigkeitsbericht, Unternehmenskommunikation, Stakeholder, Nachhaltigkeit, Umweltkommunikation, CSR, Transparenz, Reputation, Berichtserstattung, Stakeholder-Dialog, Öko-Marketing, Publizitätspflicht, Nachhaltigkeitsstrategie, Glaubwürdigkeit, Unternehmenserfolg
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen Nachhaltigkeitsberichte als Kommunikationsinstrument nutzen, um ökologische, soziale und ökonomische Leistungen transparent darzustellen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Nachhaltigkeit, die Ziele der Berichterstattung, die Identifikation von Anspruchsgruppen sowie Strategien zur Kommunikation und zum Stakeholder-Dialog.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den Nutzen und die Notwendigkeit von Nachhaltigkeitsberichten für eine glaubwürdige Unternehmenskommunikation und den Aufbau einer positiven Unternehmensreputation aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte und Definitionen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung und Unternehmenskommunikation.
Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Themas sowie die praktische Anwendung der Nachhaltigkeitskommunikation, insbesondere in der Umwelt- und Sozialkommunikation.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Nachhaltigkeitsbericht, Stakeholder, Unternehmenskommunikation, Transparenz und Reputation.
Warum spielt die Krisenkommunikation eine Rolle innerhalb der Umweltkommunikation?
Krisenkommunikation ist ein spontaner, unvermeidbarer Teil der Umweltkommunikation; eine kontinuierliche und vertrauensvolle Kommunikation im Vorfeld hilft Unternehmen, in Krisensituationen besser zu bestehen.
Welche Rolle spielt das Internet für die Nachhaltigkeitskommunikation?
Das Internet bietet Unternehmen die Möglichkeit, Nachhaltigkeitsinformationen flexibler, schneller und umfangreicher zu verbreiten und den Dialog mit Stakeholdern durch innovative Portale zu fördern.
- Quote paper
- Manuela Neubach (Author), 2011, Nachhaltigkeitsberichte als Instrument der Unternehmenskommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177866