Der Unterrichtsentwurf beschäftigt sich mit dem Thema „Märchen“ und legt den Schwerpunkt auf das kriteriengeleitete Erzählen mithilfe einer Märchenkiste.
In der Unterrichtsstunde „Erzählvortrag mithilfe einer Märchenkiste (II)“ erzählen die Schülerinnen und Schüler ein Märchen anhand zuvor erarbeiteter Kriterien nach und geben sich anschließend kriteriengeleitet Rückmeldung. Neben den fachlichen und methodischen Voraussetzungen werden die didaktischen und methodischen Entscheidungen der Stunde erläutert und in einer detaillierten Verlaufsplanung konkretisiert.
Der Entwurf bietet damit eine praxisnahe Grundlage für die Förderung mündlicher Erzählkompetenz und kriteriengeleiteter Rückmeldung im Märchenunterricht.
Inhaltsverzeichnis
1. Anfangsinformationen
1.1 Thema der Unterrichtseinheit
1.2 Thema der Unterrichtsstunde
1.3 Hauptintention der Stunde
1.4 Stundenbezogene Kompetenzbereiche und Kompetenzen (lt. KC)
2. Stellung der Stunde in der Einheit
3. Lernvoraussetzungen
3.1 Allgemeine Voraussetzungen
3.2 Fach- und methodenbezogene Voraussetzungen
4. Sachanalyse
5. Didaktische Begründungen
6. Methodische Begründungen
7. Verlaufsplanung
Zielsetzung und Themen
Das Hauptziel dieser Unterrichtsentwurfsarbeit ist die Planung, Begründung und didaktisch-methodische Ausarbeitung einer konkreten Unterrichtsstunde in einer vierten Grundschulklasse zum kriteriengeleiteten Erzählen von Märchen mithilfe einer selbstgestalteten Märchenkiste. Die Arbeit stellt sicher, dass die Schülerinnen und Schüler sowohl sprachliche Kompetenzen im Bereich Sprechen und Zuhören als auch methodische Fähigkeiten beim kooperativen Arbeiten und Präsentieren entwickeln.
- Anfangs- und Rahmeninformationen sowie kompetenzorientierte Einbindung der Unterrichtsstunde
- Ermittlung der allgemeinen und fachbezogenen Lernvoraussetzungen der Lerngruppe
- Sachanalyse und Einbettung in literaturdidaktische Kontexte
- Didaktische und methodische Begründung der Unterrichtsgestaltung und Differenzierungsmaßnahmen
- Vollständige Verlaufsplanung inklusive Phaseneinteilung, Sozialformen und Zeitmanagement
Auszug aus dem Buch
3.1 Allgemeine Voraussetzungen
Bei der Lerngruppe handelt es sich um eine vierte Klasse einer Hildesheimer Grundschule. Die Klasse setzt sich aus insgesamt 18 SuS (zehn Mädchen und acht Jungen) im Alter von neun bis zehn Jahren zusammen. Die Praxisphase startete im März 2020. Bisher wurde meinerseits zwei Wochen in der Klasse hospitert, sodass sich die Beziehung zwischen den Kindern und mir noch im Aufbau befindet. Es hat noch kein selbstständig durchgeführter Unterricht stattgefunden. Der Klassenunterricht findet seit September 2019 aufgrund eines Brandes im Klassenraum übergangsweise im Computerraum statt. Der Raum ist verhältnismäßig klein und bietet kaum Ausweichmöglichkeiten. Die Tische stehen an der Wand und die SuS sitzen auf Drehstühlen. Statt einer Tafel gibt es in dem Raum zur Visualisierung von Inhalten ein kleines Whiteboard.
Alle Kinder der soziokulturell gemischten Klasse besitzen unterschiedliche Erfahrungen mit der deutschen Sprache. Einige Kinder sprechen neben Deutsch noch eine weitere Sprache zuhause, wobei bei ein paar Kindern im häuslichen Umfeld nur die Familiensprache gesprochen wird. Dadurch können Defizite im bildungssprachlichen Bereich erklärt werden. Meistens werden dabei falsche Artikel, Verb- und Zeitformen verwendet. Trotz der heterogenen sprachlichen Kompetenzen sprechen alle Kinder fließend Deutsch und können sich problemlos auf der Ebene der Alltagssprache verständigen. Das Leistungsvermögen der Kinder ist heterogen, aber grundsätzlich eher niedrig. Dafür arbeiten die SuS im Fach Deutsch i.d.R. mithilfe eines Wochenplans.
Obwohl die Kinder in dem Computerraum eine feste Sitzordnung haben und sich schon lange kennen, spiegelt sich die räumliche Besonderheit verstärkt im Sozial- und Arbeitsverhalten der SuS wieder. Vereinzelte Kinder fallen im Unterricht durch störendes Verhalten negativ auf oder verweigern die Mitarbeit. Hier sind zwei Kinder besonders hervorzuheben, wovon ein Kind nachweislich eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung hat. An das Einhalten einer Arbeitsatmosphäre muss noch oft erinnert werden. Einige Kinder benötigen bei Arbeitsprozessen zusätzliche Anleitung und Unterstützung durch die Lehrkraft. Die meisten SuS können aber zeitlich begrenzt selbstständig arbeiten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Anfangsinformationen: Dieses Kapitel definiert das Thema der Unterrichtseinheit und -stunde, benennt die Hauptintention sowie die bezogenen Kompetenzbereiche des Kerncurriculums.
2. Stellung der Stunde in der Einheit: Hier wird die konkrete Verortung der Unterrichtsstunde innerhalb der zehntägigen Sequenz zum Thema Märchen dargestellt.
3. Lernvoraussetzungen: Dieser Abschnitt analysiert die allgemeinen sowie die fach- und methodenbezogenen Voraussetzungen der Lerngruppe und berücksichtigt räumliche sowie soziale Rahmenbedingungen.
4. Sachanalyse: Hier erfolgt eine fachliche Auseinandersetzung mit der gewählten Textsorte und den theoretischen Hintergründen der Kinder- und Jugendliteratur.
5. Didaktische Begründungen: Dieser Teil begründet die Auswahl des Inhalts, die Kompetenzzuwächse sowie die getroffenen Differenzierungsmaßnahmen für die heterogene Schülerschaft.
6. Methodische Begründungen: Hier wird der geplante Unterrichtsverlauf methodisch hergeleitet, einschließlich Einstieg, Erarbeitungs- und Ergebnissicherungsphase.
7. Verlaufsplanung: Die tabellarische Übersicht stellt den genauen zeitlichen Ablauf, die Phasen, Inhalte und Sozialformen der Unterrichtsstunde dar.
Schlüsselwörter
Unterrichtsentwurf, Märchen, Deutschunterricht, Grundschule, Erzählvortrag, Märchenkiste, Kompetenzorientierung, Didaktische Begründung, Methodische Begründung, Verlaufsplanung, Lernvoraussetzungen, Binnendifferenzierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
In der Arbeit handelt es sich um einen vollständigen universitären Unterrichtsentwurf für eine vierte Grundschulklasse mit dem Schwerpunkt auf dem kriteriengeleiteten Erzählen von Märchen mithilfe einer Märchenkiste.
Was sind die zentralen Themenfelder der Unterrichtseinheit?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Textsorte Märchen, die Förderung mündlicher Erzählkompetenzen, kooperative Arbeitsformen sowie kriteriengeleitete Rückmeldungen unter Schülerinnen und Schülern.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage des Entwurfs?
Das primäre Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler das freie oder gestützte kriteriengeleitete Erzählen eines Märchens mithilfe einer Märchenkiste erproben, strukturiert präsentieren und bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Planung verwendet?
Es wird eine systematische Unterrichtsplanung angewendet, die sich auf didaktische Reduktion, Sachanalyse, Kompetenzstrukturmodelle des niedersächsischen Kerncurriculums und handlungsorientierte Methoden stützt.
Was wird im Hauptteil des Entwurfs behandelt?
Im Hauptteil werden die Lernvoraussetzungen der Lerngruppe, eine detaillierte Sachanalyse, didaktische und methodische Begründungen sowie eine tabellarische Verlaufsplanung der Unterrichtsstunde ausgeführt.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Schlüsselwörter sind Unterrichtsentwurf, Märchenkiste, Erzählvortrag, Grundschule, Deutschdidaktik, Verlaufsplanung und Binnendifferenzierung.
Warum wurde als methodisches Hilfsmittel eine Märchenkiste gewählt?
Die Märchenkiste dient als konkrete Merk- und Strukturhilfe, die symbolische Gegenstände enthält, welche die wesentlichen Elemente der jeweiligen Geschichte abbilden und den Schülern den Vortrag erleichtern.
Wie wird mit dem unterschiedlichen Leistungsniveau der Schüler umgegangen?
Das Leistungsniveau wird durch dreifach differenzierte Texte, leistungsheterogene Gruppen und gezielte Unterstützung für leistungsschwächere Kinder berücksichtigt, wobei leistungsstarke Schüler als Modell dienen.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2020, Erzählvortrag mithilfe einer Märchenkiste. Unterrichtsentwurf zum Thema Märchen (4. Klasse, Grundschule), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1778721