Ein Portfolio ist eine zielgerichtete Sammlung von Arbeiten, die die individuellen Bemühungen, Fortschritte und Leistungen der/des Lernenden auf einem oder mehreren Gebieten zeigt. Ein wichtiges Ziel der Portfolioarbeit ist die Reflexivität der Lernenden zu erhöhen.
Die Arbeit liefert nicht nur allgemeine Informationen zum Lernportfolio, sondern neben wichtigen Tipps für den Lehrenden
bezüglich der Einfrührung und Benotung des Lernportfolios, auch Beispiele und Checklisten für die Studierenden.
Die vorliegende Ausarbeitung richtet sich sowohl an Studierende aller Fächer, als auch an die Dozenten und Professoren, die daran interessiert sind, das Lernporfolio als ein prüfungsrelevanter Teil Ihres Seminars einzuführen.
Inhaltsverzeichnis
1 Definition des Begriffs
2 Formen und Typen
3 Die Erstellung eines Portfolios
4 Einführung des Portfolios im Seminar
5 Beurteilung und Beurteilungsproblematik
Wie soll ein Portfolio beurteilt werden?
6 Beispiele und Vorlagen
Beispielanordnung im Computer
Beispielaufbau des Ordners (Mappe)
Informationsbogen über Praktika und HIWI-Stellen
Genaue Beschreibung der Projekte
Seminarübersichtsblatt
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist es, den Nutzen und die methodische Umsetzung der Portfolioarbeit in der universitären Lehre darzustellen. Sie bietet eine Anleitung für Studierende und Dozenten, um Lernprozesse transparent zu dokumentieren, zu reflektieren und die individuelle Kompetenzentwicklung systematisch zu fördern.
- Definition und theoretische Einordnung des Portfoliobegriffs
- Differenzierung zwischen verschiedenen Portfolio-Typen (z.B. Arbeits-, Entwicklungs-, Vorzeigeportfolio)
- Phasenmodell der Portfolio-Erstellung: Von der Einführung bis zur Veröffentlichung
- Praktische Implementierung im Seminar sowie Kriterien für die Beurteilung
- Konkrete Vorlagen und Beispiele für die Strukturierung eines Portfolios
Auszug aus dem Buch
3 Die Erstellung eines Portfolios
Es lassen sich fünf wesentliche Phasen der Erstellung eines Portfolios aufweisen: 1. Einführungsphase, 2. Sammeln und Zusammentragen vom Material, 3. Er- und Überarbeitungs- bzw. Auswahlphase, 4. Reflexionsphase, 5. ggf. Veröffentlichung / Vorzeigen.
In der Einführungsphase wird über die Form und die Ziele entschieden. Der Studierende sollte überlegen, was er damit erreichen möchte und welche Schwerpunkte er seinem Portfolio setzten möchte. Im weiteren Schritt wird über die Form entschieden. Der Studierende sollte auch entscheiden, wie er die Unterlagen für sein Portfolio auswählen bzw. bewerten wird.
In der zweiten Phase werden die Inhalte für ein Portfolio gesammelt. Diese Phase dauert, abhängig von der Art des Portfolios, länger oder kürzer. Für ein Lernportfolio vom Studiumsverlauf, wird diese Phase mit dem Anfang eines neuen Semesters wieder neu begonnen. Die Daten werden anfangs, ohne bewertet zu werden, gesammelt. Erst in der Auswahlphase sollten die Unterlagen, die der Autorin / dem Autor nicht wichtig genug erscheinen, aussortiert und nur aussagekräftige Materialien, die eine Repräsentativfunktion haben, bzw. einen Überblick schaffen können, belassen werden. In der Reflexionsphase sollte die / der Studierende über den Lernvorgang, über die Ergebnisse und Erfolge, bzw. noch offene Fragen und die möglichen Antworten nachdenken. Sie sollte vorzugsweise während der Vorbereitung für die Prüfung stattfinden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Definition des Begriffs: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des Portfolios als alternatives Instrument zur Leistungsbeurteilung sowie als Lehr-, Lern- und Entwicklungsinstrument.
2 Formen und Typen: Es werden verschiedene Portfolio-Arten vorgestellt, darunter Arbeits-, Entwicklungs-, Vorzeige-, Beurteilungs-, Bewerbungs-, Seminar- und Leseportfolios.
3 Die Erstellung eines Portfolios: Hier wird der Entstehungsprozess in fünf Phasen unterteilt und erläutert, wie Studierende ihre Arbeit von der Planung bis zur Reflexion strukturieren können.
4 Einführung des Portfolios im Seminar: Dieses Kapitel thematisiert die notwendigen Rahmenbedingungen und die Rolle der Dozenten bei der Implementierung von Portfoliokonzepten in der Lehre.
5 Beurteilung und Beurteilungsproblematik: Es werden Methoden zur Bewertung sowie typische Herausforderungen wie Validität, Reliabilität und Objektivität der Portfoliobewertung diskutiert.
6 Beispiele und Vorlagen: Der Abschnitt bietet praktische Hilfestellungen wie Beispielordnerstrukturen, tabellarische Projektbeschreibungen und Vorlagen für Seminarübersichtsblätter.
Schlüsselwörter
Portfolio, Lernportfolio, Leistungsbeurteilung, Selbstreflexion, Lernprozess, Kompetenzentwicklung, Studium, Bildungsziel, Arbeitsportfolio, Reflexionsphase, Seminararbeit, Portfolioarbeit, Lernbiografie, Leistungsnachweis, Dokumentation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Methode des Portfolios als ein Instrument zur Dokumentation und Reflexion von Lernprozessen im universitären Kontext.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition des Portfoliobegriffs, verschiedene Portfolio-Typen, den Erstellungsprozess, die Einführung im Seminarbetrieb sowie die Problematik der Leistungsbewertung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Studierenden und Lehrenden eine fundierte Orientierungshilfe zur Portfolioarbeit zu geben, um Lernfortschritte sichtbar zu machen und die Selbstständigkeit der Studierenden zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich primär um eine theoretische Aufarbeitung des Konzepts „Portfolioarbeit“, ergänzt durch praxisorientierte Leitfäden und organisatorische Vorlagen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Erstellung, die seminarische Einführung, die Beurteilungskriterien sowie konkrete Beispiele für die praktische Organisation der Unterlagen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Lernportfolio, Selbstreflexion, Kompetenzentwicklung, Leistungsbeurteilung und Lernprozessdiagnose.
Warum ist die Reflexionsphase so wichtig?
Sie gilt als das Herzstück des Portfolios, da Studierende hier den eigenen Lernvorgang kritisch hinterfragen und so ein tieferes Verständnis für ihre individuellen Stärken und Schwächen entwickeln.
Welche Probleme können bei der Benotung eines Portfolios auftreten?
Herausforderungen sind insbesondere die Variabilität des Schwierigkeitsgrades, die mangelnde Vergleichbarkeit (Reliabilität) und die Subjektivität der Beurteilung durch verschiedene Dozenten.
- Citar trabajo
- Bozena Anna Badura (Autor), 2009, Lernportfolio - Ein Werkzeug für Ihr Seminar und/oder Studium, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177909