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Frühförderung

Title: Frühförderung

Seminar Paper , 2003 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Judith Hilden (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Der Mensch lernt nie mehr so viel und nachhaltig, wie in seinen ersten drei
Lebensjahren. Auch seine Lernbereitschaft und Auffassungsgabe ist nie wieder so
groß.
Von besonderer Bedeutung sind dabei:
· Die enorme quantitative Zunahme der Gehirnsubstanz. In Bezug auf das ZNS
macht sie die ersten drei Jahre zu einer enorm sensiblen und beeinflussbaren
Phase.
· Strukturbildung im ZNS
· Bildung der Stütz- und Ernährungszellen der Neuronen (Gliazellen) sowie die
· Differenzierung der Neuronen (z.B. Synapsenbildung)
· Markscheidenbildung (Myelinisation)
Die, in den ersten Lebensjahren besonders hohe Kompensationsfähigkeit des Gehirns,
kann z.T. durch Reifungsprozesse, aber auch durch gezieltes Funktionstraining
eingeleitet werden. Anstoß zum Entstehen eines flächendeckenden Frühfördersystems, wie es heute in de
Bundesrepublik existiert, gab der Deutsche Bildungsrat im Jahre 1973.
Er stellte eine Empfehlung zur pädagogischen Förderung behinderter und von
Behinderung bedrohter Kinder und Jugendlichen vor.
Diese Bemühungen haben zur Durchsetzung eines offenen, ganzheitlichen Systems
von Frühförderung entschieden beigetragen.
Einen weiteren Wendepunkt in der Entwicklung der Frühförderung stellte die
Studientagung der Lebenshilfe „Frühe Hilfen – wirksame Hilfen“ im Mai 1974 dar.
Heute ist Frühförderung ein selbstverständlicher und unverzichtbarer Bestandteil
geworden im System der Hilfe für entwicklungsauffällige Kinder und ihrer Familien. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Warum ist Frühförderung so wichtig?

2. Geschichtliche Entwicklung der Frühförderung

3. Personenkreis

4. Aufgaben und Ziele

4.1 Aufgaben

4.2 Ziele

5. Bereiche der Frühförderung

5.1 Früherkennung

5.2 Früherfassung

5.3 Frühberatung

6. Formen der Frühförderung /Organisation

6.1 Mobile Frühförderung

6.2 Ambulante Frühförderung

6.3 Sozialformen der Frühförderung

7. Finanzierung

8. Wie sieht eine Frühförderstelle aus?

8.1 Räumlichkeiten

8.2 Materialausstattung

9. Sozialpädiatrische-/ Heiltherapeutische Zentren

10.Wer arbeitet in Frühförderstellen?

10.1 Welche Aufgaben haben die verschiedenen Berufgruppen in der Frühförderstelle?

10.1.1 Aufgaben der Pädagogen

10.1.2 Aufgaben der Sozialarbeiter

10.1.3 Aufgaben der Psychologen

10.1.4 Aufgaben der Ärzte

10.1.5 Aufgaben der Therapeuten

11.Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über das System der Frühförderung in Deutschland. Ziel ist es, die Notwendigkeit, Organisation, methodische Ausrichtung sowie die multiprofessionelle Zusammenarbeit in Frühförderstellen zu beleuchten, um entwicklungsauffälligen Kindern und ihren Familien eine bestmögliche Unterstützung zu bieten.

  • Bedeutung und neurobiologische Grundlagen der Frühförderung
  • Methoden der Früherkennung, -erfassung und Frühberatung
  • Verschiedene Organisationsformen und die Finanzierung
  • Die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen
  • Spezifische Aufgabenbereiche von Therapeuten, Pädagogen, Psychologen und Ärzten

Auszug aus dem Buch

1. Warum ist Frühförderung so wichtig?

Der Mensch lernt nie mehr so viel und nachhaltig, wie in seinen ersten drei Lebensjahren. Auch seine Lernbereitschaft und Auffassungsgabe ist nie wieder so groß.

Von besonderer Bedeutung sind dabei:

• Die enorme quantitative Zunahme der Gehirnsubstanz. In Bezug auf das ZNS macht sie die ersten drei Jahre zu einer enorm sensiblen und beeinflussbaren Phase.

• Strukturbildung im ZNS

• Bildung der Stütz- und Ernährungszellen der Neuronen (Gliazellen) sowie die

• Differenzierung der Neuronen (z.B. Synapsenbildung)

• Markscheidenbildung (Myelinisation)

Die, in den ersten Lebensjahren besonders hohe Kompensationsfähigkeit des Gehirns, kann z.T. durch Reifungsprozesse, aber auch durch gezieltes Funktionstraining eingeleitet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Warum ist Frühförderung so wichtig?: Dieses Kapitel erläutert die neurobiologischen Grundlagen der frühen Kindheit, die Frühförderung als essenziell für die kindliche Entwicklung ausweisen.

2. Geschichtliche Entwicklung der Frühförderung: Hier wird der historische Anstoß durch den Deutschen Bildungsrat sowie die Bedeutung der Lebenshilfe für die Etablierung eines Frühfördersystems skizziert.

3. Personenkreis: Dieses Kapitel definiert die Zielgruppe der Frühförderung, insbesondere Kinder mit Entwicklungsverzögerungen oder drohenden Behinderungen.

4. Aufgaben und Ziele: Hier wird das Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“ als zentrale Leitidee für das Kind und die gesamte Familie dargestellt.

5. Bereiche der Frühförderung: Dieser Abschnitt beschreibt die drei Säulen Früherkennung, Früherfassung und Frühberatung als erste Schritte der Intervention.

6. Formen der Frühförderung /Organisation: Dieses Kapitel unterscheidet zwischen mobilen und ambulanten Arbeitsweisen sowie sozialen Gruppenangeboten.

7. Finanzierung: Hier wird der gesetzliche Anspruch auf Frühförderung und die Finanzierung über Sozialhilfeträger und Krankenkassen erläutert.

8. Wie sieht eine Frühförderstelle aus?: Dieser Teil thematisiert die notwendige räumliche Gestaltung und Materialausstattung für eine effektive therapeutische Arbeit.

9. Sozialpädiatrische-/ Heiltherapeutische Zentren: Hier wird die ergänzende Rolle von neuropädiatrischen Abteilungen an Kliniken zur Frühförderstelle beschrieben.

10.Wer arbeitet in Frühförderstellen?: Dieses Kapitel widmet sich der interdisziplinären Teamarbeit und den spezifischen Aufgaben der beteiligten Fachberufe.

11.Fazit: Das Fazit unterstreicht das oberste Prinzip der Frühförderung: das Entdecken und Mobilisieren der Stärken des Kindes.

Schlüsselwörter

Frühförderung, Entwicklung, Behinderung, Früherkennung, Interdisziplinarität, Sozialpädagogik, Therapie, Elternberatung, Rehabilitation, Entwicklungsverzögerung, Frühförderstelle, Selbsthilfe, Kindesentwicklung, Pädagogik, Psychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit bietet eine fundierte Einführung in die Frühförderung, von ihrer neurobiologischen Begründung bis hin zu den praktischen Aspekten der Umsetzung in speziellen Einrichtungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Aufgaben und Zielen der Frühförderung, den verschiedenen Organisationsformen (ambulant/mobil), der Finanzierung sowie der interdisziplinären Arbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine ganzheitliche und fachübergreifende Frühförderung die Potenziale von entwicklungsauffälligen oder behinderten Kindern gefördert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Darlegung des aktuellen Frühfördersystems unter Einbeziehung pädagogischer, medizinischer und psychologischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Früherkennung, Organisationsformen, räumliche Anforderungen an Frühförderstellen sowie eine detaillierte Auflistung der Aufgaben einzelner Berufsgruppen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Frühförderung, Interdisziplinarität, Früherkennung, Entwicklungsverzögerung, Hilfe zur Selbsthilfe und multiprofessionelles Team.

Warum ist die Arbeit mit den Eltern in der Frühförderung so entscheidend?

Die Entwicklung des Kindes ist eng an die Familie gebunden. Die Frühförderung versteht sich daher familienorientiert, um Eltern bei Erziehungsfragen, der Auseinandersetzung mit der Behinderung und der Organisation des Alltags zu unterstützen.

Wie unterscheiden sich die Aufgaben von Pädagogen, Psychologen und Therapeuten?

Während Pädagogen die Persönlichkeitsentwicklung fördern, konzentrieren sich Psychologen auf die psychologische Analyse und Bewältigungsstrategien; Therapeuten hingegen arbeiten an konkreten funktionellen Defiziten durch Methoden wie Physiotherapie oder Logopädie.

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Details

Title
Frühförderung
College
University of Applied Sciences Mainz  (Sozialpädagogik)
Course
Seminar für Arbeit mit behinderten Menschen
Grade
2,0
Author
Judith Hilden (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V17792
ISBN (eBook)
9783638222730
Language
German
Tags
Frühförderung Seminar Arbeit Menschen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Judith Hilden (Author), 2003, Frühförderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17792
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