Frühförderung


Seminararbeit, 2003

17 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Gliederung

1. Warum ist Frühförderung so wichtig?

2. Geschichtliche Entwicklung der Frühförderung

3. Personenkreis

4. Aufgaben und Ziele
4.1 Aufgaben
4.2 Ziele

5. Bereiche der Frühförderung
5.1 Früherkennung
5.2 Früherfassung
5.3 Frühberatung

6. Formen der Frühförderung /Organisation
6.1 Mobile Frühförderung
6.2 Ambulante Frühförderung
6.3 Sozialformen der Frühförderung

7. Finanzierung

8. Wie sieht eine Frühförderstelle aus?
8.1 Räumlichkeiten
8.2 Materialausstattung

9. Sozialpädiatrische-/ Heiltherapeutische Zentren

10. Wer arbeitet in Frühförderstellen?
10. 1 Welche Aufgaben haben die verschiedenen Berufgruppen in der Frühförderstelle?
10.1.1 Aufgaben der Pädagogen
10.1.2 Aufgaben der Sozialarbeiter
10.1.3 Aufgaben der Psychologen
10.1.4 Aufgaben der Ärzte
10.1.5 Aufgaben der Therapeuten

11. Fazit

12. Literaturverzeichnis

1. Warum ist Frühförderung so wichtig?

Der Mensch lernt nie mehr so viel und nachhaltig, wie in seinen ersten drei

Lebensjahren. Auch seine Lernbereitschaft und Auffassungsgabe ist nie wieder so groß.

Von besonderer Bedeutung sind dabei:

- Die enorme quantitative Zunahme der Gehirnsubstanz. In Bezug auf das ZNS macht sie die ersten drei Jahre zu einer enorm sensiblen und beeinflussbaren Phase.
- Strukturbildung im ZNS
- Bildung der Stütz- und Ernährungszellen der Neuronen (Gliazellen) sowie die
- Differenzierung der Neuronen (z.B. Synapsenbildung)
- Markscheidenbildung (Myelinisation)

Die, in den ersten Lebensjahren besonders hohe Kompensationsfähigkeit des Gehirns, kann z.T. durch Reifungsprozesse, aber auch durch gezieltes Funktionstraining eingeleitet werden.

2. Geschichtliche Entwicklung der Frühförderung

Anstoß zum Entstehen eines flächendeckenden Frühfördersystems, wie es heute in de Bundesrepublik existiert, gab der Deutsche Bildungsrat im Jahre 1973.

Er stellte eine Empfehlung zur pädagogischen Förderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder und Jugendlichen vor.

Diese Bemühungen haben zur Durchsetzung eines offenen, ganzheitlichen Systems von Frühförderung entschieden beigetragen.

Einen weiteren Wendepunkt in der Entwicklung der Frühförderung stellte die Studientagung der Lebenshilfe „Frühe Hilfen – wirksame Hilfen“ im Mai 1974 dar.

Heute ist Frühförderung ein selbstverständlicher und unverzichtbarer Bestandteil geworden im System der Hilfe für entwicklungsauffällige Kinder und ihrer Familien.

Ziel für die Zukunft ist es, ein so engmaschiges Netz an Frühförderstellen zu schaffen, dass jede betroffene Familie in unmittelbarer Wohnortnähe den Dienst einer solchen Stelle in Anspruch nehmen kann.

3. Personenkreis

Frühförderung wendet sich an Eltern, deren Kinder bei ihrer körperlichen, kognitiven, sprachlichen, emotionellen und sozialen Entwicklung Unterstützung brauchen.

z.B. Kinder,

- die aufgrund einer frühen Geburt oder einer komplizierten Schwangerschaft von Behinderung bedroht sind
- deren körperliche, kognitive, emotionelle und soziale Entwicklung durch Besonderheiten des familiären Umfeldes beeinträchtigt wird
- die nicht oder nur wenig sprechen
- die wenig Interesse am Spiel zeigen
- die Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht haben
- die berührungsempfindlich sind
- die extrem ängstlich oder sehr unruhig sind
- die Handlungsmuster stereotyp wiederholen

4. Aufgaben und Ziele

4.1 Aufgaben

Die Leitidee der Frühförderung ist das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe.

Die Hilfe für das Kind, die Eltern und die ganze Familie hat zum Ziel:

- Angst abzubauen,
- Hilflosigkeit zu überwinden,
- Fehlverhalten zu vermeiden,
- Hilfe zur Selbsthilfe zu geben,
- das Verhältnis zur Umwelt zu stabilisieren und zu stützen
- Beratung und Anleitung für therapeutische Maßnahmen zu geben.

4.2 Ziele

Frühförderung strebt an, Auffälligkeiten und Beeinträchtigungen möglichst früh zu erkennen, das Auftreten von Behinderungen zu verhüten, Behinderungen zu mildern oder zu beheben.

Dadurch wird dem Kind die Chance für die Entfaltung seiner Persönlichkeit, für die Entwicklung selbstbestimmten Lebens und zu gleichberechtigter gesellschaftlicher Teilhabe geboten.

Es ist sehr wichtig, dem Kind soviel Hilfe zu geben, wie es sie zur höchstmöglichen Erreichung der Selbständigkeit braucht.

Es soll dabei weder unterfordert, noch überfordert werden. Hier hilft ein erarbeiteter Förderplan. (Zusammenstellung von Eltern und Frühförderstelle)

Wichtige Förderziele für das Kind sind z.B.:

- Förderung von Wahrnehmung, Bewegung, Interaktion, Kommunikation und Sprache
- Vermittlung von Kompensationstechniken
- Entwicklung lebenspraktischer Fähigkeiten
- Unterstützung bei der sozialen Entwicklung

Für die Eltern sind hier folgende Ziele zu nennen:

- Hilfe in Form von Gesprächen und Beratungen
- Informationen und Beratung über die Beeinträchtigungen bzw. Behinderungen
- Informationen und Beratung über Fördermöglichkeiten
- Anregung und Anleitung
- Hilfen bei der Erziehung
- Hilfen beim Kontakt zum sozialen Umfeld
- Informationen und Beratung über rechtliche Gegebenheiten und finanzielle Hilfen

5. Bereiche der Frühförderung

Aus den Aufgaben und Zielsetzungen der Frühförderung ergeben sich die drei folgenden wichtigen Bereiche:

5.1 Früherkennung

Die Früherkennung einer (drohenden) Behinderung oder Entwicklungsverzögerung ist der erste Schritt der Frühförderung. Einige Behinderungen sind bereits während der Schwangerschaft und bei der Geburt zu erkennen. So z.B. die Trisomie 21 durch Chromosomenanalyse, größeren Kopfumfang, etc.

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Frühförderung
Hochschule
Katholische Fachhochschule Mainz  (Sozialpädagogik)
Veranstaltung
Seminar für Arbeit mit behinderten Menschen
Note
2,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
17
Katalognummer
V17792
ISBN (eBook)
9783638222730
Dateigröße
495 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frühförderung, Seminar, Arbeit, Menschen
Arbeit zitieren
Judith Hilden (Autor), 2003, Frühförderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17792

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