Kaum jemand betrachtet, dass Kriege nicht nur Auswirkungen auf die Psyche der kämpfenden Soldaten und der Kampfhandlungen ausgesetzten Zivilisten haben, sondern auch auf die komplette Gesellschaft, wenn nicht sogar Weltbevölkerung. Man braucht niemanden persönlich zu kennen, der dem Grauen der Kriege ausgesetzt ist, um in einer Medienlandschaft wie der unseren das Elend der Welt zu erkennen.
Es werden Ängste geschürt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Borcherts Vorgeschichte
- Zu den Szenen
- Vorspiel und ein Traum
- 1. Szene
- 2. Szene
- 3. Szene
- 4. Szene
- 5. Szene
- Die Rollen der Charaktere
- Beckmann
- Das Mädchen/Beckmanns Frau
- Der Einbeinige
- Der Oberst/Der Kabarettdirektor
- Die Durchschnittsbürger
- Der alte Mann
- Der Tod
- Der Andere/Die Elbe
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Werk „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert und analysiert die Darstellung einer traumatisierten Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Arbeit untersucht, wie Borchert die Auswirkungen des Krieges auf die Psyche der Heimkehrer, die Gesellschaft und das Individuum in seinen Figuren und der Handlung widerspiegelt.
- Die Auswirkungen des Krieges auf die Psyche der Heimkehrer
- Die Darstellung der gesellschaftlichen Verdrängung und des Vergessens
- Die Suche nach Identität und Sinn in einer zerbrochenen Welt
- Die Rolle von Schuld und Verantwortung in der Nachkriegsgesellschaft
- Die Unfähigkeit zur Kommunikation und zur echten Verbindung
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung erläutert die Intentionen des Autors und führt in die Thematik des Kriegsheimkehrers Beckmann und dessen Erlebnisse in der zerstörten Nachkriegsgesellschaft ein. Der Text beleuchtet die Bedeutung von Borcherts Werk als Spiegel der gesellschaftlichen Verdrängung und der Auswirkungen des Krieges auf die Psyche der Individuen.
Borcherts Vorgeschichte
Dieser Abschnitt beleuchtet das Leben von Wolfgang Borchert und seine Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg. Es werden die Stationen seiner Kriegszeit, seine Erkrankungen und seine Gefangenschaft beschrieben. Dabei wird hervorgehoben, wie die Kriegszeit und die darauffolgenden Jahre seine schriftstellerische Arbeit geprägt haben.
Zu den Szenen
Dieser Teil gibt einen Überblick über die einzelnen Szenen des Dramas „Draußen vor der Tür“. Ohne Spoiler zu enthüllen, werden die wichtigsten Handlungselemente und die Entwicklung der Figuren kurz zusammengefasst. Dabei wird auf die Atmosphäre der Szenen und ihre Bedeutung für die Gesamtgeschichte eingegangen.
Die Rollen der Charaktere
Dieser Abschnitt stellt die wichtigsten Charaktere des Dramas vor. Es werden ihre Beziehungen zueinander, ihre Motivationen und ihre Rolle in der Geschichte skizziert. Dabei wird die psychologische Tiefe der Figuren und ihre Bedeutung für die Darstellung der traumatisierten Gesellschaft hervorgehoben.
Schlüsselwörter
Die zentralen Themen und Schlüsselwörter der Arbeit sind: Wolfgang Borchert, "Draußen vor der Tür", Kriegsheimkehrer, Traumatisierung, Nachkriegsgesellschaft, Verdrängung, Vergessen, Identitätssuche, Schuld, Verantwortung, Kommunikation, Isolation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es im Drama "Draußen vor der Tür"?
Das Werk von Wolfgang Borchert thematisiert das Schicksal des Kriegsheimkehrers Beckmann, der nach dem Zweiten Weltkrieg versucht, in seine Heimat Hamburg zurückzukehren, dort aber nur auf Ablehnung, Verdrängung und verschlossene Türen stößt.
Welche Rolle spielt die Figur des Beckmann?
Beckmann ist der Prototyp des traumatisierten Soldaten, der mit körperlichen und seelischen Wunden sowie einer schweren Schuldlast (Verantwortung für gefallene Kameraden) zurückkehrt und in der Gesellschaft keinen Platz mehr findet.
Was symbolisiert der Titel "Draußen vor der Tür"?
Der Titel steht für die soziale Isolation und die Unfähigkeit der Nachkriegsgesellschaft, sich mit den Opfern des Krieges und der eigenen Schuld auseinanderzusetzen. Beckmann bleibt buchstäblich und metaphorisch "draußen".
Wie wird die Nachkriegsgesellschaft im Werk dargestellt?
Borchert zeichnet das Bild einer Gesellschaft, die durch Verdrängung und Vergessen geprägt ist. Die "Durchschnittsbürger" wollen nichts mehr vom Krieg wissen und verweigern dem Heimkehrer Empathie und Kommunikation.
Wer sind die allegorischen Figuren im Drama?
Neben realen Charakteren treten allegorische Figuren wie der Tod (als Leichenschänder), die Elbe, der Andere (als Beckmanns Optimismus oder Gewissen) und Gott (als machtloser alter Mann) auf.
Welchen Einfluss hatte Borcherts eigenes Leben auf das Werk?
Borcherts eigene traumatische Erfahrungen an der Front, seine Krankheiten und seine Inhaftierung prägten das Werk maßgeblich. Er schrieb es in kürzester Zeit kurz vor seinem frühen Tod im Jahr 1947.
- Quote paper
- Thomas Lindwurm (Author), 2007, Zu W. Borcherts "Draußen vor der Tür" , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177953