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Soziales Recht? Staatliche Gemeinschaft zwischen Macht und Ohnmacht

Am Beispiel der Frühen Hilfen

Título: Soziales Recht? Staatliche Gemeinschaft zwischen Macht und Ohnmacht

Tesis , 2010 , 82 Páginas , Calificación: 2,2

Autor:in: Thomas Lindwurm (Autor)

Trabajo social
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Im Rahmen ihres Koalitionsvertrages beschloss die damalige Bundesregierung im November 2007 ein Aktionsprogramm zum Aufbau sozialer Frühwarnsysteme im Kinderschutz und zur Förderung der Frühen Hilfen.

Während die Kinder- und Jugendhilfe, wie auch das Gesundheitssystem sich in der Bundesrepublik bis zu diesem Zeitpunkt mit wenigen bis gar keinen Schnittstellen entwickelten, sollte mit der Einrichtung eines „Nationalen Zentrums Frühe Hilfen“ (NZFH) auf eine Vernetzung dieser, wie auch weiterer geeigneter Systeme im Rahmen des Kinderschutzes hingewirkt werden.

Wo stehen wir heute? Ein kindgerechter Sozialstaat als Modellspielplatz? Und welche Erkenntnisse bringt ein Blick über den nationalen Tellerrand?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

1.1 Themenwahl

1.2 Herangehensweise

2 Thematischer Einblick und Definition

2.1 Kindeswohlgefährdung

2.2 Unterscheidungen

2.3 Ursachen

2.4 Beispielhafte Fälle

2.5 Zahlen und Eckdaten

2.6 Frühe Hilfen

3 Exemplarische Handlungskonzepte

3.1 Eltern

3.2 Kind

3.3 Gesamte Familie

3.4 Sonstige

4 Rechtsgrundlagen und deren Geschichte

4.1 Chronologie der Kinder- und Jugendhilfe (-Gesetze)

4.2 Übereinkommen über die Rechte des Kindes

4.3 Europäische Grundrechtecharta EGRC

4.4 Grundgesetz

4.5 BGB

4.6 Strafgesetzbuch

4.7 Schwangerschaftskonfliktgesetz SchKG

4.8 SGB V – Gesetzliche Krankenversicherung

4.9 SGB VIII – Kinder- und Jugendhilfe

4.10 SGB IX – Rehabilitation und Teilhabe

4.11 Gesetz über die Zusammenarbeit im Kinderschutz

4.12 Zusammenfassung der Rechtssituation

4.13 Steht der Rechtsrahmen zum Schutz des Kindeswohls im Widerspruch zum Grundgesetz?

5 Anwendung und Umsetzung

5.1 Interessensverbände, -vertretungen

5.2 Politische Umsetzung

5.3 Modellprojekte (Bund und Länder)

6 Internationaler Ausblick

6.1 Belgien

6.2 Brasilien

6.3 China

6.4 Estland

6.5 Finnland

6.6 Großbritannien (sowie Commonwealth of Nations)

6.7 Kanada

6.8 Liga der arabischen Staaten

6.9 Mauritius

6.10 Norwegen

6.11 Schweden

6.12 Internationale Frühen Hilfen

7 Zusammenfassung und Fazit

8 Literaturangaben – DIN 1505 Teil B

9 Anhang

9.1 Entwurf - Kinderschutzgesetz

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen staatlichem Wächteramt und elterlichem Erziehungsrecht am Beispiel der "Frühen Hilfen". Ziel ist es, eine Zwischenbilanz nach fünf Jahren Bestehen des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen zu ziehen, die rechtlichen Grundlagen zu hinterfragen und den deutschen Kinderschutz in einen internationalen Kontext zu stellen.

  • Analyse von Kindeswohlgefährdung, deren Ursachen und Definitionen.
  • Evaluation von Handlungskonzepten in der Kinder- und Jugendhilfe.
  • Detaillierte Untersuchung des rechtlichen Rahmens in Deutschland (SGB VIII, BGB, GG).
  • Darstellung von Umsetzungsprojekten (Frühe Hilfen) auf Bundes- und Landesebene.
  • Internationaler Vergleich von Kinderschutzstrategien und Rechtsansätzen.

Auszug aus dem Buch

1.1 Themenwahl

„Zehn tote Kinder in einer Woche Im thüringischen Nordhausen wurde am Freitag eine weitere Leiche entdeckt. Das Baby starb offenbar, ebenso wie der Säugling in Berlin, weil es nicht ausreichend versorgt wurde Essen. Fassungslos zählt Deutschland am Ende der Woche seine toten Kinder: drei in Plauen, Sachsen. Fünf im Dorf Darry, Schleswig-Holstein. Eins in Nordhausen, Thüringen, eins in Berlin. Zehn kleine Menschenleben, ausgelöscht in wenigen Tagen. Und, so stellt sich die Sache derzeit da, wohl meistens von ihren eigenen Müttern. Am Tag, nachdem die Polizei im Landkreis Plön fünf Kinderleichen fand, folgen weitere grausame Nachrichten: Das sechs Wochen alte Baby, das am Donnerstag tot neben seiner ebenfalls leblosen Mutter in Berlin gefunden wurde, ist wohl verdurstet. Die 24-Jährige Mutter war offenbar zuvor an einer Überdosis Drogen gestorben, die Generalstaatsanwaltschaft spricht von frischen Einstichstellen in ihren Armen. "Das ist ein ganz tragischer Fall", sagte ein Polizeisprecher. Nach Angaben des Bezirksamts war die Mutter schon während der Schwangerschaft intensiv betreut worden. Eine Mitarbeiterin des Jugendamts informierte die Polizei, weil die Frau zu einem Termin nicht erschienen war und ihre Tür verschlossen blieb.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Der Autor erläutert seine Motivation für die Themenwahl und ordnet die Arbeit in den sozialpädagogischen und sozialrechtlichen Kontext ein.

2 Thematischer Einblick und Definition: Dieses Kapitel definiert Kernbegriffe wie Kindeswohlgefährdung, differenziert verschiedene Misshandlungsformen und betrachtet Ursachen sowie statistische Daten.

3 Exemplarische Handlungskonzepte: Hier werden unterschiedliche Interventionsansätze für Eltern, Kinder und die gesamte Familie sowie deren Wirksamkeit wissenschaftlich analysiert.

4 Rechtsgrundlagen und deren Geschichte: Ein umfassender Abriss der rechtlichen Historie und der aktuellen gesetzlichen Bestimmungen, die den deutschen Kinderschutz maßgeblich prägen.

5 Anwendung und Umsetzung: Das Kapitel beleuchtet die Rolle von Interessensverbänden, die politische Steuerung und konkrete Modellprojekte zur Etablierung Früher Hilfen.

6 Internationaler Ausblick: Ein Vergleich mit verschiedenen ausländischen Modellen und Herangehensweisen zur Kindeswohlsicherung in verschiedenen Rechtskulturen.

7 Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit bilanziert die Ergebnisse, reflektiert das gesellschaftliche Spannungsfeld zwischen Freiheit und Schutz und bewertet die zukünftige Entwicklung.

Schlüsselwörter

Kindeswohlgefährdung, Frühe Hilfen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Elternrecht, SGB VIII, Sozialrecht, Kindesmisshandlung, Prävention, Kinderrechte, Familienrecht, Kindesvernachlässigung, Interventionsmodelle, staatliches Wächteramt, Kindeswohl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das komplexe System des Kinderschutzes in Deutschland, insbesondere unter dem Fokus der "Frühen Hilfen" und der rechtlichen Rahmenbedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Definition von Kindeswohlgefährdung, die Wirksamkeit pädagogischer Interventionskonzepte und die rechtliche Einbettung des staatlichen Handelns gegenüber Familien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist eine Zwischenbilanz nach fünf Jahren Arbeit des "Nationalen Zentrums Frühe Hilfen" unter Berücksichtigung sozialrechtlicher und pädagogischer Aspekte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für den internationalen Teil verwendet?

Der Autor führte eine zweisprachige Umfrage unter diplomatischen Vertretungen in Deutschland durch, um einen internationalen Vergleich der Kinderschutzsituation zu ermöglichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse existierender Handlungskonzepte, eine detaillierte Ausarbeitung des rechtlichen Rahmens und einen internationalen Ausblick.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Kindeswohlgefährdung, Frühe Hilfen, Jugendhilfe, Kinderschutz und Elternrecht.

Welche Rolle spielt das "Staatliche Wächteramt" laut der Arbeit?

Das Wächteramt gemäß Art. 6 Abs. 2 GG dient als Legitimation für staatliche Eingriffe, wenn Eltern ihren Erziehungsaufgaben nicht nachkommen können oder wollen.

Wie bewertet der Autor die mediale Berichterstattung über Kinderschutz?

Der Autor kritisiert die Boulevard-Berichterstattung, da diese oft lediglich Einschaltquoten verfolge und den eigentlichen komplexen Diskurs über Kindeswohl nicht konstruktiv unterstütze.

Final del extracto de 82 páginas  - subir

Detalles

Título
Soziales Recht? Staatliche Gemeinschaft zwischen Macht und Ohnmacht
Subtítulo
Am Beispiel der Frühen Hilfen
Universidad
University of Kassel
Calificación
2,2
Autor
Thomas Lindwurm (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
82
No. de catálogo
V177961
ISBN (Ebook)
9783640998036
ISBN (Libro)
9783640997862
Idioma
Alemán
Etiqueta
Frühe Hilfen internationaler Vergleich Sozialrecht staatliche Gemeinschaft SGB VIII Frühförderung Kindesvernachlässigung Problemfamilie Bundeskinderschutzgesetz Kinderschutzgesetz Kindesmissbrauch BuKiSchuG Vernachlässigung Fall Kevin
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Thomas Lindwurm (Autor), 2010, Soziales Recht? Staatliche Gemeinschaft zwischen Macht und Ohnmacht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177961
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