In der vorliegenden Arbeit wird über das fünfwöchige Fachpraktikum im Fach Geschichte reflektiert. Zudem soll der mögliche Einsatz kooperativer Lernformen im Geschichtsunterricht überprüft und an bestimmten Unterrichten angewendet werden. Zu Beginn der Arbeit wird ein theoretischer Teil Einblick in die Kooperativen Lernformen geben. Es sollen die Anfänge, Grundzüge und Hauptthesen erörtert werden. Dem sich anschließend werden die Kooperativen Lernformen auf deren Einsatz im Geschichtsunterricht ermittelt und dargelegt.
Nach einem kurzen Überblick über die allgemeinen Angaben zum Praktikum, werden zwei Unterrichtsstunden exemplarisch behandelt. Die erste vorgestellte Unterrichtsstunde wurde in der Stufe 9 hospitiert. Meinen eigenen Unterrichtsversuch werde ich im Anschluss vorstellen. Zunächst seien die Unterrichtsstunden beschrieben, wie sie stattgefunden haben. In einem Alternativentwurf sollen Kooperative Lernformen eingesetzt werden. In der abschließenden Schlussbetrachtung sollen die Ergebnisse des Fachpraktikums und den Einsatz der Kooperativen Lernformen im Geschichtsunterricht reflektiert und bewertet werden.
Inhaltsverzeichnis
I. EINLEITUNG
II. KOOPERATIVE LERNFORMEN
III. KOOPERATIVE LERNFORMEN IM GESCHICHTSUNTERRICHT
IV. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM FACHPRAKTIKUM
V. UNTERRICHTSSTUNDEN
1.1. HOSPITIERTE UNTERRICHTSSTUNDE
1.2. ALTERNATIVENTWURF
2.1 EIGENER UNTERRICHTSVERSUCH
2.2 ALTERNATIVENTWURF
VI. SCHLUSSBETRACHTUNG
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit reflektiert ein fünfwöchiges Fachpraktikum im Fach Geschichte und untersucht das Potenzial kooperativer Lernformen zur Aktivierung von Schülern und zur Förderung der fachdidaktischen Methodenkompetenz im Geschichtsunterricht.
- Grundlagen und historische Entwicklung kooperativer Lernformen
- Die fünf Basiselemente des kooperativen Lernens nach Norm Green
- Analyse und Optimierung von Unterrichtsstunden durch kooperative Methoden
- Praktische Erprobung und Alternativentwürfe für den Geschichtsunterricht
- Förderung der Eigenverantwortlichkeit und aktiven Teilhabe der Lernenden
Auszug aus dem Buch
Norm Green formulierte fünf Basiselemente Kooperativen Lernens: positive Abhängigkeit, unterstützende Interaktion, individuelle und Gruppen-Verantwortlichkeit, angemessenes miteinander kommunizieren (Erwerb sozialer Fertigkeiten) und Bewerten in Gruppen.
Das erste und auch wichtigste Element beim Kooperativen Lernen ist die positive Abhängigkeit. Diese besteht dann, wenn die SuS wahrnehmen, dass sie derart mit anderen Gruppenmitgliedern verbunden sind, dass sie nur dann erfolgreich sein können, wenn alle gleichermaßen erfolgreich sind und wenn sie ihre Anstrengungen koordinieren. Gleichsam nach dem Motto: „Gemeinsam schwimmen oder untergehen.“ Die positive Abhängigkeit soll verdeutlichen, dass „a) die Anstrengungen eines jeden Mitglieds benötigt werden und unabdingbar für den Gruppenerfolg sind und b) jedes Mitglied wegen seiner Fähigkeiten, seiner Rolle und Aufgabenverantwortung einen einzigartigen Beitrag zum gemeinsamen Erfolg leisten kann.“ Eine kleine Gruppengröße vereinfacht die Aufgabenbewältigung. Der Lehrer hat im Vorfeld bei der Unterrichtsvorbereitung darauf zu achten, dass die Aufgaben nicht ohne den Beitrag eines jeden Gruppenmitglieds gelöst werden können, d.h. jeder SuS benötigt eine Aufgabe.
Das zweite grundlegende Element besteht in unterstützender und direkter Interaktion. Hierbei geht es um die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht. Es ist von fundamentaler Bedeutung, dass die SuS ihren Erfolg gegenseitig sicherstellen, „indem sie Ressourcen teilen und sich helfen, ermutigen und sich gegenseitig loben“.
Zusammenfassung der Kapitel
I. EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert die Reflexion des fünfwöchigen Fachpraktikums und skizziert die Absicht, den Einsatz kooperativer Lernformen im Geschichtsunterricht theoretisch zu fundieren und praktisch zu evaluieren.
II. KOOPERATIVE LERNFORMEN: Dieses Kapitel gibt einen theoretischen Überblick über die Ursprünge und die Entwicklung des kooperativen Lernens, beginnend bei John Dewey bis hin zu den praxistauglichen Modellen von Norm Green.
III. KOOPERATIVE LERNFORMEN IM GESCHICHTSUNTERRICHT: Hier wird das fachdidaktische Potenzial untersucht, SuS durch Gruppenarbeit von passiven Zuhörern zu aktiven Lernenden zu entwickeln und ihre Methodenkompetenz zu steigern.
IV. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM FACHPRAKTIKUM: Dieser Abschnitt beschreibt den Rahmen des Fachpraktikums am Gutenberg-Gymnasium in Bergheim, einschließlich der Lerngruppen und des methodischen Vorgehens während der Hospitationen.
V. UNTERRICHTSSTUNDEN: Dieser Teil behandelt die hospitierten Stunden und den eigenen Unterrichtsversuch (Thema: Islam) und stellt jeweils Optimierungen durch kooperative Alternativentwürfe wie die Placemat-Methode oder das Gruppenpuzzle vor.
VI. SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass kooperative Lernformen ein effektives Mittel sind, um die Selbstständigkeit und Mündigkeit der Lernenden im Fach Geschichte gezielt zu fördern.
Schlüsselwörter
Kooperatives Lernen, Geschichtsunterricht, Gruppenarbeit, positive Abhängigkeit, Methodenkompetenz, Fachpraktikum, Unterrichtsgestaltung, Selbstständigkeit, Aktives Lernen, Placemat-Methode, Gruppenpuzzle, Schülermotivation, Gruppenidentität, Fachdidaktik, Historisches Denken.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit reflektiert ein fünfwöchiges Fachpraktikum im Schulfach Geschichte und prüft, wie kooperative Lernformen den Unterricht motivierender und effektiver gestalten können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen kooperativer Lernformen, deren praktische Anwendung in Geschichtsstunden sowie die Analyse und Reflexion von Unterrichtsmethoden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Nutzen kooperativer Lernformen aufzuzeigen, um Schüler von passiven Zuhörern zu aktiven, selbstständig agierenden Lernenden zu entwickeln.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zur Fachdidaktik und Pädagogik sowie auf die praktische Reflexion eigener Unterrichtsversuche und hospitierter Stunden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den fünf Basiselementen des kooperativen Lernens konkrete Unterrichtsentwürfe und deren alternative, kooperative Gestaltungsmöglichkeiten (z.B. Placemat-Methode, Gruppenpuzzle) dargestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Kooperatives Lernen, Geschichtsunterricht, Methodenkompetenz, Gruppenarbeit und Selbststeuerung der Lernenden.
Wie lässt sich die Placemat-Methode im Unterricht einsetzen?
Die Placemat-Methode ermöglicht es, dass Schüler zunächst individuell und anschließend in der Kleingruppe an einem gemeinsamen Ergebnis arbeiten, was die Wahrscheinlichkeit einer aktiven Beteiligung aller Teilnehmer erhöht.
Worin besteht die Besonderheit des eigenen Unterrichtsversuchs zum Islam?
Der Unterrichtsversuch integrierte Bildimpulse zur Erarbeitung komplexer historischer Zusammenhänge, wobei ein Alternativentwurf zusätzlich das Gruppenpuzzle vorschlägt, um die Expertenrollen der Schüler zu stärken.
- Arbeit zitieren
- Stephanie Schrön (Autor:in), 2009, Kooperative Lernformen im Geschichtsunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177972