Demographische Entwicklung und Arbeitsmarkt


Hausarbeit, 2009
29 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Executive Summary

Liste der Abkürzungen

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einführung

2 Problemdefinition

3 Zielsetzung

4 Methodik

5 Die Situation
5.1 Abnahme der Bevölkerung im erwerbstätigen Alter
5.2 Zunahme des Durchschnittsalters

6 Folgen für den Arbeitsmarkt

7 Lösungsmöglichkeiten
7.1 Beschäftigung älterer Arbeitnehmer
7.1.1 Gezielte Anwerbung älterer Arbeitsnehmer
7.1.2 Motivation von Arbeitnehmern zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit
7.1.3 Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer
7.1.4 Generationenmix in Betrieben am Beispiel ABB
7.2 Vermehrte Beschäftigung von Frauen
7.3 Kooperation mit Bildungseinrichtungen und optimierte Ausbildungsanstrengungen
7.3.1 Kontakte zu Hochschulen
7.3.2 Ausbildung und Studium
7.3.3 Beschäftigung von Studienabbrechern
7.3.3.1 Fallbeispiel: Vom Studienabbrecher zum Consultant (Quelle: privat)
7.4 Offensive Mitarbeiterwerbung und Mitarbeiterbindung
7.5 Anwerbung ausländischer Fachkräfte

8 Zusammenfassung

Literatur

ITM Checkliste

Executive Summary

Dieses Assignment ist Teil des MBA-Studiums an der Fachhochschule für Oekonomie & Management, Essen (FOM) im Fach “Human Ressource Management”.

In dieser Ausarbeitung wird betrachtet, welche Maßnahmen Unternehmen ergreifen können, um dem demographisch bedingt sinkenden Arbeitskräftepotential zu begegnen.

Liste der Abkürzungen

Abb. Abbildung

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Entwicklung der Bevölkerung im erwerbstätigen Alter in Deutschland (nach FUCHS & SÖHNLEIN 2005, eigene Darstellung)

Abb. 2: Investitionshemmnisse deutscher Unternehmen (aus DIHK-Innovationsreport 2008/2009)

Abb. 3: Erwerbstätigenquote nach Alter (INTERNET 2)

Abb. 4: Teilnahme an beruflicher Weiterbildung nach Altersgruppen (aus BMBF 2006) .

Abb. 5: Das Programm „Generations“ bei ABB (www.abb.de / 28.4.2009)

Abb. 6: Ablauf eines dualen Studiums bei der Deutschen Bahn (INTERNET 3)

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Anreizfaktoren zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit bis zum 65. Lebensjahr (aus: HILGER et al. 2006)

1 Einführung

Seit Mitte der 70er Jahre ist die Geburtenrate deutscher Frauen unter das Reproduktionsniveau von 2,1 Kindern pro Frau gesunken und liegt seitdem stabil bei 1,4 Kindern pro Frau (INTERNET 1). Die Folge dieser Entwicklung ist ein sinkendes Erwerbspersonenpotential und eine Erhöhung des Altersdurchschnitts der Erwerbsbevölkerung. Während der Bedarf an qualifizierten Fachkräften bei Unternehmen aufgrund der zunehmenden Technisierung steigt, sinkt das das Angebot an Fachkräften demographisch bedingt. In dieser Ausarbeitung soll diskutiert werden, wie Unternehmen mit der Herausforderung eines demographisch bedingten Mangels an Fachkräften umgehen können.

2 Problemdefinition

Unternehmen sind schon jetzt von einem Mangel an Fachkräften betroffen. Dieses Problem wird sich in Zukunft aufgrund der demographischen Situation verschärfen.

3 Zielsetzung

Es soll diskutiert werden, welche Handlungsoptionen Unternehmen haben, um mit dem absehbaren drohenden Fachkräftemangel umzugehen. Weiterhin soll betrachtet werden, inwieweit Unternehmen sich bereits auf den demographischen Wandel eingestellt haben und wo es noch ungenutzte Potentiale gibt.

4 Methodik

Zur Betrachtung der oben genannten Problemstellung wurden sowohl aktuelle Fachbücher als auch publizierte Studienergebnisse, die teils online verfügbar waren, ausgewertet.

5 Die Situation

Wie in den meisten Industrieländern liegt die Geburtenrate in Deutschland unter dem Reproduktionsniveau. Deutsche Frauen bekommen im Durchschnitt nur 1,4 Kinder (STATISTISCHES BUNDESAMT 2007), während für eine Aufrechterhaltung des Bevölkerungsniveaus 2,1 Kinder pro Frau notwendig wären. Diese Entwicklung ist in Deutschland seit Mitte der 70er Jahre zu beobachten (INTERNET 1). Sie kann nicht nur in den meisten Teilen der westlichen Welt beobachtet werden, sondern setzte auch in den osteuropäischen Transformationsländern spätestens nach dem Fall des Sozialismus ein. Nur wenige Industrieländer haben eine Geburtenrate, die annähernd dem Reproduktionsniveau entspricht (z.B. Frankreich mit 1,9 Kindern pro Frau und die Vereinigten Staaten mit 2,0 Kindern pro Frau / STATISTISCHES BUNDESAMT 2007). Dies führt im Wesentlichen zu zwei für den Arbeitsmarkt relevanten Erscheinungen, die im Folgenden erklärt werden sollen.

5.1 Abnahme der Bevölkerung im erwerbstätigen Alter

Die absolute Zahl der Bevölkerung im erwerbstätigen Alter nimmt ab. Wie in Abb. 1 zu erkennen ist, würde die Bevölkerung im erwerbstätigen Alter nur durch eine Zuwanderung von jährlich 500000 Personen pro Jahr annähernd gleich bleiben bzw. leicht steigen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Entwicklung der Bevölkerung im erwerbstätigen Alter in Deutschland (nach FUCHS & SÖHNLEIN 2005, eigene Darstellung)

Da die Zuwanderung nach Deutschland eher abnimmt und Deutschland momentan noch eine restriktive Zuwanderungspolitik betreibt, ist mittelfristig nicht davon auszugehen, dass solche Zuwanderungsraten erreicht werden. Zudem würde eine exzessive Zuwanderungspolitik, wenn sie denn forciert würde, zu massiven Integrationsproblemen führen, da die Menschen, die nach Deutschland wandern würden, auch mit der Sprache und der Kultur Deutschlands vertraut gemacht werden müssten, um eine erfolgreiche Eingliederung in den deutschen Arbeitsmarkt und in die deutsche Gesellschaft zu gewährleisten.

5.2 Zunahme des Durchschnittsalters

Das Durchschnittsalter der Bevölkerung im erwerbstätigen Alter wird steigen: Bei der Betrachtung dieses Punktes fallen die Zahlen je nach Berechnungsmethode und Annahme verschiedener Parameter (gleich bleibende, sinkende oder steigende Geburtenrate / Annahme verschiedener Zuwanderungsraten) recht unterschiedlich aus, so dass hier auf die Angabe genauer Zahlen verzichtet werden soll. Es bleibt aber festzuhalten, dass sich die Erwerbsbevölkerung in Zukunft aus im Verhältnis mehr älteren Menschen und weniger jüngeren Menschen zusammensetzen wird (vgl. STATISTISCHES BUNDESAMT 2006).

In den folgenden Kapiteln sollen mögliche Folgen für den Arbeitsmarkt und Lösungsansätze der Unternehmen hierzu diskutiert werden.

6 Folgen für den Arbeitsmarkt

Die Hauptfolge dieser demographischen Entwicklung ist ein zunehmender Fachkräftemangel. Selbst im Krisenjahr 2008 sehen besonders kleine und mittelständische Unternehmen im Fachkräftemangel das Haupthindernis für Innovation (siehe Abb. 2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Investitionshemmnisse deutscher Unternehmen (aus DIHK-Innovationsreport 2008/2009)

Mit einer demographisch bedingt immer geringer werdenden Anzahl von jungen Leuten und einer gleichzeitigen Stagnation in der Bildungsstruktur der jüngeren Generationen (vgl. REINBERG & HUMMEL 2003) bei gleichzeitig mit dem technischen Fortschritt steigenden Qualifikationsanforderungen wird sich das Problem in Zukunft massiv verschärfen. Es ist daher zu befürchten, dass viele Unternehmen mittelfristig ihre globale Konkurrenzfähigkeit verlieren werden, da Länder wie Indien ihr Bildungssystem zunehmend verbessern und hunderttausende Ingenieure pro Jahr dort die Universitäten verlassen. Im Gegensatz dazu ist auch langfristig nicht davon auszugehen, dass es einen Arbeitskräftemangel für unqualifizierte Tätigkeiten geben wird, da solche Tätigkeiten auch in Zukunft ins Ausland verlagert oder automatisiert werden. Daher soll sich diese Ausarbeitung im Wesentlichen dem Problem des demographisch bedingten Mangels an (hoch)qualifizierten Beschäftigten widmen. Die

Frage, die sich stellt, ist die, welche Strategien Unternehmen anwenden können, um diesem Problem entgegen zu wirken oder es zumindest abzumildern.

7 Lösungsmöglichkeiten

7.1 Beschäftigung älterer Arbeitnehmer

Eine Möglichkeit, um dem demographischen Problem zu begegnen, ist die Weiterbeschäftigung oder sogar gezielte Anwerbung älterer Arbeitnehmer (eventuell sogar nach Überschreitung des gesetzlichen Rentenalters, z.B. auf der Basis von Werkverträgen). In Zeiten eines Überangebotes von Arbeitskräften entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten aber ein „Beschäftigungs-Jugendwahn“, bei dem Beschäftigte über 45 schon zum alten Eisen gehörten und bei Neueinstellungen kaum mehr berücksichtigt wurden. Die Politik versuchte ebenfalls, dem Problem des Überangebotes von Arbeitkräften dadurch zu begegnen, dass Arbeitnehmern die Möglichkeit gegeben wird, vorzeitig in Rente zu gehen. Unternehmen nutzen die Möglichkeit der Frühverrentung, um Personal abzubauen. Die Erwerbstätigenquote der Bevölkerung zwischen 55 und 64 Jahren lag daher auch im Jahre 2006 signifikant unter dem Wert der Erwerbstätigkeitsquote der Gesamtbevölkerung im erwerbsfähigen Alter (48,4% gegenüber 67,5 % (INTERNET 2). Betrachtet man die Bevölkerung im Alter von 55 bis 64 Jahren, so sieht man gerade in diesem letzten Erwerbstätigenjahrzehnt eine starke Abnahme der Erwerbstätigenquote pro Lebensjahr, auch wenn sich die Erwerbstätigenquote Älterer in den letzten Jahren gesteigert hat.

[...]

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Demographische Entwicklung und Arbeitsmarkt
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Veranstaltung
Human Ressouce Management
Autor
Jahr
2009
Seiten
29
Katalognummer
V177998
ISBN (eBook)
9783640999774
ISBN (Buch)
9783640999965
Dateigröße
682 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
demographische, entwicklung, arbeitsmarkt
Arbeit zitieren
Jan Sickinger (Autor), 2009, Demographische Entwicklung und Arbeitsmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177998

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