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"Papa Raschke" - Aus dem Leben des Johannisthaler Holzhändlers, Konstrukteurs und Flugzeugführers Gustav Raschke (1885-1949)

Heft 12 aus der Dokumentenreihe über den Flugplatz Berlin-Johannisthal 1909-1914

Title: "Papa Raschke" - Aus dem Leben des Johannisthaler Holzhändlers, Konstrukteurs und Flugzeugführers Gustav Raschke (1885-1949)

Textbook , 2011 , 48 Pages

Autor:in: Alexander Kauther (Author), Paul Wirtz (Author)

History - Miscellaneous
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Der Johannisthaler Holzhändler Gustav Raschke (1885-1949), wegen seiner väterlichen Art liebevoll „Papa Raschke“ genannt, gehört zu den 817 „Alten Adlern“ und Pionieren der Luftfahrtgeschichte. Wie auch bei anderen Flugzeugführern aus dieser Zeit, begannen wir zu recherchieren, nachzulesen und zeitgenössische Dokumente und Bilder zusammenzutragen, die Auskunft über das Leben von Gustav Raschke geben.
Die Biografie reiht sich in die bisherigen Dokumentationen über den Flugplatz Berlin-Johannistghal 1909-1914 ein.
An die Entstehung des ersten deutschen zivilen Flugplatzes in Berlin-Johannisthal und an die mutigen Frauen und Männer aus dieser Zeit wollen wir erinnern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Anmerkungen der Autoren

Zur Person Gustav Raschke

Flugplatzlage 1912

Flugzeugführererlaubnis Nr. 802 am 29. Juni 1914

Die „Föhn-Flugzeugwerke“ und der Italiener Albert Colombo

Das Jahr 1914-1918: Die Militärzeit von Gustav Raschke 1914-1918

Das Jahr 1920 - Gustav Raschke fliegt für Filmaufnahmen der JOFA

Gustav Raschke mit Hans Albers bei Filmaufnahmen

Fliegergaststätte Franz Tolinski in Johannisthal

Restaurant „Einsiedler“ und die Resolution 1927

Das Jahr 1930 - Treffen der „Alten Adler“ und der Fliegergedenkstein

Das Jahr 1933 – 180 Jahrfeier und Flugtage in Johannisthal

Über die Familie von Gustav Raschke und Walli Knape

Das Haus der Familien Knape und Raschke

Die Grabstelle von Gustav Raschke

Heinz und Hildegard Raschke

Anlage 1 – Kurzdarstellung der Familie Knape

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit dokumentiert das Leben und Wirken von Gustav Raschke (1885–1949), einem Holzhändler, Konstrukteur und Flugpionier aus Berlin-Johannisthal, um seine Bedeutung im Kontext der frühen deutschen Luftfahrtgeschichte und des historischen Flugplatzes Johannisthal zu würdigen.

  • Biografische Daten und familiärer Hintergrund von Gustav Raschke
  • Entwicklung und Bau von Eigenbau-Flugzeugen am Flugplatz Johannisthal
  • Die Rolle von Raschke und seinen Zeitgenossen in der frühen Luftfahrt sowie bei Filmproduktionen
  • Engagement für den Erhalt des Flugplatzes Johannisthal durch Resolutionen und Traditionsvereine
  • Dokumentation des familiären Umfelds, insbesondere der Verbindung zur Familie Knape und der Betriebsstätte

Auszug aus dem Buch

Flugzeugführererlaubnis Nr. 802

Schließlich war der Eigenbau-Eindecker fertig. Dann kamen Rollversuche und erste Flugversuche. Ständige Reparaturen am Gitterrumpf, Rohrstücke, die immer wieder brachen, wurden herausgeschweißt und durch ein Stück von stärkerem Durchmesser ersetzt. So lange, bis bei Landungen nichts mehr riss. Nach einem halben Jahr war die Eigenbaukonstruktion flugtüchtig.

Als er erst am 29. Juni 1914 die Flugzeugführererlaubnis Nr. 802 auf seinem selbstgebauten Eindecker erwarb, wies sein Fluggerät etwa 3000 (!) Schweißstellen auf. In verschiedenen Luftfahrthistorischen Arbeiten zurückliegender Jahre wurden der Johannisthaler Holzhändler Raschke und sein Partner Zieske aus Niederschöneweide, als Gründer der „Flugzeugwerke Föhn“ (z. B. bei Peter Supf) oder als Erbauer des „Föhn-Eindeckers“ (z. bei Bruno Lange) angegeben. Beides ist nach Darstellung von Günter Schmitt unrichtig.

Er schrieb dazu:

„Ein Zusammenhang besteht lediglich darin, dass die „Föhn-Werkstatt“ und „Raschke & Zieske“ dieselbe Schuppenabteilung gemietet hatten. Und zwar nacheinander. Die „Flugzeugwerke Föhn GmbH“ wurde im Jahre 1912 gegründet und mietete sich in die Abteilung C des „Großen viereckigen Schuppens“ ein. Hinter diesem großen Fabriknamen verbargen sich zwei Konstrukteure, von denen vermutlich wenigstens einer Föhn hieß. Sie bauten einen Eindecker üblicher Bauart.“ Die Föhn-Werkstatt wurde nach Sorau (heute Lausitz/BL Brandenburg) verlegt.

Zusammenfassung der Kapitel

Anmerkungen der Autoren: Einleitende Betrachtung zum historischen Flugplatz Johannisthal und die Motivation hinter der biografischen Aufarbeitung zu Gustav Raschke.

Zur Person Gustav Raschke: Vorstellung des Lebenslaufs und der beruflichen Meilensteine von Gustav Raschke als Holzhändler und Flugpionier.

Flugplatzlage 1912: Übersicht zur infrastrukturellen Situation des Flugplatzes Johannisthal zu Beginn der Pionierzeit.

Flugzeugführererlaubnis Nr. 802 am 29. Juni 1914: Details zur Konstruktion seines Flugzeugs und zum Erwerb der offiziellen Lizenz.

Die „Föhn-Flugzeugwerke“ und der Italiener Albert Colombo: Klärung der Zusammenhänge zwischen den Flugzeugbaufirmen und dem Mitwirken von Albert Colombo.

Das Jahr 1914-1918: Die Militärzeit von Gustav Raschke 1914-1918: Beschreibung seiner Dienstzeit bei der Marine Land-Fliegerabteilung und Auszeichnung mit dem Goldenen Militärverdienstkreuz.

Das Jahr 1920 - Gustav Raschke fliegt für Filmaufnahmen der JOFA: Tätigkeiten im Bereich der Filmindustrie als Pilot für Fliegerszenen.

Gustav Raschke mit Hans Albers bei Filmaufnahmen: Einblick in die Zusammenarbeit mit berühmten Schauspielern während der Dreharbeiten in Johannisthal.

Fliegergaststätte Franz Tolinski in Johannisthal: Vorstellung des Treffpunkts der Fliegerpioniere und des dortigen Aviatischen Museums.

Restaurant „Einsiedler“ und die Resolution 1927: Beschreibung der Rolle des Restaurants als Treffpunkt und der politischen Proteste gegen die Verlegung von Einrichtungen des Flugplatzes.

Das Jahr 1930 - Treffen der „Alten Adler“ und der Fliegergedenkstein: Dokumentation der Traditionsveranstaltungen und der Einweihung des Gedenksteins für Flugpioniere.

Das Jahr 1933 – 180 Jahrfeier und Flugtage in Johannisthal: Beteiligung von Raschke an der Organisation von Flugveranstaltungen während des Jubiläums.

Über die Familie von Gustav Raschke und Walli Knape: Darstellung der familiären Entwicklung und des Lebens von Heinz Raschke.

Das Haus der Familien Knape und Raschke: Geschichte und architektonische Bedeutung der Wohn- und Betriebsstätte in der Friedrichstraße.

Die Grabstelle von Gustav Raschke: Informationen zum Ableben und zur letzten Ruhestätte des Flugpioniers.

Heinz und Hildegard Raschke: Rückblick auf die Nachkriegszeit und die Erinnerungskultur durch Hildegard Raschke.

Anlage 1 – Kurzdarstellung der Familie Knape: Detaillierte genealogische Daten zur Familie Knape als Partnerunternehmen.

Schlüsselwörter

Gustav Raschke, Johannisthal, Flugplatz, Flugpionier, Luftfahrtgeschichte, Holzhändler, Filmaufnahmen, Alte Adler, Hans Albers, Knape & Raschke, Fliegergedenkstein, Luftfahrt, Berliner Geschichte, Flugzeugbau, Familiengeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert das Leben von Gustav Raschke, einem der frühen Flugpioniere aus Johannisthal, und seine Verbindung zur lokalen Luftfahrtgeschichte sowie zur Holzhandlungsfirma Knape & Raschke.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entwicklung des Flugplatzes Johannisthal, der Bau eigener Flugapparate, die Verflechtung mit der Filmindustrie, der Erhalt des historischen Standorts sowie die Genealogie der Familie Knape.

Was ist das primäre Ziel der Publikation?

Das Ziel ist die Bewahrung der Geschichte eines „Alten Adlers“ und die Würdigung der Leistungen von Gustav Raschke als Konstrukteur und Pilot für nachfolgende Generationen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autoren nutzten eine Kombination aus historischen Recherchen, der Auswertung zeitgenössischer Dokumente, Bildmaterial und persönlichen Zeitzeugenberichten der Familie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung der Luftfahrt vor Ort, militärischen Verdiensten, beruflichen Aktivitäten bei der JOFA, dem sozialen Leben in Fliegergaststätten sowie der Familiengeschichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Johannisthal, Flugplatz, Flugpionier, Gustav Raschke, Luftfahrtgeschichte und Familiengeschichte.

Warum wird Gustav Raschke als „Papa Raschke“ bezeichnet?

Sein Spitzname „Papa Raschke“ leitete sich von seiner väterlichen Art und seiner prägenden Rolle unter den Pionieren der Luftfahrtgeschichte in Johannisthal ab.

Welche Bedeutung hatten die Flugaufnahmen mit Hans Albers?

Gustav Raschke fungierte dabei als Pilot, was seine fliegerische Kompetenz und die Nutzung des Johannisthaler Flugplatzes als Kulisse für moderne Filmproduktionen der 1930er Jahre unterstreicht.

Was passierte mit der Holzhandlung Knape & Raschke nach 1945?

Der Betrieb wurde 1955 verstaatlicht und in einen Volkseigenen Betrieb (VEB) und später in eine Produktionsgenossenschaft des Handwerks (PGH) umgewandelt.

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Details

Title
"Papa Raschke" - Aus dem Leben des Johannisthaler Holzhändlers, Konstrukteurs und Flugzeugführers Gustav Raschke (1885-1949)
Subtitle
Heft 12 aus der Dokumentenreihe über den Flugplatz Berlin-Johannisthal 1909-1914
Authors
Alexander Kauther (Author), Paul Wirtz (Author)
Publication Year
2011
Pages
48
Catalog Number
V178021
ISBN (eBook)
9783640999460
ISBN (Book)
9783640999590
Language
German
Tags
Flugplatz Johannisthal Luftfahrt Föhn Hans Albers Tolinski
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Kauther (Author), Paul Wirtz (Author), 2011, "Papa Raschke" - Aus dem Leben des Johannisthaler Holzhändlers, Konstrukteurs und Flugzeugführers Gustav Raschke (1885-1949), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178021
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