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Die Mitleidsethik in der Philosophie Schopenhauers

Titre: Die Mitleidsethik in der Philosophie Schopenhauers

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 15 Pages , Note: 2

Autor:in: Tobias Neumann (Auteur)

Philosophie - Philosophie du XIXe siècle
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Schopenhauers „pessimistische“ Philosophie ist erfüllt von einem Ausdruck des Leidens an den Widrigkeiten der Welt. Damit ist gemeint, dass eine Welt voller Schmerz, Qual, Furcht und Todesangst Impetus für eine Philosophie war, die als Konsequenz einen Erlösungsweg aufzeichnet. Um zu verstehen, warum Schopenhauer die Welt so pessimistisch betrachtet, in der Welt so viel Leiden sieht, richten wir unseren Blick zunächst auf die Voraussetzungen und Anfänge seines Schaffens. Im Anschluss werden wir uns der sogenannten „Mitleidsethik“ Schopenhauers zuwenden und herausstellen, was das Besondere an der Mitleidskonstruktion seiner Moralphilosophie ist und welche Möglichkeiten der Erlösung sie birgt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Grundlegendes zur Philosophie Arthur Schopenhauers

2. Verortung der Mitleidsethik in Schopenhauers Philosophie

3. Mitleid als zentrales Moment in Schopenhauers Ethik und deren Konsequenz

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Mitleidsethik innerhalb der pessimistischen Philosophie Arthur Schopenhauers. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schopenhauer Mitleid nicht nur als moralische Kategorie, sondern als metaphysisch verankertes Prinzip zur Überwindung des egoistischen Weltwillens und zur Erlangung einer Form von Erlösung definiert.

  • Die pessimistische Weltsicht Schopenhauers als Ausgangspunkt für die Philosophie.
  • Die Konzeption des „Willens“ als unpersönliche, alles durchdringende Antriebskraft.
  • Die Rolle des Egoismus als antimoralische Triebfeder und dessen Überwindung durch Mitleid.
  • Die Einbettung der Mitleidsethik in die Metaphysik statt in eine normative Vernunftethik.

Auszug aus dem Buch

3. Mitleid als zentrales Moment in Schopenhauers Ethik und deren Konsequenz

Das Mitleid nimmt eine zentrale Rolle in der Philosophie Schopenhauers ein und ist längst nicht nur eine qualitative Kategorie der Begründung menschlichen Handelns. Mitleid ist ein komplexes Phänomen, welches nicht mit dem Begriff in der Alltagssprache verwechselt werden darf. In §16 „Aufstellung und Beweis der allein ächten moralischen Triebfeder“ der Schrift „Über die Grundlage über der Moral“ begründet Schopenhauer das Konzept des Mitleids als die allein mögliche moralische Triebfeder (von insg. 3 ursprünglichen Triebfedern: Egoismus, Boshaftigkeit, Mitleid). Er identifiziert verschiedene Antriebe, die zu einer Handlung führen können, zum Beispeil: Egoismus (der positive Zweck der Handlung liegt im Handelnden), der Gedanke, dass die Handlung zu Vorteilen in einem künftigem, jenseitigen Leben führen kann, Mitleid und zuletzt die Annahme, dass sich unsere Handlung (bspw. Hilfe und Unterstützung) für uns in Zukunft wieder nützlich erweisen wird (sich für uns lohnt). Die einzig moralisch wertvolle und damit gültige Handlungsweise ist und bleibt aber die, welche durch Mitleid motiviert ist (Passivität des eigenen Wollens). Die logische Folge ist also, dass eine Handlung verwerflich ist, wenn es ihr an Mitleid mangelt. Für Schopenhauer ist klar, dass nur ein solch starkes Motiv, die Möglichkeit hat, Individuen moralisch (bzw. ethisch) zu verantworten. Wie im vorhergehenden Abschnitt schon erwähnt, hält er reine Gesetze, staatlichen Zwang und Überlegungen, die auf Vernunft gründen, für nicht ausreichend, um moralische Normen zu begründen, die wirklich fest in den Individuen verankert sind (Schopenhauer: GM, §16).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Grundlegendes zur Philosophie Arthur Schopenhauers: Dieses Kapitel erläutert die pessimistische Grundhaltung des Philosophen sowie die Entstehung seines Hauptwerkes und führt in die zentrale Kategorie des „Willens“ ein.

2. Verortung der Mitleidsethik in Schopenhauers Philosophie: Der Abschnitt stellt das Spannungsverhältnis zwischen egoistischem Selbsterhaltungsstreben und altruistischem Handeln dar und begründet, warum Ethik für Schopenhauer nur deskriptiv und nicht normativ sein kann.

3. Mitleid als zentrales Moment in Schopenhauers Ethik und deren Konsequenz: Hier wird das Mitleid als ethisches Urphänomen analysiert, welches die Grenze zwischen Ich und Nicht-Ich aufhebt und den Weg zur metaphysischen Verneinung des Willens ebnet.

Schlüsselwörter

Arthur Schopenhauer, Mitleidsethik, Weltwille, Egoismus, Metaphysik, Pessimismus, Moral, Altruismus, Verneinung des Willens, Erkenntnis, Leiden, Erlösung, Menschenliebe, Gerechtigkeit, Triebfeder.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Mitleidsethik im philosophischen System von Arthur Schopenhauer und ihre Bedeutung für seine Metaphysik.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind der Pessimismus, die Natur des menschlichen Willens, der Egoismus als Hindernis für die Moral sowie die Funktion des Mitleids als korrigierende Instanz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Mitleid als die einzige „echte“ moralische Triebfeder bei Schopenhauer zu identifizieren und dessen Einbettung in seine metaphysische Weltsicht aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine interpretative Textanalyse von Schopenhauers Hauptwerken, insbesondere der „Grundlage der Moral“ und „Die Welt als Wille und Vorstellung“.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil wird die Entwicklung von der theoretischen Philosophie des Willens hin zur praktischen Umsetzung in Form von Mitleid und Askese erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe wie Weltwille, Mitleidsethik, Metaphysik und Egoismus stehen im Mittelpunkt der fachlichen Diskussion.

Inwiefern unterscheidet sich Schopenhauers Ethik von normativen Ansätzen?

Schopenhauer lehnt normative Imperative und staatliche Gesetze als moralische Basis ab, da er Moral ausschließlich in den inneren Motiven des Individuums verortet, nicht in der Vernunfteinsicht.

Was meint Schopenhauer mit der „Verneinung des Willens“?

Es handelt sich um einen Prozess der Ent-Individualisierung und Askese, durch den der Mensch das unerbittliche Drängen des Weltwillens überwindet und Erlösung vom Leiden findet.

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Résumé des informations

Titre
Die Mitleidsethik in der Philosophie Schopenhauers
Université
University of Frankfurt (Main)
Cours
Kritiker der Moralphilosophie
Note
2
Auteur
Tobias Neumann (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
15
N° de catalogue
V178039
ISBN (ebook)
9783640998593
ISBN (Livre)
9783640998821
Langue
allemand
mots-clé
Ethik Philosophie Schopenhauer Mitleidsethik Mitleid Moral
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tobias Neumann (Auteur), 2009, Die Mitleidsethik in der Philosophie Schopenhauers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178039
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Extrait de  15  pages
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