Das Konzept des Familienzyklus


Hausarbeit, 2007

7 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1 Die Entstehung der dynamischen Sichtweise von Familie
1.1 Rowntree
1.2 Glick

2 Die Vorzüge des Familienzykluskonzepts

3 Nachteile und Kritikpunkte des Modells
3.1 Keine historische Verwendung
3.2 Normativität
3.3 Mangelnde Präzision

4 Fazit

5 Literaturliste:

1 Die Entstehung der dynamischen Sichtweise von Familie

1.1 Rowntree

Nachdem Agrarsoziologen und Ökonomen in den USA bei der Analyse der

wirtschaftlichen Situation von Familien auf deren Abhängigkeit von zentralen Ereignissen stießen, wurde die dynamische Sichtweise der Familie Ende des 19. Jahrhunderts erstmalig von dem Ökonomen Rowntree in einer empirischen Studie über Armut in einer englischen Kleinstadt eingebracht.

Dieser hatte in seinen Untersuchungen das Ziel, den Zusammenhang von Veränderungen der ökonomischen Lage von Familien mit dem Zusammenfall bestimmter familärer Ereignisse zu erklären und konstruierte zu diesem Zweck ein erstes Verlaufsdiagramm.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Ökonom Loomis unterscheidet bei seinen vergleichenden Untersuchungen in der Stadt und auf dem Lande lebender Familien ebenfalls 4 Phasen eines Familienzyklus (vgl. O3, S. 33)

1.2 Glick

Wichtige Differenzierungen dieses Konzeptes, die bis in die Gegenwart Verwendung finden, wurden 1947 von dem amerikanischen Familiensoziologen Paul C. Glick hinzugefügt.

Glick unterscheidet 7 verschiedene Phasen, die durch verschiedene Familienereignisse begrenzt werden:

Familienereignisse
1. Heirat
2. Geburt des 1. Kindes
3. Geburt des letzten Kindes
4. Auszug des 1. Kindes
5. Auszug des letzten Kindes
6. Tod des ersten Ehepartners
7. Tod des letzten Ehepartners

(vgl.: Höhn 1982)

Familienzyklusphasen
I. Gründungsphase
II. Erweiterungsphase
III. Abgeschlossene Erweiterung
IV. Schrumpfungsphase
V. Abgeschlossene Schrumpfungsphase
VI. Auflösungsphase

Das Familienzykluskonzept ist ein nützliches Instrument, um die Veränderungen in der Familie innerhalb eines strukturellen Phasenablaufs zu beschreiben. Andreas Diekmann stellt folgende Grundideen als stimulierend für die theoretische und empirische Forschung heraus:

“(…) 1. die Betrachtung der Familienentwicklung als dynamischer Prozess im Gegensatz zur statischen Querschnittsanalyse, 2. die Abgrenzung der Entwicklungsphasen durch markante Ereignisse(…), 3. die Berechnung von Mittelwerten oder Medianen für die jeweiligen Ereignisse anhand demographischer Daten und hierauf basierend die Schätzung der durchschnittlichen Dauer der Phasen, 4. in neueren Arbeiten die kohortenbezogene Perspektive und damit die Möglichkeit der Analyse von Wandel und Umbrüchen typischer familiärer Entwicklungen im Vergleich von Kohorten.

Und weiter: „ Das Konzept des Familienzyklus integriert (…) die drei tragenden Säulen des demografischen Rechnungswesens, nämlich Heiratsverhalten, Fruchtbarkeit und Sterblichkeit.“

Desweiteren verbinde es die demografische mit der bevölkerungs- und familiensoziologischen Forschung. (Diekmann, 1993, S. 9)

[...]

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten

Details

Titel
Das Konzept des Familienzyklus
Hochschule
Hochschule Koblenz (ehem. FH Koblenz)
Veranstaltung
O3 Familie
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
7
Katalognummer
V178109
ISBN (eBook)
9783656000884
Dateigröße
413 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
konzept, familienzyklus
Arbeit zitieren
BA Soziale Arbeit L. Lauprecht (Autor), 2007, Das Konzept des Familienzyklus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178109

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