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Einfluss eines digitalen Kurses zum multimodalen Stressmanagement auf das subjektive Stressempfinden von Beschäftigten

Eine empirische Untersuchung durch Onlinebefragung von in Deutschland lebenden sozialversicherungspflichtig Beschäftigten

Título: Einfluss eines digitalen Kurses zum multimodalen Stressmanagement auf das subjektive Stressempfinden von Beschäftigten

Tesis de Máster , 2024 , 53 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Monika Silvia Gräsel (M.A.) (Autor)

Salud - Control del estrés
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Infolge der zunehmenden Digitalisierung und Dezentralisierung der Arbeitswelt, insbesondere durch Remote-Arbeit, können viele Mitarbeitende nicht an betrieblichen Gesundheitsförderungsmaßnahmen (BGF) vor Ort teilnehmen. Die im VUCA-Ansatz (Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity) beschriebenen psychischen Belastungen bleiben jedoch bestehen. Vor diesem Hintergrund stellte sich die Frage, ob ein Onlinekurs zum multimodalen Stressmanagement das subjektive Belastungsempfinden der Teilnehmenden signifikant reduzieren kann.

Zu diesem Zweck wurde ein bereits bestehender, nach § 20 SGB V zertifizierter Präsenzkurs (Kurs-ID: KO-ST-G5W2VB) der Zentralen Prüfstelle für Prävention für eine orts- und zeitunabhängige Online-Teilnahme angepasst. Die zugelassene Kursleiterin (Kursleiter-ID: KL-W8584K) vermittelte die Inhalte über Videomaterial und begleitete die Teilnehmenden individuell. Zur Erhebung des subjektiven Stressniveaus wurde zu Beginn und am Ende des Kurses der PSQ-20-Fragebogen über die Plattform psydix.org eingesetzt. Die statistische Analyse der Ergebnisse erfolgte mittels Wilcoxon-Tests.

Von den anfänglich 163 Teilnehmenden waren 139 Datensätze auswertbar. Der Wilcoxon-Test belegte eine signifikante Reduktion der subjektiven Stressbelastung nach Abschluss des Kurses. Zudem zeigte die Analyse der PSQ-20-Ergebnisse eine Steigerung des Faktors „Freude“ sowie eine Reduktion der Faktoren „Anforderungen“, „Anspannung“ und „Sorgen“ bei den Teilnehmenden. Insgesamt konnte der Onlinekurs ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis im Rahmen des
betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) erzielen. Die Online-Version des multimodalen Stressmanagements bietet damit eine zeitgemäße und wirksame Alternative zur Präsenzschulung, die den Bedürfnissen einer zunehmend flexiblen und digitalen Arbeitswelt gerecht wird. Die Integration solcher Kurse könnte nicht nur zur Steigerung des Wohlbefindens der Mitarbeitenden beitragen, sondern langfristig auch krankheitsbedingte Ausfallkosten für Unternehmen verringern.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG

2 ZIELSETZUNG

3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND

3.1 Definition der VUCA-Welt

3.2 Stressdefinition, Stresstheorien und Stressursachen

3.2.1 Stressbegriff

3.2.2 Grundlegendes Stressmodell nach Hans Selye

3.2.3 Modell der Gratifikationskrisen nach Johann Siegrist

3.2.4 Belastungs-Beanspruchungs-Modell nach Rohmert und Rautenfranz

3.2.5 Belastungs-Beanspruchungs-Konzept in der Arbeitswelt

3.2.6 Transaktionales Modell nach Richard Lazarus

3.3 Biologische Mechanismen und gesundheitliche Folgen von Stress

3.3.1 Stressmechanismen im menschlichen Körper

3.3.2 Kurzfristige Folgen von Stress auf den Menschen

3.3.3 Langfristige gesundheitliche Folgen

3.4 Folgen von Stress auf Arbeitsfähigkeit

3.5 BGM als möglicher Lösungsansatz

3.6 Multimodales Stressmanagement

4 METHODIK

4.1 Forschungsfrage

4.2 Konzeptvorstellung Onlinekurs

4.3 Ablauf der Teilnahme

4.4 PSQ-20 Fragebogen

4.5 Wilcoxon Test

5 ERGEBNISSE

5.1 Auswertung der Befragung

5.2 Durchführung und Ergebnisse des Wilcoxon-Tests

5.3 Zusammenfassung der Ergebnisse

6 DISKUSSION

7 ZUSAMMENFASSUNG

8 LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, ob die Durchführung eines 12-wöchigen Onlinekurses zum multimodalen Stressmanagement eine signifikante Verbesserung des subjektiven Stressempfindens von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland bewirken kann. Die zentrale Forschungsfrage widmet sich der Überprüfung, inwiefern ein solches digitales Interventionsformat dazu beiträgt, Stresssymptome zu reduzieren und die Bewältigungskompetenzen der Teilnehmenden zu stärken.

  • Einfluss digitaler Kursformate auf das subjektive Stressempfinden (subjektive Stressbelastung)
  • Theoretische Grundlagen von Stress, Stresstheorien und den Herausforderungen in der VUCA-Welt
  • Biologische Mechanismen und gesundheitliche sowie arbeitsweltbezogene Folgen von chronischem Stress
  • Konzeption und Durchführung eines multimodalen Online-Präventionskurses nach § 20 SGB V
  • Empirische Überprüfung mittels des standardisierten Fragebogens PSQ-20 und des Wilcoxon-Tests

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Stressbegriff

Nach Prof. Dr. Gert Kaluza (Psychotherapeut) besteht Stress aus drei Teilen, den Stresstrias. Dazu gehören die Stressoren, die persönlichen Stressverstärker und die (körperliche) Stressreaktion. Die Stressoren sind äußere Einflüsse, die Stress auslösen. Zu den Stressverstärkern gehören persönliche Motive, Einstellungen und Haltungen. Sie stellen das Bindeglied zwischen Stressoren und der Stressreaktion dar und entscheiden maßgeblich über die Stärke und Art der Stressreaktion. Die Stressreaktionen sind die physischen und psychischen Antworten des Körpers. Zu diesen zählen beispielsweise schwitzige Hände, Herzklopfen oder Kopfschmerzen (Kaluza, 2012, S. 6f.). Nach Kaluza (Kaluza, 2012, S. 53ff.) bringt der Wandel in der Arbeitswelt, zu den bestehenden Stressoren wie beispielsweise Lärm, Zugluft und Staub, zusätzliche Stressoren wie Termindruck, örtliche Mobilität und zeitliche Flexibilität mit sich. Hinzu kommt die Angst vor Arbeitsplatzverlust und dem technischen Fortschritt (ständige Weiterbildungen sind notwendig).

Das Stressmodell von Hans Selye, eines der bedeutendsten Theorien zur Stressforschung, beschreibt die physiologischen Reaktionen des Körpers auf Stressoren und basiert auf der Annahme, dass der menschliche Körper auf Stress immer in ähnlicher Weise reagiert. Selye führte den Begriff des "Allgemeinen Anpassungssyndroms" (General Adaptation Syndrome, GAS) ein, um diese stressbedingten Reaktionen in den folgenden drei Phasen zu erklären (Selye, 1974):

1. Alarmreaktion: Die erste Phase ist die Alarmreaktion, in der der Körper auf den Stressor reagiert. Diese Phase umfasst wiederum zwei Stadien: Die Schockphase, hierbei reagiert der Organismus auf den Stressor mit einem plötzlichen Abfall des Blutdrucks und des Muskeltonus. Der Körper wird vorübergehend schwächt. Sowie die Gegenschockphase, wobei der Körper durch die Ausschüttung von Stresshormonen (z. B. Adrenalin, Cortisol) seine Ressourcen mobilisiert, um auf die Herausforderung zu reagieren. In diesem Stadium wird das sympathische Nervensystem aktiviert, und der "Kampf-oder-Flucht"-Mechanismus tritt in Kraft, was zu einer Erhöhung der Herzfrequenz, des Blutdrucks und der Muskelspannung führt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Die Einleitung beleuchtet die steigende Stressbelastung in der modernen Arbeitswelt anhand aktueller Studien und leitet daraus die Relevanz digitaler Stressmanagement-Maßnahmen ab.

2 ZIELSETZUNG: Es wird das konkrete Vorhaben beschrieben, einen zertifizierten Online-Präventionskurs zur Bewältigung des subjektiven Stressempfindens zu entwickeln und zu evaluieren.

3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Dieses Kapitel widmet sich der fundierten Definition der VUCA-Welt, klassischen Stresstheorien, biologischen Mechanismen sowie den gesundheitlichen und ökonomischen Folgen von Stress.

4 METHODIK: Hier werden die Forschungsfragen, Hypothesen, der Aufbau des Onlinekurses, die Auswahl der Stichprobe sowie die eingesetzten Messinstrumente (PSQ-20 und Wilcoxon-Test) erläutert.

5 ERGEBNISSE: Die empirischen Daten der Erst- und Schlussbefragung werden statistisch aufbereitet, grafisch dargestellt und im Rahmen des Wilcoxon-Tests ausgewertet.

6 DISKUSSION: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, mit bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen abgeglichen und hinsichtlich praktischer Implikationen für Unternehmen bewertet.

7 ZUSAMMENFASSUNG: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Master-Thesis kompakt zusammen und zieht ein Fazit über den Erfolg des Online-Stressmanagementkurses.

8 LITERATURVERZEICHNIS: Das Verzeichnis listet sämtliche in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen, Fachbücher und Online-Publikationen vollständig auf.

Schlüsselwörter

Multimodales Stressmanagement, Digitaler Präventionskurs, Subjektives Stressempfinden, VUCA-Welt, Transaktionales Stressmodell, HPA-Achse, Arbeitsbelastung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, PSQ-20, Wilcoxon-Test, Arbeitnehmergesundheit, Online-Intervention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Master-Thesis im Kern?

Die Arbeit untersucht den Einfluss eines zwölfwöchigen digitalen Onlinekurses zum multimodalen Stressmanagement auf das subjektive Stressempfinden von Beschäftigten in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Mittelpunkt stehen die psychischen und physischen Belastungen in der modernen Arbeitswelt (VUCA-Welt), gängige Stresstheorien, die biologischen Stressmechanismen sowie Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Welches primäre Ziel beziehungsweise welche Forschungsfrage wird verfolgt?

Das Hauptziel ist herauszufinden, ob ein orts- und zeitunabhängiger Online-Präventionskurs das subjektive Stressempfinden der Teilnehmenden signifikant verringern und ihre Bewältigungskompetenzen stärken kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Datenerhebung eingesetzt?

Es wurde ein quantitativer, empirischer Ansatz gewählt. Die Datenerhebung erfolgte per Online-Befragung unter Verwendung des standardisierten Perceived Stress Questionnaire (PSQ-20) zu zwei Messzeitpunkten.

Welche Inhalte werden im theoretischen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet detailliert den Begriff der VUCA-Welt, Stressdefinitionen nach Selye und Lazarus, das Gratifikationskrisenmodell nach Siegrist, physiologische Stressreaktionen (SAM- und HPA-Achse) sowie die ökonomischen Folgen von Stress.

Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?

Wichtige Keywords sind unter anderem Multimodales Stressmanagement, Subjektives Stressempfinden, VUCA-Welt, Betriebliches Gesundheitsmanagement, PSQ-20 und Wilcoxon-Test.

Wie war der Onlinekurs für die Teilnehmenden konkret aufgebaut?

Der Kurs basierte auf einem zertifizierten Präventionskonzept (§ 20 SGB V), lief über zwölf Wochen und vermittelte wöchentlich über Videomaterial und Handouts Inhalte zu instrumentellen, mental-kognitiven und palliativ-regenerativen Bewältigungsmethoden.

Welche konkreten Ergebnisse lieferte die statistische Auswertung?

Der Wilcoxon-Test bestätigte eine statistisch signifikante Reduktion des subjektiven Stressempfindens nach Kursende; insbesondere Faktoren wie Anforderungen und Anspannung sanken deutlich, während die empfundene Freude zunahm.

Final del extracto de 53 páginas  - subir

Detalles

Título
Einfluss eines digitalen Kurses zum multimodalen Stressmanagement auf das subjektive Stressempfinden von Beschäftigten
Subtítulo
Eine empirische Untersuchung durch Onlinebefragung von in Deutschland lebenden sozialversicherungspflichtig Beschäftigten
Universidad
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Calificación
1,3
Autor
Monika Silvia Gräsel (M.A.) (Autor)
Año de publicación
2024
Páginas
53
No. de catálogo
V1781092
ISBN (PDF)
9783389209875
ISBN (Libro)
9783389209882
Idioma
Alemán
Etiqueta
digitaler Kurs Beschäftigte Online multimodales Stressmanagement
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Monika Silvia Gräsel (M.A.) (Autor), 2024, Einfluss eines digitalen Kurses zum multimodalen Stressmanagement auf das subjektive Stressempfinden von Beschäftigten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1781092
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