In dieser Arbeit beschäftige ich mich mit der historischen Monographie Bellum Iugurthinum des römischen Autors Gaius Sallustius Crispus, in der er den Krieg der Römer mit dem Numiderfürsten Jugurtha beschreibt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Historische Fakten des Krieges mit Jugurtha
3. Gaius Sallustius Crispus
4. Jugurthas Aufstieg zum Alleinherrscher (Die Vorgeschichte des Krieges)
4.1 Numidien nach der Zerstörung Karthagos
4.2 Jugurtha
4.3 Micipsas Ängste
4.4 Die Rede Micipsas
4.5 Bruderzwist
5. Der Krieg mit Jugurtha bei Sallust (Ein Ausblick)
5.1 Bestechung des Calpurnius und des Scaurus
5.2 Frieden mit Aulus
5.3 Metellus
5.4 Marius und das Ende des Krieges
6. Schlusswort
7. Lateinische Zitate
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert die historische Monographie "Bellum Iugurthinum" des römischen Autors Gaius Sallustius Crispus. Ziel ist es, die Schilderung des Aufstiegs Jugurthas zum Alleinherrscher über Numidien kritisch zu untersuchen und dabei aufzuzeigen, wie Sallust die historische Persönlichkeit Jugurthas instrumentalisiert, um seine pessimistische Sicht auf den Sittenverfall der römischen Nobilität und den Niedergang des Staates zu unterstreichen.
- Historischer Kontext und Chronologie des Krieges mit Jugurtha
- Analyse des literarischen Stils und der methodischen Arbeitsweise von Gaius Sallustius Crispus
- Charakterisierung der Hauptfiguren, insbesondere Jugurthas und Adherbals
- Untersuchung der Rolle der römischen Korruption und Bestechlichkeit in der Darstellung des Autors
- Bewertung des Einflusses der politischen Gesinnung des Autors auf seine Geschichtsschreibung
Auszug aus dem Buch
4.2 Jugurtha
Sallust entwirft ein erstaunlich positives Charakterbild des Jugurtha (Jug. 6,1): "Qui ubi primum adolevit, pollens viribus, decora facie, sed multo maxume ingenio validus, non se luxu neque inertiae corrumpundum dedit, sed, uti mos gentis illius est, equitare, iaculari, cursu cum aequalibus certare, et quom omnis gloria anteiret, omnibus tamen carus esse; ad hoc pleraque tempora in venando agere, leonem atque alias feras primus aut in primis ferire: plurumum facere, minumum ipse de se loqui" (6).
Indem er sich nicht der Ausschweifung und der Untätigkeit hingab, entspricht er wirklich dem von Sallust in seinem Proömium beschriebenen Idealbild eines Mannes. "Quo magis pravitas eorum admiranda est, qui dediti corporis gaudiis per luxum et ignaviam aetatem agunt, ceterum ingenium, quo neque melius neque amplius aliud in natura mortalium est, incultu atque socordia torpescere sinunt ..." (Jug. 2, 4) (7). Sallust erschafft mit der Gestalt des Jugurtha einen den Römern durchaus ebenbürtigen Gegner. Erst in Numantia, als er auf die korrumpierten römischen Adligen und Emporkömmlinge traf, geriet er auf die schiefe Bahn, so der Autor.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Werkes "Bellum Iugurthinum" und Darlegung der zentralen These, dass Sallust den Krieg nutzt, um den Sittenverfall der römischen Nobilität zu kritisieren.
2. Historische Fakten des Krieges mit Jugurtha: Zusammenfassung des geschichtlichen Ablaufs, von der Adoption Jugurthas durch Micipsa bis hin zur entscheidenden Niederlage gegen Gaius Marius.
3. Gaius Sallustius Crispus: Biografische Skizze des Autors, seiner politischen Karriere, seiner Parteinahme für Cäsar und des Einflusses seines Lebens auf seine historische Arbeitsweise.
4. Jugurthas Aufstieg zum Alleinherrscher (Die Vorgeschichte des Krieges): Detaillierte Betrachtung der familiären Spannungen im numidischen Königshaus, des Aufenthalts in Numantia und der Rolle von Reden und Intrigen.
5. Der Krieg mit Jugurtha bei Sallust (Ein Ausblick): Analyse der römischen Korruption unter Bestia und Aulus sowie die militärischen Bemühungen unter Metellus und Marius.
6. Schlusswort: Reflexion über die politische Bedeutung des Werkes und Sallusts Auffassung vom Untergang der Römischen Republik.
7. Lateinische Zitate: Auflistung und Übersetzung der im Text verwendeten Originalpassagen zur belegenden Untermauerung der Argumentation.
Schlüsselwörter
Sallust, Bellum Iugurthinum, Jugurtha, Römische Republik, Nobilität, Numidien, Sittenverfall, Korruption, Gaius Marius, Metellus, Micipsa, Historische Monographie, Römische Geschichte, Machtkampf, Politische Gesinnung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die historische Monographie "Bellum Iugurthinum" von Gaius Sallustius Crispus, in der der Krieg zwischen Rom und dem numidischen König Jugurtha beschrieben wird.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Zentrum stehen der Charakter Jugurthas, das Bild der römischen Aristokratie (Nobilität) und die von Sallust kritisch hinterfragten politischen Zustände in Rom während der späten Republik.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsarbeit will verdeutlichen, wie Sallust historische Ereignisse subjektiv nutzt, um ein abschreckendes Bild vom Sittenverfall in Rom zu zeichnen und den Untergang der Republik zu begründen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Die Arbeit nutzt eine quellenbasierte Analyse der historischen Monographie, wobei sie auf zeitgenössische Forschungsliteratur zurückgreift, um Sallusts Darstellung und dessen Intentionen einzuordnen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorgeschichte des Aufstiegs Jugurthas, die Rolle der Bestechung in den römischen Institutionen und eine Analyse des Kriegsverlaufs unter verschiedenen römischen Feldherren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Sallust, Jugurtha, Sittenverfall, Korruption, Nobilität, Numidien, Römische Republik und politische Machtkämpfe.
Welche Rolle spielt die Rede des Micipsa laut dem Autor?
Micipsas Rede auf dem Sterbebett dient laut der Arbeit als sallustisches Gestaltungsmittel, um die Bedeutung von Eintracht in der Herrschaft zu betonen und Jugurtha moralisch vorzuwarnen.
Warum wird Jugurtha in Numantia als „auf die schiefe Bahn“ geraten beschrieben?
Laut der Arbeit trifft Jugurtha in Numantia auf korrupte römische Adlige, die ihm vermitteln, dass in Rom alles käuflich sei, was ihn in seiner verbrecherischen Laufbahn bestärkt haben soll.
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- Patrick Roesler (Author), 2003, Jugurthas Aufstieg zum Alleinherrscher über Numidien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178147