Filme sind für das gesellschaftliche Leben von großer Bedeutung - über Filme wird diskutiert, bekannte Sätze aus Filmen werden zitiert. So ist die Auseinandersetzung mit filmischen Texten im Unterricht - insbesondere im Englischunterricht - von Bedeutung für das Erlernen einer kritischen Medien- und interkulturellen Kompetenz, die uns den Zugang zu dem audio-visuellen Medium erleichtern und zur selben Zeit das interkulturelle Lernen unterstützen.
In der vorliegenden Arbeit wird auf das didaktische Potential des Filmeinsatzes im Englischunterricht eingegangen, wobei dieses durch praktische Beispiele anhand des Filmes "Reign over me" ergänzt wird.
Inhaltsverzeichnis
I. Die Geschichte des Filmeinsatzes im Unterricht
II. Der neue Medienbegriff und die Einordnung des Filmes
III. Gründe für den Filmeinsatz im Englischunterricht
IV. Die Filmanalyse
V. Die Filmanalyse im handlungs- und produktionsorientierten Englischunterricht
1. Verschiedene Darbietungsformen des filmischen Materials
a) Die Blockpräsentation
b) Die Intervall-Präsentation
c) Die Sandwich-Präsentation
d) Die Segment-Präsentation
2. Der praktische Einsatz der Filmanalyse im Unterricht
a) „Reign over me“ als Beispiel für die Verarbeitung von Verlusten im Kontext einer amerikanischen Katastrophe
b) Die Pre-Viewing Phase
a. Die Aufgabe der Pre-Viewing Phase beim Filmeinsatz im Englischunterricht
b. Mögliche Aufgabenstellungen während der Pre-Viewing Phase
c. Konkrete Beispiele zum Film „Reign over me“
c) Die While-Viewing Phase
a. Aufgabe der While-Viewing Phase
b. Mögliche Aufgabenstellungen während der While-Viewing Phase
c. Konkrete Beispiele zum Film „Reign over me“
d) Die Post-Viewing Phase
a. Aufgabe der Post-Viewing Phase
b. Mögliche Aufgabenstellungen währen der Post-Viewing Phase
c. Konkrete Beispiele zum Film „Reign over me“
VI. Die Nachteile des Filmeinsatzes im Englischunterricht und mögliche Lösungen
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit setzt sich kritisch mit dem Einsatz von Spielfilmen als Unterrichtsmedium im Englischunterricht auseinander, um deren didaktischen Nutzen aufzuzeigen und praxistaugliche Methoden für eine handlungs- und produktionsorientierte Filmanalyse zu entwickeln.
- Historische Einordnung des Filmeinsatzes im Fremdsprachenunterricht
- Theoretische Fundierung des Filmbegriffs als Textform
- Methodische Gliederung der Filmanalyse in Pre-, While- und Post-Viewing-Phasen
- Praktische Umsetzung am Beispiel des Films „Reign over me“
- Bewältigung von fachdidaktischen Nachteilen und Rezeptionskonflikten
Auszug aus dem Buch
Die Pre-Viewing Phase
In der Pre-Viewing Phase soll ein erster Kontakt mit dem filmischen Text geknüpft werden. Dabei soll für die darauffolgende Filmanalyse Vorwissen aktiviert werden, sofern die Filmanalyse als solches schon bekannt ist. Anderenfalls muss auf Vorwissen aus anderen Bereichen, wie der literarischen Analyse zurückzugegriffen werden, um so mit den Schülern gemeinsam ein Grundgerüst zur Analyse zu erarbeiten. Denn es ist festzuhalten, „dass sich Filme trotz ihrer besonderen Gestaltungsmittel in vielerlei Hinsicht nicht von den anderen literarischen Gattungen, die im Unterricht eingesetzt werden, unterscheiden.“ Vor allem die Dramenanalyse kann den Schülern behilflich sein, da jene, ebenso wie Filme, mit Sprache und dargestellter Bewegung arbeiten.
Eine weitere Aufgabe der Pre-Phasen ist selbstverständlich die Motivation für das kommende Thema. Neben aller Vorbereitung auf den neuen Stoff ist diese nicht außer Acht zu lassen.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Die Geschichte des Filmeinsatzes im Unterricht: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung von den frühen audio-lingualen Ansätzen bis hin zur modernen, kommunikativ orientierten Filmdidaktik unter Berücksichtigung technischer Rahmenbedingungen nach.
II. Der neue Medienbegriff und die Einordnung des Filmes: Hier wird der Wandel von einem rein instrumentellen Medienbegriff hin zu einem erweiterten Verständnis diskutiert, welches den Film als eigenständigen, analysierbaren Text begreift.
III. Gründe für den Filmeinsatz im Englischunterricht: Dieses Kapitel begründet die Notwendigkeit von Spielfilmen zur Förderung von Interkulturalität und „media literacy“, da sie authentische Einblicke in Zielsprachenkulturen bieten.
IV. Die Filmanalyse: Es wird dargelegt, dass Filme wie literarische Texte analysiert werden können, wobei spezifische filmische Kriterien wie Kameraführung, Beleuchtung und Montage hinzukommen.
V. Die Filmanalyse im handlungs- und produktionsorientierten Englischunterricht: Dieses Kernkapitel strukturiert die Filmarbeit in drei Phasen (Pre-, While-, Post-Viewing) und erläutert deren didaktische Anwendung anhand des Films „Reign over me“.
VI. Die Nachteile des Filmeinsatzes im Englischunterricht und mögliche Lösungen: Hier werden typische Herausforderungen wie Zeitdruck oder Überforderung der Lernenden kritisch reflektiert und durch methodische Lösungsansätze, wie angepasste Präsentationsmodi, entkräftet.
Schlüsselwörter
Englischunterricht, Filmanalyse, Filmdidaktik, Reign over me, Pre-Viewing, While-Viewing, Post-Viewing, Medienkompetenz, interkulturelles Lernen, handlungsorientierter Unterricht, produktionsorientierter Unterricht, Fremdsprachenerwerb, authentische Medien, Filmarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Spielfilme effektiv und didaktisch sinnvoll in den Englischunterricht integriert werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die filmdidaktische Theorie, die Analyse von Spielfilmen als Text und die praktische Umsetzung durch handlungs- und produktionsorientierte Lehrmethoden.
Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?
Das Ziel ist es, Lehrkräften einen Leitfaden an die Hand zu geben, um Filme professionell zu analysieren und die Scheu vor deren Einsatz im Unterricht durch konkrete methodische Konzepte zu überwinden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine fachdidaktische Analyse durchgeführt, die theoretische Konzepte (wie Media Literacy) mit der praktischen Anwendung in konkreten Unterrichtsphasen verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die theoretische Definition des Films als Text, die methodische Dreiteilung der Unterrichtsphasen und die praktische Fallstudie zum Film „Reign over me“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Filmdidaktik, handlungsorientierte Filmanalyse, Medienkompetenz und die spezifische Unterteilung in Pre-, While- und Post-Viewing-Phasen.
Warum wird der Film „Reign over me“ als Beispiel verwendet?
Der Film bietet durch seine thematische Vielschichtigkeit – etwa die Verarbeitung von Verlusten im Kontext der Ereignisse des 11. Septembers – einen hervorragenden Anknüpfungspunkt für landeskundliche und gesellschaftliche Themen in der Oberstufe.
Wie geht die Arbeit mit dem Zeitkonflikt beim Filmeinsatz um?
Die Arbeit stellt verschiedene Präsentationsmodi vor, wie z.B. die Sandwich- oder Segment-Präsentation, die es ermöglichen, auch ohne den kompletten Film in voller Länge zu schauen, didaktisch wertvolle Ergebnisse zu erzielen.
Wie wird der Rezeptionskonflikt bei Fremdsprachenschülern gelöst?
Die Arbeit schlägt Vorentlastung durch „tuning-in“ Aktivitäten und eine gezielte Auswahl von Sequenzen vor, um die Schüler nicht zu überfordern und den Fokus auf den Kern der Aussage zu lenken.
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- Melanie Eckert (Autor), 2011, Filme im Englischunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178161