Der Bereich der Logistik ist im Laufe der letzten Jahrzehnte zu eines der wichtigsten und größten Aufgabengebieten avanciert. So ist der Logistik derzeit ein Anteil zwischen 20 und 40 Prozent am gesamten Unternehmenserfolg zuzuordnen (vgl. Wildemann 2008, S. 4). Die wachsenden Strukturen und die Internationalisierung der Unternehmen und somit auch der Logistik, sowie der stetig steigende Konkurrenzdruck am Markt erfordern ein leistungsstarkes
Logistik-Controlling, welches den reibungslosen Ablauf der betrieblichen Logistikprozesse gewährleistet. Schnelle Anpassungen an die dynamischen Veränderungen des Marktes müssen erfolgen können und es muss zu jeder Zeit möglich sein Aussagen über die derzeitige Logistiksachlage treffen zu können.
Damit das Logistik-Controlling effektiv arbeiten kann, das heißt logistische Strategien und Maßnahmen entwickeln, durchführen und überwachen, hat sich die Verwendung von betrieblichen Kennzahlen zu einem wichtigen und wirkungsvollen Werkzeug etabliert. Dies ermöglicht es fundierte und aussagekräftige Angaben über die Logistik-Situation des Betriebes und betriebliche Entwicklungen treffen zu können und bietet somit großes Potential hinsichtlich des Unternehmenserfolges und -fortbestandes.
Ziel dieser Arbeit ist es dem Leser einen Überblick über die Aufgaben und Funktionen des kennzahlenorientierten Logistik-Controllings zu geben und wo, beziehungsweise inwieweit dabei die Verwendung von Kennzahlen eine Rolle spielt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Grundlagen und Begrifflichkeiten
2.1 Logistik
2.2 Controlling
2.3 Betriebliche Kennzahlen und Kennzahlensysteme
3 Der Logistik-Controlling-Prozess
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, dem Leser einen umfassenden Überblick über die Aufgaben, Funktionen und Instrumente des kennzahlenorientierten Logistik-Controllings zu vermitteln und die zentrale Rolle von Kennzahlen innerhalb dieses Prozesses aufzuzeigen.
- Grundlegende Begriffsbestimmungen zu Logistik und Controlling.
- Einsatz und Systematik betrieblicher Kennzahlen.
- Darstellung des Logistik-Controlling-Prozesses in einer strukturierten Sequenz.
- Verknüpfung von operativen und strategischen Zielen in der Logistik.
- Die Bedeutung der Entscheidungsunterstützung durch ein effektives Berichtswesen.
Auszug aus dem Buch
a) Ziele bestimmen:
Das Logistik-Controlling erfordert in erster Linie klar definierte Ziele, wobei zwischen strategischen und operativen Zielen unterschieden werden kann (vgl. Aberle 2003, S. 520), für deren Umsetzung oben erläuterte Logistik-Controlling-Typen angewendet werden müssen. (siehe Abschnitt 3, S. 14)
Durch das Bestimmen von Zielen kann eine Entwicklung für das Unternehmen in Richtung der erwarteten Anforderungen am Markt erreicht werden. Unter Verwendung von Kennzahlen und dieser Zielvorgaben kann das operative Controlling während der Laufzeit eines Projektes regelmäßig Soll-Ist-Vergleiche anstellen und somit auf eventuelle Abweichungen rechtzeitig reagieren. (vgl. Gollwitzer/Karl 1998, S. 30)
Erarbeitet werden die Ziele von den Logistikverantwortlichen der betroffenen Abteilungen, den Managern und den Controllern, wobei die Controller Ideen und Anregungen für sinnvolle Zielvorgaben geben. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass die Menge an Zielgebieten nicht zu groß wird, die Ziele selber tatsächlich erreichbar sind und zugleich eine Herausforderung darstellen. Die Orientierung am Markt muss dabei klar erkennbar sein und es sollte deutlich sein, dass die angestrebten Ziele Wirkung zeigen werden. Außerdem müssen zu jedem angestrebten Ziel die derzeitigen Ist-Werte, dargestellt wiederum durch Kennzahlen, und die Parameter zur Steuerung der Zielerreichung angegeben werden, sodass erkennbar wird, in welchem Maße und mit welchen Mitteln eine Steigerung erfolgen soll. (vgl. Gollwitzer/Karl 1998, S. 30f)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Bedeutung der Logistik für den Unternehmenserfolg und begründet die Notwendigkeit eines effektiven Logistik-Controllings sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Grundlagen und Begrifflichkeiten: Hier werden die Kernbegriffe Logistik und Controlling definiert, ihre Einsatzfelder abgesteckt und die methodischen Grundlagen für Kennzahlen und Kennzahlensysteme gelegt.
3 Der Logistik-Controlling-Prozess: Dieser Abschnitt beschreibt die Aufgaben des Logistik-Controllings und schlüsselt den Prozess der zielorientierten Steuerung in seine sechs aufeinander aufbauenden Phasen auf.
4 Fazit: Das Fazit fasst die zentrale Rolle der Kennzahlen für das Logistik-Controlling zusammen und gibt einen Ausblick auf mögliche weiterführende Forschungsaspekte.
Schlüsselwörter
Logistik, Controlling, Logistik-Controlling, Kennzahlen, Kennzahlensysteme, Unternehmensführung, Prozessoptimierung, Soll-Ist-Vergleich, Berichtswesen, Strategisches Controlling, Operatives Controlling, Entscheidungsunterstützung, Logistikkosten, Warenfluss, Unternehmensziel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung und den Funktionen des kennzahlenorientierten Logistik-Controllings innerhalb eines Unternehmens.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Logistik und Controlling, die systematische Anwendung betrieblicher Kennzahlen sowie die Prozessphasen des Logistik-Controllings.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, dem Leser einen Überblick über die Aufgaben des Logistik-Controllings zu geben und aufzuzeigen, wie Kennzahlen als Werkzeuge zur Steuerung eingesetzt werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und eine strukturierte Darstellung von Fachbegriffen und Prozessabläufen der betriebswirtschaftlichen Logistik.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Logistik und des Controllings, die Systematik von Kennzahlen sowie den detaillierten Ablauf des Logistik-Controlling-Prozesses.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Logistik-Controlling, Kennzahlen, Prozessoptimierung und Entscheidungsunterstützung.
Welche sechs Schritte umfasst der Logistik-Controlling-Prozess?
Der Prozess gliedert sich in: Ziele bestimmen, Ist-Situation erfassen, Abweichungen analysieren, Maßnahmen planen, Planwerte bilden und Berichterstattung.
Warum ist die Unterscheidung zwischen strategischem und operativem Controlling relevant?
Die Unterscheidung ermöglicht eine gezielte Differenzierung zwischen der langfristigen Ausrichtung der Unternehmensstrategie (strategisch) und der kurz- bis mittelfristigen Verifikation der operativen Prozesse (operativ).
Welche Bedeutung haben Kennzahlensysteme für die Praxis?
Sie verhindern Fehlinterpretationen, die bei der isolierten Betrachtung einzelner Kennzahlen auftreten können, und stellen stattdessen ein ganzheitliches, auf Gemeinschaftsziele ausgerichtetes Steuerungsinstrument dar.
- Arbeit zitieren
- Sven Theel (Autor:in), 2008, Kennzahlenorientiertes Logistik-Controlling, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178195