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Die Elbvertiefung

Welche Auswirkungen könnte die Entscheidung der EU-Kommission auf das geplante Großvorhaben haben?

Title: Die Elbvertiefung

Term Paper , 2011 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Ann-Kathrin Bartels (Author)

Politics - Topic: European Union
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Die Elbe ist ein Gewässer, das ständig Strömungen und Gezeiten sowie unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten ausgesetzt ist, durch welche stetig Erosion und Sedimentation im Fluss stattfinden. Ablagerungen von Sand und Gestein bilden teilweise erhebliche Barrieren am Flussgrund. Aufgrund dieser Ablagerungen muss die Elbe kontinuierlich durch so genannte Unterhaltsbaggerungen ausgehoben werden. Seit 2002 ist eine durchgängige Vertiefung der Elbe im Gespräch, deren Durchführung aufgrund von möglichen Risiken für die Umwelt und anhaltender Proteste allerdings immer wieder verschoben wurde. Ein Ausbaubeginn ist momentan für Ende 2011 veranschlagt. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich neben einem Argumentationsvergliech der Elbvertiefungsbefürworter und -gegnern auch mit den möglichen Auswirkungen einer EU-Kommissions-Entscheidung für bzw. gegen die Elbvertiefung. Die EU-Kommission muss von der Planungsbehörde in Hamburg kontaktiert werden, da zahlreiche Umweltschutzgebiete entlang des Flusses unter den Schutz der Flora-und-Faune-Habitat-Richtlinien der EU fallen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Elbvertiefungen

3. Planung eines Großvorhabens

3.1 Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe

3.2 Zeitplan der Hamburger Verantwortlichen

4. Stimmen zur geplanten Elbvertiefung

4.1 PRO Elbvertiefung

4.1.1 Wettbewerbsfähigkeit: Schiffsgrößen und –tiefgang

4.1.2 Wirtschaftsstandort Hamburg

4.2 CONTRA Elbvertiefung

4.2.1 Naturschutz nach den Flora-und-Faune-Habitat-Richtlinien der EU

4.2.2 Deichsicherheit und weitere Konfliktpunkte

5. Mögliche Auswirkungen der EU-Kommissions-Entscheidung

5.1 Warum kann die EU bei der Elbvertiefung (mit)entscheiden?

5.2 Szenario 1: Pro Elbvertiefung

5.3 Szenario 2: Contra Elbvertiefung

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die geplante Elbvertiefung als zentrales Infrastrukturprojekt zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens im Kontext der zunehmenden Schiffsgrößen. Ziel ist es, die ökonomischen Argumente der Befürworter gegen die ökologischen und sicherheitstechnischen Bedenken der Gegner abzuwägen und die Relevanz der ausstehenden EU-Kommissions-Entscheidung zu bewerten.

  • Historische Entwicklung der Elbvertiefungen als Antwort auf technologischen Wandel.
  • Wirtschaftliche Bedeutung des Hamburger Hafens und die Herausforderungen durch den Welthandel.
  • Naturschutzrechtliche Konflikte insbesondere bezüglich der FFH-Richtlinien.
  • Risiken in Bezug auf Deichsicherheit, Versalzung und Auswirkungen auf Fischbestände.
  • Szenario-Analyse der möglichen Auswirkungen einer EU-Entscheidung auf die deutsche Wirtschaft.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Wettbewerbsfähigkeit: Schiffsgrößen und –tiefgang

Der Hamburger Hafen hat in der Vergangenheit stets die Bereitschaft und Fähigkeit gezeigt, sich an globale Veränderungen anzupassen, was einen Großteil zu seiner kontinuierlichen Erfolgsgeschichte beitrug. Auch in Zukunft wird es nach Jörg Oellerich darauf ankommen, dass „im Hafenbereich schnell und flexibel auf weltwirtschaftliche Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Transportwirtschaft zu reagieren“ 18. Die Größe und der Tiefgang von Containerschiffen haben sich, wie bereits beschrieben, deutlich vergrößert. Containerschiffe mit einem Baujahr ab 1997 sind oft bis zu 350m lang, 46m breit und haben einen Tiefgang von 13,5m. Diese Schiffe können die Elbe momentan nur bei Flut befahren, müssen also immer auf ein bestimmtes Zeitfenster in Gezeitenkalender achten um Waren in den Hamburger Hafen zu transportieren oder herauszubringen. Oftmals können diese Schiffe auch nicht voll beladen werden, da sich ihr Tiefgang dadurch noch weiter vergrößert, deshalb passen sie mit ihrer maximalen Auslastung von rund 9000 TEU nicht mehr auf die Elbe. Momentan befinden sich sogar Schiffe mit einem Tiefgang von 15,5m, einer Länge von 400m und einer Breite von 56m in Bau, die eine Maximalauslastung von ca. 12000 TEU erreichen können. Diese Schiffe könnten Hamburg mit der jetzigen Flusstiefe also unter keinen Umständen mehr anlaufen.

Da auch jetzt schon die großen Containerschiffe den Hamburger Hafen voll beladen nicht mehr anlaufen können, müssen Reeder zum Teil große Wartezeiten und auch Ladungsverluste in Kauf nehmen, denn die Unterauslastung der Schiffe macht sich wirtschaftlich besonders bemerkbar. Dies ist ein Zustand, den die großen Reederein höchstwahrscheinlich nicht mehr lange dulden können und wollen. Die große chinesische Reederei Cosco beispielsweise droht schon jetzt mit einem Abzug ihrer Container, sollte die Elbvertiefung nicht kommen. Wei Jiafu, Chef der führenden chinesischen Container-Linienreederei, sagte am 26.11.2010 dem Hamburger Abendblatt: „Wenn die Elbe nicht tief genug ist, bringen wir unsere Fracht in Häfen Ihrer Nachbarländer“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Notwendigkeit der Elbvertiefung aufgrund zunehmender Schiffsgrößen und erläutert den aktuellen Status des Projekts sowie die Abhängigkeit von einer EU-Entscheidung.

2. Historische Elbvertiefungen: Dieses Kapitel beschreibt die Entwicklung der Elbe als Transportweg und die historische Notwendigkeit von Ausbaggerungen, die durch den Wandel der Schifffahrtstechnologie bedingt waren.

3. Planung eines Großvorhabens: Es werden die konkreten technischen Anpassungsmaßnahmen an der Fahrrinne sowie die Beteiligten und der langwierige Prozess der öffentlichen Einwendungen detailliert.

4. Stimmen zur geplanten Elbvertiefung: Der Hauptteil kontrastiert die ökonomischen Notwendigkeiten für den Wirtschaftsstandort Hamburg mit den massiven ökologischen Einwänden, Deichsicherheitsbedenken und Protesten.

5. Mögliche Auswirkungen der EU-Kommissions-Entscheidung: Hier werden die Rolle der EU als Aufsichtsbehörde sowie zwei Szenarien – eine Entscheidung für oder gegen die Vertiefung – hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen und ökologischen Folgen diskutiert.

6. Schluss: Der Schluss fasst die Zwickmühle zwischen Ökonomie und Ökologie zusammen und plädiert, unter Vorbehalt ökologischer Kompromisse, für die Realisierung des Projekts zur Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit.

Schlüsselwörter

Elbvertiefung, Hamburger Hafen, Fahrrinnenanpassung, Containerschifffahrt, EU-Kommission, FFH-Richtlinie, Wirtschaftsstandort, Deichsicherheit, Welthandel, Umweltverträglichkeitsuntersuchung, Wasserfenchel, Reedereien, Tidehub, Infrastrukturprojekt, Wettbewerbsfähigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der geplanten Vertiefung der Unter- und Außenelbe, um den Hamburger Hafen für moderne, größere Containerschiffe zugänglich zu halten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die wirtschaftliche Notwendigkeit der Hafenerweiterung, die ökologischen Risiken, naturschutzrechtliche EU-Vorgaben und Sicherheitsaspekte wie der Deichschutz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse der Pro- und Contra-Argumente im Kontext der bevorstehenden Entscheidung der EU-Kommission, um die Auswirkungen auf Wirtschaft und Umwelt zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung von Projektberichten, Zeitungsartikeln und rechtlichen Rahmenbedingungen der EU.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die wirtschaftlichen Argumente (Schiffsgrößen, Arbeitsplätze) den ökologischen Bedenken (Naturschutzgebiete, Fischbestand, Wasserqualität) gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Elbvertiefung, Fahrrinnenanpassung, Hamburger Hafen, FFH-Richtlinie, Wettbewerbsfähigkeit und ökologische Folgen.

Welche Rolle spielt die EU-Kommission bei diesem Projekt?

Die Kommission fungiert als supranationales Organ, das prüft, ob die Ausbaupläne mit europäischem Naturschutzrecht (FFH-Richtlinie) vereinbar sind.

Warum wird der Schierlings-Wasserfenchel als Hindernis genannt?

Die Pflanze ist weltweit einmalig und ihre letzten Lebensräume liegen genau im Bereich der geplanten Vertiefung, was sie zu einem zentralen Punkt im Widerstand der Umweltverbände macht.

Welche Gefahr droht dem Wirtschaftsstandort bei einer Ablehnung?

Ohne die Vertiefung können große Containerschiffe den Hafen nicht voll beladen anlaufen, was zu Wartezeiten, Ladungsverlusten und der Abwanderung von Reedereien zu Konkurrenzhäfen wie Rotterdam oder Antwerpen führen könnte.

Wie bewertet der Autor das Projekt am Ende?

Der Autor kommt zum Schluss, dass die wirtschaftliche Bedeutung des Hafens für die Region so groß ist, dass eine Vertiefung trotz der ökologischen Bedenken und notwendiger Kompromisse als notwendig angesehen wird.

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Details

Title
Die Elbvertiefung
Subtitle
Welche Auswirkungen könnte die Entscheidung der EU-Kommission auf das geplante Großvorhaben haben?
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Grade
1,0
Author
Ann-Kathrin Bartels (Author)
Publication Year
2011
Pages
15
Catalog Number
V178284
ISBN (eBook)
9783656001768
ISBN (Book)
9783656002277
Language
German
Tags
Elbvertiefung EU-Kommission FFH-Richtlinien Deichsicherheit Hamburg Naturschutz Wirtschaftsstandort
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ann-Kathrin Bartels (Author), 2011, Die Elbvertiefung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178284
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