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Frauensache Homeoffice!?

Welche Chancen bietet die Arbeit im Homeoffice berufstätigen Frauen?

Title: Frauensache Homeoffice!?

Bachelor Thesis , 2021 , 52 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Gabi Ohlinger (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Summary Excerpt Details

Das Ziel der Arbeit ist es, die Vor- und Nachteile von Homeoffice besonders im Hinblick auf erwerbstätige Frauen zu erarbeiten. Im Rahmen dieser Arbeit soll untersucht werden, wie sich die Machtbeziehungen im Unternehmen ändern und ob sich daraus Aufstiegschancen für Mitarbeiterinnen entwickeln können. Den theoretischen Bezugsrahmen stellt hierfür der mikropolitische Ansatz nach Crozier und Friedberg dar.

Als im März 2020 die Corona-Pandemie Deutschland erfasste, veränderte sich das Leben und der Alltag in Deutschland vollständig. Tiefgreifende Veränderungen betrafen auch die Arbeitswelt, da Mitarbeiter*innen in bisher unbekanntem Ausmaß ins sogenannte Homeoffice geschickt wurden, um auch bei der Arbeit die Kontakte weitestgehend zu reduzieren und die vorgeschriebenen Distanzregeln einzuhalten. Im ersten Lockdown hat der Umfang an Arbeitszeit, die im Homeoffice erbracht wurde, innerhalb weniger Wochen für einen großen Teil der Erwerbstätigen - im Vergleich zur Zeit davor - massiv zugenommen.
Die Chancen im Homeoffice zu arbeiten sind jedoch in der Bevölkerung ungleich verteilt. Nicht jede Berufsgruppe hat die Möglichkeit von zuhause zu arbeiten. Besonders Hochqualifizierte und Besserverdienende konnten ihre Arbeit während der Corona-Pandemie ins Homeoffice verlagern. Dies betrifft mehr Männer als Frauen, da Frauen häufiger in systemrelevanten Berufen, die nicht von zuhause aus erledigt werden können, wie z.B. in Gesundheits- und Pflegeberufen oder als Kassiererin, tätig sind.

Durch das Arbeiten im Homeoffice wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, von Arbeit und Kinderbetreuung/-erziehung erleichtert. Dadurch erhoffen sich die Beschäftigten eine verbesserte Work-Life-Balance. Die Arbeit von zuhause kann aber auch zu Prozessen der Entgrenzung, also zur Erosion von bisher bestehenden und gewohnten Grenzen bis hin zu Tendenzen zur Selbstausbeutung führen, da die bisherigen räumlichen und zeitlichen Grenzen im Homeoffice aufgehoben sind bzw. von den Arbeiter*innen selbst gezogen werden müssen.

Im Fokus sollen bei der Bearbeitung der Fragestellung besonders die Auswirkungen auf die erwerbstätigen Frauen stehen. Im Kontext der Diskussion um Frauenquoten in Aufsichtsräten und Vorständen lohnt sich ein erster Blick auf die durch die Arbeit im Homeoffice veränderten Machtverhältnisse und inwiefern diese die damit in Verbindung stehenden Karrierechancen für Frauen beeinflussen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Gegenstand und Fragestellung

1.1.1 Fragestellung

1.1.2 Relevanz des Themas

1.2 Vorgehensweise

1.3 Struktur der Arbeit

2 Homeoffice

2.1 Definition

2.2 Geschichte

2.3 Aktuelle Situation

3 Subjektivierung und Entgrenzung

3.1 Subjektivierung

3.1.1 Doppelte Subjektivierung

3.1.2 Normative Subjektivierung

3.2 Entgrenzung

4 Mikropolitik

4.1 Strategische Organisationsanalyse

4.2 Macht

4.2.1 Der Begriff Macht

4.2.2 Ungewissheitszonen

4.2.3 Machtressourcen

4.3 Spiel

5 Risiken und Chancen von Homeoffice

5.1 Chancen von Homeoffice

5.2 Nachteile und Risiken von Homeoffice

5.3 Mikropolitische Machtressourcen

6 Diskussion

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel der vorliegenden Bachelorarbeit besteht darin, die Vor- und Nachteile sowie die Chancen und Risiken der Arbeit im Homeoffice spezifisch im Hinblick auf erwerbstätige Frauen zu untersuchen und dabei zu analysieren, inwiefern sich Machtverhältnisse und Karrieremöglichkeiten verändern.

  • Chancen und Risiken des Homeoffice für berufstätige Frauen
  • Theoretische Grundlagen zu Subjektivierung und Entgrenzung der Arbeit
  • Mikropolitischer Analyserahmen nach Crozier und Friedberg (Macht und Ressourcen)
  • Empirische Sekundäranalyse aktueller Studien zur Homeoffice-Nutzung während der Corona-Pandemie
  • Auswirkungen auf Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie auf die innerbetriebliche Position

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Fragestellung

In der Bachelorarbeit soll deshalb der Frage nachgegangen werden: Ist Arbeiten im Homeoffice Frauensache? Welche Chancen bietet die Arbeit im Homeoffice für Frauen?

Das Ziel der Arbeit ist es, die Vor- und Nachteile von Homeoffice besonders im Hinblick auf erwerbstätige Frauen zu erarbeiten.

Durch das Arbeiten im Homeoffice wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, von Arbeit und Kinderbetreuung/-erziehung erleichtert. Dadurch erhoffen sich die Beschäftigten eine verbesserte Work-Life-Balance. Da der größte Teil der Kinderbetreuungs- und Pflegearbeit nach wie vor durch Frauen geleistet wird (vgl. u.a. Möhring et al., 2020, S. 13; ; Müller et al., 2020, S. 335), lässt sich daraus Hypothese 1: Durch die bessere Vereinbarkeit von Beruf- und Familienleben stellt das Arbeiten aus dem Homeoffice eine Chance für Frauen dar. ableiten.

Die Arbeit von zuhause kann aber auch zu Prozessen der Entgrenzung, also zur Erosion von bisher bestehenden und gewohnten Grenzen bis hin zu Tendenzen zur Selbstausbeutung führen, da die bisherigen räumlichen und zeitlichen Grenzen im Homeoffice aufgehoben sind bzw. von den Arbeiter*innen selbst gezogen werden müssen. Gerade vor dem oben dargestellten Hintergrund des größeren Anteils der Frauen an der Care-Arbeit, lässt sich Hypothese 2: Die Arbeit im Homeoffice birgt das Risiko der Entgrenzung für Frauen. ableiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Führt in den Gegenstand und die Relevanz der Untersuchung ein, formuliert die Forschungsfrage sowie die drei zentralen Hypothesen und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie den Aufbau der Arbeit.

2 Homeoffice: Definiert den Begriff des Homeoffice und der Telearbeit, gibt einen historischen Abriss und beleuchtet die aktuelle Situation der Nutzung anhand diverser Studien.

3 Subjektivierung und Entgrenzung: Erläutert die theoretischen Konzepte der doppelten und normativen Subjektivierung sowie den Wandel hin zum Arbeitskraftunternehmer und beschreibt das Phänomen der Entgrenzung.

4 Mikropolitik: Stellt den strategischen Organisationsansatz nach Crozier und Friedberg vor, wobei die Begriffe Macht, Ungewissheitszonen, Machtressourcen und Spiel im Fokus stehen.

5 Risiken und Chancen von Homeoffice: Analysiert anhand aktueller Studienergebnisse die konkreten Chancen, Nachteile, Risiken sowie die veränderten mikropolitischen Machtressourcen bei der Arbeit im Homeoffice.

6 Diskussion: Diskutiert die gewonnenen Erkenntnisse und gleicht die empirischen Befunde kritisch mit den eingangs aufgestellten Hypothesen ab.

7 Fazit: Zieht ein abschließendes Resümee zur Beantwortung der Forschungsfrage und gibt Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Homeoffice, erwerbstätige Frauen, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Subjektivierung, Entgrenzung, Mikropolitik, Machtressourcen, Care-Arbeit, Work-Life-Balance, Organisationstheorie, COVID-19-Pandemie, Arbeitssoziologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Wesentlichen?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des verstärkten Arbeitens im Homeoffice auf erwerbstätige Frauen und beleuchtet dabei sowohl die potenziellen Chancen als auch die damit verbundenen Risiken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Themenbereiche Homeoffice, die soziologischen Theorien der Subjektivierung und Entgrenzung sowie der mikropolitische Ansatz zur Analyse von Machtverhältnissen in Organisationen.

Welche konkrete Forschungsfrage wird gestellt?

Die zentrale Fragestellung lautet: "Ist Arbeiten im Homeoffice Frauensache? Welche Chancen bietet die Arbeit im Homeoffice für Frauen?"

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Beantwortung genutzt?

Die Untersuchung erfolgt auf Basis einer umfassenden Sekundäranalyse zahlreicher nationaler und aktueller wissenschaftlicher Studien, Forschungsberichte sowie Umfragedaten aus der Zeit der Corona-Pandemie.

Welche Aspekte werden im ausführlichen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Definition und Geschichte des Homeoffice, erarbeitet die theoretischen Grundlagen zu Subjektivierung, Entgrenzung und Mikropolitik und analysiert detailliert die Chancen, Risiken sowie veränderten Machtressourcen.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die theoretische Ausrichtung?

Prägende Keywords sind insbesondere Subjektivierung, Entgrenzung, strategische Organisationsanalyse, Machtressourcen, Care-Arbeit und Work-Life-Balance.

Wie wirken sich Flexibilisierung und Homeoffice auf die Arbeitszeit von Frauen aus?

Durch die räumliche und zeitliche Flexibilisierung können Frauen, insbesondere mit betreuungspflichtigen Kindern, ihre Arbeitszeit oft aufstocken oder in den Beruf zurückkehren, was ihre Karrierechancen und Rentenansprüche verbessern kann.

Welche Rolle spielen die theoretischen Konzepte von Crozier und Friedberg in der Analyse?

Der Ansatz der strategischen Organisationsanalyse wird genutzt, um zu untersuchen, wie sich durch die Homeoffice-Nutzung Machtbeziehungen, Unsicherheitszonen und der Zugriff auf Machtressourcen wie Expertenwissen und Kommunikationskanäle verschieben.

Welches Ergebnis wird bezüglich der Entgrenzung und des Risikos für Frauen festgehalten?

Zwar bringt das Homeoffice das Risiko der zeitlichen und räumlichen Entgrenzung mit sich, jedoch zeigt sich, dass Männer im Durchschnitt mehr Überstunden machen, während Frauen vor allem unter unzureichenden räumlichen Bedingungen leiden; viele Beschäftigte entwickeln zudem erfolgreiche Routinen dagegen.

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Details

Title
Frauensache Homeoffice!?
Subtitle
Welche Chancen bietet die Arbeit im Homeoffice berufstätigen Frauen?
College
University of Hagen  (Soziologie)
Grade
2,0
Author
Gabi Ohlinger (Author)
Publication Year
2021
Pages
52
Catalog Number
V1783305
ISBN (PDF)
9783389211144
ISBN (Book)
9783389211151
Language
German
Tags
Homeoffice Subjektivierung Entgrenzung Mikropolitik Organisationsanalyse Macht Crozier und Friedberg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gabi Ohlinger (Author), 2021, Frauensache Homeoffice!?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1783305
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