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Thomas Hobbes - Leviathan oder Stoff, Form und Gewalt eines kirchlichen und bürgerlichen Staates

Die Naturzustandstheorien von Thomas Hobbes (Schwerpunkt) und Jean Jacques Rousseau im Vergleich

Titre: Thomas Hobbes - Leviathan oder Stoff, Form und Gewalt eines kirchlichen und bürgerlichen Staates

Dossier / Travail , 2010 , 26 Pages , Note: 2

Autor:in: Stefan Rohde (Auteur)

Philosophie - Philosophie au XVIIe et XVIIIe siècle
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Eine sehr wichtige und schon früh gestellte Frage der politischen Philosophie lautet, wie das Verhältnis zwischen der Freiheit des Einzelmenschen und der politischen Ordnung beschaffen sein soll. Mit der Aussage, der Mensch sei ein von Natur aus politisches Wesen („Anthopos zoon physei estin"), prägte Aristoteles bis in die Neuzeit das europäische Verständnis des Menschen und seiner politischen Lebensverhältnisse. Aristoteles war der Auffassung, die Menschen hätten seit Beginn der Menschheitsgeschichte in „politischen und sozialen Verbänden wie Familien und staatlichen Gemeinwesen zusammengelebt, während Hobbes ihm widersprach, indem er behauptete, dass eine umfassende Vergesellschaftung erst durch einen Gesellschaftsvertrag zustande kommt, den ein jeder mit jedem abschließt.“ Hierarchien waren (vom Sklavenstand bis zum Vollbürger) für Aristoteles legitim, weil in den genannten „Vergesellschaftungs-formen“ Individuen leben, die von Natur aus unterschiedlich wert sind. Bis zur Ausbreitung der Moral - und Rechtsphilosophie Immanuel Kants im 18. Jahrhundert, war der politische Aristotelismus in Deutschland „unbezweifelte Grundlage der gesellschaftlichen und politischen Selbstverständigung in Philosophie und Wissenschaft“.
In dieser Arbeit möchte ich die Frage klären, welche Ansichten von Hobbes und Rousseaus (beschränkt auf Teile ihrer politischen Philosophie) für Furore gesorgt und nachhaltig gewirkt haben. Im Einzelnen betrifft das die Fragen danach, wie der vorstaatliche Naturzustand bei Hobbes („Krieg aller gegen alle“) und Rousseau („Der Mensch wird frei geboren und überall liegt er in Ketten“) im
Vergleich aussieht, wobei der, wie in der Themenformulierung bereits angekündigt, Schwerpunkt auf Hobbes Theorie liegen soll (Da im Seminar Hobbes „Leviathan“ Gegenstand der Betrachtungen war, möchte ich ihm auch in dieser Arbeit mehr Beachtung schenken). Der Gedanke, es gebe einen Naturzustand, in dem all das vom Menschen Erdachte und Geschaffene fehlt, findet sich, nebenbei bemerkt, bereits bei Platon (Platon, Theaitetos, Seite 139, Reinbek 1958) Desweiteren soll erläutert werden, inwiefern es im Naturzustand Gesetze gibt und welche Bedeutung Begriffe wie Recht und Unrecht haben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Der Naturzustand bei Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau

2.1.1 Die Gleichheit der Menschen hinsichtlich ihrer physischen und psychischen Konstellation bei Thomas Hobbes

2.1.2 Das Selbsterhaltungsstreben/Streben nach Macht bei Thomas Hobbes

2.1.3 Hobbes Naturzustand im Gegensatz zum zivilisierten Gemeinwes

2.2.1 Rousseaus sprachloser Naturmensch, ausgestattet mit den Eigenschaften des Mitleidens und der Selbstliebe

2.2.1 Rousseaus Ausweg aus dem Naturzustand und dessen Folgen für den vergesellschafteten Menschen

3. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht vergleichend die Naturzustandstheorien von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau, um die jeweilige Sichtweise auf die Entfremdung des Menschen durch die Vergesellschaftung sowie die Notwendigkeit politischer Ordnung zu ergründen.

  • Charakterisierung des vorstaatlichen Naturzustands bei Hobbes und Rousseau
  • Analyse menschlicher Eigenschaften und Leidenschaften als Grundlage politischer Theorien
  • Gegenüberstellung von Naturzustand und zivilisiertem Gesellschaftsstaat
  • Untersuchung der Beweggründe für den Übergang vom Naturzustand zur staatlichen Herrschaft
  • Kritische Reflexion über die historische Relevanz und idealtypische Konstruktion des Naturzustands

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Naturzustand bei Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau

Das erste Mal als ich versucht habe, mir den Naturzustand vorzustellen, habe ich an Völker gedacht, die hauptsächlich im Einklang mit der Natur leben, indem sie sich von ihr nur das besorgen, was für das Überleben notwendig ist (z.B.: die Urvölker Afrikas und Indianerstämme in Nord- und Südamerika). Begriffe wie Ausbeutung (z.B. durch Zerstörung von Leben und Lebensraum, Fördern von Bodenschätzen, etc.) und Profitgier (die beim Handel entsteht) haben bei diesen Urvölkern keine Bedeutung und sind im Handeln dieser Menschen nicht nachweisbar. „Mein Naturmensch“ ist nicht wissenschaftlich gebildet und lebt somit auch nicht in einer stark technisierten Umgebung. Das was er zum Leben benötigt, besorgt er sich unmittelbar und „hortet“ es nicht egoistisch (z.B. in dem er große Vorratsspeicher anlegt). Außerdem ist er dankbar und sorgt dafür, dass er der Natur, bzw. dessen „Schöpfer“ oder „Wächtern“, als stark religiös spiritualistisch ausgerichteter Mensch, wieder etwas zurückgibt (z.B. durch Opfergaben). Desweiteren reicht er sein Wissen an die nachfolgende Generation so weiter, wie er es von seinen Vorfahren erhalten hat (traditioneller Bezug). Ein weiteres Merkmal dieser Menschen zeigt sich in ihrer Zufriedenheit und ihrem „Glücklichsein“. Durch diese zwei Eigenschaften sehen sie keine Notwendigkeit nach „Höherem“ zu streben (qualitativ und quantitativ).

An folgender Stelle in Hobbes Leviathan, findet sich eine Schilderung, die das Leben des Naturmenschen ähnlich bildhaft, allerdings weitaus negativer, bzw. brutaler wiedergibt:

„In einer solchen Lage (im Kriegs-, also Naturzustand) ist für Fleiß kein Raum, da man sich seiner Früchte nicht sicher sein kann; und folglich gibt es keinen Ackerbau, keine Schifffahrt, keine Waren, die auf dem Seeweg eingeführt werden können, keine bequemen Gebäude, keine Geräte, um Dinge, deren Fortbewegung viel Kraft erfordert, hin- und herzubewegen, keine Kenntnis von der Erdoberfläche, keine Zeitrechnung, keine Künste, keine Literatur, keine gesellschaftlichen Beziehungen, und es herrscht, was das Schlimmste von allem ist, beständige Furcht und Gefahr eines gewaltsamen Todes- das menschliche Leben ist einsam, armselig, ekelhaft, tierisch und kurz.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Erläutert die Fragestellung zur politischen Philosophie und das Verhältnis zwischen Freiheit und Ordnung im historischen Vergleich.

2. Hauptteil: Detaillierte Untersuchung der Naturzustandskonstruktionen von Hobbes und Rousseau sowie deren anthropologische Grundlagen.

2.1 Der Naturzustand bei Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau: Erörtert die allgemeine Vorstellung des Naturzustandes im Kontrast zu Hobbes' negativer Schilderung.

2.1.1 Die Gleichheit der Menschen hinsichtlich ihrer physischen und psychischen Konstellation bei Thomas Hobbes: Analysiert Hobbes' These der menschlichen Gleichheit und deren Kritik am Feudalismus.

2.1.2 Das Selbsterhaltungsstreben/Streben nach Macht bei Thomas Hobbes: Untersucht Leidenschaften wie Selbsterhaltung und Machttrieb als Ursachen für den „Krieg aller gegen alle“.

2.1.3 Hobbes Naturzustand im Gegensatz zum zivilisierten Gemeinwes: Beschreibt das Fehlen staatlicher Ordnung und die Unmöglichkeit der Kooperation im Naturzustand.

2.2.1 Rousseaus sprachloser Naturmensch, ausgestattet mit den Eigenschaften des Mitleidens und der Selbstliebe: Kontrastiert Rousseaus positives Menschenbild mit Hobbes' Sichtweise.

2.2.1 Rousseaus Ausweg aus dem Naturzustand und dessen Folgen für den vergesellschafteten Menschen: Behandelt den Verlust der Freiheit durch die Vergesellschaftung und die Rolle des Gemeinwillens.

3. Schlussbemerkungen: Fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Komplexität der behandelten Theorien.

4. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Naturzustand, Thomas Hobbes, Jean-Jacques Rousseau, Leviathan, Gesellschaftsvertrag, Selbsterhaltung, Macht, Freiheit, Mitleid, Anthropologie, Krieg aller gegen alle, Gemeinwille, Zivilisation, Entfremdung, Souveränität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einem vergleichenden Blick auf die Naturzustandstheorien von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau und analysiert, wie diese Philosophen das Verhältnis von Mensch und staatlicher Ordnung begründen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der anthropologischen Herleitung der politischen Theorien, dem Vergleich von Naturzustand und zivilisiertem Staat sowie der Bewertung menschlicher Leidenschaften wie Selbsterhaltung und Mitleid.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die spezifischen Ansichten von Hobbes und Rousseau zum Naturzustand zu erläutern und zu verdeutlichen, wie diese das Verständnis von politischer Herrschaft und individueller Freiheit beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende philosophiegeschichtliche Analyse, die auf der Auswertung relevanter Primärwerke der beiden Denker und ergänzender Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit Hobbes' Konzeption des Naturzustands, seiner Anthropologie, dem Streben nach Macht sowie Rousseaus Gegenentwurf eines „natürlichen“ Menschen und den Folgen der Vergesellschaftung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Naturzustand, Gesellschaftsvertrag, Selbsterhaltung, Machttrieb, Mitleid und Souveränität stehen im Zentrum der begrifflichen Analyse.

Wie unterscheidet sich die Sicht von Hobbes von der Rousseaus bezüglich des Menschen im Naturzustand?

Während Hobbes den Menschen als ein von Natur aus egoistisches Wesen sieht, das im „Krieg aller gegen alle“ lebt, zeichnet Rousseau das Bild eines „edlen Wilden“, der ursprünglich durch Mitleid und Selbstliebe geprägt ist und erst durch die Gesellschaft entfremdet wird.

Welche Rolle spielt die Vernunft bei der Überwindung des Naturzustands bei Hobbes?

Die Vernunft fungiert bei Hobbes als Werkzeug, das den Menschen die Notwendigkeit des Friedens und der vertraglichen Einigung einsieht, um der ständigen Todesfurcht zu entkommen.

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Titre
Thomas Hobbes - Leviathan oder Stoff, Form und Gewalt eines kirchlichen und bürgerlichen Staates
Sous-titre
Die Naturzustandstheorien von Thomas Hobbes (Schwerpunkt) und Jean Jacques Rousseau im Vergleich
Université
Martin Luther University
Note
2
Auteur
Stefan Rohde (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
26
N° de catalogue
V178343
ISBN (ebook)
9783656003212
Langue
allemand
mots-clé
thomas hobbes leviathan stoff form gewalt staates naturzustandstheorien thomas hobbes jean jacques rousseau vergleich
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Citation du texte
Stefan Rohde (Auteur), 2010, Thomas Hobbes - Leviathan oder Stoff, Form und Gewalt eines kirchlichen und bürgerlichen Staates, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178343
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Extrait de  26  pages
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