Als eine der Ursachen der Finanzkrise wird der spekulative Einsatz von Finanzinstrumenten genannt. Um den Finanzkollaps zu umgehen, musste der Steuerzahler haften. Weitere Bankenrettungen sollen durch striktere Regularien für Kreditinstitute verhindert werden. Es geht unter anderem um die Einführung von Selbstbehalten bei Verbriefungen...
...Das Problem der fehlenden Anreize zur genauen Kreditprüfung soll über die Selbstbehaltvorschriften geregelt werden. Seit Anfang dieses Jahres müssen Banken bei der Bündelung von Krediten in neue Wertpapiere ein Risiko von mindestens fünf Prozent in den eigenen Büchern behalten. Ab 2015 soll dieser Selbstbehalt auf zehn Prozent steigen. Grundlage des Beschlusses ist eine EU-Richtlinie.
Inhaltsverzeichnis
- Staatliche Rettungshilfe für Banken soll vermieden werden...
- Grundzüge einer Verbriefung
- Definition und Transaktionsstruktur.
- Entstehung der ABS-Papiere und Entwicklungen der letzten Jahrzehnte
- ABS als Auslöser der Finanz- und Bankenkrise......
- Selbstbehalt: Banken müssen ein Teil des Risikos in eigenen Büchern behalten
- Die neue Bankenrichtlinie
- Kritische Betrachtung und Alternativen zum Selbstbehalt...
- Pro-Argumente....
- Contra-Argumente.
- Alternativen
- Lösungsansatz.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Einführung von Selbstbehalten bei Verbriefungen als Maßnahme zur Verhinderung weiterer staatlicher Rettungshilfe für Banken im Zuge der Finanzkrise.
- Die Rolle von Verbriefungen in der Finanz- und Bankenkrise
- Die neue Bankenrichtlinie und die Einführung von Selbstbehalten
- Pro- und Contra-Argumente für Selbstbehalte
- Alternativen zum Selbstbehalt
- Ein möglicher Lösungsansatz für die Problematik
Zusammenfassung der Kapitel
- Das erste Kapitel befasst sich mit der Notwendigkeit, staatliche Rettungshilfe für Banken zu vermeiden und erläutert die Einführung von Selbstbehalten bei Verbriefungen als Mittel zur Risikominimierung.
- Das zweite Kapitel definiert Verbriefungen und erläutert ihre Transaktionsstruktur, Entstehung und Entwicklung in den letzten Jahrzehnten. Es zeigt auch die Rolle von Verbriefungen als Auslöser der Finanz- und Bankenkrise auf.
- Kapitel drei beleuchtet den Selbstbehalt als ein Instrument, das Banken dazu zwingen soll, einen Teil des Risikos in eigenen Büchern zu behalten. Es geht auf die neue Bankenrichtlinie und deren Auswirkungen ein.
- Das vierte Kapitel diskutiert pro und contra Argumente zur Einführung von Selbstbehalten und stellt alternative Ansätze zur Risikominderung im Finanzsektor vor.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Verbriefung, Finanzkrise, Bankenrettung, Selbstbehalt, Bankenrichtlinie, Risikominimierung und alternative Ansätze zur Regulierung des Finanzsektors.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Selbstbehalt bei Verbriefungen?
Ein Selbstbehalt verpflichtet Banken, einen Teil des Risikos (z. B. 5% oder 10%) der von ihnen verbrieften Kredite in den eigenen Büchern zu behalten, anstatt das gesamte Risiko an Investoren weiterzugeben.
Warum wurden Selbstbehalte nach der Finanzkrise eingeführt?
Um Fehlanreize zu korrigieren. Wenn Banken einen Teil des Risikos behalten, haben sie ein größeres Interesse an einer sorgfältigen Kreditprüfung der ursprünglichen Darlehen.
Wie funktioniert eine Verbriefung (ABS)?
Bei einer Verbriefung werden illiquide Forderungen (wie Hypotheken oder Autokredite) gebündelt und in handelbare Wertpapiere (Asset-Backed Securities) umgewandelt.
Was sind die Kritikpunkte am obligatorischen Selbstbehalt?
Kritiker führen an, dass Selbstbehalte die Liquidität am Verbriefungsmarkt einschränken könnten und dass 5% bei hochriskanten Papieren möglicherweise nicht ausreichen, um echtes Risikobewusstsein zu schaffen.
Welche gesetzliche Grundlage regelt diese Vorschriften?
Die Grundlage ist eine EU-Richtlinie (Bankenrichtlinie), die darauf abzielt, die Stabilität des Finanzsektors zu erhöhen und die Notwendigkeit staatlicher Bankenrettungen zu minimieren.
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- Anna Ostrovskaya (Author), 2011, Die Einführung von Selbstbehalten bei Verbriefungen ist geboten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178363