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Stimme bei Säuglingen bis zu einem Alter von 6 Monaten

Eine vergleichende Darstellung der Studien von Gobermann/ Robb und Kent/ Murray

Titel: Stimme bei Säuglingen bis zu einem Alter von 6 Monaten

Hausarbeit , 2005 , 9 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Magistra Artium (M.A.) Laura Scheriau (Autor:in)

Rhetorik / Phonetik / Sprechwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gobermann und Robb untersuchten, inwieweit sich die Schreie „pünktlich“ geborener (nach 38 Wochen) von denen zu früh geborener (nach 32 Wochen) Kinder unterscheiden. Die Tatsache, dass eine zu frühe Geburt neben anderen Risiken auch häufig die Gefahr geistiger Entwicklungsstörungen und schlechterer Sprachentwicklung birgt, war bekannt und die Kinder auf geistige und körperliche Schäden untersucht worden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überblick Literatur

3. Diskussion der Ergebnisse

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die akustischen Merkmale der Stimme von Neugeborenen und Säuglingen bis zu einem Alter von sechs Monaten. Ziel ist es, durch einen vergleichenden Überblick existierender Studien Erkenntnisse über stimmliche Entwicklungen, den Einfluss von Frühgeburten und anatomische Voraussetzungen der frühkindlichen Stimmgebung zu gewinnen.

  • Vergleich von Schreien bei Frühgeborenen und pünktlich geborenen Kindern
  • Anatomische Besonderheiten des kindlichen Vokaltrakts
  • Analyse der Grundfrequenz (F0) und Intonationsmuster im ersten Lebenshalbjahr
  • Untersuchung der Entwicklung nicht-nasaler Laute
  • Ethische Reflexion wissenschaftlicher Methoden in der Säuglingsforschung

Auszug aus dem Buch

2. Überblick Literatur

Gobermann und Robb untersuchten, inwieweit sich die Schreie „pünktlich“ geborener (nach 38 Wochen) von denen zu früh geborener (nach 32 Wochen) Kinder unterscheiden. Die Tatsache, dass eine zu frühe Geburt neben anderen Risiken auch häufig die Gefahr geistiger Entwicklungsstörungen und schlechterer Sprachentwicklung birgt, war bekannt und die Kinder auf geistige und körperliche Schäden untersucht worden.

Dafür boten Briscoe, et al., (1999) drei mögliche Erklärungsansätze an: 1) Die schlechte Sprachentwicklung ließe sich womöglich durch die verminderte geistige Entwicklung, die auf Frühgeburt folge kann, erklären. 2) Es könne sein, dass eine suboptimale Nährstoffversorgung im Mutterleib zur einer schlechten geistigen Entwicklung führt und damit indirekt zur schlechteren Sprachentwicklung. Ein Indiz hierfür wäre die Häufigkeit von Frühgeburten bei sozial niedriger gestellten Bevölkerungsschichten. 3) Neurophysiologische Störungen, hervorgerufen durch die Frühgeburt, könnten ebenfalls der Auslöser sein. Demnach müssten sich auch schon bei den frühesten Schreien eines Babys Indizien für eine spätere Sprachstörung erkennen lassen. (Dies bedingt allerdings, dass Schreie und Sprache auf denselben anatomischen Grundlagen beruhen.)

Um einen möglichen Unterschied in den Schreien der „Frühchen“ und pünktlich geborener Kinder zu untersuchen, wurden bei zwei Gruppen von Neugeborenen (10 Frühchen und 10 „Normale“) schmerzstimulierte Schreie aufgenommen und analysiert. Hierbei zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den beiden Gruppen: 38-Wochen-Babys produzieren allgemein deutlich längere Schreie und weisen eine andere Peak-Form als Frühchen auf. Allerdings schreien 32-Wochen-Babys signifikant lauter als 38-Wochen-Babys.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung nach allgemein gültigen Merkmalen bei der Stimme von Säuglingen bis zu sechs Monaten ein und erläutert die Auswahl der betrachteten Literatur.

2. Überblick Literatur: Das Kapitel vergleicht Studien zu akustischen Unterschieden bei Frühgeborenen gegenüber normal geborenen Kindern und analysiert die Entwicklung der frühkindlichen Stimmgebung sowie anatomische Voraussetzungen.

3. Diskussion der Ergebnisse: Hier werden die methodischen Ansätze der untersuchten Studien kritisch beleuchtet, insbesondere im Hinblick auf die ethische Vertretbarkeit der Datenerhebung durch Schmerzstimulation.

4. Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die Erkenntnisse über die Entwicklung nicht-nasaler Laute, die Dynamik der Grundfrequenz und den Einfluss des körperlichen Wachstums auf die Stimmbildung zusammen.

Schlüsselwörter

Säuglingsstimme, Frühgeburt, Grundfrequenz, F0, Vokaltrakt, Sprachentwicklung, Schmerzstimulation, Intonationsmuster, Phonetik, akustische Analyse, Anatomie, Schreianalyse, präpubertäre Stimme, nicht-nasale Laute, stimmliche Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der stimmlichen Merkmale von Säuglingen im Alter von der Geburt bis zu sechs Monaten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die akustischen Unterschiede zwischen Frühgeborenen und normal geborenen Kindern, die anatomischen Besonderheiten des kindlichen Vokaltrakts sowie die Entwicklung der Grundfrequenz und Intonation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand zur frühkindlichen Stimmgebung zu sichten und vergleichend darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturstudie, die zwei wesentliche Forschungsarbeiten vergleicht und kritisch diskutiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Studien zu Schreianalysen bei Frühchen sowie die lautliche Entwicklung und physiologische Reifung des Vokaltrakts im ersten Lebenshalbjahr.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Säuglingsstimme, Grundfrequenz (F0), Vokaltrakt, Frühgeburt und akustische Analyse.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Frühgeborenen und normal geborenen Babys eine Rolle?

Die Studien untersuchen, ob frühgeburtliche Risikofaktoren und ein unterschiedlicher Reifegrad des Nervensystems bereits in der akustischen Struktur der Schreie nachweisbar sind.

Welche Rolle spielt die Anatomie für die Stimme des Säuglings?

Die Lage von weichem Gaumen und Epiglottis bei Säuglingen unterscheidet sich von Erwachsenen, was die Bildung von nicht-nasalen Lauten erst ab etwa sechs Monaten ermöglicht.

Wie bewertet die Autorin die ethische Komponente der Studien?

Die Arbeit stellt die Frage nach der moralischen Vertretbarkeit, wenn zur Gewinnung valider Daten bei Säuglingen gezielt Schmerzreize eingesetzt werden.

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Details

Titel
Stimme bei Säuglingen bis zu einem Alter von 6 Monaten
Untertitel
Eine vergleichende Darstellung der Studien von Gobermann/ Robb und Kent/ Murray
Hochschule
Universität des Saarlandes  (Institut für Phonetik)
Veranstaltung
Stimme und Alter
Note
2,0
Autor
Magistra Artium (M.A.) Laura Scheriau (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
9
Katalognummer
V178404
ISBN (eBook)
9783656006091
ISBN (Buch)
9783656370154
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stimme Alter Säuglinge Phonetik Analyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magistra Artium (M.A.) Laura Scheriau (Autor:in), 2005, Stimme bei Säuglingen bis zu einem Alter von 6 Monaten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178404
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Leseprobe aus  9  Seiten
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