In dieser Arbeit werden Grundlagen zu SharePoint, Onlineprüfungen und Benutzeranmeldung gezeigt. Ein Vergleich wird angestellt, um nach Erweiterungsmöglichkeiten oder Alternativen zu suchen. Ein Konzept zeigt auf, was in der Realisierung ausgeführt wird und ein Kapitel erläutert die verwendeten Testverfahren. Zum Schluss erfolgen eine Zusammenfassung der Arbeit und ein Ausblick auf die Möglichkeiten die sich ergeben.
Inhaltsverzeichnis
1. Grundlagen
1.1 SharePoint
1.2 Benutzerauthentifizierung
1.3 Onlineübungen und Onlineprüfungen
2. Vergleich von Online-Prüfungssystem
2.1. Vips
2.2. LPlus
2.3. Q[kju:] von Codiplan
2.4. ILIAS
2.5. Fazit
3. Integration von Vips
3.1. Konzept
3.1.1. Bestandteile
3.1.1.1. Schnittstelle und Spezifikation
3.1.1.2. Web Part in SharePoint
3.1.2. Entwurfsmuster
3.1.3. UML-Diagramme
3.1.4. Klassenbeschreibungen
3.2. Realisierung
3.2.1. Vorbereitungen an SharePoint und Visual Studio
3.2.2. Erzeugen der Webservice-Klasse
3.2.3. Ablauf der Programmierung
3.3. Testfälle
3.3.1. Funktionstests einzelner Methoden und Funktionen
3.3.2. Vorgehen beim Debugging
3.3.3. Testverfahren in Visual Studio
3.3.4. Erfassen zukünftiger Fehler
4. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Konzepts sowie die technische Realisation der Integration des „Virtuellen Prüfungssystems“ (VIPS) in eine Microsoft SharePoint-basierte Portallösung. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit der nahtlosen Einbindung von Online-Prüfungsumgebungen als Template-gestützte virtuelle Lernräume, die eine zentrale Authentifizierung und eine automatisierte Benutzerverwaltung zwischen dem SharePoint-Portal und der E-Learning-Plattform Stud.IP ermöglichen.
- Integration von VIPS in eine SharePoint-Umgebung
- Vergleich bestehender Online-Prüfungssysteme (VIPS, LPlus, Q, ILIAS)
- Konzeption und Realisierung einer Web Part-basierten Schnittstelle
- Technische Umsetzung mittels SOAP-Webservices und Identity Management
- Qualitätssicherung durch Testfälle und Debugging-Verfahren
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Entwurfsmuster
Design Pattern, zu Deutsch Entwurfsmuster, sind Lösungsvorgaben für wiederkehrende Entwicklungsaufgaben in der Softwareerstellung. Zu einer Aufgabe wird das passende Entwurfsmuster gewählt und angewendet. Ein solches standardisiertes Vorgehen hilft nicht nur bei der Erstellung des Programms, sondern auch bei Wartung und Erweiterungen. Das am häufigsten genutzte Entwurfsmuster heißt MVC – Model View Controller. Die Gründe dafür sind strikte Trennung von Logik und Anzeige, Eignung für objektorientierte Programmierung, einfache Wartung und Erweiterbarkeit des Quellcodes. Allerdings hat Microsoft MVC nicht für Web Parts vorgesehen. Anstelle von MVC wird hier auf MVP (Model View Presenter) zurückgegriffen, eine Auflistung der in SharePoint vorgesehenen Entwurfsmuster findet sich im MSDN – Microsoft Developer Network. Anstelle eines Controllers hat man einen Presenter, in dem genau wie in einem Controller die zentrale Steuerung hinterlegt werden kann. Die Logik bei MVP darf sich aber auch zu einfachen Teilen im View selber befinden, einfach meint in dem Fall jede Logik außer der „Business Logic“. Das heißt, die zentrale Logik bleibt außerhalb der Anzeige (im Presenter), die Anzeigelogik kann aber auch im View selbst liegen.
In dem oberen Abschnitt wird an verschiedenen Stellen von „können“ und „dürfen“ geschrieben. Diese unscharfe Beschreibung ist durchaus gewollt. Im MVP-Entwurfsmuster existieren zwei Varianten, der „Passive View“ und der „Supervising Controller“. Nutzt man den Passive View, darf der View, also die Anzeige, selber keine Logik enthalten und wird ausschließlich durch den Presenter gesteuert. Dieses Entwurfsmuster ist daher mit dem MVC Entwurfsmuster vergleichbar. Dahingehend wurde MVP durch die Variante „Supervising Controller“ erweitert. Hierbei darf der View mit Teilen des Modells kommunizieren und diese Daten zur Anzeige bringen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Grundlagen: Vermittlung der technischen Voraussetzungen wie SharePoint und Benutzerauthentifizierung für die Integration.
2. Vergleich von Online-Prüfungssystem: Analyse der Systeme VIPS, LPlus, Q und ILIAS hinsichtlich ihrer Eignung zur Integration in das SharePoint-Portal.
3. Integration von Vips: Detaillierte Darstellung des Konzepts, der technischen Realisierung, der verwendeten Entwurfsmuster und der implementierten Testfälle.
4. Zusammenfassung und Ausblick: Fazit zur Eignung von VIPS für das Projekt und Ausblick auf zukünftige Anwendungsmöglichkeiten.
Schlüsselwörter
SharePoint, VIPS, Online-Prüfungssystem, Stud.IP, SOAP, Webservices, Identity Management, Web Part, MVP-Entwurfsmuster, Benutzerauthentifizierung, Software-Integration, E-Learning, Prozessautomatisierung, Visual Studio, Test-Center
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Integrationskonzept und der technischen Realisation des Online-Prüfungssystems VIPS in ein auf Microsoft SharePoint basierendes Portal.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Anbindung von E-Learning-Komponenten an Portallösungen, Single-Sign-On Mechanismen, Web-Entwicklung mit ASP.NET/C# sowie Software-Architektur für Web Parts.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, eine nahtlose und benutzerfreundliche Prüfungsumgebung innerhalb des SharePoint-Portals zu schaffen, die eine zentrale Anmeldung (SSO) und Synchronisation der Benutzerdaten zwischen SharePoint und Stud.IP ermöglicht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine systemtechnische Vergleichsanalyse (Benchmarking) durchgeführt, gefolgt von einer softwarearchitektonischen Konzeptentwicklung basierend auf Entwurfsmustern (MVP) und einer anschließenden Implementierungsphase mit Testfall-Dokumentation.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in den Systemvergleich, das technische Architekturkonzept inklusive UML-Modellierung, die konkrete Programmierung der SharePoint Web Parts und die Qualitätssicherung durch Testverfahren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
SharePoint, VIPS, SOAP-Webservices, Identitätsmanagement, Web Parts und Software-Integration sind die prägenden Begriffe.
Warum wurde VIPS anderen Systemen wie LPlus oder ILIAS vorgezogen?
VIPS ist bereits als Bestandteil von Stud.IP im Einsatz und lässt sich aufgrund seiner Open-Source-Struktur und der technologischen Kompatibilität (SOAP/LDAP) am besten in das bestehende SharePoint-Portal der Hochschule Osnabrück integrieren.
Welche Rolle spielt das MVP-Entwurfsmuster bei der Integration?
Es dient der strikten Trennung von Logik (Presenter) und Anzeigelogik (View/Web Part), was für die Wartbarkeit und Erweiterbarkeit der SharePoint-Anwendung essentiell ist.
- Arbeit zitieren
- Fred-Oliver Jury (Autor:in), 2011, VIPS im zukünftigen Elearningbereich eines Microsoft SharePoint Portals. Integrationskonzept und Realisation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178460