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Das Islambild in Deutschland

Titre: Das Islambild in Deutschland

Thèse Scolaire , 2011 , 47 Pages , Note: 15 Punkte

Autor:in: Marina Kleinert (Auteur)

Sociologie - Religion
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Résumé Extrait Résumé des informations

[...] So werden Sarrazin und die damit verbundenden Sentiments, wie Angst oder Unsicherheit, für den Wahlkampf instrumentalisiert.
Ich möchte sein Buch, seinen Erfolg und die in Deutschland herrschende Debatte über den Islam als Anlass nehmen, diese Arbeit über das Islambild in Deutschland und die Aussichten auf ein positives Zusammenleben von Muslimen und Nichtmuslimen in Deutschland zu schreiben.
Denn ich habe gemerkt, wie wenig ich selbst zu dem Thema Islam und Islam in Deutschland weiß. Indem ich diese Arbeit schreibe, möchte ich mehr über den Islam in Deutschland erfahren. Denn nur durch Information ist es möglich, sich einer fremden Kultur oder Religion anzunähern und Vorurteile, die durch fehlende Information entstehen, abzubauen.

Der Islam ist eine Religion, eine Philosophie. Sie ist dazu da, dem Menschen Halt zu geben und ihn zu leiten. So ist es ganz natürlich, dass sich der Islam auf viele Lebensbereiche bezieht.
Eine Arbeit über das Islambild zu schreiben und es zu hinterfragen, gestaltet sich daher zu einer sehr umfangreichen Aufgabe.
Um den Rahmen dieser Seminararbeit nicht zu sprengen, muss ich mich daher eingrenzen.
Deswegen möchte ich das Islambild in Deutschland unter bestimmten Aspekten untersuchen.

Zunächst werde ich mich mit Thilo Sarrazins Thesen zum Islam auseinandersetzen.
Dann werde ich mich mit einigen Studien befassen, in denen untersucht wird, welche Eigenschaften die Menschen in Deutschland mit dem Islam verbinden.
Unter den dort genannten Eigenschaften, die mit dem Islam verbunden werden, werde ich folgende Eigenschaften genauer untersuchen und auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen: Benachteiligung der Frau, Gewaltbereitschaft der Muslime und Unvereinbarkeit der Menschenrechte und des Islam.
So möchte ich, zumindest in diesen Punkten, von einfachen und pauschalen Charakterisierungen des Islam wegkommen.
Vor diesem Hintergrund interessiert mich, wie ein positives interkulturelles, interreligiöses Zusammenleben zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen möglich sein könnte.

Meine Vorgehensweise in dieser Arbeit besteht in der Untersuchung von Zeitungsartikeln, Fachbüchern, Studien, Menschenrechtserklärungen und des Koran.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Islambild in der BRD

2.1 Sarrazins Thesen

2.2 Studienergebnisse zur Wahrnehmung des Islam in der deutschen Bevölkerung

2.2.1 Infratest dimap: „Islam in Deutschland bereitet Sorgen“

2.2.2 Spiegel Umfrage „Integration“

2.2.3 „Wahrnehmung und Akzeptanz religiöser Vielfalt“ Bevölkerungsumfrage des Exzellenzclusters „Religion und Politik“, WWU Münster Sommer 2010

2.2.4 Zusammenfassung der Studienergebnisse

3 Islam- Wahrnehmung und Realität

3.1 Schließen sich Islam und Menschenrechte aus?

3.2 Gewaltbereitschaft der Muslime

3.3 Benachteiligung der Frau im Islam

3.3.1 Definition Benachteiligung

3.3.2 Gleichwertigkeit von Mann und Frau

3.3.3 Scheidungsmöglichkeit und freie Partnerwahl

3.3.4 Bildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen

3.3.5 Freie Kleiderwahl

3.4 Islam und Islamismus

3.4.1 Strömungen im Islam

3.4.2 Definition Islamismus

3.5 Fazit

4 Möglichkeiten für ein positives interkulturelles, interreligiöses Zusammenleben zwischen Muslimen und Nichtmuslimen - Für eine bessere Integration

4.1 Vorschläge des Zentralrats der Muslime in Deutschland

4.1.1 Bau von Moscheen

4.1.2 Islamischer Religionsunterricht

4.2 „In Vielfalt Geeint“

4.3 Verbesserung der Integration durch Sprachförderung

4.4 Information über den Islam

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Islambild in Deutschland und hinterfragt kritisch die in der öffentlichen Debatte, insbesondere durch Thilo Sarrazin, geäußerten Vorurteile und Pauschalisierungen. Ziel ist es, durch eine wissenschaftliche Analyse von Studien und Textquellen zu prüfen, ob negative Eigenschaften wie Gewaltbereitschaft oder die Unvereinbarkeit mit Menschenrechten tatsächlich dem Islam inhärent sind oder eher auf soziokulturelle Faktoren und das Patriarchat zurückzuführen sind, um daraus Wege für ein gelingendes interkulturelles Zusammenleben abzuleiten.

  • Analyse von Sarrazins Thesen und deren wissenschaftliche Überprüfung
  • Untersuchung von Studienergebnissen zum Islambild in der deutschen Bevölkerung
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Themen Menschenrechte, Gewalt und Benachteiligung der Frau im Islam
  • Differenzierung zwischen Islam, Islamismus und verschiedenen religiösen Strömungen
  • Diskussion konkreter Vorschläge zur Verbesserung der Integration, etwa durch Religionsunterricht und Sprachförderung

Auszug aus dem Buch

3.1 Schließen sich Islam und Menschenrechte aus?

Nur 6,7% der Westdeutschen und 5,6% der Ostdeutschen verbinden mit dem Islam die Achtung der Menschenrechte. Das wirft die Frage auf, wie sich der Islam zu den Menschrechten verhält. Dazu möchte ich gezielt fragen: Schließen sich Islam und Menschenrechte aus?

Dabei werde ich wie folgt vorgehen: Zunächst werde ich drei islamische Menschenrechts- bzw. Grundsatzerklärungen vorstellen und diese mit der Allgemeinen Menschenrechtserklärung von 1948 vergleichen, die als Reaktion auf den 2. Weltkrieg verabschiedet wurde. Abschließend werde ich das Ergebnis der Gegenüberstellung präsentieren.

Es geht also nicht um eine Auslegung des Koran oder um eine Aufzählung von Menschenrechtsverletzungen, sondern um einen Vergleich konkreter Aussagen in Menschenrechtserklärungen aus der arabischen bzw. der islamischen Welt.

Als Menschenrechte verstehen wir die Rechte, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 festgehalten sind. Doch auch die arabische und islamisch geprägte Welt hat eigene Menschenrechtserklärungen entworfen. So hat die Islamische Konferenz, ein Zusammenschluss 56 islamisch geprägter Länder, die Kairoer Erklärung im Jahr 1990 auf der Basis der Scharia verabschiedet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Entstehung der aktuellen Islamdebatte in Deutschland, insbesondere ausgelöst durch die Thesen von Thilo Sarrazin, und formuliert das Ziel der Arbeit, Vorurteile durch Information abzubauen.

2 Islambild in der BRD: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit den Thesen von Thilo Sarrazin auseinander und analysiert verschiedene Studien, die die Wahrnehmung des Islam durch die deutsche Bevölkerung untersuchen.

3 Islam- Wahrnehmung und Realität: Hier erfolgt eine exemplarische Prüfung der negativen Zuschreibungen (Menschenrechte, Gewaltbereitschaft, Frauenbild) durch den Vergleich mit religiösen Texten, Menschenrechtserklärungen und soziologischen Erkenntnissen.

4 Möglichkeiten für ein positives interkulturelles, interreligiöses Zusammenleben zwischen Muslimen und Nichtmuslimen - Für eine bessere Integration: Das Kapitel präsentiert konkrete Ansätze und Forderungen zur Integration, wie den Bau von Moscheen, islamischen Religionsunterricht und die Rolle von Bildung und Sprache.

Schlüsselwörter

Islam, Deutschland, Integrationsdebatte, Thilo Sarrazin, Menschenrechte, Gewaltbereitschaft, Frauenbild, Islamismus, Religion, Vorurteile, interkultureller Dialog, Integration, Koran, Scharia, Studien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Islambild in Deutschland, hinterfragt kritisch populäre Vorurteile und untersucht Möglichkeiten für ein verbessertes interkulturelles Zusammenleben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themen umfassen die mediale Islamdebatte, die Wahrnehmung in der Bevölkerung, die Vereinbarkeit des Islam mit Menschenrechten, die Rolle der Frau sowie Ansätze zur gesellschaftlichen Integration.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, pauschale Verurteilungen des Islam zu widerlegen, indem Differenzierungen zwischen Religion, Kultur und patriarchalischen Strukturen vorgenommen werden, um ein positiveres Miteinander zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Autorin nutzt eine Literatur- und Diskursanalyse, indem sie Zeitungsartikel, Fachbücher, aktuelle Studien sowie offizielle Menschenrechtserklärungen und Koran-Exegesen miteinander vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zentrale Vorwürfe wie die Unvereinbarkeit mit Menschenrechten, eine angebliche Gewaltbereitschaft und die Unterdrückung der Frau analysiert und in ihren historischen und sozialen Kontext gesetzt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Islam, Integration, Vorurteile, Menschenrechte, Diskurs, Gesellschaft, Religion, Toleranz und Aufklärung.

Wie bewertet die Arbeit die Thesen von Thilo Sarrazin?

Die Arbeit lehnt Sarrazins Thesen als zu stark vereinfachend und wissenschaftlich nicht haltbar ab, da er gesellschaftliche und ökonomische Probleme fälschlicherweise pauschal auf den Islam zurückführt.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin in Bezug auf das Frauenbild im Islam?

Sie kommt zu dem Schluss, dass Benachteiligungen von Frauen primär auf patriarchalische Traditionen und soziokulturelle Einflüsse zurückzuführen sind und nicht zwingend auf die Religion selbst, die in vielen Interpretationen Gleichwertigkeit betont.

Welche Bedeutung misst die Arbeit dem interreligiösen Dialog bei?

Der Dialog und der persönliche Kontakt werden als essentiell für den Abbau von Vorurteilen angesehen, wobei Schulen durch einen islamischen Religionsunterricht eine wichtige Brückenfunktion übernehmen können.

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Résumé des informations

Titre
Das Islambild in Deutschland
Note
15 Punkte
Auteur
Marina Kleinert (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
47
N° de catalogue
V178471
ISBN (ebook)
9783656005452
ISBN (Livre)
9783656004981
Langue
allemand
mots-clé
Arabische Charta Integration Islam Menschenrechte Sarrazin
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marina Kleinert (Auteur), 2011, Das Islambild in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178471
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Extrait de  47  pages
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