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Denken und soziale Praxis. Vergleich von Horkheimers „Traditionelle und kritische Theorie“ und Horkheimers/Adornos „Dialektik der Aufklärung“

Titel: Denken und soziale Praxis. Vergleich von Horkheimers „Traditionelle und kritische Theorie“ und Horkheimers/Adornos „Dialektik der Aufklärung“

Hausarbeit , 2010 , 23 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Silke Piwko (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Entwicklung des Zusammenhangs zwischen Denken und sozialer Praxis in der kritischen Theorie (kT) anhand des Aufsatzes „Traditionelle und kritische Theorie“ sowie der „Dialektik der Aufklärung“ ist Inhalt der vorzulegenden Hausarbeit. Mit der Arbeit sollen die Rolle und Bedeutung des „kritischen Denkens“ und die damit versuchte Erfassung sozialer Praxis im Institutsprogramm des frühen Horkheimer dargestellt werden. Zugleich soll anhand der „Dialektik der Aufklärung“, die gemeinsam mit Adorno unter dem Eindruck der Entwicklung des Faschismus geschrieben wurde, der eingesetzte Paradigmenwechsel im Verständnis des Problemzusammenhangs zwischen Denken und sozialer Praxis in der früher kT beschrieben werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kritisches Denken und kritisches Verhalten in Horkheimers frühem Institutsprogramm

2.1. Traditionelle Theorie und Horkheimers Entwurf einer kritischen Theorie

2.2. Kritisches Denken und kritisches Verhalten

2.3 Der Intellektuelle und das Proletariat

2.4 Das soziale Defizit des frühen Institutsprogramms

3. Denken und Naturbeherrschung in der „Dialektik der Aufklärung“

3.1 Mythos und Aufklärung

3.2 Vernunft und Denken

3.3 Die soziale Praxis in der „Dialektik der Aufklärung“

4. Kritische Würdigung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung des Zusammenhangs zwischen Denken und sozialer Praxis in der kritischen Theorie, ausgehend von Horkheimers Aufsatz „Traditionelle und kritische Theorie“ bis hin zur „Dialektik der Aufklärung“, um den Paradigmenwechsel im Verständnis gesellschaftlicher Veränderungspotenziale aufzuzeigen.

  • Vergleich von „Traditioneller Theorie“ und „Kritischer Theorie“
  • Die Rolle des „kritischen Denkens“ und Verhaltens
  • Analyse des Wandels von einer positiven zu einer negativistischen Sichtweise
  • Die Bedeutung von Naturbeherrschung und instrumenteller Vernunft
  • Die Funktion des Intellektuellen als gesellschaftlicher Akteur

Auszug aus dem Buch

2.1 Traditionelle Theorie und Horkheimers Entwurf einer kritischen Theorie

Im Aufsatz „Traditionelle und Kritische Theorie“, welcher 1937 im 6. Jahrgang der Zeitschrift für Sozialforschung erschienen ist, begründet Horkheimer den Anspruch einer kritischen Gesellschaftstheorie. Zugleich skizziert er das Selbstverständnis des Frankfurter Instituts für Sozialforschung der 1930er Jahre (vgl. Honneth 1994: 12), welches im selben Jahr durch Veröffentlichungen Marcuses in derselben Zeitschrift vervollständigt wird (Marcuse 1937/1980). Beide Arbeiten stützen sich auf die Vorarbeiten des Instituts, das mit Beginn des Faschismus nach mehreren Zwischenetappen in die USA emigrierte.

Horkheimer beschreibt im Aufsatz sowohl die theoretische Basis als auch den gesellschaftspolitischen Stellenwert der kritischen Theorie. Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist „Die Frage, was Theorie sei“ (Horkheimer 2005: 205). Diese Frage sieht Horkheimer als beantwortet an: „Theorie ist das aufgestapelte Wissen in einer Form, die es zur möglichst eingehenden Kennzeichnung von Tatsachen brauchbar macht“ (ebd.: 205) und beschreibt im Folgenden das neuzeitliche – cartesianische - Wissenschaftsmodell. Als dessen Ziel, auf dem die traditionelle Theorie (tT) aufbaut, „[…] erscheint überhaupt das universale System der Wissenschaften […welches] umfasst alle möglichen Gegenstände“ (ebd.: 205f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, wie sich das Verständnis des Zusammenhangs von Denken und sozialer Praxis innerhalb der frühen kritischen Theorie entwickelt hat.

2. Kritisches Denken und kritisches Verhalten in Horkheimers frühem Institutsprogramm: Das Kapitel analysiert Horkheimers Abgrenzung der kritischen von der traditionellen Theorie und untersucht das Potenzial von Denken und Verhalten als soziale Praxis.

2.1. Traditionelle Theorie und Horkheimers Entwurf einer kritischen Theorie: Hier wird die theoretische Grundlegung der kritischen Theorie dargelegt und deren Abkehr vom cartesianischen Wissenschaftsverständnis begründet.

2.2. Kritisches Denken und kritisches Verhalten: Dieser Abschnitt expliziert, wie das kritische Denken als Werkzeug dient, um Herrschaftsstrukturen zu durchschauen und verändernd auf die Gesellschaft einzuwirken.

2.3 Der Intellektuelle und das Proletariat: Es wird die Frage erörtert, welche sozialen Akteure als Träger des gesellschaftlichen Fortschritts und der kritischen Theorie in Betracht kommen.

2.4 Das soziale Defizit des frühen Institutsprogramms: Dieses Kapitel identifiziert Grenzen der frühen Theoriebildung, insbesondere die mangelnde Konkretisierung alltäglicher sozialer Kampfprozesse.

3. Denken und Naturbeherrschung in der „Dialektik der Aufklärung“: Das Kapitel untersucht den Paradigmenwechsel hin zu einer kritischen Analyse der Aufklärung und deren Verfallsgeschichte als Instrument der Naturbeherrschung.

3.1 Mythos und Aufklärung: Diese Analyse zeigt auf, wie der Mythos selbst bereits in der Aufklärung angelegt ist und wie dieser Prozess zur totalitären Herrschaft führt.

3.2 Vernunft und Denken: Der Fokus liegt auf der instrumentellen Vernunft, die als Apparat der Herrschaft und Selbstbeherrschung statt als Freiheit stiftendes Prinzip fungiert.

3.3 Die soziale Praxis in der „Dialektik der Aufklärung“: Es wird diskutiert, wie sich das negativistische Verständnis von sozialer Praxis unter dem Einfluss der Erfahrungen des Faschismus weiterentwickelt hat.

4. Kritische Würdigung und Ausblick: Das abschließende Kapitel resümiert die Entwicklungslinie von einer optimistischen zu einer pessimistischen Sichtweise und blickt auf die Rezeption durch Habermas.

Schlüsselwörter

Kritische Theorie, Horkheimer, Adorno, Aufklärung, Soziale Praxis, Instrumentelle Vernunft, Naturbeherrschung, Gesellschaftstheorie, Dialektik, Intellektuelle, Emanzipation, Herrschaftsverhältnisse, Traditionelle Theorie, Frankfurter Schule, Habermas.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Entwicklung innerhalb der frühen Kritischen Theorie, insbesondere mit dem Wandel im Verständnis des Zusammenhangs von Denken und gesellschaftlicher Praxis zwischen Horkheimers frühen Schriften und der „Dialektik der Aufklärung“.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind das Verhältnis von traditioneller und kritischer Theorie, die Rolle der instrumentellen Vernunft, der Wandel der Aufklärung zum Mythos sowie die Frage nach dem Träger gesellschaftlichen Wandels.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung eines Paradigmenwechsels, bei dem die anfänglich positive Einschätzung des emanzipatorischen Potenzials des „kritischen Denkens“ einer pessimistischen Sichtweise der modernen rationalisierten Gesellschaft wich.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und eine vergleichende Untersuchung philosophischer Grundlagentexte der Kritischen Theorie, um die theoretische Entwicklung systematisch nachzuzeichnen.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Horkheimers frühem Institutsprogramm und die anschließende Analyse der gemeinsam mit Adorno verfassten „Dialektik der Aufklärung“.

Was sind die charakterisierenden Schlüsselwörter der Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kritische Theorie, Dialektik der Aufklärung, instrumentelle Vernunft und soziale Praxis charakterisieren.

Inwiefern unterscheidet sich Horkheimers Sichtweise in den beiden betrachteten Werken?

Während Horkheimer in „Traditionelle und kritische Theorie“ noch ein aktives, gesellschaftsveränderndes Potenzial des kritischen Denkens sah, dominiert in der „Dialektik der Aufklärung“ eine pessimistische Analyse, die Aufklärung selbst als eine Form der totalitären Herrschaft und Naturbeherrschung begreift.

Welche Rolle weist der Autor dem „oppositionellen Intellektuellen“ zu?

Der „oppositionelle Intellektuelle“ wird als notwendiger Träger der Theorie definiert, der in einer schwierigen Spannung zwischen den Zwängen der bestehenden Gesellschaft und den Zielen einer befreiten Menschheit vermitteln muss, da das Proletariat diese Rolle nicht mehr allein ausfüllen kann.

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Details

Titel
Denken und soziale Praxis. Vergleich von Horkheimers „Traditionelle und kritische Theorie“ und Horkheimers/Adornos „Dialektik der Aufklärung“
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Philosophie)
Note
2,0
Autor
Silke Piwko (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
23
Katalognummer
V178501
ISBN (eBook)
9783656004332
ISBN (Buch)
9783656004875
Sprache
Deutsch
Schlagworte
denken praxis vergleich ansätze horkheimers aufsatz theorie“ horkheimers/adornos aufklärung“
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Silke Piwko (Autor:in), 2010, Denken und soziale Praxis. Vergleich von Horkheimers „Traditionelle und kritische Theorie“ und Horkheimers/Adornos „Dialektik der Aufklärung“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178501
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Leseprobe aus  23  Seiten
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