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Die räumliche Orientierung der Wohnbevölkerung im Kontext abgeschwächter Stadt-Land-Differenzen

Titre: Die räumliche Orientierung der Wohnbevölkerung im Kontext abgeschwächter Stadt-Land-Differenzen

Dossier / Travail , 2003 , 24 Pages , Note: 1

Autor:in: Martin Runkel (Auteur)

Sciences de la Terre / Géographie - Démographie, Urbanisation et Aménagement du territoire
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Résumé Extrait Résumé des informations

Suburbanisierung lässt sich unter verschiedenen Aspekten betrachten. Unter dem empirischen
Gesichtspunkt stehen dabei vor allem der zeitliche Ablauf und die räumliche Ausprägung im
nationalen und globalen Kontext im Vordergrund. Der Blickwinkel richtet sich bei weiterer
Differenzierung auf die unterschiedlichen Landnutzungsformen, wie die Wohnsuburbanisierung,
die Einzelhandels- und Gewerbesuburbanisierung. Der vorliegende Aufsatz betont auf
dieser Betrachtungsebene die Suburbanisierung der Wohnstandorte, welche raumnutzungsbezogen
den Beginn des Entstädterungsprozesses einleitete.
Die quantitativ spärliche Literatur zum Thema Suburbanisierung untersucht die verschiedenen
Ausprägungsformen wesentlich im normativen Kontext, beschäftigt sich also mit den gesellschaftlichen
und räumlichen Konsequenzen des Prozesses.1 Zumeist wird dabei die negative
Seite der Suburbanisierung betont, also aus dem politisch-planerischen Blickwinkel werden
Kanalisierungs- und Eingrenzungspotentiale hervorgehoben, mit denen der räumlichdezentralistischen
Entwicklung Einhalt geboten werden kann. Die gewachsenen urbanen
Strukturen werden gedanklich - wenn auch nicht restituiert - zumindest konserviert. Von Seiten
der Stadtsoziologen wird die sozialräumliche Segregation mit der Suburbanisierung in
Verbindung gebracht und negativ bewertet:
„Since it is mainly the middle class that leaves the core city, the proportion of elderly, poor
people, singles, and immigrants increases in the core city creating severe financial problems
for the local authorities.”2
Doch können innerhalb eines demokratischen politischen Systems tragfähige Maßnahmen ergriffen
werden, um den Prozess zu stoppen? Bahrenberg bestreitet dies3.
Im Zentrum dieser Arbeit soll die kognitive Betrachtungsweise stehen, welche die bis dato vorangeschrittene
Abschwächung der Stadt-Land-Differenzen als gegeben hinnimmt, um so den
Blick auf die Hintergründe und Bezugsverflechtungen der räumlichen und gesellschaftlichen
Ausprägungen zu richten.

1 vgl. Brake, Dangschat, Herfert (Hrsg.), (2001)
2 Bahrenberg (c) (2003), S. 4
3 Bahrenberg (c) (2003), S. 5

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Von der Kernstadt zum Stadtland

2. Hintergründe der räumlichen Neuorientierung suburbaner Haushalte

3. Der politisch-administrative Umgang mit den Folgeerscheinungen einer mobilen Gesellschaft

4. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kognitive Betrachtungsweise des Suburbanisierungsprozesses und analysiert die Hintergründe sowie Bezugsverflechtungen der räumlichen und gesellschaftlichen Ausprägungen im Kontext der zunehmenden Abschwächung von Stadt-Land-Differenzen.

  • Historische Entwicklung der Suburbanisierung
  • Veränderung der Stadt-Land-Beziehungen am Beispiel der Region Bremen
  • Einfluss von Mobilität und technologischem Wandel auf räumliche Strukturen
  • Politisch-administrative Herausforderungen im Umgang mit mobilen Gesellschaften
  • Bedeutung von Standorteigenschaften gegenüber physischer Nähe

Auszug aus dem Buch

1. Von der Kernstadt zum Stadtland

Obwohl die Wohnsuburbanisierung bereits im 17. und 18. Jahrhundert in England ihren Ausgang nahm und von dort aus relokativ nach Amerika diffundierte, taucht der Begriff der Suburbanisierung in Deutschland erst nach dem zweiten Weltkrieg auf. Die bis zu dieser Epoche ablaufende Suburbanisierung war quantitativ weitestgehend unbedeutend, so dass die Stadt-Land-Wanderung unter siedlungsstrukturellen Aspekten erst in den vergangenen Dekaden ins Blickfeld geriet.

Zur Zeit der Industrialisierung waren die Städte Wachstumszentren sowohl durch die Zuwanderung der Wohnbevölkerung als auch der Betriebe und Unternehmen des sekundären und tertiären Sektors. Neben dem jeweiligen Zuwachs in absoluten Zahlen hebt Bahrenberg das flächenhafte Wachstum der Städte hervor, welches auf die enorm dichte räumlicher Nutzung in den vorindustriell gewachsenen Stadtkernen zurückgeführt wird. Ein hoher Verstädterungsgrad, die lange Geschichte der Stadtentwicklung in den Jahrhunderten vor der Motorisierung und die äußere Begrenzung durch Befestigungsanlagen förderten ein hochverdichtetes Wohnen, welches mit strenger stadtplanerischer Regulierung kontrolliert und begrenzt wurde. Eine intraurbane Expansion war aus diesem Grund räumlich nicht zu realisieren. Die Städte wuchsen über die Stadtmauern hinaus, und es kam zu Eingemeindungen des vormals ländlich geprägten Umlandes. Erst seit den 1960er und frühen 70er Jahren ist der suburbane Raum in die Lage gekommen, diesen raumintegrativen Bemühungen der Kernstädte zu widerstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einleitung in die Thematik der Suburbanisierung unter Berücksichtigung empirischer und soziologischer Aspekte sowie die Vorstellung der kognitiven Betrachtungsweise.

1. Von der Kernstadt zum Stadtland: Analyse der historischen Entwicklung von Stadtstrukturen von der Industrialisierung bis zur modernen Suburbanisierung und der damit einhergehenden Veränderung städtischer Flächennutzung.

2. Hintergründe der räumlichen Neuorientierung suburbaner Haushalte: Untersuchung der Ursachen für verdichtete Raumstrukturen unter besonderer Berücksichtigung von Erreichbarkeit, Mobilität und Kommunikation.

3. Der politisch-administrative Umgang mit den Folgeerscheinungen einer mobilen Gesellschaft: Diskussion der Herausforderungen für kommunale Systeme durch grenzüberschreitende Verkehrsbeziehungen und die Notwendigkeit interkommunaler Zusammenarbeit.

4. Abschließende Betrachtung: Kritische Reflexion über die zukünftige Bedeutung der Kernstadt und die Gültigkeit der traditionellen Stadt-Land-Differenz in der modernen Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Suburbanisierung, Stadt-Land-Differenz, Region Bremen, Mobilität, Stadtentwicklung, Siedlungsstruktur, Kernstadt, Umland, Automobil, Kommunikation, räumliche Disparitäten, Stadtregion, Pendlerverkehr, Funktionssysteme, Strukturwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Prozess der Suburbanisierung in Deutschland und speziell in der Region Bremen, wobei die zunehmende Abschwächung der Unterschiede zwischen Stadt und Land im Fokus steht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Stadtentwicklung, die Auswirkungen von Verkehrs- und Kommunikationstechnologien auf Siedlungsstrukturen, die Migration zwischen Kernstadt und Umland sowie die Herausforderungen für die kommunale Verwaltung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die kognitive Betrachtungsweise der Suburbanisierung zu schärfen und zu verstehen, wie sich die Hintergründe und Verflechtungen räumlicher Ausprägungen durch eine mobile Gesellschaft verändert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Aufarbeitung und Analyse bestehender Literatur und empirischer Befunde zur Stadtentwicklung und Suburbanisierung, ergänzt durch Fallbeispiele aus der Region Bremen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die historischen Ursprünge der Stadtbildung, die Rolle der Mobilität bei der Dekonzentration, der demographische Wandel in der Region Bremen und die politisch-administrativen Anpassungsprozesse an diese veränderten Bedingungen detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Suburbanisierung, Stadt-Land-Differenz, Mobilität, Stadtregion und Siedlungsstruktur charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Region Bremen in diesem Dokument?

Die Region Bremen dient als konkretes, empirisches Fallbeispiel, um Wanderungsbewegungen, die Entwicklung von Arbeitsorten und die suburbanen Prozesse in einem realen Raumkontext zu veranschaulichen.

Wie bewertet der Autor die Zukunft der Kernstadt?

Der Autor hinterfragt, ob die Kernstadt noch ihre zentrale Funktion als "räumliches Zentrum der Gesellschaft" einnimmt, und schlägt vor, ihre Bedeutung primär auf spezifische versorgungsbezogene Marktfunktionen zu begrenzen.

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Titre
Die räumliche Orientierung der Wohnbevölkerung im Kontext abgeschwächter Stadt-Land-Differenzen
Université
University of Bremen  (Institut für Geographie)
Cours
Suburbanisierung
Note
1
Auteur
Martin Runkel (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
24
N° de catalogue
V17864
ISBN (ebook)
9783638223270
Langue
allemand
mots-clé
Orientierung Wohnbevölkerung Kontext Stadt-Land-Differenzen Suburbanisierung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martin Runkel (Auteur), 2003, Die räumliche Orientierung der Wohnbevölkerung im Kontext abgeschwächter Stadt-Land-Differenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17864
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