Diese Arbeit beschreibt in kurzen Zügen die Funktionsweise der BASF-Kartoffel "Amflora" und geht ferner detailliert auf die Risiken sowie die Nutzen derselbigen ein. Sie soll sachdienliche Hinweise zu Thematik der Disskussion über Gentechnik geben. Dabei habe ich im letzten Absatz der Arbeit eine eigene Erörterung zur Problematik geschrieben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Was ist „Amflora" und was ist das Besondere an ihr?
- Wie hat man es geschafft, das Gen der Amylose-Produktion auszuschalten?
- Der Weg „Amfloras" zur Zulassung
- Die Befürchtungen der Gegner „Amfloras" hinsichtlich negativer Auswirkungen auf Mensch und Umwelt
- Die Beurteilung der Risiken durch die BASF
- Die Nutzen durch „Amflora"
- Schlussbetrachtung der Thematik
- Bildverzeichnis
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Facharbeit beleuchtet die Funktionsweise, die Risiken und den Nutzen der gentechnisch veränderten Kartoffel „Amflora", die von der BASF in Zusammenarbeit mit der Stärkeindustrie entwickelt wurde. Ziel ist es, die Funktionsweise der Pflanze verständlich darzustellen und die kontroversen Debatten um ihre Zulassung und die möglichen Folgen ihres Anbaus zu analysieren.
- Die Funktionsweise der „Amflora"-Kartoffel und die Rolle der gentechnischen Veränderung
- Die Zulassung von „Amflora" in Europa und die damit verbundenen Prozesse
- Die Kritik an „Amflora" durch Umweltorganisationen hinsichtlich möglicher Risiken für Mensch und Umwelt
- Die Beurteilung der Risiken durch die BASF und die Argumente für die Sicherheit der Kartoffel
- Die ökonomischen und ökologischen Vorteile, die durch den Anbau von „Amflora" erzielt werden können
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Facharbeit ein und erläutert die Motivation für die Wahl des Themas „Amflora".
Kapitel 2 beschreibt die „Amflora"-Kartoffel und ihre Besonderheit: Sie wurde gentechnisch so verändert, dass sie keine Amylose produziert. Die Amylose-Produktion wird durch ein Antisense-Verfahren ausgeschaltet, bei dem ein komplementäres Gen in die Pflanzenzelle eingebracht wird, um die Proteinproduktion zu unterbinden.
Kapitel 3 beleuchtet den Weg zur Zulassung von „Amflora" in Europa. Das Verfahren dauerte dreizehn Jahre und war geprägt von politischen Debatten. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Sicherheit von „Amflora" mehrfach geprüft und schließlich eine positive Stellungnahme zur Verwendung von Antibiotikaresistenz-Markergenen in gentechnisch veränderten Pflanzen veröffentlicht, was die Zulassung im Jahr 2010 ermöglichte.
Kapitel 4 beleuchtet die Befürchtungen der Gegner von „Amflora" hinsichtlich negativer Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Die Umweltorganisation Greenpeace kritisiert vor allem das Antibiotikaresistenzgen nptll, das durch Bakterien im Verdauungstrakt aufgenommen werden könnte und zu Resistenzen bei Krankheitserregern führen könnte. Greenpeace kritisiert zudem die unzureichende Prüfung der Auswirkungen von „Amflora" auf Tiere und die fehlende bundesweite Regelung für den Anbau der Kartoffel.
Kapitel 5 stellt die Beurteilung der Risiken durch die BASF dar. Das Unternehmen beruft sich auf das abschließende Gutachten der EFSA und betont die Sicherheit von „Amflora" für Mensch, Tier und Umwelt. Die BASF hält eine Übertragung des nptll-Gens aus der Kartoffel in eine Bakterie für unwahrscheinlich und weist auf die geringen Risiken durch Rückstände der Pflanze im Boden hin.
Kapitel 6 beleuchtet die Nutzen von „Amflora" für die Stärkeindustrie. Die aus „Amflora" gewonnene Stärke in Form von Amylopektin ermöglicht eine effizientere Verarbeitung von Garn, Papier und Beton. Dadurch lassen sich Energie und Wasser sparen und der Einsatz von Chemikalien reduzieren.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die gentechnisch veränderte Kartoffel „Amflora", die Amylose-Produktion, das Antisense-Verfahren, das Antibiotikaresistenzgen nptll, die Zulassung von „Amflora" in Europa, die Risiken für Mensch und Umwelt, die Kritik von Greenpeace, die Beurteilung der Risiken durch die BASF, die ökonomischen und ökologischen Vorteile von „Amflora", die Abholzung der tropischen Regenwälder und die Chancen und Risiken der Grünen Gentechnik.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Besondere an der Kartoffel "Amflora"?
Amflora ist eine gentechnisch veränderte Kartoffel, die ausschließlich Amylopektin-Stärke produziert. Die für die Industrie störende Amylose-Produktion wurde gezielt ausgeschaltet.
Wie funktioniert das Antisense-Verfahren bei Amflora?
Beim Antisense-Verfahren wird ein komplementäres Gen in die Pflanzenzelle eingebracht, welches die Produktion des Proteins blockiert, das für die Bildung von Amylose verantwortlich ist.
Warum wird das Antibiotikaresistenzgen nptII kritisiert?
Umweltorganisationen wie Greenpeace befürchten, dass das Gen auf Bakterien im Verdauungstrakt übertragen werden könnte, was zu gefährlichen Resistenzen gegen Antibiotika bei Krankheitserregern führen könnte.
Welchen Nutzen bietet Amflora für die Industrie?
Die reine Amylopektin-Stärke ermöglicht eine effizientere Herstellung von Papier, Textilien und Beton, wodurch Energie, Wasser und chemische Zusatzstoffe eingespart werden können.
Ist Amflora in Europa für den Anbau zugelassen?
Nach einem 13-jährigen Verfahren erhielt Amflora im Jahr 2010 die Zulassung für den gewerblichen Anbau in der EU, basierend auf Sicherheitsgutachten der EFSA.
- Arbeit zitieren
- Martin Reinsch (Autor:in), 2010, Funktionsweise, Nutzen und Risiken der gentechnisch veränderten Kartoffel "Amflora", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178690