Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den islamischen Grundprinzipien, welche die Grundlage für das Islamic Banking bilden. Dabei wird näher auf die islamische Religion, das islamische Recht und das Wirtschaftssystem eingegangen. Weiterhin werden die Grundprinzipien und Verbote des Bank- und Finanzwesens betrachtet. Das Ziel ist dabei, einen Überblick zu geben, welche Dinge durch die islamische Religion beachtet werden müssen und welche Probleme sich daraus ergeben. Des Weiteren wird das Marktpotenzial in Europa, ins-besondere in Deutschland näher fokussiert, um zu zeigen welche Chancen und Risiken durch das Islamic Banking bestehen. In dieser Arbeit werden zudem Finanzinstrumente vorgestellt, die im konventionellen System bekannt sind, aber nach islamischen Prinzipien anders strukturiert werden müssen. Ein wichtiger Punkt bildet die Performancemessung Deutscher Islamfonds und die Untersuchung islamischer Indizes um aus deren Verlauf, Unterschiede oder Gemeinsamkeiten aufzuzeigen. Ferner wird die Frage untersucht, ob sich durch die islamkonforme Zusammensetzung Vorteile während der Finanzkrise ergeben.
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Symbolverzeichnis
1. Einleitung
2. Die islamischen Grundprinzipien
2.1. Die islamische Ordnung
2.1.1. Die islamische Religion
2.1.2. Das islamische Recht
2.1.3. Das islamische Wirtschaftssystem
2.2. Prinzipien und Verbote im islamischen Bank- und Finanzwesen
2.2.1. Verbotene Handlungsweisen des Islamic Banking
2.2.2. Alternative Lösungen im Islamic Banking für shariakonforme Geschäfte
2.3. Die Entwicklung des Islamic Banking
2.4. Marktpotenziale des Islamic Banking in Europa
3. Islamische Finanzinstrumente und Indizes
3.1. Islamische Bonds
3.1.1. Aufbau und Verwendung von islamischen Bonds
3.1.2. Stichting Sachsen-Anhalt Trust
3.2. Islamische Investmentfonds
3.2.1. Screeningprozess und Entwicklung islamischer Investmentfonds
3.2.2. Traditionelle Performancemaße
3.2.3. Performance islamischer Investmentfonds am Beispiel Deutschland
3.3. Islamische Indizes
3.3.1. Islamische Aktienindizes
3.3.2. Islamische Anleihenindizes am Beispiel des Dow Jones Citigroup Sukuk Index
3.4. Finanzinstrumente und Geschäfte im Islamic Banking
4. Schlussbetrachtung
Anhang
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Grundprinzipien des Islamic Banking?
Das Islamic Banking basiert auf den Prinzipien der Scharia. Zu den wichtigsten Verboten gehören das Zinsverbot (Riba), das Verbot von Spekulation (Gharar) und das Verbot von Glücksspiel (Maysir). Investitionen in unethische Wirtschaftszweige wie Alkohol oder Schweinefleisch sind ebenfalls untersagt.
Welche Marktpotenziale bietet Islamic Banking in Deutschland?
Aufgrund der wachsenden muslimischen Bevölkerung in Deutschland und Europa besteht ein signifikantes Potenzial für schariakonforme Finanzprodukte. Die Arbeit untersucht Chancen und Risiken für den Markteintritt spezieller Institute.
Was versteht man unter islamischen Bonds (Sukuk)?
Sukuk sind das islamische Äquivalent zu konventionellen Anleihen. Da Zinsen verboten sind, basieren Sukuk auf dem Miteigentum an einem zugrunde liegenden Vermögenswert, wobei die Erträge aus den Gewinnen dieses Wertes generiert werden.
Wie werden islamische Investmentfonds überprüft?
Islamische Fonds unterliegen einem Screening-Prozess. Dabei werden Unternehmen sowohl nach ihrer Geschäftstätigkeit als auch nach ihren Finanzkennzahlen (z. B. Verschuldungsgrad) gefiltert, um die Konformität mit islamischen Werten sicherzustellen.
Bot das Islamic Banking Vorteile während der Finanzkrise?
Die Arbeit untersucht, ob die konservative, sachwertorientierte Ausrichtung und das Verbot hochspekulativer Derivate dazu führten, dass islamkonforme Anlagen während der Finanzkrise stabiler performten als konventionelle Produkte.
- Arbeit zitieren
- Bachelor of Science Philipp Richter (Autor:in), 2011, Islamic Banking, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178783