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Islamic Banking

Título: Islamic Banking

Tesis (Bachelor) , 2011 , 51 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Bachelor of Science Philipp Richter (Autor)

Economía de las empresas - Inversiones y finanzas
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den islamischen Grundprinzipien, welche die Grundlage für das Islamic Banking bilden. Dabei wird näher auf die islamische Religion, das islamische Recht und das Wirtschaftssystem eingegangen. Weiterhin werden die Grundprinzipien und Verbote des Bank- und Finanzwesens betrachtet. Das Ziel ist dabei, einen Überblick zu geben, welche Dinge durch die islamische Religion beachtet werden müssen und welche Probleme sich daraus ergeben. Des Weiteren wird das Marktpotenzial in Europa, ins-besondere in Deutschland näher fokussiert, um zu zeigen welche Chancen und Risiken durch das Islamic Banking bestehen. In dieser Arbeit werden zudem Finanzinstrumente vorgestellt, die im konventionellen System bekannt sind, aber nach islamischen Prinzipien anders strukturiert werden müssen. Ein wichtiger Punkt bildet die Performancemessung Deutscher Islamfonds und die Untersuchung islamischer Indizes um aus deren Verlauf, Unterschiede oder Gemeinsamkeiten aufzuzeigen. Ferner wird die Frage untersucht, ob sich durch die islamkonforme Zusammensetzung Vorteile während der Finanzkrise ergeben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die islamischen Grundprinzipien

2.1. Die islamische Ordnung

2.1.1. Die islamische Religion

2.1.2. Das islamische Recht

2.1.3. Das islamische Wirtschaftssystem

2.2. Prinzipien und Verbote im islamischen Bank- und Finanzwesen

2.2.1. Verbotene Handlungsweisen des Islamic Banking

2.2.2. Alternative Lösungen im Islamic Banking für shariakonforme Geschäfte

2.3. Die Entwicklung des Islamic Banking

2.4. Marktpotenziale des Islamic Banking in Europa

3. Islamische Finanzinstrumente und Indizes

3.1. Islamische Bonds

3.1.1. Aufbau und Verwendung von islamischen Bonds

3.1.2. Stichting Sachsen-Anhalt Trust

3.2. Islamische Investmentfonds

3.2.1. Screeningprozess und Entwicklung islamischer Investmentfonds

3.2.2. Traditionelle Performancemaße

3.2.3. Performance islamischer Investmentfonds am Beispiel Deutschland

3.3. Islamische Indizes

3.3.1. Islamische Aktienindizes

3.3.2. Islamische Anleihenindizes am Beispiel des Dow Jones Citigroup Sukuk Index

3.4. Finanzinstrumente und Geschäfte im Islamic Banking

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Prinzipien, Funktionsweisen und Marktentwicklungen des Islamic Banking. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie islamkonforme Finanzinstrumente strukturiert sind, welches Marktpotenzial sie in Europa bieten und wie sich ihre Performance im Vergleich zu konventionellen Anlageformen darstellt.

  • Grundlagen des islamischen Bank- und Finanzwesens (Sharia-Konformität)
  • Analyse von Verboten wie Riba (Zins), Gharar (Spekulation) und Maysir (Glücksspiel)
  • Strukturierung von Sukuk (islamische Bonds) und deren Marktentwicklung
  • Methodik der Performancemessung und Screening-Prozesse bei islamischen Investmentfonds
  • Vergleich islamischer Indizes mit konventionellen Benchmarks in verschiedenen Wirtschaftsregionen

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Verbotene Handlungsweisen des Islamic Banking

Das Islamic Banking bezeichnet die Umsetzung von Finanzierungsmethoden und ökonomischen Handlungen nach den Gegebenheiten des islamischen Rechts. Dazu müssen Produkte und Verhaltensweisen shariakonform ausgerichtet werden. Das Kapital wird zur Verbesserung des Wohlergehens der muslimischen Gemeinschaft eingesetzt. Laut der Sharia soll Vermögen nicht nur angesammelt werden, sondern es muss auch eine soziale und ökonomische Ausgeglichenheit herrschen. Ziel dabei ist, das Unternehmertum und den Tauschverkehr zu förden. Gleichwohl wird deutlich, dass die Normen der Sharia auch im Wirtschaftsleben präsent sind. Die sich ergebenden Implikationen führten dazu, dass speziell für die Muslime eigene Bankprodukte geschaffen wurden, welche der Ethik der Sharia entsprechen.

Das Finanzwesen islamischer Gesellschaften richtet sich, wie bereits betrachtet, nach anderen Gegebenheiten als konventionelle Systeme. So ist es im Islam nicht erlaubt mit Geldmitteln, neues Geld zu erwirtschaften. Aus diesem Grund stellt Geld laut Sharia auch kein Gebrauchsgut dar. Daraus folgt, dass Geld nicht Gegenstand des Handels bzw. als Fertigware verwendet werden darf, sondern lediglich als Mittel zum Tausch.

Das wesentliche Merkmal ist das Verbot des Riba. Das Riba bezeichnet das Zinsverbot oder aber auch das Verbot des Wuchers. Die Interpretation des Riba ist unterschiedlich. So gibt es islamische Juristen, die Riba lediglich als Wucherverbot sehen. Dieses wird nicht nur im Koran erwähnt, sondern ist auch im Recht westlicher Staaten zu finden. Beispielsweise ist im deutschen Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 138 Abs. 2 BGB) das Verbot gegen sittenwidriges Verhalten und Wucher zu finden. Selbst Adam Smith sprach sich bereits 1776 für ein Verbot des Wuchers aus. Allerdings ist die Auffassung der meisten Gelehrten, dass jede Art von Zins unter das Ribaverbot fällt. Ziel dabei ist, dass Kreditnehmer nicht in eine Schuldenfalle geraten und dass Kreditgeber sich nicht bereichern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz des Islamic Banking im Kontext wachsender globaler wirtschaftlicher Verflechtungen und der Bedeutung religiöser Rahmenbedingungen für Finanzsysteme.

2. Die islamischen Grundprinzipien: Erläuterung der religiösen, rechtlichen und wirtschaftlichen Grundlagen, die das Islamic Banking prägen, sowie die Definition zentraler Verbote wie Riba, Gharar und Maysir.

3. Islamische Finanzinstrumente und Indizes: Detaillierte Untersuchung von Sukuk, islamischen Investmentfonds und Indizes inklusive empirischer Performancemessung und Vergleichsanalysen zu konventionellen Finanzprodukten.

4. Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse, die das Potenzial des Islamic Banking als Nischenprodukt im europäischen Raum hervorhebt und die Rolle der ethischen Ausrichtung bei der Finanzproduktentwicklung unterstreicht.

Schlüsselwörter

Islamic Banking, Sharia, Riba, Sukuk, Investmentfonds, Performancemessung, Finanzkrise, Zinsverbot, ethisches Investment, Marktpotenzial, Asset-Backed Securities, Profit and Loss Sharing, Benchmarking, Diversifikation, islamische Indizes.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Struktur und Performance des islamischen Finanzwesens (Islamic Banking) und untersucht, wie dieses konventionelle Bankinstrumente in eine mit dem islamischen Recht (Sharia) konforme Form übersetzt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf den religiösen Grundprinzipien des Islam, dem Verbot von Zinsen und Spekulation sowie der praktischen Anwendung in Form von Sukuk, Aktienfonds und speziellen Finanzindizes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie islamkonforme Finanzinstrumente funktionieren, wie sie sich im Vergleich zu konventionellen Anlagen entwickeln und welche Chancen und Risiken sich daraus für Investoren in Europa ergeben.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit nutzt Literaturanalysen zur theoretischen Fundierung und quantitative Methoden zur Performancemessung, wie z.B. die Berechnung von Jensens Alpha, Sharpe-Index und Treynor-Index sowie statistische Tests auf Normalverteilung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der islamischen Wirtschaftsprinzipien, eine detaillierte Analyse von Finanzinstrumenten wie Sukuk und islamischen Fonds sowie eine empirische Untersuchung der Performance islamischer Indizes während und nach der Finanzkrise.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zentrale Begriffe sind Islamic Banking, Sharia, Zinsverbot (Riba), Sukuk, ethische Investments sowie Performance-Kennzahlen wie Volatilität und Sharpe-Index.

Welche Rolle spielt der Stichting Sachsen-Anhalt Trust für das Thema?

Der Trust dient als zentrales Fallbeispiel für die Emission eines Sukuk in Deutschland und illustriert die praktische Umsetzung einer "Sale and Lease Back"-Struktur im Rahmen islamischer Finanzvorgaben.

Warum schneiden islamische Fonds in der Untersuchung oft robust ab?

Der Autor zeigt auf, dass islamkonforme Anlagen durch ihr obligatorisches Screening, welches Unternehmen mit hoher Verschuldung oder spekulativen Geschäftsmodellen ausschließt, defensive Eigenschaften aufweisen, die sich bei Markterholungen vorteilhaft auswirken.

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Detalles

Título
Islamic Banking
Universidad
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Finanzierung und Banken)
Calificación
1,3
Autor
Bachelor of Science Philipp Richter (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
51
No. de catálogo
V178783
ISBN (Ebook)
9783656009337
ISBN (Libro)
9783656009528
Idioma
Alemán
Etiqueta
islamic banking
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Bachelor of Science Philipp Richter (Autor), 2011, Islamic Banking, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178783
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