Der Spielfilm „Psycho“ aus dem Jahre 1960 von Alfred Hitchcock zählt zu den bedeutendsten Klassikern der Filmgeschichte. Er ist zu dem einer der am öftesten zitierten Filme, und gilt als zentrales Werk von Alfred Hitchcock. Nicht zuletzt durch die sogenannte Duschszene und den Hauptakteur Norman Bates, welcher von Anthony Perkins gespielt wurde, ist dieser Film selbst heute noch als „Schocker“.
Wenn man das Ende des Filmes bereits kennt, kann man schon in Gesprächen, die dem Mord vorangehen erahnen, was passieren könnte. Besonders das Verhalten Bates vor den jeweiligen Morden lässt viel Anlass zu Interpretationsversuchen, da man eine Art Entwicklung bei der Figur wahrnehmen kann.
In der nachfolgenden Hausarbeit gehe ich zunächst genauer auf das Verhalten Norman Bates vor und nach dem jeweiligen Mord ein und stelle dann später einen Vergleich zwischen beiden Ereignissen im Zusammenhang mit Bates Verhalten her.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Erste Mordszene
1.1. Das Verhalten Norman Bates vor der Ersten Mordszene
1.2. Das Verhalten Norman Bates nach der ersten Mordszene
2. Zweite Mordszene
2.1. Das Verhalten Norman Bates vor der zweiten Mordszene
2.2. Das Verhalten Norman Bates nach der zweiten Mordszene
3. Vergleich des Verhaltens zwischen beiden Szenen
3.1 Vergleich vor dem jeweiligen Morden
3.2 Vergleich nach dem jeweiligen Morden
Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das psychologische Verhalten der Figur Norman Bates in Alfred Hitchcocks Spielfilm „Psycho“ (1960), indem sie sein Auftreten unmittelbar vor und nach den ersten beiden Mordszenen analysiert und vergleicht, um Entwicklungen in seinem Charakter und seiner emotionalen Stabilität aufzuzeigen.
- Charakteranalyse von Norman Bates
- Verhaltensmuster vor und nach den Morden
- Vergleich der Interaktionen mit Marion Crane und Milton Arbogast
- Analyse psychologischer Auffälligkeiten und Schizophrenie-Ansätze
- Untersuchung der Rolle der Mutter als zentrales Motiv
Auszug aus dem Buch
1.1. Das Verhalten Norman Bates vor der Ersten Mordszene
Nachdem Norman Bates Marion Crane in Bates Wohnzimmer ein provisorisches Abendbrot serviert hat, fängt Bates eine Unterhaltung an. Man merkt deutlich, dass Bates sehr nervös und unsicher ist, obwohl er zunächst klare und deutliche Bitten äußerst, wie am Anfang des Gespräches: „Setzen Sie Sich.“ oder „Nehmen Sie ruhig alles, ich habe nämlich gar keinen Hunger. Sie essen wie ein kleiner Vogel.“ (34min16sec – 34min35sec)
Man sieht jedoch an der Gestik vom Protagonisten deutliche nervöse Merkmale, wie das reiben und verschließen der Handflächen, als ob ihm kalt und/oder etwas unangenehm wäre. Sogar als er mit einer Hand auf einen Vogel deutet und diese auch anfässt sucht er mit der anderen wieder „Halt“ an seinem Oberschenkel. Er muss immer etwas in der Hand haben, da er sonst womöglich noch nervöser wirken würde, weil er gar nicht wüsste wo er seine Hände hinzulegen hat. So ist in diesem Zusammenhang auch auffällig, dass er relativ wenig Gestiken mit seinen Händen beim Unterhalten macht. Man sieht auch als Marion ihn auf mögliche Freunde Bates anspricht, dass er sofort wieder die Hände faltet, die Knie anzieht und den Blick, womöglich vor Scham, nach unten senkt (vergleiche Abbildung 1).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Vorstellung des Films „Psycho“ und der Forschungsabsicht, das Verhalten von Norman Bates vor und nach den Morden zu vergleichen.
1. Erste Mordszene: Analyse von Bates' nervösem Verhalten im Gespräch mit Marion Crane und seine unmittelbaren, teils routinierten Reaktionen nach der Tat.
2. Zweite Mordszene: Untersuchung der Interaktion mit dem Detektiv Arbogast, bei der Bates' zunehmende Anspannung und die Vertuschung des Mordes beleuchtet werden.
3. Vergleich des Verhaltens zwischen beiden Szenen: Gegenüberstellung der Gesprächsführung und der emotionalen Reaktion von Bates in beiden Mordsituationen.
Fazit: Zusammenfassende Erkenntnis, dass Bates nach dem zweiten Mord deutlich kühler und abgeklärter agiert als beim ersten Vorfall.
Schlüsselwörter
Psycho, Alfred Hitchcock, Norman Bates, Filmanalyse, Mordszene, Schizophrenie, Verhaltensmuster, Marion Crane, Milton Arbogast, psychologische Entwicklung, Filmanalyse, Motiv der Mutter, Spannungsaufbau, Filmklassiker, Schauspiel Anthony Perkins.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert das Verhalten der Hauptfigur Norman Bates in Alfred Hitchcocks „Psycho“ in Bezug auf seine Taten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Zentrum stehen die psychologischen Verhaltensweisen, die nervöse Gestik und die verbale Kommunikation von Bates vor und nach den beiden zentralen Morden.
Welches primäre Ziel verfolgt die Analyse?
Das Ziel ist es, eine mögliche psychologische Entwicklung bei der Figur Norman Bates durch einen systematischen Vergleich seiner Handlungen in den zwei Schlüsselszenen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es wird eine filmwissenschaftliche Analyse angewandt, die auf der Beobachtung von Mimik, Gestik und Dialogen in definierten Zeitabschnitten des Films basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Verhaltens vor und nach der ersten Mordszene, der zweiten Mordszene sowie einen direkten Vergleich dieser Ereignisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Norman Bates, Schizophrenie, Verhaltensmuster, Mord, Filmanalyse und die Rolle der Mutter.
Wie verändert sich das Verhalten von Bates nach den Morden im Zeitverlauf?
Die Analyse zeigt, dass Bates nach dem zweiten Mord deutlich abgeklärter und weniger nervös wirkt als nach dem ersten Mord an Marion Crane.
Welche Rolle spielt das Motiv der Mutter bei den Verhaltensauffälligkeiten?
Das Motiv der Mutter dient als Auslöser für emotionale Schwankungen und Aggressionen bei Bates, insbesondere in den Gesprächen mit den Mordopfern.
- Citation du texte
- Sören Jensen (Auteur), 2011, Das Verhalten Norman Bates im Film "Psycho" von Alfred Hitchcock vor und nach beiden Mordszenen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178789