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Dialektik der Säkularisierung - Über Vernunft und Religion: Jürgen Habermas / Joseph Ratzinger

Das zeitgenössische Zusammenleben zwischen gläubigen und säkularisierten Staatsbürgern, im Blickfeld von Jürgen Habermas

Título: Dialektik der Säkularisierung - Über Vernunft und Religion: Jürgen Habermas / Joseph Ratzinger

Trabajo de Seminario , 2008 , 26 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Susanne Lossi (Autor)

Política - Filosofía política e historia de las ideas
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„Der freiheitlich säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann. Das ist das große Wagnis, das er, um der Freiheit willen, eingegangen ist. Als freiheitlicher Staat kann er einerseits nur bestehen, wenn sich die Freiheit, die er seinen Bürgern gewährt, von innen her, aus der moralischen Substanz des einzelnen und der Homogenität der Gesellschaft, reguliert. Andererseits kann er diese inneren Regulierungskräfte nicht von sich aus, das heißt mit den Mitteln des Rechtszwanges und autoritativen Gebots, zu garantieren suchen, ohne seine Freiheitlichkeit aufzugeben.“1
Diese Aussage stammt von dem ehemaligen Bundesverfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde. Er thematisiert in diesen Sätzen, was es wahrhaftig bedeutet, als Mitglied in einer demokratischen Gemeinschaft zu bestehen und zu leben. Die heutige Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland beruht auf einem Staatssystem, welches seinem Bürger ein Höchstmaß an Freiheit und Selbstbestimmung zugesteht. Es liegt also in der Verantwortung der Bevölkerung diesen scheinbar leeren Raum eigenverantwortlich mit Normen, Werten und Gesetzmäßigkeiten zu füllen. Der Staat selbst verhält sich in diesem Gestaltungsprozess, gegenüber jeglichen Gruppierungen tolerant und vorurteilsfrei. Dies hat zur Folge, dass die liberale Staatsform auf die aktive Beteiligung der Bürger bei der Gestaltung des Regierungssystems, angewiesen ist. Lässt das Volk diese Chance der freiheitlichen Selbstbestimmung jedoch ungenutzt verstreichen, verfällt der Staat in eine Handlungsunfähig- und Machtlosigkeit, gegenüber den politischen Prozessen.
Die Fragestellung, die in diesem Zusammenhang aufgeworfen wird, ist nicht nur die Suche nach den Voraussetzungen der Entstehung des Rechtes und den daraus folgenden Machtinstrumenten, sondern auch die Problematik des zeitgenössischen Umgangs mit religiösen Fragestellungen in einer säkularisierten Gesellschaft. Auch der Prozess, welcher zu der Entstehung eines säkularisierten Staates mit seinen bestimmten Normen und Werten führt, steht in einer kritischen Betrachtung. Die folgende Arbeit beschäftigt sich, auf der Grundlage dieser Überlegungen, mit der Problematik des bestmöglichen Zusammenleben zwischen gläubigen und säkularisierten Bürgern im Hinblick auf die momentan existierende Alltagssituation in der Bundesrepublik Deutschland.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Recht, Vernunft und Selbstbestimmung – Die Basis für einen freiheitlichen, interkulturellen und säkularisierten Staat

2. Das zeitgenössische Zusammenleben zwischen säkularisierten und gläubigen Staatsbürgern, im Blickfeld von Jürgen Habermas

2.1. Leben wir in einer säkularisierten Gesellschaft?

2.1.1. Jürgen Habermas- Eine kontrovers diskutierte Persönlichkeit

2.1.2. „Dialektik der Säkularisierung“

2.1.3. Die Geschichte des Säkularisierungsbewegung

2.1.4. säkular, säkularistisch oder postsäkular?

2.1.5. Von der säkularistischen zur postsäkularen Gesellschaft

2.2. Die Voraussetzungen der Entstehung eines demokratischen Rechtsstaates

2.2.1. Praktische Vernunft: Die Rechtsquelle des säkularen Verfassungsstaates

2.2.2. Das „einigende Band“ der staatsbürgerlichen Solidarität

2.2.3. Die Religion im Zeichen der Säkularisierung

2.2.4. Interkulturelle Zusammenarbeit erwünscht?

3. Interkulturelle Integration- Eine Utopie moderner Gesellschaften?

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das zeitgenössische Zusammenleben zwischen gläubigen und säkularisierten Staatsbürgern in der Bundesrepublik Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der politischen Theorie von Jürgen Habermas. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie ein liberaler, demokratischer Rechtsstaat religiösen Pluralismus integrieren kann, ohne seine säkularen Grundlagen zu gefährden.

  • Analyse des Begriffs der Säkularisierung und des Übergangs zur postsäkularen Gesellschaft.
  • Untersuchung der Voraussetzungen eines demokratischen Rechtsstaates und der Rolle der Vernunft.
  • Diskussion der staatsbürgerlichen Solidarität als Basis für eine gelingende Integration.
  • Bewertung der Möglichkeiten interkultureller Zusammenarbeit in modernen Gesellschaftsordnungen.

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Praktische Vernunft: Die Rechtsquelle des säkularen Verfassungsstaates

Die Herausarbeitung der Rechtsquellen eines säkularen Verfassungsstaates stellt eine wichtige Grundlage dar, um das Verhältnis von Religion und Säkularisierungsgedanken im weiteren Verlauf dieser Arbeit explizit betrachten zu können.

Jürgen Habermas stützt sich bei seiner Argumentation auf die politische Schule des Liberalismus, welche auf eine nichtreligiösen Art und Weise die Grundlagen der demokratischen Verfassungsordnung zu erklären versucht. Diese Annahme basiert auf dem Vernunftrecht, welches Naturrechtslehren in seinen Ansichten und Anschauungen ausschließt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Recht, Vernunft und Selbstbestimmung – Die Basis für einen freiheitlichen, interkulturellen und säkularisierten Staat: Dieses Kapitel führt in die Problematik ein, wie ein säkularisierter Staat seine freiheitlichen Grundlagen bewahren kann, ohne diese autoritär garantieren zu müssen. Es wird die Notwendigkeit einer aktiven Bürgerbeteiligung zur Ausfüllung des demokratischen Raums betont.

2. Das zeitgenössische Zusammenleben zwischen säkularisierten und gläubigen Staatsbürgern, im Blickfeld von Jürgen Habermas: Hier wird der Kern des Zusammenlebens beleuchtet, indem Konzepte wie die "postsäkulare Gesellschaft" definiert und die Bedeutung der praktischen Vernunft als Rechtsquelle für den Verfassungsstaat analysiert werden.

3. Interkulturelle Integration- Eine Utopie moderner Gesellschaften?: Dieses Kapitel diskutiert das Spannungsfeld zwischen religiösem Fundamentalismus und einer säkularen Ordnung sowie die Herausforderungen des Multikulturalismus in einer Zeit, in der weltweite Konflikte auch das Zusammenleben im Inland beeinflussen.

Schlüsselwörter

Säkularisierung, Jürgen Habermas, demokratischer Rechtsstaat, Religion, Vernunft, postsäkulare Gesellschaft, Solidarität, politische Theorie, Multikulturalismus, interkulturelle Integration, Verfassungsstaat, Grundrechte, Liberalismus, staatsbürgerliche Identität, Toleranz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert das komplexe Verhältnis zwischen gläubigen Bürgern und dem säkularen Staat in der heutigen Bundesrepublik Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung zur postsäkularen Gesellschaft, der Funktion des Rechtsstaates und der Rolle religiöser Gemeinschaften in einer liberalen Demokratie.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten eines friedlichen und gleichberechtigten Zusammenlebens unterschiedlicher Weltanschauungen unter dem Dach eines demokratischen Staates zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methodik kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert primär auf einer systematischen Textanalyse zentraler Schriften von Jürgen Habermas, ergänzt durch relevante politikwissenschaftliche Sekundärliteratur.

Was umfasst der inhaltliche Hauptteil?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung der Säkularisierung, die Voraussetzungen für demokratische Rechtsstaatlichkeit sowie die Herausforderungen der interkulturellen Integration.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt am besten beschreiben?

Begriffe wie Säkularisierung, postsäkulare Gesellschaft, Vernunft, Solidarität und demokratischer Rechtsstaat charakterisieren die Arbeit am präzisesten.

Was versteht Habermas unter einer "postsäkularen" Gesellschaft?

Der Begriff beschreibt den Zustand moderner Gesellschaften, in denen die Religion ihren Platz im öffentlichen Raum neu finden und mit säkularen Sichtweisen kommunizieren muss.

Welche Bedeutung kommt dem "einigenden Band" der Solidarität zu?

Dieses Band ist die notwendige Voraussetzung für den Zusammenhalt in einem demokratischen Staat, da die Freiheit allein ohne solidarische Bindung in Vereinzelung führen kann.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Dialektik der Säkularisierung - Über Vernunft und Religion: Jürgen Habermas / Joseph Ratzinger
Subtítulo
Das zeitgenössische Zusammenleben zwischen gläubigen und säkularisierten Staatsbürgern, im Blickfeld von Jürgen Habermas
Universidad
University of the Federal Armed Forces München  (Politikwissenschaften)
Calificación
1,3
Autor
Susanne Lossi (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
26
No. de catálogo
V178844
ISBN (Ebook)
9783656009641
ISBN (Libro)
9783656010302
Idioma
Alemán
Etiqueta
Interkulturelle Integration Jürgen Habermas Säkularisierung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Susanne Lossi (Autor), 2008, Dialektik der Säkularisierung - Über Vernunft und Religion: Jürgen Habermas / Joseph Ratzinger, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178844
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