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Die Sticky Cost Hypothese

Eine vergleichende Analyse empirischer Arbeiten

Título: Die Sticky Cost Hypothese

Tesis de Máster , 2011 , 95 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Stefan Grolms (Autor)

Economía de las empresas - Control de gestión
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In dieser Master Thesis wurden alle publizierten empirischen Arbeiten beginnend mit Anderson et al. (2003), die den Sticky Cost Begriff prägten und das Grundmodell für alle folgenden Regressionen entwickelten, behandelt.

Durch die Variabilität in der Nachfrage findet ein permanenter Trade-Off zwischen Anpassungskosten und Opportunitätskosten statt. In diesem Prozess muss der Manager entscheiden, ob er bei sinkender Nachfrage seine Kosten abbaut oder die unausgelasteten Ressourcen aufrechterhält. Da dieser mit Ungewissheit zu kämpfen hat und ein sofortiger unüberlegter Abbau dem Unternehmen teuer zu stehen kommen kann, wartet er zu, bis Gewissheit besteht, wie sich die zukünftige Nachfrage entwickelt. Die in dieser Wartezeit entstehenden Kosten wurden mit dem Namen Sticky Cost geprägt.

„Specifically, costs are sticky if the magnitude of the increase in costs associated with increase in volume is greater than the magnitude of the decrease in costs associated with an equivalent decrease in volume.“

Bei näherer Betrachtung dieser Wartezeit lassen sich eine Vielzahl von Einflussfaktoren erkennen, die man in zwei grobe Gruppen unterteilen kann. Da der Manager eine zentrale Rolle im Unternehmen spielt, gehen von seinem gegebenen Handlungsspielraum erhebliche Kostenremanenzen aus, resultierend aus Informationsasymmetrien zwischen Eigentümer und Manager oder von den individuellen Charakteristika des Managers selbst. Natürliche Sticky Costs stellen die zweite Gruppe dar, die mechanisch aus der vorhandenen Kostenstruktur oder aus Diseconomies of Scale bei variablen Kosten entstehen.

Somit ist für Entscheidungsträger und Eigentümer unabdingbar zu wissen, wie Sticky Costs entstehen und wie man diese durch beispielsweise eine flexiblere Kostenstruktur oder eine effiziente Corporate Governance mildern kann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Zielsetzung der Arbeit

1.3. Argumentationsgang

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Begriffliche Abgrenzung

2.1.1. Kostenremanenz

2.1.2. Kosten

2.1.3. Remanenz

2.1.4. Opportunismus

2.1.5. Kostenverlauf

3. Überblick über die Sticky Cost Hypothese

3.1. Das traditionelle Konzept der Kostentheorie

3.2. Ursprung und Entwicklung des Begriffs Sticky Cost

3.2.1. Ursachen von Sticky Costs

3.2.1.1. Objektive Ursachen

3.2.2. Gründe für die Entstehung von Sticky Costs

3.2.2.1. Objektive Gründe

3.2.2.2. Subjektive Gründe

3.3. Klassifikation von Sticky Costs

4. Vergleichende Analyse empirischer Arbeiten aus einer übergeordneten Sichtweise

4.1. Recherchemethode

4.2. Sticky Costs im Allgemeinen

4.3. Qualitativer Vergleich wissenschaftlicher Arbeiten

4.3.1. Kosten vs. Nutzen

4.3.2. Opportunismus

4.3.3. Optimismus

4.3.4. SG&A Ratio

4.4. Quantitativer Vergleich der empirischen Arbeiten

4.4.1. Unvermeidbare Sticky Costs

4.4.2. Intendierte und begründbare Sticky Costs

4.4.3. Intendierte und nicht begründbare Sticky Costs

4.4.4. Unternehmerisch nicht intendierte Sticky Costs

4.5. Zusammenfassung der Ergebnisse und Diskussion der Problemstellung

5. Conclusio

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die Einflussfaktoren auf asymmetrisches Kostenverhalten (Sticky Costs) zu identifizieren und zu analysieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob primär managementbezogene Faktoren (Opportunismus, Optimismus) oder strukturelle/natürliche Gegebenheiten (Fixkosten, Arbeitsmarkt) für das Entstehen von Kostenremanenzen verantwortlich sind.

  • Analyse des "Sticky Cost"-Phänomens als Abweichung vom traditionellen Kostenmodell.
  • Untersuchung der Rolle des Managements als Einflussfaktor durch opportunistisches oder optimistisches Verhalten.
  • Qualitativer und quantitativer Vergleich zahlreicher empirischer Studien.
  • Bewertung von strukturellen Faktoren wie Anlagenintensität und Arbeitsmarktcharakteristika.
  • Diskussion über Maßnahmen zur Milderung von Sticky Costs, wie etwa eine verbesserte Corporate Governance.

Auszug aus dem Buch

3.2. Ursprung und Entwicklung des Begriffs Sticky Cost

Wie bereits im definitorischen Kapitel erwähnt, ist das Phänomen der Kostenremanenz oder der Sticky Cost Hypothese kein neues. Die damalige Errungenschaft lag darin, dass die auf Schmalenbach zurückgehende Unterteilung der Kosten (proportional, fix, progressiv und proportional) von Brasch mit seiner „Hystereseschleife“ der Kosten in Frage gestellt wurde. Die nachfolgenden Beiträge vertieften die Materie nur geringfügig, aber verfestigten den Begriff im Bewusstsein der deutschen Literatur. In der Nachkriegszeit befassten sich die beiden Dissertationen von Zechner und Albustin eingehend mit dem Thema, wobei Zechner die Auswirkung der Kostenremanenz auf die Betriebselastizität untersuchte und Albustin eine Ursachen-Wirkungsanalyse zwischen Kostenremanenz und Rechnungswesen durchführte. Schweitzer und Küpper (1970) verglichen die Kostenentwicklung nicht mehr alleine mit der Beschäftigung, sondern zogen auch andere Kostenbeeinflussungsfaktoren heran. Trotz Kritik der Autoren am Modell von Heinen waren nennenswerte Fortschritte nicht zu verzeichnen und lieferten höchstens Denkanstöße für weitere Überlegungen.

In neuester Zeit waren es Anderson et al. (2003), welche die Denkanstöße von Schweitzer und Küpper vertieften, indem sie als Haupteinflussfaktor für die asymmetrische Kostenanpassung den Opportunismus von Managern sehen. Es wird argumentiert, dass bei einem Umsatzrückgang der Manager vor der Wahl steht, die bestehenden Kosten abzubauen oder aufrechtzuerhalten. Da er nicht weiß, ob der Trend nur kurzfristig oder längerfristig ist, wartet er ab, bis nähere Gewissheit über die zukünftige Entwicklung besteht. In dieser Wartezeit fallen Opportunitätskosten für das nicht Ausnutzen vorhandener Kapazitäten an, welche gegen die Transaktionskosten für die Aufkündigung bestehender Verträge abgewogen werden müssen. Neben diesen direkten Kosten entstehen auch indirekte Kosten, wie z.B. organisatorische Kosten durch den Verlust von Moral, wenn befreundete Mitarbeiter gekündigt werden. Außerdem findet auch eine Erosion des Humankapitals statt, da Teamarbeit zerstört wird. Der vorhandene Opportunismus kann Sticky Costs auch durch persönliche Erwägung einleiten, da der Manager seinen eigenen Nutzen maximieren möchte. Als Beispiel könnte genannt werden, dass der Manager keinen Statusverlust durch Kündigung befreundeter Mitarbeitern erleiden möchte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung des Wertmaximierungsziels von Managern unter Unsicherheit ein und erläutert die Relevanz der "Sticky Cost"-Thematik.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert und grenzt die zentralen Begriffe wie Kostenremanenz, Opportunismus und Kostenverläufe ab, um eine Basis für die weitere Untersuchung zu schaffen.

3. Überblick über die Sticky Cost Hypothese: Es erfolgt eine Herleitung des Begriffs Sticky Cost aus der traditionellen Kostentheorie und eine detaillierte Klassifizierung der Ursachen und Gründe für Kostenremanenzen.

4. Vergleichende Analyse empirischer Arbeiten aus einer übergeordneten Sichtweise: Den Schwerpunkt der Arbeit bildend, werden diverse empirische Studien analysiert, methodisch verglichen und hinsichtlich ihrer Ergebnisse zu Sticky Costs bewertet.

5. Conclusio: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, das Verständnis von Sticky Costs für Entscheidungsträger zu schärfen.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Beiträge.

Schlüsselwörter

Sticky Costs, Kostenremanenz, Kostenverhalten, Manager-Opportunismus, Betriebswirtschaft, Unternehmensrechnung, Controlling, Kosten-Nutzen-Analyse, Agency-Theorie, Kapazitätsauslastung, Kostenanpassung, Unternehmenswertmaximierung, empirische Forschung, Anlagenintensität, Arbeitsmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des asymmetrischen Kostenverhaltens ("Sticky Costs"), bei dem Kosten bei sinkender Beschäftigung langsamer abgebaut werden als sie bei steigender Beschäftigung aufgebaut wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen zählen die theoretische Einbettung von Kostenremanenzen, der Einfluss von Managerentscheidungen (Opportunismus, Optimismus) sowie die Wirkung von strukturellen Faktoren wie Anlagenintensität und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist die Klärung der Frage, ob vor allem managementbezogene Faktoren (wie der Opportunismus des Managers) oder strukturelle bzw. natürliche Gegebenheiten das asymmetrische Kostenverhalten am stärksten beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor führt eine vergleichende Analyse verschiedener empirischer Arbeiten durch, katalogisiert diese nach Kriterien und leitet daraus Gemeinsamkeiten, Unterschiede und allgemeine Erkenntnisse ab.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Überblick zur Entstehung des Begriffs und eine umfangreiche vergleichende Analyse empirischer Studien, unterteilt in verschiedene Kategorien von Sticky Costs (unvermeidbar, intendiert, nicht intendiert).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Sticky Costs, Kostenremanenz, Manager-Opportunismus, Kostenmanagement, Agency-Theorie und empirische Analysen.

Warum spielt der "Free Cash Flow" in der Arbeit eine Rolle?

Der Free Cash Flow dient den untersuchten Studien als Proxy für Agency-Probleme; ein hoher Cash Flow korreliert mit stärkerem opportunistischem Verhalten und damit ausgeprägteren Sticky Costs.

Wie beeinflusst die Corporate Governance das Sticky Cost Verhalten?

Eine effektive Corporate Governance kann opportunistisches Verhalten minimieren und den Abbau von Kosten bei sinkenden Erlösen beschleunigen, wodurch der Sticky-Cost-Effekt abgeschwächt wird.

Final del extracto de 95 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Sticky Cost Hypothese
Subtítulo
Eine vergleichende Analyse empirischer Arbeiten
Universidad
Vienna University of Economics and Business  (Abteilung für Unternehmensrechnung und Controlling)
Calificación
2,0
Autor
Stefan Grolms (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
95
No. de catálogo
V178902
ISBN (Ebook)
9783656011613
ISBN (Libro)
9783656011804
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kostenremanenz Sticky Cost
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefan Grolms (Autor), 2011, Die Sticky Cost Hypothese, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178902
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