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Friedrich Nietzsche - Der Wille zu Macht in "Also sprach Zarathustra"

Título: Friedrich Nietzsche - Der Wille zu Macht in "Also sprach Zarathustra"

Trabajo Escrito , 2009 , 19 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XIX
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In dieser Hausarbeit findet sich der Versuch Nietzsches Verständnis vom Willen zur Macht darzustellen, d.h. es soll verdeutlicht werden, was der Wille zur Macht ist und wie er wirkt. Bei meiner Literaturrecherche stellte sich aber die Frage, anhand welcher Texte bzw. Aphorismen ich diese Interpretation durchführen sollte, denn Nietzsche stellt sein Konzept des Willens zur Macht in diversen Werken vor bzw. erwähnt dieses in kurzen Abhandlungen. Die Auswahl wurde zudem erschwert durch den Umstand der Nachlass-Problematik. Dabei handelt es sich um die Frage inwieweit Nietzsches unveröffentlichte Aufzeichnungen zu dem Verständnis des Willens zur Macht beitragen oder ob diese gar das eigentliche Verständnis des Willens zur Macht bilden. Eingeleitet wurde dieser Streit um die Relevanz des Nachlasses durch die Publikation der «Groß-Oktav-Ausgabe» in der das Buch mit dem Titel «Der Wille zur Macht» enthalten ist. Dieses Buch wurde editorisch aus den nachgelassenen, nicht veröffentlichten Aufzeichnungen Nietzsches zusammengestellt und wurde als Nietzsches philosophisches Hauptwerk postuliert. Die Wirkung dieses Buches hallt in der Nietzsche-Forschung bis heute nach.
Eine allumfassende Analyse schien im Rahmen einer Hausarbeit nicht möglich, daher beschränke ich die Ausführungen über den Willen zur Macht auf das veröffentlichte Werk «Also sprach Zarathustra», was meiner Meinung nach einen guten Einblick in das Verständnis des Willens zur Macht gibt. Ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, dass es «zureichend» ist, d.h. Nietzsche hat in dem von ihm veröffentlichen Werk ein in sich geschlossenes, stimmiges Konzept des Willens zur Macht dargestellt. Die Frage ob der Nachlass, wie K. Schlechta behauptet, keine neuen Facetten oder Wesenszüge des Willens zur Macht eröffnet, muss ich als unbeantwortet stehen lassen, denn Ziel dieser Hausarbeit ist der Versuch einer Interpretation des Willens zur Macht auf der Textgrundlage des veröffentlichten Werkes «Also sprach Zarathustra» und nicht ein Versuch zur Beilegung des Streites um die Legitimität des Nachlasses.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Wille zur Macht in «Also sprach Zarathustra»

2.1 Die Makroebene des Willens zur Macht

2.1.1 Der Wille zur Macht als Prinzip des Lebens

2.1.2 Der Wille zur Macht als Wettstreitstifter

2.2 Die Mikroebene des Willens zur Macht

2.2.1 Der Wille zur Macht beim Philosophen

2.2.2 Der Wille zur Macht als Ursprung für «Gehorchen» und «Befehlen»

2.2.3 Der Wille zur Macht als Wille zur Selbstüberwindung

3 Schluss

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, Friedrich Nietzsches Konzept des "Willens zur Macht" anhand seines Werkes "Also sprach Zarathustra" zu interpretieren und dessen Wirkungsweise als treibende Kraft menschlichen Handelns und kultureller Entwicklung darzulegen.

  • Analyse des Willens zur Macht auf Makro- und Mikroebene.
  • Die Rolle des "Schätzens" bei der Entstehung von Moral und Werten.
  • Untersuchung des Wettstreits zwischen Völkern und Individuen.
  • Die Funktion von "Befehlen" und "Gehorchen" in sozialen Hierarchien.
  • Das Prinzip der Selbstüberwindung als schöpferische Kraft.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Der Wille zur Macht als Wettstreitstifter

Nun zu der zweiten These, dass der Wille zur Macht zu einem Wettstreit unter den Völkern bzw. Ländern führt: ausgehend von der Annahme, dass hinter dem «Weltinterpretieren» der Wille zur Macht steht, zeigt sich, dass die Nationen sich jeweils andere Attribuierungen oder Werte als ihre Mitstreiter geben. „Was da macht, dass es [das Volk selbst] herrscht und siegt und glänzt, seinem Nachbarn zu Grauen und Neide: das gilt ihm das Hohe, das Erste, das Messende, der Sinn aller Dinge“ (Nietzsche 1883-1885: 71). Dies veranschaulicht den Wettkampfgeist, denn jede Nation will herrschen und glänzen und zwar in Relation zu seinen Nachbarn. Nietzsche führt nun vier Beispiele aus der Menschheitsgeschichte an, um seine These, dass der Mensch erst die Moral nach seiner Auslegung definierte, zu untermauern.

1. „’Immer sollst du der Erste sein und den andern vorragen: Niemanden soll deine eifersüchtige Seele lieben, es sei denn den Freund’ – diess machte einem Griechen die Seele zittern: dabei gieng er seinen Pfad der Grösse“ (Nietzsche 1883-1885: 72).

2. „’Wahrheit reden und gut mit Bogen und Pfeil verkehren’ – so dünkte es jenem Volk zugleich lieb und schwer, aus dem mein Name kommt – der Name, welcher mir zugleich lieb und schwer ist“ (Nietzsche 1883-1885: 72).

3. „’Vater und Mutter ehren und bis in die Wurzel der Seele hinein ihnen zu Willen sein’: diese Tafel der Ueberwindung hängte ein andres Volk über sich auf und wurde mächtig und ewig damit“ (Nietzsche 1883-1885: 72).

4. „’Treue üben und um der Treue Willen Ehre und Blut auch an böse und gefährliche Sachen setzen’: also sich lehrend bezwang sich ein anderes Volk, und also sich bezwingend wurde es schwanger und schwer von grossen Hoffnungen“ (Nietzsche 1883-1885: 72).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung diskutiert die Problematik des Nachlasses von Nietzsche und begründet die Entscheidung, sich zur Analyse des Willens zur Macht ausschließlich auf das Werk "Also sprach Zarathustra" zu stützen.

2 Der Wille zur Macht in «Also sprach Zarathustra»: Dieses Kapitel analysiert das Konzept Nietzsches auf einer Makroebene der Völker sowie einer Mikroebene des Individuums und beleuchtet die Entstehung von Moral durch "Schätzen".

2.1 Die Makroebene des Willens zur Macht: Hier wird der Wille zur Macht als Lebensprinzip sowie als Motor für den kulturellen Wettstreit zwischen verschiedenen Völkern und deren Wertesystemen untersucht.

2.1.1 Der Wille zur Macht als Prinzip des Lebens: Dieser Abschnitt verknüpft das Konzept des "Schätzens" als wertsetzende Tätigkeit mit dem Willen zur Macht als fundamentale Lebensbedingung.

2.1.2 Der Wille zur Macht als Wettstreitstifter: Das Kapitel erläutert, wie Nationen durch die Etablierung eigener, gegensätzlicher Wertesysteme in einen notwendigen Wettkampf um Vorherrschaft treten.

2.2 Die Mikroebene des Willens zur Macht: Die Untersuchung verlagert sich auf die Ebene des Einzelnen, insbesondere des Philosophen, und analysiert Machtverhältnisse innerhalb der Gesellschaft.

2.2.1 Der Wille zur Macht beim Philosophen: Hier wird die Rolle des Philosophen analysiert, der die Welt interpretiert und durch die Definition von "Gut" und "Böse" seine eigene Macht festigt.

2.2.2 Der Wille zur Macht als Ursprung für «Gehorchen» und «Befehlen»: Der Abschnitt beschreibt das dynamische System von Befehl und Gehorsam als natürliches, auf Willen zur Macht basierendes Hierarchieprinzip.

2.2.3 Der Wille zur Macht als Wille zur Selbstüberwindung: Dieses Kapitel arbeitet das Konzept der Selbstüberwindung heraus, bei dem ein Individuum oder System sich stetig selbst infrage stellt und übersteigt.

3 Schluss: Das Schlusskapitel fasst zusammen, dass der Wille zur Macht das universelle Grundmotiv menschlichen Handelns und der Zivilisationsentwicklung darstellt.

Schlüsselwörter

Friedrich Nietzsche, Wille zur Macht, Also sprach Zarathustra, Schätzen, Wertesystem, Moral, Selbstüberwindung, Makroebene, Mikroebene, Wettstreit, Gehorchen, Befehlen, Interpretation, Philosophie, Lebendiges.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Nietzsches Verständnis des "Willens zur Macht" und analysiert, wie dieses Konzept im Werk "Also sprach Zarathustra" als grundlegende Kraft menschlichen Handelns und kultureller Interpretation dargestellt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören das "Schätzen" als wertsetzende Tätigkeit, die Dynamik von "Befehlen" und "Gehorchen", die Bedeutung von Moral als Machtinstrument sowie das Konzept der stetigen Selbstüberwindung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich der Wille zur Macht auf globaler Ebene (Völker) und individueller Ebene (Philosophen/Menschen) manifestiert und eine in sich stimmige Auslegung des Konzepts anhand der gewählten Textgrundlage zu erarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophische Textanalyse, bei der zentrale Begriffe und Aphorismen aus "Also sprach Zarathustra" interpretiert und in den Kontext der Nietzsche-Forschung (unter Einbezug von Autoren wie Müller-Lauter oder Kaufmann) gestellt werden.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Makroebene, die das Verhältnis zwischen Völkern betrachtet, und die Mikroebene, die menschliche Hierarchien, die Rolle des Philosophen und die Selbstüberwindung des Individuums fokussiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Publikation?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wille zur Macht, Schätzen, Interpretation, Moral, Wettstreit, Selbstüberwindung und die Interaktion von Befehl und Gehorsam charakterisiert.

Warum unterscheidet Nietzsche zwischen einer Makro- und einer Mikroebene?

Nietzsche unterscheidet diese Ebenen, um zu zeigen, dass der Wille zur Macht sowohl die großen kulturhistorischen Entwicklungen (Völker/Staaten) als auch die unmittelbare soziale Interaktion und die psychologische Entwicklung des Individuums gleichermaßen durchdringt.

Wie spielt das "Schätzen" bei der Erschaffung von Moral eine Rolle?

Das "Schätzen" ist die fundamentale Tätigkeit des Menschen, der Welt Bedeutung und Wert zu verleihen. Durch dieses Schätzen werden Moralvorstellungen erst konstituiert, was es zur primären Funktion des Willens zur Macht macht.

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Detalles

Título
Friedrich Nietzsche - Der Wille zu Macht in "Also sprach Zarathustra"
Universidad
Ruhr-University of Bochum  (Institut für Philosophie)
Curso
Macht und Gewalt
Calificación
2,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
19
No. de catálogo
V178910
ISBN (Ebook)
9783656011576
ISBN (Libro)
9783656011750
Idioma
Alemán
Etiqueta
Nietzsche Wille zur Macht Zarathustra Wertesetzung Entwicklung Moralsystem Entwicklung Gesellschaft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2009, Friedrich Nietzsche - Der Wille zu Macht in "Also sprach Zarathustra", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178910
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