Die nachfolgende Arbeit befasst sich mit der Frage, welche Probleme mit dem Internet als neues Medium in den Bereichen Medienpolitik und Medienrecht auftreten. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht in der Zeitung, im Radio, im Fernsehen oder im Internet selbst über Möglichkeiten oder Missbrauch des selbigen und über mögliche Lösungen berichtet oder diskutiert wird. Das Internet spielt eine immer stärkere Rolle in allen Lebensbereichen wie z.B. bei der Informationsbeschaffung und Kommunikation. Es stellt neue Anforderungen an Konsumenten, Anbieter und nicht zuletzt an die Politik, den Rechts- und Staatsapparat. Vor diesem Hintergrund wuchs in mir das Interesse, mich damit zu befassen, wie mit diesen Anforderungen umgegangen wird, wo die Probleme liegen, welche Lösungen diskutiert werden und welche Zukunftstendenzen dabei erkennbar sind. Technische Aspekte werden weitgehend aussen vor gelassen und aufgrund ihrer Komplexität teilweise vereinfacht oder nicht komplett dargestellt. In rechtlicher Hinsicht wird hauptsächlich die Schweiz betrachtet, jedoch eher im Generellen und nicht paragraphenspezifisch.
Zuerst werde ich eine Auswahl der Probleme behandeln, welche sich auf Grund der unterschiedlichen Nutzung des Internets ergeben, und mögliche Lösungsansätze aufzeigen. Des Weiteren gehe ich auf die rechtlichen Aspekte –sowohl der Schweiz als auch der deutschsprechenden Nachbarstaaten – ein. Schlussendlich werde ich noch einige Punkte bezüglich Zukunftsperspektiven erwähnen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Möglichkeiten der Internetnutzung – Probleme und Lösungsansätze
2.1 Verschiedene Internetnutzungsmöglichkeiten
2.1.1 Informationsbeschaffung
2.1.2 E-Mails, Communities, Foren und Chats
2.1.3 E- Banking und Online Shopping
2.2 Missbrauch und rechtliche Aspekte
2.2.1 Rechtliche Aspekte in der Schweiz
2.2.2 Rechtliche Aspekte in Europa
2.2.2.1 Rechtliche Aspekte in Österreich
2.2.2.2 Rechtliche Aspekte in Deutschland
3. Zukunftstendenzen
4. Schlusswort/Zusammenfassung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die medienpolitischen und medienrechtlichen Herausforderungen, die durch die zunehmende Nutzung des Internets entstehen. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie der Staat angemessen auf Kriminalität und Missbrauch im digitalen Raum reagieren kann, ohne die legale Nutzung für die breite Bevölkerung zu behindern.
- Analyse der verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten des Internets (Information, Kommunikation, E-Commerce).
- Untersuchung von Missbrauchsformen und den daraus resultierenden rechtlichen Problematiken.
- Betrachtung der Haftungsfragen für verschiedene Internet-Provider.
- Diskussion über die Rolle des Staates, Regulierungsbedarf und Zukunftsperspektiven der Internetnutzung.
Auszug aus dem Buch
2.1 Verschiedene Internetnutzungsmöglichkeiten
Das Internet gestattet dem Nutzer Informationen aus aller Welt abzurufen wie z.B. die Seite einer ausländischen Zeitung. Er kann mit Hilfe von E-Mails, Chats, Communities und Foren ohne grossen (Kosten)-Aufwand Kontakte in alle Welt unterhalten. Er kann seine Bankgeschäfte jederzeit von zu Hause aus erledigen, genau so wie seine Einkäufe. Das Internet ist ein globales Medium, welches einem immer und überall erlaubt, auf alle verfügbaren Informationen und Dienstleistungen zuzugreifen. Die Menge und Anzahl der Angebote, Möglichkeiten, Seiten und Informationen ist gigantisch. Und genau diese Grösse stellt ein Problem dar.
2.1.1. Informationsbeschaffung
Die Schwierigkeit besteht darin, die vom Nutzer gewünschten Informationen in dieser Menge zu finden. Dazu gibt es Suchmaschinen wie Google2 etc. Doch die Bewertung und Auswahl der Suchresultate obliegt dem Nutzer. Und es ist oft nicht möglich zwischen „guten“, korrekten Informationen und falschen oder unkorrekten zu unterscheiden. So erwähnt beispielsweise der schweizerische Presserat in seiner Stellungsname vom 18.August 2000, dass im Internet „ die Grenzen zwischen den verschiedenen Gattungen von Informationen, also zwischen Propaganda, Werbung, Selbstdarstellung, Unterhaltung und journalistisch bearbeiteten Nachrichten, verwischt sind“ (Presserat Schweiz 2000).Immer mehr Gewicht erlangen deswegen Markennamen, wie z.B. die Seite einer bekannten Zeitung oder eines renommierten TV – Senders.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Internets als neues Medium im Kontext von Medienpolitik und Medienrecht ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit.
2. Möglichkeiten der Internetnutzung – Probleme und Lösungsansätze: Dieses Kapitel behandelt die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Internets, identifiziert typische Gefahren wie Missbrauch und diskutiert rechtliche Rahmenbedingungen sowie Haftungsfragen für Provider.
3. Zukunftstendenzen: Hier werden zukünftige Entwicklungen wie die Medienkonvergenz, der digitale Kinderschutz und die Bedeutung der digitalen Bildung für eine erfolgreiche Internetnutzung analysiert.
4. Schlusswort/Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer zeitgemäßen Gesetzgebung bei gleichzeitigem Erhalt der Nutzbarkeit des Internets.
Schlüsselwörter
Internet, Medienrecht, Medienpolitik, Providerhaftung, Online-Sicherheit, Cyberkriminalität, Internetnutzung, Digitales Zeitalter, Medienkonvergenz, Datenschutz, Kinderschutz, E-Commerce, Phishing, Spam, Anonymität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den medienrechtlichen und medienpolitischen Herausforderungen, die sich durch die Nutzung des Internets ergeben, insbesondere im Hinblick auf Missbrauch und Kriminalität.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Schwerpunkten zählen die verschiedenen Möglichkeiten der Internetnutzung, rechtliche Aspekte im In- und Ausland sowie die Haftungsfragen verschiedener Provider-Typen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein Staat sinnvoll gegen Internetkriminalität vorgehen kann, ohne dabei die legalen Nutzungsmöglichkeiten für die Allgemeinheit einzuschränken.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehend aus einschlägiger Fachliteratur, Vorlesungsunterlagen sowie offiziellen Stellungnahmen und Berichten von Behörden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Internetnutzungsmöglichkeiten (Information, Kommunikation, E-Banking) sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Missbrauchsformen und der rechtlichen Verantwortlichkeit in der Schweiz, Deutschland und Österreich.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Internetrecht, Providerhaftung, Medienkonvergenz, Cyberkriminalität und digitaler Konsumentenschutz charakterisieren.
Welche Rolle spielt die Anonymität im Internet laut der Autorin?
Die Anonymität wird als ein zentrales Problem benannt, das einerseits Möglichkeiten bietet, aber andererseits die rechtliche Verfolgung von Straftätern erheblich erschwert.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Provider-Typen bei der Haftbarkeit?
Die Arbeit differenziert zwischen Carriern, Netzwerk-Providern, Access-Providern, Hosting-Providern, Online-Service-Providern und Content-Providern, da diese je nach technischer Rolle unterschiedliche Verantwortung tragen.
- Citar trabajo
- Nina Ratavaara (Autor), 2005, Die Problematik des Internets im Bezug auf Medienrecht und Medienpolitik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178923