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Prävention von sexuellem Mißbrauch

Wieviel und/oder was ist sinnvoll?

Título: Prävention von sexuellem Mißbrauch

Ensayo , 2011 , 11 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Daniel Rahn (Autor)

Pedagogía - Psicología pedagógica
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Fast wöchentlich hört, sieht oder liest man von sexuellem Missbrauch an – in seltenen Fällen auch durch – Kindern und Jugendlichen. Erst jüngst wurde ein Fall bekannt, in dem ein Mann ein Baby mehrfach missbraucht haben soll, davon ein Video aufzeichnete und dies dann ins Internet stellte. Diese Straftat nach § 176 StGB ist jedoch kein Phänomen bestimmter sozia-ler Schichten, Ethnien oder Religionen, sondern zieht sich quer durch die gesamte Gesell-schaft. Als Beispiele ist hier auf die Fälle am Canisius Kolleg Berlin oder die katholische Odenwaldschule , beide von 2010, verwiesen.
Dieser Essay möchte zunächst einmal klären, was sexueller Missbrauch ist um zum einen einen gemeinsamen Konsens für mich und den Leser zu schaffen, auf dem die Arbeit fußt, und zum anderen für eine bessere Verständlichkeit zu sorgen. Anschließend Formen der Prä-vention beschreiben. Des Weiteren sollen Ansätze von Präventionsprogrammen dargelegt werden, bevor ich sie an drei ausgewählten Beispielen skizziere. Unter Prävention folgendes verstehen: „Als Prävention (vom lateinischen praevenire für „zuvorkommen, verhüten“)bezeichnet man vorbeugende Maßnahmen, um ein unerwünschtes Ereignis oder eine unerwünschte Entwicklung zu vermeiden. Ganz allgemein kann der Begriff mit „vorausschauender Problemvermeidung“ übersetzt werden.“ Prävention hat demnach das Ziel, negative Ereignisse vor ihrem Eintreten zu vermeiden und die Voraussetzung zu schaffen, das Risiko oder die Risiken, die möglicherweise Nachteile oder Schaden für die einzelne Person entstehen lassen, frühzeitig respektive rechtzeitig wahr-zunehmen und zu benennen, um dann gezielt entgegen wirken können . Prävention per se straft und belohnt, droht und ermutigt, schreckt ab und belehrt, sammelt und sondert aus, ent-zieht Ressourcen und teilt sie zu, installiert technische Kontrollsysteme und nutzt soziale Netzwerke .
Unter Missbrauch bei Kindern und Jugendliche allgemein ist folgendes zu verstehen:
gewaltsame psychische und/oder physische Beeinträchtigung von Kindern und Jugendlichen durch Eltern, Erziehungsberechtigte und Erwachsene in der näheren Umgebung . Diese Be-einträchtigungen können – so die Autoren – „durch aktive Handlungen (z.B. körperliche Misshandlung, sexuellen Missbrauch, verbale Beschimpfungen und Entwertungen), aber auch durch Unterlassungen (z.B. physische oder emotionale Vernachlässigung) bedingt sein“ .

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Was ist nun sexueller Missbrauch?

2. Formen der Prävention

3. Präventionsprogramme und ihre unterschiedlichen Ansätze

3.1 Allgemeine Vorüberlegungen

3.2 Kurzportrait ausgewählter Präventionsprogramme

4. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen Aspekte der Prävention von sexuellem Missbrauch bei Kindern und Jugendlichen. Ziel ist es, durch die Klärung grundlegender Begrifflichkeiten und die Analyse verschiedener Präventionsformen sowie ausgewählter Interventionsprogramme aufzuzeigen, wie Kinder effektiv gestärkt und vor Übergriffen geschützt werden können, wobei ein besonderer Fokus auf die Rolle von Schule, Eltern und Gesellschaft gelegt wird.

  • Definition und Abgrenzung von sexuellem Missbrauch
  • Differenzierung der Präventionsformen (primär, sekundär, tertiär)
  • Kritische Analyse von Präventionsansätzen im schulischen Kontext
  • Vorstellung und Vergleich bewährter Präventionsprogramme
  • Bedeutung der kindlichen Kompetenzstärkung und Selbstbestimmung

Auszug aus dem Buch

3.2 Kurzportrait ausgewählter Präventionsprogramme

Als ein Beispiel für ein Präventionsprogramm, das Kinder als Zielgruppe anspricht, ist das Programm „Mein Körper gehört mir!“ zu erwähnen. Dieses Programm richtet sich an Kinder ab dem achten Lebensjahr bzw. Kinder in der dritten oder vierten Klasse. Durchgeführt wird es in drei Schulstunden im Abstand von je einer Woche. Es handelt sich um ein theaterpädagogisches Programm, mit dem Ziel, „mit den Mitteln des Theaters, mit Geschichten und Identifikationsfiguren“ der Kinder, spielerisch die Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Dabei sollen ihre Gefühle ernst genommen werden und helfen, selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen damit sie besser vor sexueller Gewalt geschützt sind.

Die Kinder werden ermutigt, ihre Gefühle zu fühlen, zu benennen und sie zu zeigen – auch über Nein-Gefühle zu sprechen und sich helfen zu lassen. In den Spielszenen geht es u.a. um Haarziepen oder das Poanfassen durch den Nachbarn. Die Szenen sollen zeigen, wie körperliche Grenzen der Kinder im Alltag verletzt werden können und sie dafür zu sensibilisieren. Eine der Grundbedingungen nach Amann und Wipplinger wird in diesem Programm erfüllt, nämlich die ständige Wiederholung (hier bis zur sechsten Klasse) und somit die Sensibilisierung für das Erkennen des sexuellen Missbrauchs.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel definiert den Begriff des sexuellen Missbrauchs und führt in die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen ein, um Kinder besser vor Übergriffen zu schützen.

1.1 Was ist nun sexueller Missbrauch?: Hier erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Definition von Missbrauch, insbesondere unter Berücksichtigung der Macht- und Autoritätsgefälle zwischen Tätern und Opfern.

2. Formen der Prävention: Das Kapitel erläutert die verschiedenen Abstufungen der Prävention, unterteilt in primäre, sekundäre und tertiäre Ansätze zur Reduktion und Aufdeckung von Missbrauchsfällen.

3. Präventionsprogramme und ihre unterschiedlichen Ansätze: Dieser Abschnitt diskutiert die methodische Gestaltung von Programmen und die Frage, in welchem Alter und durch wen Präventionsarbeit sinnvoll geleistet werden kann.

3.1 Allgemeine Vorüberlegungen: Hier werden pädagogische Überlegungen zum optimalen Zeitpunkt und zur Qualifikation der durchführenden Personen bei Präventionsmaßnahmen reflektiert.

3.2 Kurzportrait ausgewählter Präventionsprogramme: Es werden beispielhaft drei Programme vorgestellt, um die praktische Umsetzung von Präventionszielen wie der Stärkung des Selbstbewusstseins und der Wahrung körperlicher Grenzen zu illustrieren.

4. Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert ein verstärktes gesellschaftliches und politisches Engagement zur Unterstützung von Opfern und zur Optimierung von Präventionsprogrammen.

Schlüsselwörter

Sexueller Missbrauch, Prävention, Kinderschutz, Präventionsprogramme, Sexualisierte Gewalt, Selbstbewusstsein, Körpergrenzen, Sexualaufklärung, Opferhilfe, Täterprävention, Theaterpädagogik, Erziehung, Kindeswohl, Psychologische Aspekte, Machtmissbrauch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Kinder und Jugendliche durch präventive Maßnahmen effektiv vor sexuellem Missbrauch geschützt werden können und welche Rolle dabei pädagogische Programme spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Missbrauch, der Einteilung der Präventionsstufen und der praktischen Evaluation spezifischer Schulprojekte zur Förderung der kindlichen Selbstbestimmung.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für sinnvolle Präventionsarbeit zu schaffen, das über die bloße Aufklärung hinausgeht und Kinder dazu befähigt, eigene Grenzen zu erkennen und zu verteidigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Ansätze aus der Präventionsforschung mit spezifischen Programmen wie „Mein Körper gehört mir!“ oder „Power Child“ verknüpft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Systematik von Präventionsformen und untersucht die methodischen Vor- und Nachteile der Durchführung solcher Programme durch schulinternes oder externes Personal.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Prävention, sexueller Missbrauch, Empowerment, körperliche Selbstbestimmung, pädagogische Intervention und Sensibilisierung.

Warum hält der Autor den Beginn von Präventionsprogrammen im Kindergarten für fraglich?

Der Autor argumentiert, dass Kinder im Vorschulalter aufgrund ihres eingeschränkten Verbalisierungsvermögens möglicherweise überfordert sein könnten und Präventionsprogramme daher in einem höheren Alter (ab ca. 8 Jahren) zielführender seien.

Welche Rolle spielt die Politik laut dem Fazit der Arbeit?

Politik und Öffentlichkeit werden in die Pflicht genommen, nicht nur die Täterarbeit zu fokussieren, sondern vor allem die langfristige Finanzierung von Hilfe für die betroffenen Opfer und deren Familien sicherzustellen.

Final del extracto de 11 páginas  - subir

Detalles

Título
Prävention von sexuellem Mißbrauch
Subtítulo
Wieviel und/oder was ist sinnvoll?
Universidad
University of Frankfurt (Main)
Calificación
1,7
Autor
Daniel Rahn (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
11
No. de catálogo
V179003
ISBN (Ebook)
9783656012542
ISBN (Libro)
9783656012603
Idioma
Alemán
Etiqueta
Prävention sexuell Missbrauch Präventionsprogramm sexueller Missbrauch
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniel Rahn (Autor), 2011, Prävention von sexuellem Mißbrauch , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179003
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