Das lebenslange Lernen auf Grundlage der Lissabon-Strategie in Verbindung mit dem deutschen Qualifikationsrahmen


Seminararbeit, 2010

18 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die Lissabon-Strategie

Der deutsche Qualifikationsrahmen

Lebenslanges Lernen

Verbindungen zwischen Lissabon-Strategie, dem deutschen Qualifikationsrahmen und dem lebenslangen Lernen

Quellen

Einleitung

Das Seminar „lebenslanges Lernen in der Wissensgesellschaft“ brachte einen ersten Eindruck in einen der, meiner Meinung nach, wichtigsten Themenbereiche der aktuellen Pädagogik. Das lebenslange Lernen, so sagte es unsere Dozentin, „bezeichnet nicht nur eine Umstrukturierung der Erwachsenenbildung sondern ist ein gesellschaftlicher Imperativ“ (siehe: Thomsen, ATT00004, Folie 4). Unter gesellschaftlichem Imperativ verstehe ich, dass jedes Individuum in einer Gesellschaft sich nicht nur aus eigenem Antrieb ein Leben lang weiterbilden sollte, sondern dass die Gesellschaft es eigentlich auch von ihm verlangen kann, da jeder Mensch für die Gesellschaft und ihr Weiterkommen verantwortlich ist und sich somit weiterbilden muss. Die EU-Kommission hat eine ähnliche Beschreibung dazu gemacht, und zwar: „Lebenslanges Lernen ist nicht mehr bloß ein Aspekt von Bildung und Berufsbildung, vielmehr muss es zum Grundprinzip werden, an dem sich Angebot und Nachfrage in sämtlichen Lernkontexten ausrichten“ (siehe: Thomsen, ATT00007, Folie 33). Weitere Inhalte dieses Seminars waren eine Definition der Wissensgesellschaft, sowie empirische Studien zu biographischen Lern- und Bildungsprozessen. Diese weiteren Seminarinhalte sind für diese Arbeit aber nicht von großer Bedeutung, sodass ich darauf nicht näher eingehen möchte.

Das lebenslange Lernen und die Lissabon-Strategie waren nicht nur Kernpunkte des Seminars „lebenslanges Lernen in der Wissensgesellschaft“, sondern fanden auch große Beliebtheit in vielen anderen Seminaren, die ich in den ersten drei Trimestern belegen durfte. So zum Beispiel in den Bereichen der Berufs- und Betriebspädagogik. Hier lernten wir den Zusammenhang des lebenslangen Lernens mit dem deutschen Qualifikationsrahmen, weshalb ich diesen in diese Hausarbeit mit einbringen werde.

Aber warum ist das Thema der Hausarbeit nicht nur für angehende Pädagogen wichtig? Das lebenslange Lernen betrifft alle Manschen in Deutschland, der europäische Union und eventuell sogar Weltweit. Wie bereits angeschnitten ist das lebenslange Lernen ein Imperativ und somit eine Pflicht jedes Individuums. Demnach sollte sich jeder, der zurzeit in einem Beruf tätig ist, einen Beruf lernt, oder auch nach dem Arbeitsleben auf dem neusten Stand bleiben möchte, ständig Weiterbilden und Lernen. Also beschäftigt sich jeder mit diesem Thema, ob nun bewusst, indem man speziell Weiterbildungen und neue Qualifikationen anstrebt oder nicht bewusst, aber dennoch gegebenenfalls vom Arbeitgeber motiviert, sich weiterzubilden und nicht stehen zu bleiben. Wie man also leicht sieht geht das Thema jeden etwas an, ob man das nun will oder auch nicht.

Um die Arbeit zu strukturieren werde ich versuchen folgende Fragestellungen anzusprechen und zu klären: Warum hat die europäische Union sich für das lebenslange Lernen interessiert?, Welche Ziele hatte die Lissabon-Strategie?, Wie wurden diese Ziele umgesetzt?, Warum spielt der deutsche Qualifikationsrahmen eine große Rolle, wenn es um lebenslanges Lernen geht?, Welche Funktionen und Ziele hat der deutsche Qualifikationsrahmen?, Wie weit ist Deutschland mit der Umsetzung des deutschen Qualifikationsrahmens?, Was bedeutet lebenslanges Lernen?, Warum sollte man lebenslang lernen?, Welchen Zusammenhang gibt es zwischen lebenslangem Lernen, der Lissabon-Strategie und dem deutschen Qualifikationsrahmen?

Dies sind Fragen, die mich während des Seminars „lebenslanges Lernen in der Wissensgesellschaft“ und in Vorbereitung auf diese Hausarbeit beschäftigten.

Die Lissabon-Strategie

Bereits im Jahre 1999 beschäftigten sich 29 europäische Bildungsminister mit dem europäischen Bildungssystem. Der sogenannte Bologna-Prozess wird heutzutage allen Studenten ein Begriff sein. Die europäische Union wollte bis zum Jahre 2010 ein einheitliches europäisches Hochschulwesen schaffen. Aufgrund dessen trafen sich die 29 Bildungsminister im Italienischen Bologna. Stichwörter dieses Prozesses sind im Wesentlichen die neuen europaweiten Abschlüsse „Bachelor“ und „Master“. Aber dies war nicht das Ende der Weiterentwicklung des Bildungssystems innerhalb Europas. Am 23. und 24. März 2000 traf sich der europäische Rat in Lissabon, um weitere Vereinbarungen zu treffen. Die Sogenannte Lissabon-Strategie oder auch Lissabon-Agenda entstand. Das Herzstück der Lissabon –Agenda ist das Ziel, die EU durch zahlreiche Politikerforum sowie durch Investitionen und andere makroökonomische Maßnahmen zur wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Wissensgesellschaft der Welt zu machen“ (siehe: Mandl, 2007, S. 4). „Unter Leitung der Präsidentin des Europäischen Parlaments, Frau Nicole Fontaine, versuchte der europäische Rat ein neues strategisches Ziele festzulegen, indessen Rahmenbeschäftigung, Wirtschaftsreform und sozialer Zusammenhalt als Bestandteil einer wissensbasierten Wirtschaft gestärkt werden sollen“ (siehe: Europäischer Rat, 2000, S.1). Neben Hauptthemen wie "Modernisierung des sozialen Schutzes", "Förderung des Sozialen“ und „mehr und bessere Arbeitsplätze für Europa“ war ein Hauptthema 2000 in Lissabon sowie die „Bildung und Ausbildung für das Leben und Arbeiten in der Wissensgesellschaft“ (vgl.: Europäischer Rat, 2000, S.9-11). „Europas Bildungs- und Ausbildungssystem müsse sich auf den Bedarf der Wissensgesellschaft und die Notwendigkeit von mehr und besserer Beschäftigung einstellen. Sie werden Lern- und Ausbildungsmöglichkeiten anbieten müssen, die auf bestimmte Zielgruppen verschiedenen Lebensphasen zugeschnitten sind: junge Menschen, arbeitslose Erwachsene sowie Beschäftigte, bei denen die Gefahr besteht, dass ihre Qualifikation mit dem raschen Wandel nicht Schritt halten kann. Dieses neue Konzept sollte drei Hauptkomponenten aufweisen: Entwicklung lokaler Lernzentren, Förderung neuer Grundfertigkeiten, insbesondere in Bereichen der Informationstechnologie und größere Transparenz der Befähigungsnachweise“ (siehe: Europäischer Rat, 2000, S. 9). In diesem Themenbereich wurden vorerst sechs Ziele vereinbart. Erstens sollten die Humankapitalinvestitionen von Jahr zu Jahr gesteigert werden, die Zahl der 18-24-jährigen mit einem Sekundarstufe I Abschluss sollte halbiert werden, Schule und Ausbildungszentren sollen Lernpartnerschaften gründen, Ziele des lebenslangen Lernens, wie zum Beispiel Erwerb von Fertigkeiten, Fremdsprachen, technologische Kultur, Unternehmensgeist und soziale Fertigkeiten, wurden europaweit einheitlich, die Mobilität von Schülern, Studenten, Lehrer an und anderen Lehrpersonal sollen gefördert werden und das letzte Ziel war es ein gemeinsames europäisches Muster für Lebensläufe zu entwickeln. (vgl.: Europäischer Rat, 2000, S. 9-10). Weiterhin wurden drei Generalsthemen formuliert, an denen sich die Bildungsminister der EU orientieren sollten. Erstens eine höhere Qualität und besserer Wirksamkeit der allgemeinen und beruflichen Bildung, zweitens einen leichteren Zugang zu den Systemen der allgemeinen und beruflichen Bildung für alle und drittens die Öffnung der Bildungssysteme gegenüber der Welt. Diese Ziele wurden freiwillig festgelegt und durch die EU nach der Methode der offenen Koordinierung kontrolliert. Die Mitgliedsstaaten waren angehalten, diese Ziele innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu erreichen. So genannte Benchmarks, also Indikatoren und Richtwerte zur Erreichung dieser Ziele, wurden festgelegt, um die Ergebnisse der einzelnen Mitgliedstaaten messen und vergleichen zu können. Beim Verfehlen von Zielen durch einzelne Mitgliedsstaaten wurden von der EU keine Sanktionen angeordnet. Es ging vielmehr darum, dass die Mitgliedstaaten voneinander lernen und vorbildliche Praktiken austauschen. Die Bildungsminister der EU haben sich bis Mai 2003 auf fünf Benchmarks geeinigt: 1.: Bis 2010 soll ein EU- Durchschnittswert von höchstens 10 % frühzeitiger Schulabbrecher erreicht werden. 2.: Die Gesamtzahl der Hochschulabsolventen in Mathematik, Naturwissenschaften und Technik in der EU soll bis 2010 um mindestens 15 % steigen. Zugleich soll das Geschlechterungleichgewicht in diesen Studienrichtungen abnehmen. 3.: Bis 2010 soll mindestens 85 % der 22- jährige in der EU die Sekundarstufe II geschlossen haben. 4.: Bis 2010 soll der Anteil der 15-jährigen in der EU, die im Bereich Lesekompetenz Minderleistungen aufweisen, gegenüber 2000 um mindestens 20 % gesunken sein. 5.: Bis 2010 soll der EU-Durchschnitt der Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter (25-64 Jahre), die sich am lebenslangen Lernen beteiligen, mindestens 12,5 % betragen (vgl.: Mandl, 2007, S. 4-5). Wie man sieht hat der europäische Rat im März 2000 viele Ziele aufgestellt, die er innerhalb von 10 Jahren erreichen wollte. In Lissabon gingen die Politiker noch von einer positiven Wirtschaftslage in den kommenden Jahren in Europa aus, die durch gezielte Maßnahmen weiter gefördert werden sollte. Jedoch blieb die Lage nicht so positiv. Im Jahre 2001 brach die Konjunktur in Europa ein, was sehr problematischen für die Lissabon-Strategie war. Die reale Wachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes brach um mehr als die Hälfte ein. Von europaweit im Jahre 2000 3,9 % runter auf 1,6 % im Jahre 2005 (vgl.: Linzbach, 2007, S. 151). Hierzu trugen in erster Linie die Anschläge auf das World Trade Center in New York vom 11. September 2001 gravierend bei, woraufhin die Wirtschaft zusammenbrach und die Börse weltweit Verluste zu verzeichnen hatte. Dies führte dazu, dass die Ziele der Lissabon-Strategie als nicht mehr zu erreichen schienen.

Am 22. Und 23. März 2005 trafen sich alle Staats- und Regierungschefs der EU zu einem Gipfel in Brüssel, der so genannte Halbzeitbilanz. . Hier wurde nochmals klargestellt, dass die ursprünglichen Ziele für das Jahr 2010 nicht erreichbar sein, dennoch aber grundsätzlich an der Strategie von 2000 festgehalten werden musste. Der europäische Rat beschloss also eine sogenannte „Neubelebung der Lissabons-Strategie“. Hauptsächlich sollten diese Ziele durch Förderung der Wirtschaft, Innovation und die Erschließung von Humankapital erreicht werden, wie es auch die ursprüngliche Lissabon-Strategie von 2000 vorsah. Jedoch wurde die Methode der offenen Koordinierung abgeschafft, da diese sich als wenig effektiv erwies. Die revidierte Lissabon-Strategie wurde nun mit einem Koordinationsmechanismus überprüft, der ein mehrstufiges Verfahren beinhaltet, was in dreijährigen Zyklen abläuft. Der erste Zyklus begann direkt nach dem Gipfel in Brüssel 2005, der zweite 2008 und der letzte schließt sich 2011 an. Innerhalb der ersten drei Jahre wurden die Mitgliedstaaten angehalten, nationale Strategien zur Umsetzung der Lissabon- Agenda vorzulegen, auf deren Basis ein Jahresbericht verfasst werden konnte, in dem Leitlinien für die Beschäftigungspolitik sowie Grundzüge der Wirtschaftspolitik beinhaltet waren. Nach Ende jedes Zyklus wurden die Leitlinien überprüft und die gesamte Lissabon-Strategie wurde mit dem bislang Erreichten verglichen. Diese Pflicht der Mitgliedstaaten, die Leitlinien vorlegen zu müssen, und die Evaluierung der Gesamtstrategie alle drei Jahre war ein besseres System, als das der ursprünglichen Methode der offenen Koordinierung. (vgl.: Linzbach, 2007, S. 155-158).

Trotz großer Schwierigkeiten gibt es bereits erste Erfolge der Lissabon-Strategie in Deutschland und Europa zu verzeichnen. Die Anerkennung und Transparenz von Qualifikationen und Kompetenzen wurden innerhalb von Europa vereinfacht und europaweit zum Beispiel im Hochschulraum vereinheitlicht. Hier ist vor allem das europäische Anrechnungs- und Übertragungssystem ECTS sowie der EUROPASS zu nennen. Der EUROPASS ist eine Art Ausweis, in dem Kenntnisse und Erfahrungen festgehalten werden, die in formalen und nicht formalen Ausbildungswegen erworben wurden. Durch diese beiden Systeme können Qualifikationen und Kompetenzen in allen EU- Mitgliedsstaaten gleich klar verständlich verglichen werden.

Es gibt aber auch Kritik an der Lissabon-Strategie. Für große Aufregung sorgte zum Beispiel das Wort "Humankapital“, was Inhalt eines der Ziele Lissabon Strategie von 2000 war. Der Philosophie- und Geschichtsstudent aus Leipzig, Benjamin Sello, machte diesen Unmut in seinem Artikel „Europa über Alles! Die "Lissabon-Strategie" der Europäischen Union“ in der Zeitschrift „UTOPIEkreativ“ im Jahre 2005 mit folgenden Worten öffentlich: „Es muss darauf hingewiesen werden, dass ich einer Ideologie und Sprache, für die ein Mensch nicht mehr ist als Humankapital, als eine Ressource, die nicht verschwendet werden sollte, die förmlich auf eine produktivere Verwendung warte, nichts anderes entgegenhalten mag als Menschlichkeit, und damit auch Subjektivität. Mensch und Natur sind weder Sklaven noch Opferlämmer auf dem hohen Altar der Wettbewerbsfähigkeit“ (Sello, 2005). Er spricht davon, dass die Politik die Menschen jegliche Individualität abspricht, der Mensch also nicht mehr Subjekt sondern nur noch Objekt der Wirtschaft sei. Diese, wie ich finde sehr provokante Aussage, stimmt mit vielen Meinungen von Pädagogen überein, die wir im Seminar "lebenslanges Lernen in der Wissensgesellschaft" bearbeitet haben. Wie bereits angesprochen ist das lebenslange Lernen als Imperativ gesehen, also als Pflicht jedes Individuums sich weiterzubilden, um einen gesellschaftlichen Nutzen zu bringen. Auch der ehemalige Bundespräsident, Johannes Rau, brachte dies mit ähnlichen Worten zum Ausdruck: „Wenn das nicht mehr gilt, dass die Wirtschaft für den Menschen da ist, sondern der Mensch nur noch für die Wirtschaft da ist, dann ist diese Welt nicht mehr menschlich, aber sie soll menschlich sein. Darum muss die Wirtschaft für den Menschen da sein und nicht umgekehrt“ (Wort des Bundespräsidenten Johannes Rau auf dem Weltkongress der Union Network International am 5. September 2001 in Berlin). Ob Rau nun konkret die Ziele der Lissabon Strategie ansprach, oder die allgemeine Lage kritisierte, sei dahin gestellt.

Nachdem ich nun die Lissabon-Strategie und die Halbzeitbilanz mit den jeweiligen Ziele und auch Kritiken beschrieben habe, will ich in den nächsten Kapiteln näher auf den deutschen Qualifikationsrahmen sowie die Inhalte des lebenslangen Lernens eingehen. Der deutsche Qualifikationsrahmen bezieht sich hauptsächlich auf die Anerkennung und Transparenz von Qualifikationen und Kompetenzen innerhalb von Deutschland.

Der deutsche Qualifikationsrahmen

Der europäische Rat hat sich in seiner Maastrichter Erklärung vom Dezember 2004 auf einen Rahmen, der die Umsetzung des europäischen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen (EQR), die Transparenz und die Mobilität innerhalb und zwischen den nationalen Bildungs- und Beschäftigungssystemen, geeinigt. Gleichzeitig startete das Projekt auf nationaler Ebene für die Beschreibung beziehungsweise Integration von Arbeit an verschiedenen Baustellen des Bildungssystems, der in die gleiche Richtung wie der EQR zielt. Der deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) ist entstanden. (vgl.: Sloane, 2008, S. 3). Bevor ich nun aber zur Definition des deutschen Qualifikationsrahmen, möchte ich kurz beschreiben was überhaupt ein Qualifikationsrahmen ist. Er ist ein Instrument zur Entwicklung und Klassifizierung von Qualifikationen entsprechend einem Satz von Kriterien zur Bestimmung des jeweiligen Lernniveaus. Jedes Niveau wird an einer eine Reihe von Deskriptoren anschaulich gemacht, um Bezüge zwischen Qualifikationen zu definieren und somit die Übergänge zwischen den einzelnen Niveaustufen zu erleichtern und einen offenen Zugang zum Qualitätserwerb zu ermöglichen. (vgl.: Sloane, 2008, S. 117 – 118). Was sind aber nun im Wesentlichen Inhalte des europäischen Qualifikationsrahmens? „Das „European Qualification Framework“ (EQF) oder der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR) ist im April 2008 in Kraft getreten und hat die Aufgabe, die jeweils national erworbenen Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen auf europäischer Ebene in acht Niveaustufen abzubilden. Er dient dazu, formell, informell und non-formal erworbene Lernergebnisse aus allen Bildungsbereichen vergleichbar zu machen und stellt ein Übersetzungsinstrument zwischen den Bildungs- und Qualifikationssystemen der Mitgliedstaaten dar“ (siehe: Dehnbostel, 2010, S. 114). Der europäische Qualifikationsrahmen ist also ein europaweit anerkanntes Instrument, um jeden Bürger nach Qualifikationen und Kompetenzen einschätzen zu können. Wie bereits gesagt begann auch 2004 die Arbeit am deutschen Qualifikationsrahmen. „Der DQR bezieht sich über den Primar- und Elementarbereich hinaus auf alle Bildungsbereiche des Bildungssystems in Deutschland. Er dient dazu, erworbene Kompetenzen und Qualifikationen zu erfassen und den Niveaustufen des Qualifikationsrahmens zuzuordnen, um über den EQR eine Vergleichbarkeit zu anderen europäischen Ländern herzustellen. In Deutschland soll er zur Durchlässigkeit und Transparenz im Bildungssystem sowie zur Gleichwertigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung beitragen. Prinzipiell bezieht der DQR formell, informell und non-formal erworbene Kompetenzen ein“ (siehe: Dehnbostel, 2010, S.117 – 118).

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Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Das lebenslange Lernen auf Grundlage der Lissabon-Strategie in Verbindung mit dem deutschen Qualifikationsrahmen
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
2,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
18
Katalognummer
V179219
ISBN (eBook)
9783656021537
ISBN (Buch)
9783656021964
Dateigröße
1003 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
europäischer Qualifikationsrahmen, DQR, EQR, deutscher Qualifikationsrahmen, Lissabon-Strategie, ildungssystem
Arbeit zitieren
David Hoffmann (Autor), 2010, Das lebenslange Lernen auf Grundlage der Lissabon-Strategie in Verbindung mit dem deutschen Qualifikationsrahmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179219

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