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Zypern als Station mittelalterlicher Pilgerfahrten

Titre: Zypern als Station mittelalterlicher Pilgerfahrten

Dossier / Travail de Séminaire , 2010 , 31 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Ramona Schilling (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Während sich das heutige Leben im Diesseits abspielt und die meisten Menschen keine Gedanken an ihr Dasein nach dem Tod verschwenden, kann man bei Betrachtung des Mittelalters vom Gegenteil ausgehen. Religion beherrschte den Alltag der Menschen und gab ihnen Hoffnung und Trost vor der Allgegenwärtigkeit des Todes. Dieser zeigte sich in Krieg, Krankheit und Hungersnöten. Den Menschen blieb nur die Aussicht auf ein besseres Leben nach dem Tod. Deswegen war es von größter Wichtigkeit das eigene Seelenheil bereits zu Lebzeiten zu sichern.
Aufgrund dessen unternahmen viele Menschen im Laufe ihres Lebens mindestens eine Pilgerreise. Vor allem die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts kann als Höhepunkt der Wallfahrt gesehen werden, da aus dieser Zeit ein Großteil der heute bekannten Pilgerberichte stammt. Unabhängig von Herkunft und Stand reisten die Menschen von Venedig aus zu den unterschiedlichen Wallfahrtszielen. Die standardisierten Fahrten können als eines der bedeutendsten Zeichen mittelalterlicher Mobilität gesehen werden. .
Die häufigsten Ziele waren die Heiligen Stätten in Rom, Jerusalem und Santiago de Compostela. Dort sollte der Lebens- und Leidensweg Jesu nachvollzogen werden und es ergab sich die Möglichkeit durch den Erwerb von Ablässen die Vergebung der eigenen Sünden und somit die Sicherung des Seelenheils zu erreichen. Doch es waren nicht nur religiöse Gründe, die die Menschen zu einer solchen Reise antrieben. Viele erhofften sich beispielweise die Heilung von schlimmen Krankheiten oder das Ende ihrer Kinderlosigkeit. Andere wollten einer schweren politischen Lage entkommen oder hatten sich durch das Lesen von Pilgerbüchern und ihrer eigenen Abenteuerlust dazu verleiten lassen.
Im Folgenden soll nun Zypern als Station der Pilgerfahrt im Mittelpunkt der Arbeit stehen. Dabei werden zunächst die geschichtlichen Entwicklungen der Insel, insbesondere seit dem 12. Jahrhundert, näher beleuchtet. Danach zeigt ein Blick auf die wichtigsten Städte und Sehenswürdigkeiten, was die Insel für Reisende überhaupt interessant gemacht hat. Aufgrund der hohen Anzahl an kleineren Heiligtümern und Reliquien liegt der Schwerpunkt hierbei auf dem Erwerb des halben Rades, der Heiligen Katharina und dem zyprischen Schwertorden. Zum Schluss sollen einige negative Seiten Zyperns aufgezeigt werden. Eine Zusammenfassung verdeutlicht die Bedeutung Zyperns für die Pilgerfahrt insgesamt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Kapitel 1: Geschichte und Entwicklung Zyperns

Kapitel 2: Stadt und Land

2.1 Limassol

2.2 Salina

2.3 Famagusta

2.4 Nikosia

Kapitel 3: Heiligtümer und Sehenswürdigkeiten

3.1 zyprischer Schwertorden

3.2 Heilige Katharina

Kapitel 4: Negative Seiten von Zypern

4.1 Erdbeben

4.2 Luft

4.3 Wind

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Bedeutung Zyperns als zentrale Station mittelalterlicher Pilgerfahrten. Ziel ist es, die Rolle der Insel nicht nur als Transitpunkt, sondern als eigenständigen Ort religiöser Verehrung und kultureller Begegnung zu analysieren, wobei die Wahrnehmung der Pilger anhand zeitgenössischer Reiseberichte im Vordergrund steht.

  • Historische Entwicklung Zyperns im späten Mittelalter
  • Die Bedeutung der Insel für Handel und Pilgerreisen
  • Religiöse Zentren und Heiligtümer auf der Insel
  • Wahrnehmung von Gefahren und negativen Aspekten durch Pilger

Auszug aus dem Buch

3.1 zyprischer Schwertorden

Der Schwertorden von Zypern wurde durch den späteren König Peter I. Lusignan gegründet. 88 Peter I., geboren 1329 als einer der vier Söhne des damaligen Königs von Zypern und laut Titel Königs von Jerusalem Hugo IV.89 Während sich weder Hugo IV. noch andere Adlige der Insel zu dieser Zeit besonders als Ritter und Rückeroberer Jerusalems hervortaten,90 kann von Peter I. als "one of the most persistent knights-errant of his century"91 gesprochen werden.

So gründete er bereits um 1347,92 mit gerade einmal 17 Jahren, den zyprischen Schwertorden als er noch längst kein König, sondern lediglich Graf von Tripoli war. Die Idee hinter der Ordensgründung lag in der praktischen Rückeroberung der Territorien des Heiligen Landes, um sie wieder fest in das eigene Königreich zu integrieren.

Man vermutet außerdem, dass Peter I. durch die Entstehung des englischen Hosenbandordens beeinflusst wurde. Sein Kanzler Philippe de Mézière, der einige Zeit am englischen Hof verbrachte, könnte die Idee des Ritterordens möglicherweise mitgebracht haben.93

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die religiöse Motivation mittelalterlicher Pilger und ordnet Zypern als zentralen Knotenpunkt in das spätmittelalterliche Reisewesen ein.

Kapitel 1: Geschichte und Entwicklung Zyperns: Dieses Kapitel zeichnet den politischen Wandel der Insel unter verschiedenen Herrscherhäusern nach und beschreibt die sozio-ökonomische Lage während der Zeit der Lusignans.

Kapitel 2: Stadt und Land: Hier werden zentrale Stationen wie Limassol, Salina, Famagusta und Nikosia detailliert aus der Perspektive der Pilger beschrieben, wobei wirtschaftliche Aspekte und städtische Besonderheiten im Fokus stehen.

Kapitel 3: Heiligtümer und Sehenswürdigkeiten: Das Kapitel analysiert die religiöse Anziehungskraft Zyperns, insbesondere durch den Schwertorden und Legenden um die Heilige Katharina sowie das Schächerkreuz.

Kapitel 4: Negative Seiten von Zypern: Hier werden die beschwerlichen und gefährlichen Aspekte der Reise thematisiert, darunter Erdbeben, krankmachende klimatische Bedingungen und die Gefahren zur See.

Fazit: Das Fazit fasst die Rolle Zyperns als essenzieller, wenn auch nicht immer einfacher Stützpunkt für Pilger zusammen und unterstreicht die historische Bedeutung der Insel.

Schlüsselwörter

Zypern, Pilgerfahrt, Mittelalter, Lusignans, Schwertorden, Heilige Katharina, Famagusta, Nikosia, Reiseberichte, Religionsgeschichte, Kreuzzug, Spätmittelalter, Levantinischer Handel, Pilgermobilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit Zypern als einer der bedeutendsten Zwischenstationen für mittelalterliche Pilger auf ihrem Weg ins Heilige Land.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Thematisiert werden die politische Geschichte Zyperns, die Bedeutung der Städte, religiöse Anziehungspunkte wie der Schwertorden und die Pilgerberichte über die Gefahren und Annehmlichkeiten der Insel.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, warum Zypern für Pilger attraktiv war und wie die Wahrnehmung der Reisenden die historische Bedeutung der Insel dokumentiert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine methodische Analyse zeitgenössischer Pilgerberichte, um die Perspektive der Reisenden auf Zypern zu rekonstruieren und historisch einzuordnen.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Mittelpunkt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Historie, die Beschreibung der Städte, die Erläuterung der Heiligtümer und die Darstellung der negativen Reiseeindrücke wie Erdbeben oder klimatische Gefahren.

Welche Schlüsselbegriffe sind für die Arbeit prägend?

Begriffe wie Pilgerberichte, Lusignan, Schwertorden, Levantinischer Handel und die Pilgerreisen ins Heilige Land sind essenziell.

Welche Bedeutung hatte der zyprische Schwertorden für die Pilger?

Der Orden diente als Instrument, um Pilger an die Idee der Rückeroberung Jerusalems zu binden, und verlieh den Reisenden hohes Ansehen in ihrer Heimat.

Warum wurde Famagusta von den Pilgern besonders hervorgehoben?

Famagusta galt als wirtschaftlich bedeutende Hafenstadt und war zudem ein Ort mit einer beeindruckenden Vielzahl an Kirchen und lokalen Heiligenlegenden.

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Résumé des informations

Titre
Zypern als Station mittelalterlicher Pilgerfahrten
Université
University of Stuttgart
Note
1,7
Auteur
Ramona Schilling (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
31
N° de catalogue
V179266
ISBN (ebook)
9783656015581
ISBN (Livre)
9783656015932
Langue
allemand
mots-clé
Pilgerfahrt Mittelalter Zypern Geschichte
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ramona Schilling (Auteur), 2010, Zypern als Station mittelalterlicher Pilgerfahrten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179266
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Extrait de  31  pages
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