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Kupferzeit in Italien

Metallurgische Untersuchung der Kupferfunde in den Kulturen Remedello, Rinaldone und Gaudo

Título: Kupferzeit in Italien

Trabajo de Seminario , 2005 , 11 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Daniel Funke (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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Die Verbreitung der Technologie der Kupferverarbeitung, die zwischen der Stein- und der entwickelteren Bronzezeit stattfand, ist in ihren groben Zügen durch metallurgische Untersuchungen erfasst. Sie ging vom Nahen Osten aus und richtete sich gen westliches Europa bis hin zu spanisch-portugiesischen Kulturen. Detailfragen zur Ausbreitung, zu den Kupferquellen und zum technologischen Transfer zwischen den spätneolithischen Kulturen werden gegenwärtig in der Forschung untersucht, ohne bislang allerdings zu einem exakten Bild der Verbreitung vereinheitlicht worden zu sein. Auch wenn ein solches, alle Fragen klärendes Forschungsbild utopisch erscheint, so lohnt sich der Versuch und die Beschäftigung mit ihm, zum einen in Hinblick auf die Erforschung der Entwicklung von Metallverarbeitung, zum anderen hinsichtlich genauerer Aussagen über die spätneolithischen Kulturen, ihrer Bestimmung, Datierung und des kulturell-technologischen Austausches zwischen ihnen.
In dieser Arbeit werden die äneolithischen Kulturen Remedello, Rinaldone und Gaudo bezüglich ihrer Metallverarbeitung untersucht. Hierzu werden die Daten der Stuttgarter Analysen benutzt. Nach einer generelleren Einführung zur Forschungsgeschichte (2.1) und der Einzelbeschreibung der Kulturen mit ihrem spezifischen Fundgut (2.2), werden die Kupferartefakte einer genaueren Untersuchung unterzogen. Dabei konzentriere ich mich auf die Fragen nach intendierter Verwendung von Legierungen (3.1) und der Herkunft des Materials in der jeweiligen Kultur (3.2), um schließlich zu versuchen, die Frage zu klären, ob sich die Entwicklung in ein größeres Verbreitungsschema eingliedern lässt (4).

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Kulturen

2.1 Forschungsgeschichte

2.2 Beschreibung der Kulturen

2.2.1 Remedello

2.2.2 Rinaldone

2.2.3 Gaudo

3. Metallurgische Untersuchung

3.1 Intendierte Verwendung von Legierungen

3.2 Herkunft des Metalls

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die technologische Entwicklung der Kupferverarbeitung in den äneolithischen Kulturen Remedello, Rinaldone und Gaudo in Italien, um festzustellen, ob sich die Metallurgie in ein übergeordnetes Verbreitungsschema einordnen lässt und welche Rückschlüsse auf die Materialwahl möglich sind.

  • Analyse der Metallverarbeitungstechnologien im italienischen Äneolithikum.
  • Untersuchung der intentionellen Legierung von Kupfer für spezifische Objektarten.
  • Bestimmung der Herkunft des verwendeten Rohmaterials mittels Stuttgarter Analysen.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Einwanderungs- und Verdrängungstheorie.
  • Abgleich des Technologietransfers mit benachbarten Regionen wie Südfrankreich.

Auszug aus dem Buch

3.2 Herkunft des Metalls

Leider ist im äneolithischen Italien bislang kein direkter Hinweis auf Metallabbau oder Verarbeitung, etwa durch Minen, Gußtiegel oder Spratzer nachweisbar, so dass man für die Beantwortung der Frage, ob es überhaupt zum Abbau bzw. zur Verarbeitung in diesem Gebiet kam, oder ob man es mit einem Import von Rohmaterial oder gar von fertigen Artefakten zu tun hat, auf indirekte Hinweise angewiesen ist. Dabei spielt die Zusammensetzung des Materials eine Rolle, mit der man im besten Fall zumindest einige bekannte Abbaugebiete als mögliche Quellen auszuschließen vermag. Außerdem ist die Form der Artefakte dahingehend wichtig, dass diese bei Import des fertigen Artefakts auch außerhalb des bekannten Verbreitungsgebietes der jeweiligen Kultur anzutreffen sein müsste.

Der Hauptanteil der Objekte der Remedello und der Rinaldone Kultur bestehen aus Material der Gruppe E00 (15,2%) und E01 (30,3%), wobei E01 nach seiner Hauptverbreitung als spanischer Kupfer gilt (26%), mit einem noch recht hohen Anteil an Objekten auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien (12,5%) und Siziliens (10,5%) und E00 als ungarisch-jugoslawischer Kupfer angesehen wird (32,6%) mit einer außerdem nennenswerten Verbreitung in Südfrankreich (10,4%). Die Materialgruppe C3a, die als italischer Kupfer angesehen werden kann (43,5%), hat ebenfalls eine interessante Nebenverteilung, nämlich in Spanien (38,5%) und in Ungarn (14,8%), allerdings ist die Gruppe in absoluten Zahlen zu klein um belastbare Aussagen zu treffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die technologische Ausbreitung der Kupferverarbeitung in Europa dar und definiert die Zielsetzung der Untersuchung der drei italienischen Kulturen.

2. Die Kulturen: Dieses Kapitel erläutert die Forschungsgeschichte der äneolithischen Kulturen und beschreibt die spezifischen Merkmale der Kulturen Remedello, Rinaldone und Gaudo.

3. Metallurgische Untersuchung: Hier werden die Stuttgarter Analysen ausgewertet, um die bewusste Verwendung von Legierungen sowie die Herkunft des verarbeiteten Kupfers zu bestimmen.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine bewusste Materialwahl stattfand und vermutlich ein eigenständiger Kupferabbau vorlag, während eine Invasion als kulturelle Ursache ausgeschlossen wird.

Schlüsselwörter

Kupferzeit, Italien, Remedello, Rinaldone, Gaudo, Metallurgie, Legierung, Arsenkupfer, Stuttgarter Analysen, Technologietransfer, Äneolithikum, Kupferverarbeitung, Materialanalyse, Prähistorische Archäologie, Erzabbau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Kupferverarbeitung im italienischen Äneolithikum und analysiert die metallurgischen Funde der Kulturen Remedello, Rinaldone und Gaudo.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Forschungsgeschichte, die Typologie des Fundguts sowie die metallurgische Zusammensetzung der Artefakte hinsichtlich Legierungen und Rohmaterialherkunft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Entwicklung der Metallverarbeitung in Italien zu verstehen und zu prüfen, ob sich diese in ein größeres europäisches Verbreitungsschema eingliedern lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung der Stuttgarter Analysen (SAM) und einen kulturvergleichenden Ansatz basierend auf archäologischen Funden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die drei Kulturen detailliert beschrieben und die metallurgische Untersuchung der Kupferartefakte auf ihre bewusste Legierung und ihre geographische Herkunft hin analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Äneolithikum, Metallurgie, Stuttgarter Analysen, Remedello, Rinaldone, Gaudo und Technologietransfer charakterisiert.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Äxten und Dolchen eine wichtige Rolle?

Die Untersuchung zeigt, dass Dolche einen höheren Arsenanteil aufweisen, was auf eine bewusste Materialwahl zur Härtung oder aus Prestigegründen hindeutet.

Wie bewertet der Autor die Theorie einer Invasion?

Der Autor lehnt die alte Theorie einer Invasion einer ostmediterranen Bevölkerung ab und favorisiert stattdessen die Annahme eines Technologietransfers und kultureller Austauschprozesse.

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Detalles

Título
Kupferzeit in Italien
Subtítulo
Metallurgische Untersuchung der Kupferfunde in den Kulturen Remedello, Rinaldone und Gaudo
Universidad
Free University of Berlin
Curso
Ur- und Frühgeschichte/ Prähistorische Archäologie
Calificación
1,3
Autor
Daniel Funke (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
11
No. de catálogo
V179287
ISBN (Ebook)
9783656017035
ISBN (Libro)
9783656016755
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bronzezeit Chalkäolithikum Frühgeschichte Metallverarbeitung Prähistorie Industriegeschichte Kulturgeschichte Italien Vorrömerzeit Metall materielle Kultur Verbreitung von Metall Verbreitung von Technologie Technologietransfer frühes Europa spätes Neolithikum Kupfer Kupferverarbeitung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniel Funke (Autor), 2005, Kupferzeit in Italien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179287
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