In dieser Arbeit wird die sich immer mehr zuspitzende globale Wasserknappheit dargestellt und ihre Ursachen beleuchtet. Es wird ein Blick in die Zukunft geworfen, die erschreckend aussieht, da die Wasserverfügbarkeit drastisch zurückgehen wird und Konflikte aufgrund dessen ausbrechen werden. Der Krieg zwischen Palästina und Israel wird als Beispiel eines solchen Konfliktes herbeigezogen und untersucht.
Mit Bildern und Grafiken verdeutlicht.
Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeine Informationen zur globalen Wasserkrise
1.1. Wasservorkommen und -nutzung
1.2. Aktuelle Situation der Wasserkrise und Prognosen
2. Ursachen der Wasserkrise
2.1. Klimatische Verhältnisse
2.1.1. Trockengebiete
2.1.2. Klimawandel
2.2. Bevölkerungswachstum
2.3. Armut
2.4. Trinkwasserverschmutzung
2.5. Wasserverschwendung und -übernutzung in den einzelnen Sektoren
3. Krieg um Wasser als Folge der Wasserkrise
4. Schlusswort
5. Literaturverzeichnis
5.1. Abbildungsverzeichnis
5.2. Bücherverzeichnis
5.3. Internetquellenverzeichnis
1. Allgemeine Informationen zur globalen Wasserkrise
1.1. Wasservorkommen und -nutzung
Sieht man sich die Erde auf einem Satellitenbild an so erweckt es den Anschein, als wäre das Wasser auf dem „blauen Planeten“ im Überfluss vorhanden. Doch Tatsache ist, dass jedes Jahr Millionen von Menschen an Wassermangel sterben, riesige Seen und Flüsse austrocknen, sich Feuchtgebiete in Wüsten verwandeln und blutige Kriege um das wertvolle Nass geführt werden. Wie es zu dieser verheerenden Wasserkrise kommt wird im Laufe dieser Arbeit untersucht.
„Auf etwa 1,4 Mrd. km³ wird die auf unserem Planeten vorhandene Wassermenge geschätzt.“[1] Jedoch muss man beachten, dass nur ein geringer Teil davon genutzt werden kann. Wie in Abbildung 1 zu erkennen ist, sind nur 2,5% des global vorhandenen Wassers Süßwasser. Dieses Süßwasser ist zu 68,75% in Gletschern und ewigem Eis gebunden. Über 30 % des Süßwassers teilen sich zudem auf Wasser aus Bodenfeuchtigkeit, Dauerfrost und Sumpfwasser sowie Wasser aus Seen und Flüssen und sauberes Grundwasser auf. Lediglich 0,27% des gesamten Süßwassers sind als erneuerbares Wasser aus Seen und Flüssen vorhanden. Damit wäre jedoch trotzdem genug Wasser für alle 6 Milliarden Menschen vorhanden, allerdings ist es ungleich verteilt und verknappt weltweit immer mehr, woraufhin auch Streit um die lebenswichtige Ressource entflammt bis hin zum Ausbruch von Kriegen.[2]
Abbildung 1 – Das Wasser der Erde
Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[3]
Der Mensch nutzt das Wasser generell für drei verschiedene Bereiche: die Landwirtschaft, die 69% des globalen Wasserverbrauchs ausmacht, die Industrie mit 23% und die Haushalte, die 8% des globalen Wasserverbrauchs beanspruchen.[4]
Hierbei stellt die landwirtschaftliche Bewässerung eine bedeutende Ursache der Wasserkrise dar, denn sie ist der größte Wasserverbraucher, allerdings spielen auch die Industrie und die Haushalte vor allem in den Industrieländern eine Rolle in der Wasserkrise. Diese Faktoren werden später näher beleuchtet.
1.2. Aktuelle Situation der Wasserknappheit und Prognosen
Zu Beginn ist es notwendig zu klären, wann ein Land unter Wasserknappheit bzw. Wassermangel leidet. Hierbei ist es sinnvoll den Wassermangel- und Wasserknappheitsindex der schwedischen Hydrologin Malin Falkenmark herbeizuziehen. Demnach hat ein Land, in dem pro Kopf jährlich mehr als 1700 m³ erneuerbares Süßwasser gegeben ist eine ausreichende Wasserversorgung. Bei 1700 m³ bis 1000 m³ erneuerbarem Süßwasser jährlich pro Kopf herrscht Wasserknappheit und bei unter 1000 m³ Wasser im Jahr pro Kopf beginnt chronischer Wassermangel.[5]
[...]
[1] Böhn, Dieter; Rothfuss, Eberhard (Hrsg.), 2007, S. 231
[2] Vgl. Böhn, Dieter; Rothfuss, Eberhard (Hrsg.), 2007, S. 231
[3] verändert nach Böhn, Dieter; Rothfuss, Eberhard (Hrsg), 2007, S. 231
[4] Vgl. http://berlin-institut.org/online-handbuchdemografie/umwelt/wasser.html
[5] Vgl. Engelman, Robert; Dye, Bonnie; Le Roy, Pamela (Hrsg.), 2000, S. 25
Häufig gestellte Fragen
Wie viel des globalen Wasservorkommens ist als Süßwasser nutzbar?
Nur etwa 2,5 % des globalen Wassers sind Süßwasser, wovon wiederum der Großteil in Gletschern gebunden ist. Nur etwa 0,27 % sind als erneuerbares Wasser in Seen und Flüssen direkt verfügbar.
Welcher Sektor verbraucht weltweit am meisten Wasser?
Die Landwirtschaft ist mit 69 % der größte Wasserverbraucher, gefolgt von der Industrie (23 %) und den privaten Haushalten (8 %).
Ab wann spricht man von chronischem Wassermangel?
Nach dem Falkenmark-Index beginnt chronischer Wassermangel, wenn einem Land jährlich weniger als 1000 m³ erneuerbares Süßwasser pro Kopf zur Verfügung stehen.
Was sind die Hauptursachen der globalen Wasserkrise?
Wesentliche Faktoren sind klimatische Bedingungen (Trockengebiete, Klimawandel), starkes Bevölkerungswachstum, Armut sowie die Verschmutzung und Verschwendung von Trinkwasser.
Können Wasserkonflikte zu Kriegen führen?
Ja, die Arbeit nennt den Konflikt zwischen Israel und Palästina als Beispiel dafür, wie der Streit um knappe Wasserressourcen politische Spannungen und kriegerische Auseinandersetzungen verschärfen kann.
Warum ist die ungleiche Wasserverteilung ein Problem?
Obwohl theoretisch genug Wasser für alle Menschen vorhanden wäre, führt die geografische Ungleichverteilung dazu, dass Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser haben.
- Citation du texte
- Alexandra Schaffert (Auteur), 2010, Konfliktstoff Wasser, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179344