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Der sozialräumliche Ansatz in Offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen

Title: Der sozialräumliche Ansatz in Offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen

Term Paper , 2009 , 32 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Khatuna Ehlen (Author)

Social Work
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1. Einleitung

In den letzten Jahren hat die Offene Kinder- und Jugendarbeit viele Impulse sowohl aus Publikationen als auch aus der Praxis erfahren. Eine gewichtige Rolle nimmt hier die Sozialraumorientierung ein, die auch in vielen anderen Bereichen der Sozialen Arbeit, wie etwa in der Fallarbeit in der Jugendhilfe, dem Quartiersmanagement, der Gesundheitsförderung, der Behindertenarbeit und der Altenarbeit Einzug gefunden hat.
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit gehört zum großen Feld der Jugendhilfe und ist dementsprechend im KJHG (Kinder- und Jugendhilfegesetz/SGB VIII) verankert. Sie richtet sich mit ihren Angeboten an alle Kinder und Jugendlichen eines Stadtteils, einer Stadt oder eines Dorfes und zwar unabhängig vom Geschlecht, dem sozialen Status bzw. der sozialen Schicht und ist durch Freiwilligkeit und Unverbindlichkeit gekennzeichnet. Zu den Angeboten zählen Kinder- und- Jugendeinrichtungen, Beratungs- und Informationsstellen, Projekte der Kinder- und Jugenderholung und -begegnung.
Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, inwieweit die Offenen Kinder- und- Jugendeinrichtungen geeignet sind den sozialräumlichen Ansatz zu verfolgen, welche Voraussetzungen erfüllt sein und welche Maßnahmen dafür ergriffen werden sollten.
Zuerst wird die Entwicklung und Bedeutung des Begriffes „Sozialraumorientierung“ für die Offene Kinder- und Jugendarbeit erläutert. Um sozialräumlich arbeiten zu können, ist es wichtig zu verstehen, wie Kinder und Jugendliche sich in einem Sozialraum „bewegen“. Erklärung dazu liefern die sogenannten Aneignungskonzepte, die im dritten Kapitel vorgestellt und auf deren Aktualität hin überprüft werden. Da bei diesem Ansatz planerische Betrachtungsweisen eine zentrale Rolle einnehmen, wird im vierten Abschnitt als Kern der Arbeit die sozialräumliche Konzeptentwicklung beschrieben, die dafür notwendige qualitative Lebensweltanalyse dargestellt und mögliche Anwendungsprobleme erörtert. Abschluss der Arbeit bilden eine kurze Zusammenfassung sowie ein kurzer Ausblick.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sozialraumorientierung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

3. Sozialräume als Lebenswelten und Aneignungsräume

3.1. Sozialraum und Lebenswelt

3.2. Aneignung und Raum

3.3. Veränderung sozialräumlicher Bedingungen

4. Sozialräumliche Konzeptentwicklung und Qualitätsarbeit

4.1. Rahmenbedingungen und Grundlagen der Konzeptentwicklung

4.1.1. Rahmenbedingungen

4.1.2. Grundlagen

4.2. Methoden einer sozialräumlichen Lebensweltanalyse

4.2.1. Stadtteilbegehung mit Kindern und Jugendlichen

4.2.2. Nadelmethode

4.2.3. Cliquenraster

4.2.4. Strukturierte Stadtteilbegehung

4.2.5. Institutionenbefragung

4.2.6. Autophotographie

4.2.7. Subjektive Landkarten

4.2.8. Zeitbudgets von Kindern und Jugendlichen

4.2.9. Fremdbilderkennung

4.2.10. Anwendungsprobleme der Methoden

5. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit geeignet sind, einen sozialräumlichen Ansatz zu verfolgen, und welche Voraussetzungen sowie Maßnahmen hierfür erforderlich sind.

  • Entwicklung und Bedeutung des Begriffs Sozialraumorientierung
  • Verständnis der Aneignungskonzepte von Kindern und Jugendlichen
  • Sozialräumliche Konzeptentwicklung und qualitative Lebensweltanalyse
  • Methoden zur Erforschung der kindlichen und jugendlichen Lebenswelt
  • Herausforderungen und Anwendungsprobleme sozialräumlicher Methoden

Auszug aus dem Buch

3.1. Sozialraum und Lebenswelt

Die Begriffe „Sozialraum“ und „Lebenswelt“ müssen vor dem Hintergrund einer unterschiedlichen Perspektive differenziert werden. Sozialraum beschreibt zunächst einen sozialgeografisch abgrenzbaren Lebensraum wie Stadtteil, Viertel oder Dorf. In der Jugendarbeit wird auch der Begriff „Einzugsbereich“ verwendet, der den Sozialraum beschreibt, in dessen sich die Einrichtung befindet und aus deren die Besucher kommen. Aus diesem sozialgeografischen Blickwinkel werden jedoch wesentliche subjektbezogene und qualitative Aspekte außer Acht gelassen.

Mit dem von Husserl und Schütz geprägten Begriff der Lebenswelt als zentralen Punkt der phänomenologischen Soziologie setzte ein Umdenken in der Sozialraumorientierung ein, so dass Kinder und Jugendliche als handelnde Personen in ihrer Lebenswelt gesehen werden (Deinet/Krisch 2006: 31 f).

Im Gegensatz zu einem sozialgeografischen Ansatz, in dem die Lebensräume von Kindern und Jugendlichen z.B. als Inseln (Zeiher 1983) beschrieben werden, indem sie zwischen diesen „Inseln“ wie Wohnung, Schule und Freizeitraum hin und her pendeln, sieht der deutlich subjektbezogene Begriff der Lebenswelt die Lebenswelten einzelner Gruppen und Cliquen differenzierter. Die sozialen und räumlichen Bezüge des Einzelnen oder von Gruppen werden analysiert. Abhängig vom Mobilitätsverhalten eines Kindes oder Jugendlichen kann sich seine räumliche Lebenswelt auf unterschiedliche Regionen ausdehnen, wobei es auch möglich ist, dass die Wohnregion nur einen zeitlich und sozial kleinen Teil des Einzelnen ausmacht. Je geringer die Mobilität, desto wahrscheinlicher ist ein Überschneiden von Lebenswelt und Sozialraum (Merchel 2001: 373).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Relevanz der Sozialraumorientierung für die Jugendarbeit sowie Darstellung der Zielsetzung und Struktur der Hausarbeit.

2. Sozialraumorientierung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit: Historische Entwicklung, Paradigmenwechsel vom Fall zur Sozialraumorientierung und Bedeutung veränderter Lebensbedingungen für die heutige Jugendarbeit.

3. Sozialräume als Lebenswelten und Aneignungsräume: Theoretische Abgrenzung der Begriffe Sozialraum und Lebenswelt sowie Analyse der Aneignungsprozesse von Kindern und Jugendlichen.

4. Sozialräumliche Konzeptentwicklung und Qualitätsarbeit: Beschreibung der notwendigen Rahmenbedingungen sowie detaillierte Vorstellung qualitativer Methoden zur Lebensweltanalyse und kritische Reflexion ihrer Anwendungsprobleme.

5. Schlussbetrachtungen: Fazit über die Eignung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zur praktischen Umsetzung des sozialräumlichen Ansatzes.

Schlüsselwörter

Sozialraumorientierung, Offene Kinder- und Jugendarbeit, Lebensweltanalyse, Aneignungskonzept, Jugendhilfe, Stadtteilbegehung, Cliquenraster, Sozialpädagogik, Konzeptentwicklung, Aneignungsraum, Sozialraum, Jugendkultur, qualitative Methoden, Partizipation, Lebenswelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die Anwendung und Umsetzung des sozialräumlichen Ansatzes innerhalb der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und deren Bedeutung für die pädagogische Praxis.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Sozialraums, Aneignungsprozesse von Kindern und Jugendlichen sowie die methodische Gestaltung einer lebensweltorientierten Konzeptentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit Jugendeinrichtungen geeignet sind, sozialräumlich zu arbeiten, und welche Voraussetzungen für diesen Prozess erfüllt sein müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener pädagogischer Ansätze und stellt qualitative Methoden der Lebensweltforschung zur Anwendung in der Praxis vor.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Sozialräumen, der Bedeutung von Aneignung und Raum, sowie der konkreten methodischen Umsetzung, wie etwa Stadtteilbegehungen oder Cliquenanalysen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sozialraumorientierung, Lebensweltanalyse, Aneignungsräume und pädagogische Konzeptentwicklung charakterisiert.

Welche Rolle spielen Cliquen bei der sozialräumlichen Analyse?

Cliquen fungieren als wichtige Indikatoren für jugendliche Lebenswelten; die Analyse ihrer Treffpunkte und Ausdrucksformen hilft Fachkräften, Bedürfnisse und Problemlagen im Sozialraum besser zu verstehen.

Warum ist eine externe Beratung für die Lebensweltanalyse oft hilfreich?

Da Mitarbeiter in der Einrichtung oft zu stark in das Tagesgeschäft involviert sind, fehlt ihnen manchmal die nötige Distanz, weshalb externe Experten die Auswertung und Reflexion unterstützen können.

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Details

Title
Der sozialräumliche Ansatz in Offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen
College
University of Duisburg-Essen
Grade
2,0
Author
Khatuna Ehlen (Author)
Publication Year
2009
Pages
32
Catalog Number
V179393
ISBN (eBook)
9783656018407
Language
German
Tags
ansatz offenen kinder- jugendeinrichtungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Khatuna Ehlen (Author), 2009, Der sozialräumliche Ansatz in Offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179393
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