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Tod - Und dann?

Titre: Tod - Und dann?

Thèse Scolaire , 2005 , 31 Pages , Note: 1,5

Autor:in: Andrea Köbler (Auteur)

Théologie - Religion en tant que matière scolaire
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Résumé Extrait Résumé des informations

Immer wieder wurde ich gefragt, wieso ich mir gerade dieses Thema für meine Facharbeit ausgewählt habe. Viele Menschen in meinem Umfeld waren erstaunt, weshalb ich mich freiwillig mit so einem, ihrer Meinung nach, traurigen und düsteren Thema beschäftige oder ob es mir von meinem Lehrer aufgezwungen wurde. Ich konnte stets nur antworten, dass der Tod uns nun einmal allen begegnet, dass wir alle durch ihn hindurchgehen müssen und ihn deshalb auch nicht „totschweigen“ sollen. Tatsächlich gibt es für meine Entscheidung zu diesem Thema mehrere Gründe:
Stark beeinflusst und konfrontiert wurde ich mit dem Tod das erste Mal vor ca. drei Jahren, als innerhalb kürzester Zeit drei Familienväter, alle um die vierzig Jahre, aus meinem Bekanntenkreis starben. Ich bekam nun mit, wie die Frauen und teilweise auch die Kinder mit dieser Situation umgingen. Teils spirituell, teils rational, aber auch stark religiös. Natürlich machte ich mir nun auch Gedanken, wie es denn wäre, wenn jetzt einer meiner Angehörigen sterben würde. Ich begann zu diesem Thema Bücher zu lesen. Besonders die Meinung von Elisabeth Kübler-Ross beeinflusst meine Auffassung zum Tod und der Frage nach dem „Danach“ bis heute sehr.
Vor zwei Jahren starb dann mit 93 Jahren meine Urgroßtante, die mir sehr viel bedeutete. Ich besuchte sie noch am Tag vor ihrem Tod, an dem sie sehr gut gelaunt und munter war, und sah sie das nächste mal tot auf einer Liege in der Intensivstation des Juliusspitals. Bis heute bin ich froh, dass ich sie noch einmal sehen und berühren konnte. Das waren die Hauptgründe, weshalb ich mich zu diesem Thema entschlossen haben. Zusätzlich bestärkt wurde ich in meiner Themenwahl, als ich meine 73-jährige Oma bat, mir doch bitte den von mir erstellten „Fragebogen zum Thema Tod“ auszufüllen. Ihre Reaktion, die mich in meiner Themenwahl nochmals nachträglich bestätigte war: „Wieso soll ich mich denn jetzt schon mit dem Tod beschäftigen?“
Im Folgenden nun werden der Tod und die Seele aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und ich lege ein ausführliches Beispiel der Reinkarnation dar. Darauf folgt eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema „Tod in der Gesellschaft“, wobei ich auch die Ergebnisse meiner Fragebogenaktion vorstelle. Weiterhin kläre ich über die Jenseitsvorstellungen des Christentums und des Buddhismus auf und beende schließlich meine Arbeit mit einem zusammenfassenden Vergleich der Jenseitsvorstellungen jener beiden Religionen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Tod - Definitionsversuche

1.1 Der Tod aus biologischer Sicht

1.2 Der Tod aus historischer Sicht

1.2.1 Die Ägypter

1.2.2 Die Sumerer

1.3 Der Tod in Märchen und Sagen

2. Die Seele

2.1 Der Begriff „Seele“

2.2 Die Seele aus philosophischer Sicht

2.3 Die Seele aus psychologischer Sicht

2.4 Die Seele aus theologischer Sicht

3. Reinkarnation

4. Der Umgang mit dem Tod in unserer Gesellschaft

4.1 Die Geschichte des Todes nach Ariès

4.2 Tabuisierung des Todes

4.3 Auswertung des Fragebogens

4.4 Vorstellung von drei aktuellen Projekten

5. Die Jenseitsvorstellungen in Christentum und Buddhismus

5.1 Das Christentum

5.1.1 Die Heilige Schrift

5.1.2 Christliche Traditionen

5.1.2.1 Das Fegefeuer

5.1.2.2 Das Letzte Gericht

5.1.2.3 Der Himmel

5.1.2.4 Die Hölle

5.1.2.5 Zusammenfassung

5.2 Der Buddhismus

5.2.1 Die Geschichte des jungen Siddhartha

5.2.2 Die Vier Edlen Wahrheiten

5.2.3 Der Achtfache Pfad

5.2.4 Karma

5.2.5 Der Weg zur Erlösung

5.2.5.1 Das „tibetische Totenbuch“

5.2.5.2 Meditation

5.2.5.3 Wiedergeburt

5.2.5.4 Nirwana

5.3 Ein zusammenfassender Vergleich der Jenseitsvorstellungen von Christentum und Buddhismus

5.3.1 Nirwana – ewiges Leben

5.3.2 Die Erlösung

5.3.3 Wiedergeburt – Ein Leben

5.3.4 Gott

Zielsetzung & Themen

Die Facharbeit untersucht das universelle Phänomen des Todes aus verschiedenen Perspektiven und stellt die Jenseitsvorstellungen des Christentums und des Buddhismus gegenüber, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrem Umgang mit dem Ende des Lebens herauszuarbeiten.

  • Biologische, historische und mythologische Definitionen des Todes.
  • Philosophische, psychologische und theologische Betrachtungen der Seele.
  • Analyse der Tabuisierung des Todes in der modernen Gesellschaft mittels empirischer Daten.
  • Detaillierter Vergleich zwischen christlichem Jenseits und buddhistischem Nirwana/Wiedergeburt.
  • Untersuchung von Reinkarnationsphänomenen bei Kindern.

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Die Ägypter

Seit Urzeiten machen sich die Völker und selbst die kleinsten Stämme auf der ganzen Welt Gedanken über den Tod. Dies ist meist durch erhaltene Schriften, Erzählungen oder Höhlenmalereien belegt. Verschiedene Erklärungsversuche finden sich bereits in den Mythen und Legenden, die in den frühen Hochkulturen zu diesem Thema entstanden sind.

Die „Alten Ägypter“ (2660 – 2160 v. Chr.) zum Beispiel richteten das weltliche Leben auf ein Weiterleben nach dem Tod aus. Diese Hoffnung verbunden mit dem Ritual der Einbalsamierung findet ihren Ursprung im Osiris-Mythos:

Osiris, der Gott der Fruchtbarkeit, war mit seiner Schwester Isis verheiratet. Sein Bruder Seth, der als Inbegriff des Bösen galt, war neidisch auf seine Achtung im Volk. Deshalb ließ er eine sargähnliche, genau an die Körpermaße des Osiris angepasste Lade bauen. Unter einem Vorwand lockte er seinen Bruder in diese Lade, ließ diese mit Blei ummanteln und warf sie in den Nil. Daraufhin machte sich Isis auf die Suche nach ihrem Gemahl und fand die Lade schließlich in den Ästen eines Baumes, der sehr fruchtbar wuchs. Sie holte die Lade nach Ägypten zurück und bestattete Osiris dort. Als Seth dies erfuhr, zerstückelte er die Leiche in 14 Teile und zerstreute sie in alle Himmelsrichtungen. Doch Isis gelang es alle Teile wiederzufinden, bis auf den Penis, der den Fischen zum Fraß vorgeworfen worden war. In der Gestalt eines Vogels schwebte Isis nun über die Leiche und holte so ihren Mann mit einer magischen Formel ins Leben zurück. Noch nach seinem Tod zeugten sie ihren Sohn Horus, in welchem Osiris fortlebte und gleichzeitig Herrscher des Totenreichs wurde.

Die gewaltigen Gräber und Pyramiden, die rituelle Bestattungspraxis sowie die Einbalsamierung, die dazu dient den Körper unversehrt für die Ewigkeit zu erhalten, drücken die Hoffnung der Altägypter auf Unsterblichkeit und körperliche Auferstehung aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Tod - Definitionsversuche: Dieses Kapitel definiert den Tod aus biologischer und historischer Perspektive und beleuchtet frühe Mythen sowie die Bedeutung des Todes in Sagen.

2. Die Seele: Hier wird der facettenreiche Begriff „Seele“ aus philosophischer, psychologischer und theologischer Sicht analysiert und definiert.

3. Reinkarnation: Dieser Abschnitt thematisiert das Phänomen der Wiedergeburt und stellt Fallbeispiele vor, die auf Erinnerungen von Kindern basieren.

4. Der Umgang mit dem Tod in unserer Gesellschaft: Das Kapitel befasst sich mit der soziologischen Betrachtung des Todeswandels, dem Tabu des Sterbens und wertet eine eigene Fragebogenaktion aus.

5. Die Jenseitsvorstellungen in Christentum und Buddhismus: Der Hauptteil vergleicht systematisch die religiösen Konzepte von Erlösung, Jenseits, Gott und Wiedergeburt in den beiden Weltreligionen.

Schlüsselwörter

Tod, Seele, Reinkarnation, Christentum, Buddhismus, Jenseitsvorstellungen, Tabuisierung, Sterben, Nirwana, Wiedergeburt, Auferstehung, Karma, Glaube, Erlösung, Fragebogenaktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der menschlichen Auseinandersetzung mit dem Tod, den verschiedenen Definitionen des Begriffs „Seele“ und einem Vergleich der Jenseitskonzepte zwischen Christentum und Buddhismus.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung von Todesbildern, die psychologische und philosophische Deutung der Seele sowie die religiösen Heilswege beider Religionen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Einblicke in den Umgang mit dem Tod zu gewähren, gesellschaftliche Tabus zu hinterfragen und die Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten der Jenseitslehren von Christentum und Buddhismus aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie eine empirische Untersuchung in Form einer Fragebogenaktion, die unter 165 Personen durchgeführt wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von einer historischen Einordnung, über die psychologische und theologische Definition der Seele, bis hin zur detaillierten Gegenüberstellung der Lehren von Christentum und Buddhismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Reinkarnation, Nirwana, Tabuisierung, Karma, Auferstehung und Seele bilden das inhaltliche Fundament der Facharbeit.

Was lässt sich aus der Fragebogenaktion ableiten?

Die Auswertung zeigt, dass trotz des Tabus in der Gesellschaft eine hohe Bereitschaft und ein Interesse der Menschen besteht, sich mit dem Tod auseinanderzusetzen, wobei die Angst vor dem Tod weit verbreitet ist.

Wie unterscheiden sich Christentum und Buddhismus in der Gottesvorstellung?

Während das Christentum auf einen monotheistischen Schöpfergott und eine Abhängigkeit von diesem für das Heil baut, agieren Buddhisten autonomer, da sie sich vor keiner höheren Instanz rechtfertigen müssen und ihr Schicksal durch ihr eigenes Karma bestimmen.

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Résumé des informations

Titre
Tod - Und dann?
Université
Tilman-Riemenschneider-Gymnasium Osterode am Harz
Note
1,5
Auteur
Andrea Köbler (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
31
N° de catalogue
V179408
ISBN (ebook)
9783656017738
ISBN (Livre)
9783656017912
Langue
allemand
mots-clé
Religion Tod Trauer Sterben Buddhismus Judentum Christentum
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Andrea Köbler (Auteur), 2005, Tod - Und dann?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179408
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Extrait de  31  pages
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