Das Thema „Ausbildung“, findet sich genau wie das Thema „Pflege“ in ständiger Entwicklung. Mit dem 2003 geänderten Gesetz kam es zu einer Reform, die in Deutschland zwar längst überfällig war, die Krankenpflegeschulen aber dennoch vor große inhaltliche und strukturelle Veränderungen stellte.
In dieser Arbeit ist es gelungen, die vielen gemeinsamen Anforderungen an die Pflegepersonen in Deutschland in direkten Zusammenhang mit dem konzeptionellen Modell von Frau Krohwinkel zu stellen, und gleichzeitig die Inhalte des Modells für die praktische Ausbildung nutzbar darzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2. Das konzeptuelle Modell von Monika von Monika Krohwinkel
2.1 Biografie und Entwicklung des konzeptuellen Modells
2.2 Kernaussagen des konzeptuellen Modells
3. Fördernde Prozesspflege als System
3.1 Das AEDL/ABEDL Strukturmodell
3.2 Das Pflegeprozessmodell
3.3 Das Managementmodell
3.4 Das Modell zum reflektierten Erfahrungslernen
4. Das konzeptuelle Modell von M. Krohwinkel in Verbindung zur Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/in
4.1 „Das AEDL Strukturenmodell“ im Zusammenhang mit kompetenzorientiertem Lernen in der praktischen Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/in
4.2 „Das Pflegeprozessmodell“ und der Regelkreislauf der praktischen Ausbildung
4.3 Krohwinkels Modell zum „Reflektierten Erfahrungslernen“ in der praktischen Anwendung
4.4 Das Managementmodell zur Strukturierung eines Stationseinsatzes
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwiefern das konzeptuelle Modell der „Fördernden Prozesspflege“ von Monika Krohwinkel als pädagogisches Instrument geeignet ist, um Auszubildende in der Gesundheits- und Krankenpflege gezielt auf ihr praktisches Staatsexamen vorzubereiten und in ihrer professionellen Kompetenzentwicklung zu unterstützen.
- Grundlagen des konzeptuellen Modells von Monika Krohwinkel
- Strukturmodell der AEDL/ABEDL und dessen Bedeutung für die Pflegepraxis
- Transfer der pflegewissenschaftlichen Modelle in die praktische Ausbildung
- Förderung methodischer und fachlicher Kompetenzen durch reflektiertes Erfahrungslernen
- Managementmodelle zur Strukturierung von Stationseinsätzen für Auszubildende
Auszug aus dem Buch
3.1 Das AEDL/ABEDL Strukturierungsmodell
Als Monika Krohwinkel 1988 erstmals das oben genannte Rahmenmodell veröffentlichte, orientierte sie sich bei den ersten elf AEDLs in ihrer Begrifflichkeit an den Lebensaktivitäten von Roper (1987). Die AEDLs „Soziale Bereiche des Lebens sichern“ und „Mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen“ wurden von Krohwinkel entwickelt. So schaffte sie die Grundlage für einen planbaren Pflegeprozess. Mit ihrem Strukturierungsmodell zu den einzelnen AEDLs sollen Grundinformationen zu 13 Bereichen gesammelt werden, um ein ganzheitliches Bild über den Pflegebedürftigen zu ermöglichen. Auch dient es als Instrument, um den Pflegeprozess in der direkten Pflege und der Pflegedokumentation zu strukturieren.
In ihrem Buch schreibt Krohwinkel auf Seite 30: „Roper et al. (1980, 1987) bringen pflegerische Bedürfnisse in Zusammenhang mit Lebensaktivitäten, die sie in ihrem Modell beschreiben. Die Realisierung der Lebensaktivitäten hat Einfluss auf Leben und Gesundheit. Leben und Gesundheit hängen aber auch davon ab, wie Menschen mit existenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen können, die sie in Zusammenhang mit der Realisierung ihrer Lebensaktivitäten machen.“
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Der Autor stellt die Relevanz des Themas dar, die aus seiner Tätigkeit als Praxisanleiter erwächst, und definiert das Ziel, Krohwinkels Modell für die praktische Ausbildung nutzbar zu machen.
2. Das konzeptuelle Modell von Monika von Monika Krohwinkel: Dieses Kapitel erläutert die Biografie der Autorin und die zentralen Paradigmen ihres Modells (Mensch, Umgebung, Gesundheit/Krankheit, Pflege).
3. Fördernde Prozesspflege als System: Es werden die vier Teilmodelle (AEDL-Strukturierungsmodell, Pflegeprozessmodell, Managementmodell, Modell zum reflektierten Erfahrungslernen) als Rahmenmodell detailliert vorgestellt.
4. Das konzeptuelle Modell von M. Krohwinkel in Verbindung zur Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/in: Hier erfolgt die Verknüpfung der pflegetheoretischen Inhalte mit den gesetzlichen Ausbildungszielen und der Kompetenzentwicklung für Auszubildende.
5. Fazit: Das Resümee bestätigt die Eignung des Modells als systemisches Instrument für die praktische Anleitung und betont die Bedeutung einer engen Begleitung durch Praxisanleiter.
Schlüsselwörter
Fördernde Prozesspflege, Monika Krohwinkel, AEDL, ABEDL, Pflegeprozessmodell, Praxisanleitung, Ausbildung, Gesundheits- und Krankenpflege, Kompetenzentwicklung, Reflektiertes Erfahrungslernen, Pflegequalität, Pflegewissenschaft, Strukturqualität, Stationseinsatz, Patientenbeobachtung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der praktischen Anwendung des Pflegemodells nach Monika Krohwinkel zur Unterstützung von Auszubildenden während ihrer Ausbildung im Krankenhaus.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der „Fördernden Prozesspflege“, die Umsetzung des Pflegeprozessmodells, das Management der Ausbildung sowie das Konzept des reflektierten Erfahrungslernens.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu prüfen, ob das Modell der „Fördernden Prozesspflege“ als pädagogisches Hilfsmittel geeignet ist, um Auszubildende systematisch auf die Anforderungen des praktischen Staatsexamens vorzubereiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor führt eine theoretische Analyse durch, vergleicht gesetzliche Ausbildungsanforderungen mit den Inhalten des Pflegemodells und stellt praktische Anwendungsbeispiele, wie die Bedingungsanalyse, gegenüber.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Rahmenmodells nach Krohwinkel und die anschließende Übertragung dieser Teilmodelle auf die Lernprozesse und Kompetenzanforderungen in der praktischen Ausbildung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Neben dem zentralen Begriff der „Fördernden Prozesspflege“ prägen Begriffe wie Praxisanleitung, Kompetenzentwicklung, AEDLs und Pflegeprozessmodell die inhaltliche Ausrichtung.
Wie hilft das Modell des reflektierten Erfahrungslernens bei der Dienstübergabe?
Es bietet einen zyklischen Prozess an, bei dem Auszubildende eine Situation erst selbst reflektieren, dann mit dem Praxisanleiter evaluieren und daraus gezielt neue Problemlösungen für zukünftige Übergaben ableiten.
Welche Rolle spielt die Bedingungsanalyse für den Praxisanleiter?
Sie dient als strukturierte Informationsgrundlage, um den Lernstand, die Ressourcen und das Umfeld des Auszubildenden zu erfassen und daraus zielgerichtete Lernziele für den Einsatz festzulegen.
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- Dominik Dautzenberg (Author), 2011, Einsatz von Auszubildenden in der Gesundheits- und Krankenpflege im Krankenhausbereich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179563