Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Musicology - Miscellaneous

Musik im Hörspiel - Der Hörspielkomponist Heiner Goebbels

Title: Musik im Hörspiel - Der Hörspielkomponist Heiner Goebbels

Term Paper , 1995 , 23 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Michael Rösel (Author)

Musicology - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der Hörspielkomponist Heiner Goebbels ist sicherlich einer der bekanntesten und bedeutendsten Hörspielkomponisten unserer Zeit.

Die Arbeit gibt einen Überblick über Goebbels’ Biografie, zeigt seine musikalischen Wurzeln auf und analysiert die wichtigste Arbeiten – allen voran „Der Mann im Fahrstuhl“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung - Zur Situation des Hörspiels heute

II. Geschichte des Hörspiels & Emanzipation der Musik

III. Das „Neue Hörspiel“

IV. Heiner Goebbels - kurzer biographischer Überblick

V. Goebbels Hörstücke

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Emanzipation der Musik innerhalb der Hörspielgattung mit einem besonderen Fokus auf das Schaffen des Komponisten Heiner Goebbels. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich die Rolle der Musik vom reinen dramaturgischen Lückenfüller hin zu einem gleichberechtigten, eigenständigen Gestaltungsmittel entwickelt hat und wie Goebbels diese neuen Möglichkeiten in seinen Werken nutzt.

  • Historische Entwicklung des Hörspiels
  • Die Emanzipation der Musik und das „Neue Hörspiel“
  • Biographischer Überblick zu Heiner Goebbels
  • Analyse ausgewählter Hörstücke von Heiner Goebbels
  • Das Verhältnis von Text, Geräusch und Musik

Auszug aus dem Buch

DER MANN IM FAHRSTUHL

„Der Mann im Fahrstuhl“ ist ein Auszug aus Heiner Müllers Theaterstück „Der Auftrag - Erinnerung an eine Revolution“, inspiriert von der literarischen Vorlage „Licht auf dem Galgen“ von Anna Seghers. Das Stück thematisiert den Begriff „Auftrag“ und untersucht die „Schönheit“ des Verrats: der Auftrag ist die Verpflichtung zur Aufopferung des einzelnen für eine Sache - der Verrat, das Aufbegehren gegen die Obrigkeit, die Verweigerung des betroffenen Individuums. Dabei gibt das Gewissen Zeugnis vom Grad der Verbindlichkeit dem Auftrag gegenüber und vom Engagement des Beauftragten für seine Mission. Der „Schmerz“ des Sich-Auflehnens ist als Existenzbeweis zu verstehen. Revolution als bestimmter und bestimmender Sinnspender.

Innerhalb des Theaterstücks sprengt der surreale Monolog „Der Mann im Fahrstuhl“ die geschlossene Dramaturgie Heiner Müllers. Diese, wohl irritierendste Szene des Stücks, steht bezugslos für sich und wirkt, von seiner Text-Plazierung her, austauschbar.

„Der Mann im Fahrstuhl“ zerbricht an der Angst vor der eigenen Unfähigkeit, seinem Auftrag nicht gewachsen zu sein. Als er sich darüber klar wird, seine Mission verfehlt zu haben, gerät seine Wahrnehmung der Chronologie, aus den Fugen. Er zieht sich zurück, flieht die Realität. Ohne Ziel verwandelt sich sein Dasein in ein immerschneller vorüberhuschendes Einerlei. Die Implosion der Zeit endet abrupt, der Mann „steigt aus“ dem Fahrstuhl - der Müller’schen Metapher für abendländisches Fortschritt-denken und technischer Zivilisation - und damit aus den Zwängen der Gesellschaft, die ihn überfordert.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung - Zur Situation des Hörspiels heute: Dieses Kapitel beschreibt die aktuelle, durch Kommerzialisierung und Bildmedien bedrängte Situation des Hörspiels, das zunehmend eine Nische im medialen Angebot einnimmt.

II. Geschichte des Hörspiels & Emanzipation der Musik: Hier wird der historische Weg des Mediums skizziert, insbesondere die Ablösung der Musik von ihrer rein dienenden Funktion als dramaturgische Untermalung.

III. Das „Neue Hörspiel“: Dieses Kapitel erläutert die experimentelle Phase des Hörspiels ab den späten 1960er Jahren, in der neue Collage-Techniken und eine Gleichberechtigung von Sprache, Musik und Geräusch das Medium prägten.

IV. Heiner Goebbels - kurzer biographischer Überblick: Der Abschnitt liefert biografische Eckdaten zu Heiner Goebbels und beleuchtet seine Entwicklung vom politischen Musiker und Hausbesetzer hin zu einem international anerkannten Avantgarde-Komponisten.

V. Goebbels Hörstücke: Hier werden spezifische Werke wie „MaelSTROMSÜDPOL“, „Verkommenes Ufer“ und „Der Mann im Fahrstuhl“ im Hinblick auf Goebbels' Collagentechnik und sein Verständnis von Musik und Text analysiert.

Schlüsselwörter

Hörspiel, Heiner Goebbels, Neue Musik, Heiner Müller, Collagentechnik, Emanzipation, Avantgarde, Radiokunst, akustische Literatur, Hör-Oper, Musik, Geräusch, Textmontage, Rundfunk, mediale Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die musikalische Entwicklung innerhalb des Hörspiels und untersucht, wie Heiner Goebbels das Medium als Komponist durch den Einsatz von Musik und Collage neu definiert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die Geschichte der Hörspielmusik, das „Neue Hörspiel“ als avantgardistische Kunstform sowie die spezifische Arbeitsweise von Heiner Goebbels, insbesondere seine Zusammenarbeit mit dem Dramatiker Heiner Müller.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Transformationsprozess des Hörspiels von einem literarischen zu einem musikalisch-akustischen Medium aufzuzeigen und die Rolle der Musik darin kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine medienhistorische und kunstanalytische Methode angewandt, die sich auf Literaturrecherchen, die Analyse von Hörstücken sowie die Auswertung von zeitgenössischen Kritiken und theoretischen Schriften stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der historischen Entwicklung des Hörspiels seit den 1920er Jahren, den theoretischen Ansätzen des „Neuen Hörspiels“ und einer detaillierten Auseinandersetzung mit ausgewählten Werken von Heiner Goebbels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Hörspiel, Heiner Goebbels, Musik, Collage, Heiner Müller und Radiokunst.

Wie bewertet der Autor Goebbels' Umgang mit Heiner Müllers Texten?

Der Autor zeigt sich zwiegespalten: Während er etwa „Verkommenes Ufer“ als gelungen lobt, kritisiert er bei anderen Werken, dass Musik und Text gelegentlich nur nebeneinander existieren, ohne eine synergetische Einheit zu bilden.

Warum bezeichnet Heiner Goebbels seine Werke als „Hör-Opern“?

Goebbels nutzt diesen Begriff, um sich von traditionellen Vorstellungen des „reinen“ Hörspiels abzugrenzen und die gleichberechtigte, komplexe Verbindung von Musik, Sprache und performativen Elementen zu betonen.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Musik im Hörspiel - Der Hörspielkomponist Heiner Goebbels
College
University of Hildesheim  (Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation)
Grade
1,5
Author
Michael Rösel (Author)
Publication Year
1995
Pages
23
Catalog Number
V17957
ISBN (eBook)
9783638223935
ISBN (Book)
9783638777889
Language
German
Tags
Musik Hörspiel Hörspielkomponist Heiner Goebbels
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Rösel (Author), 1995, Musik im Hörspiel - Der Hörspielkomponist Heiner Goebbels, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17957
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint