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Der Vandalenkrieg im Rahmen der Reconquista Justinians I.

Das spätantike Afrika und das Vandalenreich

Título: Der Vandalenkrieg im Rahmen der Reconquista Justinians I.

Trabajo , 2007 , 29 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: M. A. Daniel Funke (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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In der Regierungszeit des Kaisers Justinian I. (527 - 565 n. Chr.) zum Ende der Spätantike gewinnt die Idee der weltumspannenden Einheit des Imperium Romanum über die Ökumene ein letztes mal an Profil. Schon in der militärischen und innenpolitischen Krise des 3. Jh. n. Chr. zeichnete sich eine Entwicklung ab, in der die Führungsschwäche des Kaisertums im Römischen Reich zur zeitweiligen Etablierung von Lokalreichen in den äußeren Provinzen führte. Qualitativ neu waren die Reichsbildungen durch nichtrömische Gruppen als autonome Verbände auf dem Territorium des Imperium Romanum im Zuge der sog. Völkerwanderung (375 - 568 n. Chr.). Teils als Föderaten angesiedelt, teils unter kriegerischer Landnahme konstituierten sich auf römischen Boden Reiche wie das sog. Vandalenreich. Der Besitzanspruch des Römischen Reiches über die afrikanischen Provinzen blieb aber auch nach der gewaltsamen Übernahme durch die Vandalen und ihrer Verbündete faktisch bestehen. Zwar gab es Verträge der gegenseitigen Gebietsbestätigung, die die momentanen Machtverhältnisse widerspiegelten. Diese waren aber immer foedera iniqua als deditio, anerkannten also die Oberhoheit Roms. Das zeigten auch die Versuche der Wiedereroberung der Gebiete durch das Römische Reich bevor es schließlich Justinian I. glückte das Vandalenreich 534 n. Chr. zu zerschlagen und die ehemaligen römischen Provinzen wieder in das Imperium zu integrieren.
Im Rahmen dieser Seminararbeit wird diese militärische Unternehmung, ihr Kontext, in dem von Justinian I. vorangehend geführten Perser- und dem nachfolgenden Gotenkrieg und ihre politischen Implikationen untersucht. Dabei stellt sich insbesondere auch die Frage, ob der Krieg gegen die Vandalen als Maßnahme eines früh gefassten, imperial revisionistischen Programms des Kaisers zu verstehen ist, oder ob sich ein solches Konzept erst im Angesicht der militärischen Siege herauskristallisierte. Die gewonnen Erkenntnisse sollen anschließend in einen größeren Zeitrahmen eingebunden, und im Lichte der Ausgangssituation und der Wirkung der justinianischen Kaiserzeit bewertet werden. Die Hauptquelle zur Beurteilung der Ereignisse im Vandalenkrieg, der übrigen justinianischen Kriege und dessen Politik sind die Schriften des Prokopius von Caesarea. Prokopius war selbst an dem afrikanischen Feldzug auf Seiten der Römer als Assessor (πάρεδρος) Belisars beteiligt und schildert diesen ausführlich in seinem Kriegsbericht dem, bellum vandalicum.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Vandalenkrieg

2.1 Der Kriegsgrund

2.2 Der Kriegsanlaß

2.3 Der Kriegsverlauf

2.3.1 Die militärisch Lage des Vandalenreiches: Die Gunst des Moments

2.3.2 Kriegsplanung und Vorbereitung

2.3.3 Die Verschiffung und Anlandung

2.3.4 Der Kriegszug in Afrika

2.4 Die Restitution der römischen Herrschaft

2.4.1 Die Okkupation der vandalischen Gebiete

2.4.2 Die Reorganisation der Verwaltung

2.5 Die Behauptung Nordafrikas durch Justinian I.

3. Der Vandalenkrieg im Kontext der Reconquista Justinians I.

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die militärische Unternehmung des Vandalenkrieges unter Justinian I. und analysiert, ob dieser Krieg als früh gefasstes imperial-revisionistisches Programm zu verstehen ist oder als Ergebnis einer kurzfristigen Reaktion auf situative militärische Siege. Dabei werden die politischen Implikationen sowie die Integration der eroberten Provinzen in das Oströmische Reich beleuchtet.

  • Die politische und militärische Kriegsprogrammatik Kaiser Justinians I.
  • Diplomatische Vorbereitung und außenpolitische Isolation des Vandalenreichs.
  • Militärische Strategie und Verlauf des Feldzugs unter Belisar.
  • Die Reorganisation der Verwaltung in Nordafrika nach der Eroberung.
  • Das Verhältnis zwischen den Zielen der Reconquista und der praktischen Umsetzung.

Auszug aus dem Buch

2.3.4 Der Kriegszug in Afrika

Nach der Landung bei Caput Vada begann man mit der Errichtung eines provisorischen Lagers, das nach römischer Tradition für solche kurzfristigen Lagerplätze behelfsmäßig durch einen Graben und eine Palisade verschanzt wurde. Als die Soldaten tags darauf Feldfrüchte plünderten, wies sie Belisar zurecht. Neben der Mahnung an die Disziplin, verweist der Feldherr deutlich darauf, daß man nicht als zügellose Eroberer sondern als Befreier in das Land gekommen sei. Belisar ging davon aus, daß die römische Provinzialbevölkerung der römischen Invasionstruppe freundlich gestimmt sein würde. Dieser Vorteil sollte im feindlichen Gebiet unter keinen Umständen verspielt werden. So konnte die Unternehmung auf Anhängerschaft in der katholischen, einheimischen Bevölkerung hoffen. Auch die propagierte Befreiung von der Gewaltherrscher Gelimer sollten den Eindruck der Eroberung von außen kaschieren und besonders die vandalischen Führungsschichten spalten. Beide Strategien hatten zunächst einigen Erfolg, so ergab sich ohne Kampfhandlungen die nahgelegene Stadt Syllektos und der Leiter des vandalischen Postwesens lief zu den Römern über, ebenso wie ein kaiserlicher Kurier. Allerdings ist die Haltung der Provinzialbevölkerung im folgendem sehr viel unparteiischer als es sich die Oströmer wohl erhofft hatten. Das Bild einer unterdrückten Bevölkerung unter vandalischen Gewaltherrschern, das katholische Priester in Konstantinopel gezeichnet hatten, bestätigte sich so nicht. Die Bevölkerung scheint im allgemeinen passiv abgewartet zu haben, welche Seite sich durchsetzen würde und unterhielt derweil geschäftliche Beziehungen zu beiden Parteien.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die justinianische Epoche in den Kontext der Idee der Wiederherstellung der Reichseinheit und skizziert die wissenschaftliche Zielsetzung der Arbeit hinsichtlich der Vandalen- und Reconquista-Politik.

2. Der Vandalenkrieg: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die Ursachen, den militärischen Verlauf sowie die administrativen Maßnahmen der Gebietsrestaurierung und der späteren Verteidigung Nordafrikas gegen Berberangriffe.

3. Der Vandalenkrieg im Kontext der Reconquista Justinians I.: Dieses Kapitel bettet den militärischen Erfolg in die übergeordnete Debatte zur "Restauratio imperii" ein und diskutiert, inwiefern der Krieg Teil eines geplanten Gesamtprogramms war.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Krieg als gezielte politische Maßnahme zur Restauration der römischen Weltmachtstellung fungierte, deren Umsetzung geschickt an aktuelle Gelegenheiten angepasst wurde.

Schlüsselwörter

Justinian I., Vandalenkrieg, Reconquista, Imperium Romanum, Belisar, Gelimer, Restauratio imperii, Nordafrika, Oströmisches Reich, Militärstrategie, Provinzverwaltung, Berberstämme, Vandalenreich, Spätantike, Hilderich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert den Vandalenkrieg unter Kaiser Justinian I. als Teil der Reconquista-Politik und untersucht, ob es sich dabei um ein lang geplantes Eroberungskonzept oder eine situative Reaktion handelte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Kriegsprogrammatik Justinians, die diplomatische Vorbereitung, den militärischen Verlauf, die Verwaltungsorganisation im eroberten Nordafrika und die außenpolitische Einordnung in das Spätantike Mittelmeerraum-Gefüge.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Hauptfrage ist, ob die Eroberung der vandalischen Gebiete als Maßnahme eines früh gefassten imperial-revisionistischen Programms zu verstehen ist oder ob sich dieses Konzept erst im Zuge der militärischen Erfolge herauskristallisierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin oder der Autor wendet ein induktives Vorgehen an, bei dem von den spezifischen Ereignissen des Krieges in Afrika auf die größeren Kontexte der justinianischen Politik geschlossen wird.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Kriegsgründe und -anlässe, die Etappen des Kriegsverlaufs (Planung, Anlandung, Schlachtenverlauf) sowie die darauffolgende Restitution und Reorganisation der römischen Herrschaft in Afrika.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Justinian I., Reconquista, Vandalenkrieg, Restauratio imperii und oströmische Strategie charakterisiert.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Historikers Prokopius?

Prokopius dient als Hauptquelle, wobei der Autor kritisch anmerkt, dass Prokopius Justinians Motive oft unzureichend beleuchtet und die Erfolge des Feldherrn Belisar tendenziös überhöht darstellt.

Warum war das Vandalenreich laut Analyse außenpolitisch isoliert?

Durch geschickte diplomatische Bemühungen Justinians war es dem Vandalenreich verwehrt, Unterstützung von den Ost- oder Westgoten zu erhalten, während innere Schwächen durch Berbereinfälle die militärische Kraft banden.

Final del extracto de 29 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Vandalenkrieg im Rahmen der Reconquista Justinians I.
Subtítulo
Das spätantike Afrika und das Vandalenreich
Universidad
Free University of Berlin  (Friedrich-Meinecke-Institut)
Curso
HS Das spätantike Afrika und das Vandalenreich
Calificación
1,3
Autor
M. A. Daniel Funke (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
29
No. de catálogo
V179622
ISBN (Ebook)
9783656019763
Idioma
Alemán
Etiqueta
Vandalen Germanen Römer Oströmisches Reich Spätantike frühes Mittelalter Völkerwanderung Okkupation Eroberung Krieg Karthago Tunesien Byzanz Konstantinopel Justinian Feldzug militärische Unternehmung Rom
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M. A. Daniel Funke (Autor), 2007, Der Vandalenkrieg im Rahmen der Reconquista Justinians I., Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179622
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