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Lernportale für Grundschüler im Internet

Titre: Lernportale für Grundschüler im Internet

Mémoire (de fin d'études) , 2011 , 93 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Christine Seiler (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie des médias
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Leitfrage dieser Arbeit soll sein, welche Voraussetzungen Lernportale für Grundschüler im Internet erfüllen müssen, um als pädagogisch wertvoll gelten zu können.

Die Arbeit ist im Hauptteil in zwei Teile gegliedert.
Im ersten, theoretischen Teil meiner Abfassung möchte ich zunächst die entwicklungs- und lerntheoretischen Grundlagen erläutern.
Bei den entwicklungstheoretischen Grundlagen zur mittleren Kindheit
konzentriere ich mich auf Piagets Entwicklungstheorie, der mit seiner
umfassenden Theorie des Denkens und der Intelligenz die Entwicklungspsychologie auf dem Gebiet der kognitiven Entwicklung stark geprägt hat.
Der lerntheoretische Abschnitt beginnt mit einer Darstellung vom Begriff des Lernens, bevor ich auf die drei klassischen Lernparadigmen und das Verständnis von Medien in ihren Konzepten eingehe.
Der letzte Abschnitt des Theorieteils hat zum Ziel über die Darstellung der Dimensionen von Medien, des computerunterstützten Lernens und der Typisierung von Lernsoftware und Computerspielen, eine Definition darüber zu geben, was als Lernportal verstanden werden kann, wie es in die Medienlandschaft einzuordnen ist und was seine charakteristischen Merkmale und Vorteile sind.

Der zweite, praktische Teil meiner Arbeit beginnt mit einer Aufstellung von Kriterien, die der Bewertung eines Lernportals dienen können.
Diese Kriterien habe ich zu einem Bewertungsbogen zusammengefasst, den ich exemplarisch auf zwei ausgesuchte Lernportale, „scoyo“ und „Karlchen Krabbelfix“ anwenden möchte.
Zunächst folgt eine Beschreibung des jeweiligen Lernportals, die aus einer Kurzbeschreibung und einer ausführlicheren Darstellung besteht. In der ausführlichen Darstellung sind beispielsweise Informationen zu den Preisen,der Aufgabengestaltung oder die Einflussmöglichkeiten von Eltern und Lehrern, erläutert. Hier habe ich überwiegend Informationen zusammengefasst, die ich auf den jeweiligen Plattformen finden konnte.
Nach dem Vorstellen des Portals habe ich eine Bewertung mithilfe des
Bewertungsbogens vorgenommen. Die Ergebnisse meiner Analyse sind dann
in einer abschließenden Zusammenfassung über jedes Portal zu finden.

Im Schlussteil möchte ich mithilfe meiner Ergebnisse aus dem theoretischen und dem praktischen Teil eine Antwort auf die genannte Leitfrage geben, welche Voraussetzungen ein Lernportal meiner Meinung nach erfüllen sollte, um als pädagogisch wertvoll gelten zu können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Fragestellung und Aufbau der Arbeit

2. Theoretischer Teil

2.1. Entwicklungstheoretische Grundlagen des Denkens und Lernens von Kindern der mittleren Kindheit

2.1.1. Piagets Entwicklungstheorie

2.1.1.1. Das präoperationale Stadium nach Piaget

2.1.1.2. Das konkret operationale Stadium nach Piaget

2.1.2. Zusammenfassung

2.2. Lerntheoretische Grundlagen

2.2.1. Begriff des Lernens

2.2.2. Behavioristisches Paradigma

2.2.2.1. Medien im Konzept des Behaviorismus

2.2.3. Kognitivistisches Paradigma

2.2.3.1. Medien im Konzept des Kognitivismus

2.2.4. Konstruktivistisches Paradigma

2.2.4.1. Medien im Konzept des Konstruktivismus

2.2.5. Zusammenfassung: Lernparadigmen

2.3. Das Lernportal als Form des Edutainments auf der Schnittstelle zwischen Computerspiel und Lernsoftware

2.3.1. Medien, Computer und Internet in der mittleren Kindheit

2.3.2. Dimensionen von Medien nach Maier

2.3.3. Computerunterstütztes Lernen

2.3.4. Typologie von Lernsoftware

2.3.5. Exkurs: Differenzierung von Aufgabentypen

2.3.6. Typologie von Computerspielen

2.3.7. Charakteristik vom Lernportal als Form des Edutainments und seine Vorteile

3. Praktischer Teil

3.1. Kriterien zur Bewertung von Lernportalen für Grundschüler

3.2. Bewertungsbogen zur Bewertung von Lernportalen

3.3. Das Lernportal „scoyo“

3.3.1. Kurzbeschreibung

3.3.2. Die Startseite des Lernportals „scoyo“

3.3.3. Die Preise für das Lernportal „scoyo“

3.3.4. Aufbau des Lernportals für Klasse 1 bis 4

3.3.4.1. Der Schreibtisch im Lernportal „scoyo“

3.3.4.2. Die Planetenkugel im Lernportal „scoyo“

3.3.4.3. Das Aufgabenbuch im Lernportal „scoyo“

3.3.4.4. Die Themensuche im Lernportal „scoyo“

3.3.4.5. Das Levelsystem im Lernportal „scoyo“

3.3.4.6. „Mein scoyo“

3.3.4.7. Aufbau der Lerneinheiten

3.3.4.8. Aufbau der Aufgaben

3.3.5. „scoyo“ für Eltern

3.3.6. „scoyo“ für Lehrer

3.3.7. Nachgewiesener Lernerfolg

3.3.8. Didaktische Grundlagen und medienpädagogisches Konzept

3.3.8.1. Problemorientiertes Lernen

3.3.8.2. Alltagsrelevanz der Inhalte

3.3.8.3. Spielerisches und exploratives Lernen

3.3.8.4. Medienpädagogisches Konzept

3.3.8.5. Fachdidaktischer Review

3.3.9. Auszeichnungen

3.3.10. Sonstiges

3.3.11. Bewertung vom Lernportal „scoyo“

3.3.11.1. Zusammenfassende Beurteilung von „scoyo“

3.4. Das Lernportal „Karlchen Krabbelfix“

3.4.1. Kurzbeschreibung

3.4.2. Startseite

3.4.3. Der „Karlchen-Krabbelfix-Club“

3.4.3.1. Mitgliedschaft

3.4.3.2. „Karlchens Welt“

3.4.3.3. Aufgaben

3.4.3.4. Didaktik

3.4.4. „Karlchens Eltern- und Lehrerzimmer“

3.4.5. Bewertung vom Lernportal „Karlchen Krabbelfix“

3.4.5.1. Zusammenfassende Beurteilung von „Karlchen Krabbelfix“

4. Was macht ein pädagogisch wertvolles Lernportal aus?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, welche Voraussetzungen Lernportale für Grundschüler im Internet erfüllen müssen, um als pädagogisch wertvoll zu gelten, indem sie theoretische Grundlagen mit einer praktischen Analyse ausgewählter Plattformen verknüpft.

  • Entwicklungstheoretische Grundlagen (Piaget) und Lerntheorien (Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus)
  • Charakterisierung von Lernportalen als Edutainment-Form an der Schnittstelle zu Computerspielen
  • Entwicklung und Anwendung eines Kriterienkatalogs zur Evaluation von Lernsoftware
  • Praktische Untersuchung und Bewertung der Portale „scoyo“ und „Karlchen Krabbelfix“
  • Ableitung allgemeiner Qualitätsmerkmale für pädagogisch wertvolle Online-Lernangebote

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Piagets Entwicklungstheorie

Piaget verstand unter Intelligenz „die Fähigkeit, sich allen Aspekten der Wirklichkeit anzupassen“ (Siegler 2001, S.35) und unterschied vier Stadien der geistigen Entwicklung in der Kindheit und im Jugendalter, in der sich diese Fähigkeit entwickeln würde: die sensumotorische, die präoperationale, die konkret operationale und schließlich die formal operationale Phase. (zur Unterscheidung der vier Stadien vgl. auch Oerter/Montada 2008, Berk 2005, Zimbardo/Gerrig 2004)

Die Entwicklungsstadien müssen nach Piaget als aufeinander aufbauend und miteinander in Wechselwirkung stehend verstanden werden. Mit dem Begriff des Entwicklungsstadiums meint er einen Zeitabschnitt, in dem das Denken und Verhalten eines Kindes eine spezifische geistige Grundstruktur widerspiegelt. Jedes Stadium geht aus dem vorangegangenen Stadium hervor, integriert und transformiert es und bereitet das nachfolgende vor.

Im sensumotorischen Stadium, welches von der Geburt bis zum Alter von zwei Jahren dauert, werden „die Reflexe des Neugeborenen nach und nach in das aktivere Handlungsmuster älterer Säuglinge umgewandelt.“ (Berk 2005, S.230)

In der präoperationalen Phase, die das Alter von zwei bis sechs oder sieben Jahren umfasse, sei die größte Leistung im Erlernen von Möglichkeiten zu sehen, die Welt symbolisch mit Hilfe von gedanklichen Bildern, dem Zeichnen und der Sprache darzustellen. (vgl. Siegler, S.35.)

Die konkret operationale Phase dauert von sechs oder sieben bis elf oder zwölf Jahren an und ist durch die Fähigkeiten gekennzeichnet, mehrere Perspektiven in Betracht ziehen zu können und Veränderungen, sowie statische Situationen, genau darstellen zu können. (vgl. Siegler, S.36)

Mit etwa elf oder zwölf Jahren erreicht nach Piagets Theorie das Kind dann das vierte und letzte Entwicklungsstadium, das der formalen Operationen. (vgl. ebd.)

In diesem Stadium erlernen Heranwachsende das abstrakte Denken, sie werden fähig, hypothetisch-deduktiv und propositional zu denken.(vgl. Berk 2005, S.523)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit motiviert die Untersuchung von Lernportalen für Grundschüler durch die wachsende Bedeutung digitaler Bildungsmedien und stellt die Forschungsfrage nach den Voraussetzungen für pädagogische Wertigkeit.

2. Theoretischer Teil: Es werden kognitionspsychologische Grundlagen nach Piaget sowie die drei klassischen Lerntheorien (Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus) dargelegt und als Basis für die Einordnung von Lernportalen als Edutainment-Form genutzt.

3. Praktischer Teil: Basierend auf einem entwickelten Kriterienkatalog werden die Lernportale „scoyo“ und „Karlchen Krabbelfix“ detailliert beschrieben, evaluiert und vergleichend beurteilt.

4. Was macht ein pädagogisch wertvolles Lernportal aus?: Die Ergebnisse der theoretischen und praktischen Analyse werden synthetisiert, um allgemeine Qualitätsmerkmale für eine pädagogisch sinnvolle Gestaltung von Lernportalen für die Grundschule zu definieren.

Schlüsselwörter

Lernportale, Grundschule, Edutainment, Piagets Entwicklungstheorie, Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus, Lernsoftware, Computerspiel, Medienpädagogik, Evaluation, multimediales Lernen, interaktives Lernen, Kompetenzentwicklung, E-Learning

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die Rolle und Qualität von Online-Lernportalen für Kinder im Grundschulalter und bewertet diese anhand pädagogischer und technischer Kriterien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind entwicklungstheoretische Grundlagen des Lernens (Piaget), verschiedene Lerntheorien (Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus), die Einordnung von Edutainment sowie die praktische Evaluation spezifischer Online-Plattformen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel zu klären, welche Voraussetzungen Lernportale für Grundschüler erfüllen müssen, um als pädagogisch wertvolle Bildungsangebote eingestuft zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse mit einer empirisch-analytischen Methode, indem sie einen Kriterienkatalog entwickelt und diesen auf zwei Fallbeispiele (Lernportale) anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Entwicklungspsychologie und Lerntheorie sowie einen praktischen Teil, in dem die Portale „scoyo“ und „Karlchen Krabbelfix“ nach einem selbst erstellten Bewertungsbogen analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lernportale, Edutainment, pädagogische Wertigkeit, Lernsoftware, Konstruktivismus und Medienkompetenz charakterisiert.

Wie schneidet das Lernportal „scoyo“ in der Bewertung ab?

Das Portal „scoyo“ erzielt ein gutes Ergebnis, da es insbesondere im fachdidaktischen Standard überzeugt und 29 von 37 Kriterien erfüllt.

Warum wird „Karlchen Krabbelfix“ im Vergleich schlechter bewertet?

Das Portal weist deutliche Schwächen in der Benutzerführung, der akustischen und textlichen Gestaltung sowie beim didaktischen Mehrwert auf und erfüllt daher nur 11 von 37 Kriterien.

Welche Rolle spielen Computerspiele in Lernportalen laut der Autorin?

Computerspiele werden im Kontext von Edutainment als motivierende Komponente verstanden, die durch spielerische Elemente das Lernen unterstützt, solange sie zielgerichtet und didaktisch sinnvoll eingebunden sind.

Was sind laut Autorin die wichtigsten Merkmale eines pädagogisch wertvollen Lernportals?

Ein wertvolles Portal muss entwicklungsgerecht sein, Multimedialität, Interaktivität und Non-Linearität bieten und die Lernenden zu eigenständigem, problemorientiertem Handeln anregen.

Fin de l'extrait de 93 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Lernportale für Grundschüler im Internet
Université
Johannes Gutenberg University Mainz  (Erziehungswissenschaft)
Note
2,3
Auteur
Christine Seiler (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
93
N° de catalogue
V179770
ISBN (ebook)
9783656041696
ISBN (Livre)
9783656041580
Langue
allemand
mots-clé
Lernportale Internet Lernen Lerntheorien Behaviorismus Konstruktivismus Kognitivismus Skinner Piaget Kriterien Qualität Lernerfolg scoyo Karlchen Krabbelfix Medienpädagogik Medien Mediendimensionen pädagogisch wertvoll Schüler Grundschüler Eltern Didaktik computergesteuertes Lernen spielend lernen Kinder Klassen Schule dreimausklicks Lernsoftware Entwicklungstheorie mittlere Kindheit Edutainment Computer Kriterienkatalog Bewertung Bewertungsbogen medienpädagogisches Konzept spielerisches Lernen exploratives Lernen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christine Seiler (Auteur), 2011, Lernportale für Grundschüler im Internet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179770
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Extrait de  93  pages
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